{"id":10620,"date":"2026-04-27T00:36:28","date_gmt":"2026-04-27T00:36:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10620\/"},"modified":"2026-04-27T00:36:28","modified_gmt":"2026-04-27T00:36:28","slug":"angola-nach-der-gewalt-vatican-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10620\/","title":{"rendered":"Angola: Nach der Gewalt &#8211; Vatican News"},"content":{"rendered":"<p>Nach mehreren Tagen beispielloser Gewalt ist vorerst wieder Ruhe in Angola eingekehrt. &#13;\n<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-08\/angola-bischoefe-fordern-loesungen.html\" title=\"Angola: Bisch\u00f6fe verurteilen Gewalt und fordern L\u00f6sungen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2025\/07\/31\/17\/1753974700971.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Angola: Bisch\u00f6fe verurteilen Gewalt und fordern L\u00f6sungen\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Angesichts der gewaltsamen Proteste in Angola mit dutzenden Toten und hunderten Verletzten hat die Bischofskonferenz des Landes zur Ruhe und zum Dialog aufgerufen. Deren &#8230;\n     <\/p>\n<p>Vier NGOs, darunter eine kirchliche, machen den Sicherheitskr\u00e4ften schwere Vorw\u00fcrfe. Beim gewaltsamen Vorgehen gegen Demonstranten sei es zu summarischen Hinrichtungen gekommen. Mindestens 22 Menschen kamen bei den Protesten ums Leben; Dutzende von Lagerh\u00e4usern und Gesch\u00e4ften in der Hauptstadt Luanda wurden gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p>Protest gegen steigende Preise <\/p>\n<p>Ausgangspunkt der Unruhe war ein dreit\u00e4giger Streik der Taxifahrer gegen die Erh\u00f6hung der Benzinpreise. \u201eDiese Paralyse von Taxis und \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln haben junge Leute genutzt, um zu randalieren, zu stehlen, Dinge anzuz\u00fcnden: Superm\u00e4rkte, Tankstellen, Krankenh\u00e4user.\u201c<\/p>\n<p>Das sagt der Jesuitenpater Celestino Epalanga im Interview mit uns. Er ist Generalsekret\u00e4r der bisch\u00f6flichen Kommission f\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden sowie Bischofsvikar f\u00fcr die Seelsorge im Bistum Luanda. \u201eNach Angaben der Polizei sind 22 Menschen ums Leben gekommen und mehr als tausend weitere verletzt worden; ungef\u00e4hr 140 Verletzte wurden in Krankenh\u00e4user eingeliefert.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2025\/07\/30\/18\/1753891600217.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Ein gepl\u00fcnderter Supermarkt in der Hauptstadt\" title=\"Ein gepl\u00fcnderter Supermarkt in der Hauptstadt\"\/><\/p>\n<p>\n   Ein gepl\u00fcnderter Supermarkt in der Hauptstadt \u00a0 (AFP or licensors)\n  <\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-01\/angola-bischof-ruft-politik-zu-kampf-gegen-armut-auf.html\" title=\"Angola: Bischof ruft Politik zu Kampf gegen Armut auf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/gennaio\/21\/13.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Angola: Bischof ruft Politik zu Kampf gegen Armut auf\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Bischof Maur\u00edcio Agostinho Camuto aus der katholischen Di\u00f6zese Caxito prangert im Gespr\u00e4ch mit der Agentur \u201eACI Africa&#8220; an, dass das mit nat\u00fcrlichen Ressourcen ausgestattete Land &#8230;\n      <\/p>\n<p> <br \/>\nDie Ruhe ist fragil <\/p>\n<p>Mittlerweile sei wieder eine fragile Ruhe eingekehrt: \u201eWir haben unsere Arbeit und unser normales Leben wieder aufgenommen. Aber tats\u00e4chlich befinden wir uns seit 2014, also schon seit zehn Jahren, in einer sozio\u00f6konomischen und finanziellen Krise. \u00dcber die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung lebt in extremer Armut; und die Regierung hat nach der Pandemie beschlossen, die Kraftstoffpreise zu erh\u00f6hen. Hinzu kommt der Anstieg der Preise f\u00fcr Lebensmittel, Waren und Dienstleistungen.\u201c<\/p>\n<p>Zwar verf\u00fcgt Angola \u00fcber viele nat\u00fcrliche Ressourcen, darunter vor allem Erd\u00f6l im Norden und vor der K\u00fcste. Das \u00d6l ist das wichtigste Exportprodukt des Landes, und Angola profitiert dabei von der Tatsache, dass der Ukrainekrieg den Erd\u00f6lpreis in die H\u00f6he getrieben hat. Doch dem gegen\u00fcber stehen dr\u00fcckende Auslandsschulden: Vor allem gegen\u00fcber China steht Angola in der Kreide.<\/p>\n<p>\n   Proteste und Tote in Angola &#8211; ein Radio-Vatikan-Interview mit einem Jesuiten aus Luanda\n  <\/p>\n<p>Dr\u00fcckende Auslandsschulden <\/p>\n<p>\u201eMan kann zwar sagen, dass Angola reich ist, aber die Menschen sind wirklich arm; und es stimmt, dass wir \u00d6l haben, und es gibt noch andere Reicht\u00fcmer. Aber die Korruption ist wie ein Krebsgeschw\u00fcr, sie zerfrisst die Oberschicht der Gesellschaft. Deshalb demonstrieren die Menschen! Nicht weil sie gerne auf die Stra\u00dfe gehen. Normalerweise haben wir in Angola nicht diese Kultur, Dinge zu zerst\u00f6ren, sondern demonstrieren friedlich. Die meisten Demonstranten kommen aus armen Vierteln, und vor allem junge Leute haben zur Gewalt gegriffen.\u201c<\/p>\n<p>Der Jesuit ist tief erschrocken \u00fcber das vergiftete Klima im Land, \u00fcber die Gewalt und \u00fcber die von NGOs angeprangerten T\u00f6tungen. \u201eWir haben das verurteilt; die Kirche fordert vor allem, dass die Regierung ihre Haltung zu den Preiserh\u00f6hungen \u00fcberdenkt, die f\u00fcr eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung nicht akzeptabel sind.\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2025\/07\/28\/14\/1753704977884.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Ende Juli in Luanda\" title=\"Ende Juli in Luanda\"\/><\/p>\n<p>\n   Ende Juli in Luanda \u00a0 (AFP or licensors)\n  <\/p>\n<p>Bange Erinnerungen an B\u00fcrgerkrieg <\/p>\n<p>Angola feiert gerade f\u00fcnfzig Jahre Unabh\u00e4ngigkeit \u2013 und hat fast drei\u00dfig Jahre B\u00fcrgerkrieg hinter sich. Dabei kam bis zum Jahr 2002 ungef\u00e4hr eine halbe Million Menschen ums Leben; 2,5 Millionen Menschen wurden vertrieben.<\/p>\n<p>\u201eDie Kirche hat immer nach Frieden gestrebt, und nat\u00fcrlich erwartet die Bev\u00f6lkerung von der Kirche, dass sie mit der Regierung spricht und sie dazu bringt, diese Ma\u00dfnahmen zu \u00fcberdenken und vor allem die hohen Lebenshaltungskosten zu senken. Damit die Menschen leben k\u00f6nnen! Derzeit ist es die Kirche, die Br\u00fccken zwischen der Regierung und der Bev\u00f6lkerung schl\u00e4gt.\u201c<\/p>\n<p>Das Interview mit Pater Epalange f\u00fchrte Augustine Asta vom franz\u00f6sischen Service von Radio Vatikan.<\/p>\n<p>(vatican news \u2013 sk)<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach mehreren Tagen beispielloser Gewalt ist vorerst wieder Ruhe in Angola eingekehrt. &#13; Angesichts der gewaltsamen Proteste in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10621,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[162,231,168,283,530,583],"class_list":{"0":"post-10620","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-angola","8":"tag-angola","9":"tag-katholische-kirche","10":"tag-krieg","11":"tag-politik","12":"tag-politische-gewalt","13":"tag-proteste"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116473874556521427","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10620"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10620\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}