{"id":10125,"date":"2026-04-26T01:08:27","date_gmt":"2026-04-26T01:08:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10125\/"},"modified":"2026-04-26T01:08:27","modified_gmt":"2026-04-26T01:08:27","slug":"indien-exploriert-in-sambia-big-oil-in-libyen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10125\/","title":{"rendered":"Indien exploriert in Sambia, Big Oil in Libyen"},"content":{"rendered":"<p class=\"post-teaser\">Indien startet im Bem\u00fchen um mehr Rohstoffautonomie ein Explorationsprogramm in Sambia, gro\u00dfe westliche \u00d6lkonzerne kehren nach langer Abwesenheit ins \u00f6l- und gasreiche Libyen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bigstock-Oil-And-Gas-Drilling-Rig-Onsho-315470497-1024x683.jpg\" alt=\"Indien exploriert in Sambia, Big Oil in Libyen\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"sync\" width=\"1024\" height=\"683\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.bigstockphoto.com\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bigstockphoto<\/a><\/p>\n<p>Der globale Rohstoffmarkt bleibt in Bewegung: Das Bem\u00fchen um sichere Lieferketten, geopolitischen Einfluss und diversifizierte Rohstoffbezugsquellen veranlasst Regierungen und Unternehmen, nach neuen Partnern zu suchen. Neue (oft: neue alte) Potenziale ergeben sich zudem aus Lage\u00e4nderungen in gr\u00f6\u00dferen Konflikten.<\/p>\n<p>So hat Indien 9.000 km\u00b2 in Sambia gemietet, um dort nach Metallen zu suchen. Und gro\u00dfe westliche \u00d6lkonzerne kehren in diesen Tagen nach fast 20 Jahren zur Exploration von \u00d6l und Gas nach Libyen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Indien exploriert in Sambia Kupfer und Kobalt<\/p>\n<p>Indien hat ein Team von Geologen nach Sambia entsandt, um Kupfer- und Kobaltvorkommen zu erkunden. Der Subkontinent verst\u00e4rkt damit seine Anstrengung um den Zugriff auf kritische Mineralien. Der Schritt ist nachvollziehbar: Indiens schnell wachsende Wirtschaft ist in hohem Ma\u00dfe von Kupfer- und Kobaltimporten abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Dass diese indischen Ambitionen in der Rohstoffpolitik international an Bedeutung gewinnen, zeigte sich bereits vor einigen Wochen, als sich die Aussetzung eines 13 Jahre alten Abkommens \u00fcber den Export seltener Erden nach Japan anbahnte.<\/p>\n<p>Indien verf\u00fcgt mit 6,9 Millionen Tonnen zwar \u00fcber die f\u00fcnftgr\u00f6\u00dften Seltenerdreserven der Welt, betreibt jedoch keine eigene Magnetproduktion. Das Land ist auf importierte Magnete angewiesen \u2013 vor allem aus China. Diese Abh\u00e4ngigkeit soll nun verringert werden. Es bestehen zwar Anlagen zum Abbau, zur Trennung und Raffination von Oxiden und auch Kapazit\u00e4ten zur Metallgewinnung. Dem Land fehlen jedoch industrielle Anlagen zur Herstellung von Legierungen, Magneten und anderen Produkten aus Seltenen Erden.<\/p>\n<p>Bei dem Deal mit Sambia geht es allerdings nicht um Seltene Erden, sondern um Kupfer und Kobalt. Im Fr\u00fchjahr hatte sich die indische Regierung Explorationsrechte auf 9.000 km\u00b2 in dem afrikanischen Land gesichert. Nun hat die indische Regierung ein Team von Geologen nach Sambia entsandt. Im Anschluss an das auf drei Jahre ausgelegte Explorationsprojekt will die Regierung das Bergbaupotenzial vor Ort bewerten. Danach k\u00f6nnte bei der sambischen Regierung eine Bergbaupacht beantragt werden \u2013 wahrscheinlich in Kooperation mit privaten Unternehmen.<\/p>\n<p>Neu-Delhi befindet sich mit mehreren afrikanischen L\u00e4ndern in Gespr\u00e4chen \u00fcber den Erwerb wichtiger Mineralvorkommen auf Regierungsebene. Auch Optionen in Australien und Lateinamerika werden gepr\u00fcft. Derzeit laufen Gespr\u00e4che in der DR Kongo, bei denen es wie in Sambia um Kupfer und Kobalt geht. Auch Ruanda, Tansania und Mosambik sind L\u00e4nder, mit denen Gespr\u00e4che gef\u00fchrt werden. Mit Chile wird derzeit ein Handelsabkommen sowie der Erwerb von Lithium- und Kupfervorkommen diskutiert.<\/p>\n<p>Big Oil kehrt nach Libyen zur\u00fcck<\/p>\n<p>Neben Indiens Suche nach mehr Autonomie in der Rohstoffpolitik gibt es weitere Entwicklungen, die belegen, dass die globalen Rohstoffm\u00e4rkte in Bewegung sind. Eine dieser Entwicklungen bahnt sich gerade in Libyen an: Die \u00d6lkonzerne Exxon, Chevron, TotalEnergies und Eni bieten auf die erste Runde von F\u00f6rderrechten im Land seit 18 Jahren.<\/p>\n<p>Libyen hatte Anfang des Jahres seine erste Ausschreibung f\u00fcr \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung seit 2007 gestartet. Exxon US30231G1022 852549, Chevron US1667641005 852552, TotalEnergies FR0000120271 850727 und Eni IT0003132476 897791 geh\u00f6ren zu den 37 internationalen Unternehmen, die Interesse an libyschen \u00d6l- und Gasf\u00f6rdergebieten bekundet haben. Dies erkl\u00e4rte Masoud Suleman, Vorsitzender der libyschen National Oil Corporation (NOC) am Mittwoch gegen\u00fcber Bloomberg. Bis Ende des Jahres sollen Vertr\u00e4ge unterschrieben werden.<\/p>\n<p>Libyen bietet insgesamt 22 Bl\u00f6cke zur Exploration und Erschlie\u00dfung an, davon je elf Offshore- und Onshore-Bl\u00f6cke, darunter auch Gebiete mit unerschlossenen Vorkommen. Das Land verf\u00fcgt laut NOC \u00fcber gesch\u00e4tzte 91 Milliarden Barrel \u00d6l\u00e4quivalent an unentdeckten \u00d6l- und Gasvorkommen. Die Roh\u00f6lproduktion des Landes liegt derzeit bei lediglich 1,3 bis 1,4 Millionen Barrel pro Tag. Innerhalb der kommenden drei Jahre soll die F\u00f6rderung auf 2 Millionen Barrel pro Tag ausgebaut werden.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr der westlichen Konzerne kommt nicht ganz \u00fcberraschend. BP und Eni unternahmen nach zehn Jahren Abwesenheit infolge des B\u00fcrgerkriegs bereits im vergangenen Jahr erste Schritte. Eni etwa nahm im Oktober die Explorationsbohrungen im Ghadames-Becken wieder auf. Auch das US-Unternehmen Weatherford kehrte Anfang des Jahres wieder zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Indien startet im Bem\u00fchen um mehr Rohstoffautonomie ein Explorationsprogramm in Sambia, gro\u00dfe westliche \u00d6lkonzerne kehren nach langer Abwesenheit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10126,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[29,5052,3727,3286,3285,286,285,1740,5051,311],"class_list":{"0":"post-10125","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-afrika","9":"tag-asie","10":"tag-indien","11":"tag-kobalt","12":"tag-kupfer","13":"tag-libya","14":"tag-libyen","15":"tag-lybien","16":"tag-oel-gas","17":"tag-sambia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116468338055755224","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10125","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10125"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10125\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10126"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}