{"id":10209,"date":"2026-04-26T05:52:58","date_gmt":"2026-04-26T05:52:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10209\/"},"modified":"2026-04-26T05:52:58","modified_gmt":"2026-04-26T05:52:58","slug":"libyen-eu-laender-verurteilen-militaerische-einmischung-von-aussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10209\/","title":{"rendered":"Libyen: EU-L\u00e4nder verurteilen milit\u00e4rische Einmischung von au\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/maas-irak-115.jpg\" alt=\"Von links nach rechts: Josep Borrell, EU-Au\u00dfenbeauftragter, Jean-Yves Le Drian, Au\u00dfenminister von Frankreich, Heiko Maas, Au\u00dfenminister von Deutschland, Luigi Di Maio, Au\u00dfenminister von Italien, und Dominic Raab, Au\u00dfenminister von Gro\u00dfbritannien, vor einem gemeinsamen Treffen\" title=\"Josep Borrell, EU-Au\u00dfenbeauftragter, Jean-Yves Le Drian, Au\u00dfenminister von Frankreich, Heiko Maas, Au\u00dfenminister von Deutschland, Luigi Di Maio, Au\u00dfenminister von Italien, und Dominic Raab, Au\u00dfenminister von Gro\u00dfbritannien, vor ihrem Treffen, bei dem sie insbesondere die Lage in Libyen berieten.  | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 07.01.2020 \u2022 19:56 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Nach einem EU-Sondertreffen zu Libyen haben die Teilnehmer eine Ende der milit\u00e4rischen Einmischung von au\u00dfen gefordert &#8211; das gelte auch f\u00fcr die T\u00fcrkei. Bundesau\u00dfenminister Maas k\u00fcndigte Gespr\u00e4che mit den Konfliktparteien an.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach der Zuspitzung der Lage in Libyen fordern mehrere EU-L\u00e4nder, dass ausl\u00e4ndische M\u00e4chte ihre milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der Konfliktparteien beenden. &#8222;Die anhaltende Einmischung von au\u00dfen sch\u00fcrt die Krise&#8220;, hie\u00df es in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung von Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien und EU nach einem Sondertreffen. &#8222;Je mehr die libyschen Kriegsparteien auf ausl\u00e4ndische Milit\u00e4rhilfe angewiesen sind, desto mehr geben sie externen Akteuren ungeb\u00fchrlichen Einfluss auf souver\u00e4ne libysche Entscheidungen.&#8220; Ausl\u00e4ndischer Einfluss sei &#8222;zum Nachteil der nationalen Interessen des Landes und der regionalen Stabilit\u00e4t&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei dem Treffen hatte sich Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas mit seinen britischen, franz\u00f6sischen und italienischen Kollegen sowie dem EU-Au\u00dfenbeauftragten Josep Borrell beraten. Borrell kritisierte ausdr\u00fccklich die Entsendung von Soldaten aus der T\u00fcrkei. Er sagte, die Forderung nach dem Ende ausl\u00e4ndischer Einmischung beziehe sich auch &#8222;auf die Entscheidung der T\u00fcrkei, mit ihren Truppen in Libyen einzugreifen&#8220;. Dies vergr\u00f6\u00dfere die Sorgen \u00fcber die Lage in dem B\u00fcrgerkriegsland. &#8222;Wir fordern einen Waffenstillstand und ein Ende der Eskalation und der Einmischung von au\u00dfen, die in den vergangenen Tagen zugenommen hat.&#8220;<\/p>\n<p>    Neuer Schlichtungsversuch geplant<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Maas k\u00fcndigte an, dass ab Mittwoch das Gespr\u00e4ch mit den Konfliktparteien in Libyen gesucht werden solle. Damit sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, &#8222;dass es in Libyen eine politische L\u00f6sung gibt&#8220;. Das kurzfristig in Br\u00fcssel angesetzte Treffen bezeichnete er als &#8222;sehr konstruktives Gespr\u00e4ch&#8220;. Alle Teilnehmer h\u00e4tten den von der Bundesregierung angeschobenen &#8222;Berliner Prozess&#8220; unterst\u00fctzt, bei dem die in Libyen aktiven ausl\u00e4ndischen Regierungen an einen Tisch geholt werden sollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Libyen ist l\u00e4ngst zu einem Ort f\u00fcr einen Stellvertreterkrieg geworden. Das wollen wir nicht l\u00e4nger akzeptieren&#8220;, hatte Maas schon vor dem Treffen gesagt. Bundeskanzlerin Angela Merkel erkl\u00e4rte, man arbeite sehr daran, dass es in Libyen zu einem Waffenstillstand komme.<\/p>\n<p>    Regierungstruppen ziehen aus Sirte ab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Libyen ger\u00e4t unterdessen die international anerkannte Regierung in Tripolis durch Gebietsgewinne der Truppen des abtr\u00fcnnigen Generals Chalifa Haftar zunehmend unter Druck. Dessen Streitkr\u00e4fte hatten am Montag die Einnahme der strategisch wichtigen K\u00fcstenstadt Sirte verk\u00fcndet. Daraufhin zogen sich mit der libyschen Regierung verb\u00fcndete Milizen eigenen Angaben zufolge komplett aus der Hafenstadt zur\u00fcck. Damit habe man ein Blutbad verhindern wollen, hie\u00df es in einer Mitteilung. Es habe keine Verluste gegeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Haftar hat damit im Kampf gegen die von der UN anerkannte Regierung in Tripolis nach Einsch\u00e4tzung von Beobachtern einen wichtigen Sieg errungen. Er wird unter anderem von Russland, \u00c4gypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterst\u00fctzt.\u00a0Dagegen hatte die T\u00fcrkei am Sonntag erkl\u00e4rt, sie habe mit der Entsendung von Truppen zur St\u00fctzung der Regierung in Tripolis begonnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.01.2020 \u2022 19:56 Uhr Nach einem EU-Sondertreffen zu Libyen haben die Teilnehmer eine Ende der milit\u00e4rischen Einmischung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10210,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[436,286,285],"class_list":{"0":"post-10209","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-eu","9":"tag-libya","10":"tag-libyen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116469459399769516","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10209"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10209\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}