{"id":10009,"date":"2026-04-25T19:53:07","date_gmt":"2026-04-25T19:53:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10009\/"},"modified":"2026-04-25T19:53:07","modified_gmt":"2026-04-25T19:53:07","slug":"eu-parlament-fordert-entzug-uci-haelt-an-ruanda-als-ausrichter-der-strassenrad-wm-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10009\/","title":{"rendered":"EU-Parlament fordert Entzug: UCI h\u00e4lt an Ruanda als Ausrichter der Stra\u00dfenrad-WM fest"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tour-rwanda-100.jpg\" alt=\"Tour du Rwanda\" title=\"Tour du Rwanda | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 25.02.2025 \u2022 13:46 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Der Radsportweltverband h\u00e4lt an Ruanda als Austragungsort der Stra\u00dfen-WM 2025 fest. Das Europ\u00e4ische Parlament hingegen fordert, dem Land das Austragungsrecht zu entziehen, sollte Ruanda weiter Rebellen in der DR Kongo unterst\u00fctzen. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden hat ein World-Tour-Team seine Mannschaft nicht zur aktuell laufenden &#8222;Tour du Rwanda&#8220; geschickt.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/sendung\/reporter\/marcus-bark,autor-marcus-bark-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Marcus Bark\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/marcus-bark-102.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angesprochen auf einen m\u00f6glichen Ausweichort f\u00fcr die Stra\u00dfen-WM, <a href=\"https:\/\/www.cyclingnews.com\/features\/there-is-no-plan-b-for-rwandan-world-championships-david-lappartient-interview\/\" title=\"cyclingsnews.com\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">sagte David Lappartient dem Portal &#8222;cyclingsnews.com&#8220;<\/a>: &#8222;Es gibt keinen Plan B.&#8220; Der Pr\u00e4sident des Radsportweltverbendes UCI (Union Cycliste Internationale) f\u00fcgte an, es sei bei seinem Amtsantritt sein Traum gewesen, eine Weltmeisterschaft erstmals auf dem afrikanischen Kontinent auszutragen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz--contains-image  m-six l-five textabsatz columns twelve\">Gerade im 125. Jahr des Bestehens der UCI sei es &#8222;unglaublich besonders&#8220;, den Traum verwirklichen zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem sei der Sport neutral und d\u00fcrfe nicht politisiert werden, erkl\u00e4rte Lappartient, der einer der Kandidaten f\u00fcr die Nachfolge des scheidenden IOC-Pr\u00e4sidenten Thomas Bach ist.<\/p>\n<p>    Europa-Parlament fordert eventuellen Entzug der WM<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus der Politik kommen allerdings besonders kritische Stimmen. In einem <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/doceo\/document\/RC-10-2025-0102_DE.html\" title=\"Antrag EP\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">gemeinsamen Entschlie\u00dfungsantrag fordert das Europ\u00e4ische Parlament<\/a>, &#8222;dass die Stra\u00dfenradsport-Weltmeisterschaften des Internationalen Radsportverbands (UCI) 2025 in Kigali abgesagt werden, wenn Ruanda seinen Kurs nicht \u00e4ndert&#8220;. Die verschiedenen Rennen um WM-Titel in der Hauptstadt Kigali sind f\u00fcr die Zeit zwischen dem 21. und 28. September geplant.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In dem Antrag h\u00e4lt das Europ\u00e4ische Parlament Ruanda unter anderem vor, mit seiner Armee die Rebellengruppe &#8222;M23&#8220; in einem Krieg mit dem Milit\u00e4r der Demokratischen Republik (DR) Kongo zu unterst\u00fctzen. Die &#8222;M23&#8220; wird auch von den Vereinten Nationen f\u00fcr etwa 3.000 Tote verantwortlich gemacht, die der Kampf um die an Bodensch\u00e4tzen reiche Region um die Stadt Goma gefordert habe. Au\u00dferdem soll es etliche Vergewaltigungen an Frauen und M\u00e4dchen gegeben haben, zudem w\u00fcrden hunderttausende Menschen aus ihrer Heimat in andere Gebiete der DR Kongo vertrieben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Stadt Goma mit etwa zwei Millionen Einwohnern liegt ganz im Osten der DR Kongo, des zweitgr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chenlandes in Afrika. Sie grenzt an das wesentlich kleinere Ruanda, das die Gruppe &#8222;M23&#8220; befehle, wie ein Bericht der Vereinten Nationen im Sommer 2024 feststellte. Ruanda wolle so unter anderem an wertvolle Mineralien aus der Region Goma gelangen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ruandas Pr\u00e4sident Paul Kagame, der seit 30 Jahren an der Macht ist und inzwischen als Autokrat gilt, dementiert eine Unterst\u00fctzung der Rebellengruppe.<\/p>\n<p>    Tourismuskampagne als &#8222;Sportswashing&#8220;?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kagame und seine Regierung versuchen schon lange das Image Ruandas aufzupolieren und den Tourismus anzukurbeln, nachdem der ostafrikanische Staat 1994 einen V\u00f6lkermord der Hutu an den Tutsi durchlitt, der mindestens 500.000 und bis zu einer Million Menschen das Leben gekostet haben soll.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Touriskampagne &#8222;Visit Rwanda&#8220; (besucht Ruanda) wurde in Europa gro\u00dffl\u00e4chig bekannt, als der ber\u00fchmte Fu\u00dfballkub FC Arsenal den Schriftzug auf seine Trikots druckte. Inzwischen kassieren auch Paris Saint-Germain und der deutsche Rekordmeister FC Bayern M\u00fcnchen Geld aus Ruanda.<\/p>\n<p>    Au\u00dfenministerin der DR Kongo: Auch H\u00e4nde der Bayern &#8222;blutbefleckt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Vereine teilweise heftig daf\u00fcr. Zuletzt warf Th\u00e9r\u00e8se Kayikwamba Wagner, Au\u00dfenministerin der DR Kongo, den Klubs vor, ihre H\u00e4nde seien wegen der Sponsoringvertr\u00e4ge &#8222;blutbefleckt&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der FC Bayern k\u00fcndigte an, vor Ort in Afrika \u00fcber die Lage und die Unterst\u00fctzung der &#8222;M23&#8220; zu sprechen. Wann und ob dies inzwischen geschah, ist offen.<\/p>\n<p>    Millioneninvestitionen in den Sport<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ruanda, das aus Deutschland von 2022 bis 2024 etwa 100 Millionen Euro an Entwicklungshilfe bekam, investiert seinerseits etliche Millionen in den Sport. Klassisches &#8222;Sportswashing&#8220; sehen Kritiker in dem Engagement, das eventuell sogar die Formel 1 in den Osten Afrikas bringen k\u00f6nnte. Der Fu\u00dfballweltverband FIFA traf sich 2023 zu seinem Kongress in Kigali.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Etabliert ist in dem radsportbegeisterten Land inzwischen die &#8222;Tour du Rwanda&#8220;. Seit dem 23. Februar und noch bis zum 2. M\u00e4rz rollt die 17. Auflage \u00fcber mehr als 800 Kilometer durch das Land. Auch das belgische World-Tour-Team &#8222;Soudal &#8211; Quick-Step&#8220; wollte mit einer Mischung aus erfahrenen Profis und Fahrern aus dem U23-Team an dem Etappenrennen teilnehmen.<\/p>\n<p>    Belgisches Team sagt &#8222;Tour du Rwanda&#8220; ab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Equipe sagte ihre Teilnahme allerdings ab, weil die Sicherheit nicht gew\u00e4hrleistet sei. &#8222;Es ist bedauerlich f\u00fcr unser Entwicklungsteam, aber manchmal gibt es wichtigere Dinge als Rennen&#8220;, sagte CEO J\u00fcrgen For\u00e9 laut einer belgischen Nachrichtenagentur der Tageszeitung &#8222;Het Nieuwsblad&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Etappen drei und vier kommen nur einen Steinwurf von dem Ort entfernt an, an dem sich die Rebellen aufhalten, es sind vielleicht 50 Kilometer&#8220;, f\u00fcgte Kevin Hulsmans demnach hinzu, der Teamchef des U23-Teams von &#8222;Soudal &#8211; Quick Step&#8220;. Die Fahrer m\u00fcssten nicht nur fahren, sondern auch am Rand des Kriegsgebietes im Hotel \u00fcbernachten: &#8222;Das ist f\u00fcr mich fragw\u00fcrdig.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.02.2025 \u2022 13:46 Uhr Der Radsportweltverband h\u00e4lt an Ruanda als Austragungsort der Stra\u00dfen-WM 2025 fest. 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