{"id":10376,"date":"2026-04-26T14:52:53","date_gmt":"2026-04-26T14:52:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10376\/"},"modified":"2026-04-26T14:52:53","modified_gmt":"2026-04-26T14:52:53","slug":"migration-eu-vertreter-zu-gespraechen-in-libyen-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10376\/","title":{"rendered":"Migration: EU-Vertreter zu Gespr\u00e4chen in Libyen &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-lead\">Tausende Migranten kommen \u00fcber die Route von Libyen aus \u00fcbers Mittelmeer nach Kreta. Die EU m\u00f6chte dies unterbinden.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">In den vergangenen Wochen und Tagen sind hunderte Migrantinnen und Migranten im S\u00fcden Kretas angekommen. Zu ihrer \u00dcberfahrt waren sie in Libyen aufgebrochen. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Angesichts der starken Zunahme auf dieser Migrationsroute \u2013 seit Anfang Jahr sind \u00fcber 7000 Menschen \u00fcbers Meer an der S\u00fcdk\u00fcste Kretas angekommen (eine Zunahme um 350 Prozent im Vergleich mit 2024) \u2013 reagiert jetzt auch die EU.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Menschen vor Zelten auf einem Sportfeld mit B\u00e4umen im Hintergrund.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Kreta ist nicht auf so viele Migranten vorbereitet. Deshalb werden viele von ihnen nun vorerst in Zeltlagern auf Fussballpl\u00e4tzen einquartiert.<\/p>\n<p>                    Reuters\/Stefanos Rapanis<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Eine Delegation aus EU-Vertretern hat Tripolis besucht und mit der dortigen libyschen Regierung einen Plan zur Bek\u00e4mpfung der irregul\u00e4ren Einwanderung nach Libyen besprochen. <\/p>\n<p>                                                        Libyen erh\u00e4lt Hilfe der EU<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">\u00abEs wird eine umfangreiche nationale Kampagne mit Unterst\u00fctzung mehrerer befreundeter L\u00e4nder zur Bek\u00e4mpfung des Menschenhandels durchgef\u00fchrt\u00bb, sagte der Chef der in Tripolis ans\u00e4ssigen Regierung der nationalen Einheit, Abdelhamid Dbeibah.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Dbeibah \u00e4usserte sich w\u00e4hrend eines Treffens mit dem f\u00fcr Migrationsfragen zust\u00e4ndigen EU-Kommissar Magnus Brunner. Anwesend waren auch die Innenminister Italiens und Maltas, Matteo Piantedosi und Byron Camilleri, sowie der griechische Migrationsminister Thanos Plevris. <\/p>\n<p>          Ein Land \u2013 zwei Regierungen<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Libyen ist ein gespaltenes Land mit zwei Regierungen: Eine sitzt in Tripolis im Westen des Landes, eine andere in Bengasi im Osten. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Und deshalb reiste die Delegation aus der EU nach den Gespr\u00e4chen in Tripolis am Dienstag denn auch umgehend nach Bengasi. Der dortige starke Mann, General Haftar, weigerte sich aber, die Delegation zu empfangen. Sie musste Bengasi unverrichteter Dinge umgehend wieder per Flugzeug verlassen.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Nicht nur die politische Lage in Libyen ist schwierig f\u00fcr die Europ\u00e4er \u2013 EU-Kommissar Brunner weiss nat\u00fcrlich um die Kritik, die vor allem von Menschenrechtsorganisationen kommt. Und so sagte er k\u00fcrzlich, er wisse, dass man sich in Libyen mit zum Teil \u00abzwielichtigen\u00bb Personen einlassen m\u00fcsse. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Brunner stellt sich aber auf den Standpunkt, dass man in Europa eigentlich keine Wahl hat, als bei der irregul\u00e4ren Migration mit Libyen zusammenzuarbeiten. Wie nachhaltig das am Ende sein wird, wird man sehen.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Anhand einer Karte Libyens pr\u00e4sentierte das Innenministerium in Tripolis die Hauptachsen des Plans: Verst\u00e4rkung der Sicherheitspr\u00e4senz und der Kontrollen in den St\u00e4dten, auf See und an den Grenzen, Ausweisung eines Teils der Migranten sowie Regularisierung \u00abderjenigen, die der libysche Arbeitsmarkt ben\u00f6tigt\u00bb. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Innenminister Imad Trabelsi behauptete, in Libyen gebe es bis zu vier Millionen illegal eingereiste Migrantinnen und Migranten \u2013 bei einer Einwohnerzahl Libyens von rund sieben Millionen Menschen.<\/p>\n<p>                                                        Von Chaos zerr\u00fcttetes Land<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Seit dem Sturz des Regimes von Muammar Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen im Chaos versunken. Damit ist das nordafrikanische Land zu einem Drehkreuz f\u00fcr Zehntausende von Menschen geworden, die versuchen, unter Lebensgefahr \u00fcber das Meer nach Europa zu gelangen. <\/p>\n<p>          Abkommen mit Tunesien erntet viel Kritik<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Zwei Personen unter blauem Schirm am felsigen Strand, Blick aufs Meer.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/6f67d3.webp\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                    srf<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Seitdem die EU vor zwei Jahren mit Tunesien ein Migrationsabkommen abgeschlossen hat, ist die Zahl der Migrantinnen und Migranten, die von dort \u00fcbers Mittelmeer nach Norden aufbrechen, um 80 Prozent zur\u00fcckgegangen. Was in der EU als Erfolg gefeiert wird, erntet Kritik von Menschenrechtsorganisationen und in der tunesischen Bev\u00f6lkerung. <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/audio\/echo-der-zeit\/tunesien-macht-grenzen-dicht?partId=VrB_SlGNSO1IOzu-8zVZUIgfCmE\" data-urn=\"\" data-title=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das zeigt die Reportage von Philipp Scholkmann aus dem \u00abEcho der Zeit\u00bb.<\/a><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Viele von ihnen werden auf See von der libyschen Marine abgefangen und wieder nach Libyen zur\u00fcckgebracht. Meist werden sie dann inhaftiert \u2013 unter Bedingungen, die von NGOs und der UNO angeprangert werden.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Amnesty International erkl\u00e4rte denn auch, die Zusammenarbeit der EU mit Libyen in Migrationsfragen sei \u00abunmoralisch\u00bb und komme einer \u00abMitt\u00e4terschaft bei schrecklichen Menschenrechts\u00adverletzungen\u00bb gleich. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Amnesty verwies auf die \u00abentsetzlichen Bedingungen\u00bb, denen Migranten und Fl\u00fcchtlinge in Libyen ausgesetzt sind, und forderte die EU auf, ihre Unterst\u00fctzung \u00abf\u00fcr libysche Beh\u00f6rden und Milizen dringend zu \u00fcberdenken\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tausende Migranten kommen \u00fcber die Route von Libyen aus \u00fcbers Mittelmeer nach Kreta. 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