{"id":1040,"date":"2026-04-18T11:35:34","date_gmt":"2026-04-18T11:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/1040\/"},"modified":"2026-04-18T11:35:34","modified_gmt":"2026-04-18T11:35:34","slug":"burkina-faso-wie-krisen-den-menschenhandel-befeuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/1040\/","title":{"rendered":"Burkina Faso: Wie Krisen den Menschenhandel befeuern"},"content":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des Weltgebetstages gegen den Menschenhandel am 8. Februar haben Experten vor der zunehmenden Gefahr f\u00fcr junge Menschen in Burkina Faso gewarnt. Der Soziologe Roger Dayamba vom panafrikanischen Netzwerk PACTPAN analysiert im Gespr\u00e4ch mit den Vatikan-Medien die gef\u00e4hrliche Verflechtung von Sicherheitskrisen, famili\u00e4rem Druck und den skrupellosen Methoden der Schlepperbanden.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/kirche\/news\/2026-02\/schweiz-caritas-kritik-bundesrat-reiseverbot-kriegsvertriebene.html\" title=\"Schweiz: Caritas kritisiert Reiseverbot f\u00fcr Kriegsvertriebene\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2022\/07\/28\/15\/1659013353894.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Schweiz: Caritas kritisiert Reiseverbot f\u00fcr Kriegsvertriebene\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      In der Schweiz versch\u00e4rft sich die Debatte um die Bewegungsfreiheit von Gefl\u00fcchteten. Caritas Schweiz bezog erneut Stellung gegen ein vom Parlament beschlossenes Reiseverbot f\u00fcr &#8230;\n     <\/p>\n<p>Jean-Paul Kamba, SJ und Mario Galgano &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Der Welttag, der 2015 von Papst Franziskus eingef\u00fchrt wurde und am Gedenktag der heiligen Josephine Bakhita begangen wird, steht in diesem Jahr unter dem Leitmotiv: \u201eFrieden beginnt mit W\u00fcrde: Ein weltweiter Aufruf zur Beendigung des Menschenhandels\u201c. F\u00fcr Roger Dayamba ist dies mehr als ein moralischer Appell. In Burkina Faso sei die Frage der Migration l\u00e4ngst zu einer \u00dcberlebensfrage geworden, bei der die Grenze zwischen freiwilliger Mobilit\u00e4t und krimineller Ausbeutung zunehmend verschwimmt.<\/p>\n<p>\n   Zum Nachh\u00f6ren &#8211; die Lage in Burkina Faso\n  <\/p>\n<p>Migration als \u201eRitus des Erfolgs\u201c <\/p>\n<p>In der kollektiven Vorstellung in Burkina Faso gilt das Verlassen der Heimat oft als Synonym f\u00fcr sozialen Aufstieg. \u201eWegzugehen kann als Zeichen f\u00fcr offensichtlichen Erfolg gewertet werden. Es wird als soziale Pflicht wahrgenommen, und die Familien erwarten viel von den jungen Menschen\u201c, erkl\u00e4rt Dayamba.<\/p>\n<p>Dieser Erwartungsdruck macht Jugendliche jedoch anf\u00e4llig f\u00fcr Raubtiere. Die Familie spielt dabei eine ambivalente Rolle: Sie ist einerseits das \u201eSicherheitsnetz\u201c, andererseits aber oft der unbewusste Motor, der junge Menschen um jeden Preis ins Exil treibt.<\/p>\n<p>Neue Routen durch Instabilit\u00e4t <\/p>\n<p>Die prek\u00e4re Sicherheitslage im Land hat die Fluchtwege grundlegend ver\u00e4ndert. Da klassische Achsen blockiert oder \u00fcberwacht sind, weichen die Menschen auf l\u00e4ngere, entlegene Pfade aus. \u201eDort treffen sie leicht auf Menschenh\u00e4ndler-Gruppen, die bereits auf sie warten. F\u00fcr die Gierigen ist das eine Gelegenheit\u201c, so der Soziologe.<\/p>\n<p>Zwar lobt Dayamba die Arbeit der burkinischen Sicherheitskr\u00e4fte, die vermehrt Netzwerke zerschlagen, doch der Kampf m\u00fcsse vor allem an der Informationsfront gef\u00fchrt werden. PACTPAN setzt hierbei auf eine \u201ePastoral der N\u00e4he\u201c, die bereits in den Schulen ansetzt, um Kindern zu vermitteln: \u201eDer Platz eines Kindes ist in der Schule, nicht anderswo.\u201c<\/p>\n<p>Ein globales B\u00fcndnis gegen die Schande <\/p>\n<p>Am vergangenen Wochenende mobilisierte sich das Netzwerk PACTPAN weltweit. Im Rahmen einer gro\u00dfen interafrikanischen Konferenz am Samstag und eines Online-Gebetspilgerwegs am Freitag vernetzten sich Teilnehmer aus Afrika, Europa, Amerika, Asien und Australien.<\/p>\n<p>Auch Kardinal Michael Czerny, Pr\u00e4fekt des Dikasteriums f\u00fcr die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, beteiligte sich an den Reflexionen \u00fcber die menschliche W\u00fcrde. Das Ziel des Netzwerks bleibt ehrgeizig: Die Ausrottung des modernen Sklavenhandels auf dem afrikanischen Kontinent bis zum Jahr 2030. F\u00fcr die Opfer, die oft unter Stigmatisierung und Scham leiden, fordert Dayamba \u201ewahre Solidarit\u00e4t und Begleitung\u201c.<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Anl\u00e4sslich des Weltgebetstages gegen den Menschenhandel am 8. 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