{"id":10236,"date":"2026-04-26T07:09:07","date_gmt":"2026-04-26T07:09:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10236\/"},"modified":"2026-04-26T07:09:07","modified_gmt":"2026-04-26T07:09:07","slug":"streit-um-elefanten-mit-botswana-deutschland-plant-keine-nationalen-massnahmen-zu-jagdtrophaeen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10236\/","title":{"rendered":"Streit um Elefanten mit Botswana: Deutschland plant keine nationalen Ma\u00dfnahmen zu Jagdtroph\u00e4en"},"content":{"rendered":"<p>Erst ermahnte Botswanas Umweltminister seine deutsche Amtskollegin Lemke, jetzt will der botswanische Pr\u00e4sident Deutschland mit 20.000 Elefanten zwangsbegl\u00fccken. Die Bundesregierung reagiert gelassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Bundesregierung plant nach Angaben des Umweltministeriums keine Ma\u00dfnahmen gegen die Einfuhr von Jagdtroph\u00e4en nach Deutschland. \u201eDa wird aktuell eine Debatte auf europ\u00e4ischer Ebene gef\u00fchrt. Eine nationale Ma\u00dfnahme ist diesbez\u00fcglich nicht geplant\u201c, erkl\u00e4rte eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums. Konkret gehe es auf EU-Ebene um Gespr\u00e4che zur Erweiterung der Einfuhrgenehmigungspflicht auf weitere, stark gesch\u00fctzte und gef\u00e4hrdete Tierarten, erl\u00e4uterte die Sprecherin.\u00a0<\/p>\n<p>Hintergrund der neu entbrannten Debatte \u00fcber die Einfuhr von Jagdtroph\u00e4en sind j\u00fcngste Verstimmungen zwischen dem deutschen Umweltministerium und den Vertretern einiger afrikanischer L\u00e4nder, insbesondere Botswana. Der Ton hatte sich versch\u00e4rft, weil Botswana bef\u00fcrchtet, dass ihm durch weitere Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Einfuhr von Jagdtroph\u00e4en hohe finanzielle Einbu\u00dfen entstehen k\u00f6nnten.\u00a0<\/p>\n<p>Die deutsche Umweltministerin Steffi Lemke (Gr\u00fcne) gilt als Bef\u00fcrworterin weiterer Einfuhrbeschr\u00e4nkungen und hat deshalb einem <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/politikerin-sicher-deutschland-muss-20000-elefanten-asyl-geben-87738332.bild.html\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/politikerin-sicher-deutschland-muss-20000-elefanten-asyl-geben-87738332.bild.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Bericht der \u201eBild\u201c-Zeitung<\/a> zufolge nun auch die Wut des botswanischen Pr\u00e4sidenten Mokgweetsi Masisi auf sich gezogen. Der k\u00fcndigte gegen\u00fcber \u201eBild\u201c an, er wolle aus Protest 20.000 Elefanten nach Deutschland schicken lassen. In seinem Land herrsche eine \u00dcberpopulation dieser Tierart \u2013 sie w\u00fcrden auch Menschen bedrohen und \u201etottrampeln\u201c. Dass er Deutschland die Elefanten schenken wolle, meine er \u201etodernst\u201c, hei\u00dft es weiter im Bericht.\u00a0<\/p>\n<p>Die Sprecherin des Umweltministeriums, die auf diese \u00c4u\u00dferungen angesprochen wurde, erl\u00e4uterte, dass eine weitere Versch\u00e4rfung der Troph\u00e4enjagd-Beschr\u00e4nkungen auf EU-Ebene Elefanten gar nicht betreffen w\u00fcrde. Die seien ohnehin schon als gef\u00e4hrdet gelistet. Sie machte au\u00dferdem deutlich, dass es der EU nicht darum gehe, Jagdverbote auszusprechen.<\/p>\n<p>Zur Ank\u00fcndigung des botswanischen Pr\u00e4sidenten, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/elefanten\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/elefanten\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tausende Elefanten <\/a>nach Deutschland zu schicken, erkl\u00e4rte das Ausw\u00e4rtige Amt, dass Botswana bislang nicht mit einer \u201eoffiziellen Schenkungsurkunde auf die Bundesregierung zugekommen\u201c sei. \u201eUnd im \u00dcbrigen hat der Pr\u00e4sident ja selbst darauf hingewiesen, dass das Wetter in Deutschland so schlecht ist, dass das mit den Elefanten vielleicht schwierig wird\u201c, erkl\u00e4rte der Sprecher weiter. Auf die Frage, ob denn \u00fcberhaupt genug Platz f\u00fcr so viele Elefanten in Deutschland sei, brachte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann im Scherz den geplanten Erweiterungsbau im Kanzleramt ins Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Erst in der vergangenen Woche hatte der botswanische Umweltminister Dumizweni Mthimkhulu seine deutsche Amtskollegin in Berlin besucht und daf\u00fcr geworben, keine weiteren Versch\u00e4rfungen zu unterst\u00fctzen. Tiersch\u00fctzer fordern seit langem Importverbote f\u00fcr Jagdtroph\u00e4en bedrohter Arten in die Bundesrepublik. Deutschland ist mit Abstand der gr\u00f6\u00dfte Importeur von Jagdtroph\u00e4en international gesch\u00fctzter Tierarten in der EU. Nach vorl\u00e4ufigen Angaben des Bundesamts f\u00fcr Naturschutz gab es im vergangenen Jahr 650 Einfuhrvorg\u00e4nge, davon entfielen unter anderem 231 auf Bergzebras, 109 auf B\u00e4renpaviane und 26 auf Afrikanische Elefanten. Vor knapp zwei Jahren hatte Lemke angek\u00fcndigt, die Importe nach Deutschland weiter einschr\u00e4nken zu wollen. Passiert ist seitdem in dieser Hinsicht nichts.<\/p>\n<p>dpa\/cvb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erst ermahnte Botswanas Umweltminister seine deutsche Amtskollegin Lemke, jetzt will der botswanische Pr\u00e4sident Deutschland mit 20.000 Elefanten zwangsbegl\u00fccken.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10237,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[244],"tags":[373,374,2327,4271,750,4272,4270],"class_list":{"0":"post-10236","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-botsuana","8":"tag-botsuana","9":"tag-botswana","10":"tag-elefanten","11":"tag-lemke","12":"tag-newsteam","13":"tag-steffi-politikerin","14":"tag-umweltministerium-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116469757519593421","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10236","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10236"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10236\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10237"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10236"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10236"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10236"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}