Deutschland steht vorzeitig in der Hauptrunde. Zweite Pflichtaufgabe gelöst. Die deutschen U18-Handballerinnen gewinnen bei der WM in Rumänien ihr zweites Spiel souverän gegen Guinea 36:21 (18:8). Die Westafrikanerinnen verlieren zuvor ihren Auftakt gegen Spanien 12:27. Im Vergleich läuft die Tormaschine schon besser als beim nächsten Gegner. Am Sonnabend müssen die DHB-Girls gegen Spanien ran (13 Uhr, Dyn). Doch auch gegen Guinea gefällt Bundestrainer Gino Smits (62) an seinem Geburtstag nicht alles, was er bei seinen Talenten sieht.
Denn seine Mädels haben wieder Probleme mit der Chancenauswertung und fabrizieren ein paar technische Fehler zu viel. Aber auch in der Abwehr kommen die Außenseiter aus Guinea zu oft zu leicht durch, vor allem in der zweiten Hälfte. Im ersten Spiel hat er es nicht gebraucht, doch gegen Guinea muss Smits gleich zwei Auszeiten nehmen, um seine Spielerinnen noch einmal richtig einzustellen. Smits: „Ich will mehr Dynamik sehen, wir müssen mehr in die Lücken laufen, ich will mehr Fußarbeit sehen, wir müssen die unter Druck setzen, nicht umgekehrt.“ Team-Kapitänin Adele Kasper (18/Frankfurter HC) brüllt hinterher: „Wir sind doch viel besser als die, das müssen wir denen auch zeigen.“
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Smits: „Wir freuen uns natürlich, dass wir in der Hauptrunde stehen. Das war ein gutes Lernspiel für uns. Es war auf der einen Seite einfach, weil man weiß, dass man so ein Spiel gewinnt. Andererseits ein riesiges Kompliment an Guinea: Die haben uns das Leben richtig sauer gemacht und uns wirklich in der Abwehr vieles abverlangt. Wir hatten da teilweise Probleme. Aber Guinea hat dann viele technische Fehler gemacht, sodass wir viele Konter laufen konnten.“ Und er schiebt nach: „Gegen Spanien haben wir jetzt unser erstes Endspiel, weil wir die Punkte mit in die Hauptrunde nehmen möchten, aber das müssen wir uns in zweimal 30 Minuten auch verdienen.“
Handball: Zweiter Sieg für U18-Talente im zweiten WM-Auftritt
Deutschland bemüht. Nach 20 Minuten führt der DHB-Nachwuchs 12:3, zur Halbzeit sind es zehn Tore Vorsprung (18:8) und nach 45 Minuten steht es 27:15. Sicherlich hätten es auch mehr Tore sein können, aber zumindest kann Fine Stenzel (17/Neubrandenburg) dieses Mal alle Siebenmeter im Tor unterbringen (gegen Usbekistan verwirft die deutsche Mannschaft noch alle sechs Strafwürfe). Insgesamt trifft Stenzel achtmal und wird als Spielerin des Spiels ausgezeichnet.
