{"id":10816,"date":"2026-04-27T08:34:52","date_gmt":"2026-04-27T08:34:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10816\/"},"modified":"2026-04-27T08:34:52","modified_gmt":"2026-04-27T08:34:52","slug":"element-der-hoffnung-namibia-und-der-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10816\/","title":{"rendered":"Element der Hoffnung: Namibia und der Wasserstoff"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/namibia\/t-18105083\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Namibias<\/a> neusten Beitrag zur globalen Verringerung der Treibhausgasemissionen anschauen will, der muss ins karge Hinterland fahren. Vom gr\u00f6\u00dften Hafen des Landes in Walvis Bay geht es etwa 120 Kilometer Richtung Nordosten, in die Ausl\u00e4ufer der unwirtlichen Namib-W\u00fcste. Von der ungew\u00f6hnlich ergiebigen Regenzeit in diesem Jahr hat man hier kaum etwas abbekommen. Die Umgebung wirkt gr\u00e4ulich-br\u00e4unlich, nur einige Berge bieten einen Kontrast zur vegetationsarmen W\u00fcstenlandschaft.<\/p>\n<p>Mittendrin schimmern 44.000 Solarpaneele in der namibischen Sonne, die ideale Bedingungen bietet. &#8222;Wir haben im Schnitt im Jahr 30 Stunden geschlossene Wolkendecke&#8220;, erkl\u00e4rt Johannes Michels. Er ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Unternehmens HyIron, das hier seit Ende M\u00e4rz den ersten <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gr\u00fcner-wasserstoff\/t-65138867\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gr\u00fcnen Wasserstoff<\/a> in Namibia produziert.<\/p>\n<p>Damit beginnt sich die Idee des <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/namibias-pr\u00e4sident-geingob-ist-tot\/a-68167531\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verstorbenen Pr\u00e4sidenten Hage Geingob<\/a> zu verwirklichen, der die namibische Wirtschaft mittels Wasserstoffs transformieren wollte. Eine Industrienation soll das Land werden, dringend ben\u00f6tigte Jobs entstehen. Die offizielle Arbeitslosenrate liegt bei 37 Prozent.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren sind so einige Projekte entwickelt worden, am bekanntesten das <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gr\u00fcner-wasserstoff-namibias-mammutprojekt-wird-konkret\/a-65748116\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mammut-Projekt &#8222;Hyphen&#8220; im Tsau ||Khaeb Nationalpark<\/a> im S\u00fcden Namibias. Ab 2028 sollen hier j\u00e4hrlich eine Million Tonnen gr\u00fcnen Ammoniaks produziert werden, haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Export nach Europa und Asien. Als Flaggschiffprojekt stand es lange Zeit im Vordergrund, erntete auch viel Kritik. So bef\u00fcrchtet die namibische Umweltkammer irreversible <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gr\u00fcner-wasserstoff-hoffnungen-und-\u00e4ngste-in-namibia\/a-63965428\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sch\u00e4den an dem hochsensiblen \u00d6kosystem des Nationalparks<\/a>. Hyphen selbst weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck, eine umfassende Studie zur Sozial- und Umweltvertr\u00e4glichkeit wurde angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Erste Anlage mit gr\u00fcnem Wasserstoff in Betrieb<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das gro\u00dfe Hyphen-Vorhaben noch Zukunftsmusik ist, liefert bei HyIron das Solarfeld bereits bis zu 25 Megawatt Strom. Die Energie wird zum einen f\u00fcr die beiden Elektrolyseure verwendet, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Au\u00dferdem flie\u00dft Strom in den Drehrohrofen, wo Eisenerz aus S\u00fcdafrika zu Eisen verarbeitet wird. Der Wasserstoff kommt im Ofen als sogenanntes Reduktionsmittel zum Einsatz. Er nimmt die im Eisenerz enthaltenen Sauerstoffatome auf.<\/p>\n<p>\u00dcbrig bleibt einerseits Roheisen f\u00fcr den Einsatz in der Stahlindustrie. Andererseits verbinden sich Wasserstoff und Sauerstoff wieder zu Wasser, welches dann in einem Kreislauf zur erneuten Wasserstoff-Gewinnung vor Ort eingesetzt wird.<\/p>\n<p>Das &#8222;Oshivela&#8220; genannte Projekt ist Namibias erstes Eisenwerk. Und damit wird Namibia laut Michels &#8222;das erste Land der Welt, das industriell Eisen ohne CO2-Emissionen herstellt.&#8220;<\/p>\n<p>Er schw\u00e4rmt vom namibischen Potenzial, es geht ihm darum, &#8222;zu zeigen, dass es eine Alternative zum Klimawandel gibt, die noch nicht mal so teuer ist.&#8220; Und mit Klimawandel kennt man sich hier aus. Einst grasten in dem Gebiet rund 5000 Schafe, bevor zw\u00f6lf Jahre lang kein Tropfen Regen mehr fiel. Die Farmbesitzer mussten verkaufen und legten damit gleichzeitig den Grundstein f\u00fcr eines der vielversprechendsten Dekarbonisierungsprojekte in Namibia.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"72090878\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/72090878_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Johannes Michels steht in einer Industrieanlage mit Rohrleitungen und Schraubventilen\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>HyIron-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Johannes Michels begutachtet einen Teil der Wasserstoff-Produktionsanlage bei OshivelaBild: Jasko Rust<\/p>\n<p>Deutschland f\u00f6rdert namibische Wasserstoffproduktion<\/p>\n<p>Hier <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/namibia-wasserstoff-ambitionen-nehmen-form-an\/a-70155339\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kommt Deutschland ins Spiel<\/a>. &#8222;Wir m\u00fcssen unsere Stahlindustrie dekarbonisieren,&#8220; erkl\u00e4rt Rainer Baake im DW-Gespr\u00e4ch. Er ist Sonderbeauftragter der Bundesregierung f\u00fcr die namibisch-deutschen Wasserstoffbeziehungen. &#8222;Die Eisenreduktion findet bisher in Deutschland statt, mithilfe von Kokskohle, deswegen ist die so enorm CO2-intensiv.&#8220; Eine Chance f\u00fcr Namibia, wo sich die Wasserstoffindustrie allm\u00e4hlich aufbaut &#8211; vielfach mit deutschem Geld.<\/p>\n<p>HyIron besteht zum Gro\u00dfteil aus deutschen Investoren, einzig Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michels hat namibische Wurzeln. Hinzukommen 13 Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium. Das Bundesforschungsministerium f\u00f6rdert zudem zwei weitere Projekte mit rund 22 Millionen Euro. Bei\u00a0&#8222;Hyphen&#8220; ist das ostdeutsche Energieunternehmen Enertrag Hauptanteilseigner. Die Initiative zur Zusammenarbeit ging jedoch urspr\u00fcnglich von Namibia aus, betont Baake.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"65748291\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/65748291_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Eine Animation einer gro\u00dfen Industrieanlage in der namibischen W\u00fcste\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Hyphen will in gro\u00dfem Stil Sonnenenergie nutzen, um gr\u00fcnen Wasserstoff f\u00fcr den Export herzustellen &#8211; doch bislang existiert die Anlage nur auf dem PapierBild: Hyphen Hydrogen Energy<\/p>\n<p>F\u00fcr den Wirtschaftsexperten Robin Sherbourne ist das mit Blick auf die Hauptverursacher des Klimawandels genau die richtige Herangehensweise. &#8222;Der Privatsektor und die Regierungen reicher L\u00e4nder sollten das Geld f\u00fcr diesen Wandel zur Verf\u00fcgung stellen,&#8220; sagt er gegen\u00fcber der DW.<\/p>\n<p>Wie profitiert Namibia?<\/p>\n<p>F\u00f6rderungen allein werden jedoch nicht reichen, mahnt Sherbourne. Er ist noch skeptisch, inwiefern Namibia vom Aufbau der Wasserstoff-Industrie profitieren wird. &#8222;Es k\u00f6nnten Deviseneinnahmen sein, es k\u00f6nnten ein paar Steuereinnahmen sein. Aber wenn die Industrie noch auf Jahre nicht kommerziell t\u00e4tig sein wird, macht sie nicht viele Gewinne&#8220;, so Sherbourne. Dadurch gebe es nichts, was die Regierung auch besteuern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bei HyIron ist zumindest ein Anfang gemacht. Nach eigenen Angaben kann man bereits preislich mit konventionell hergestelltem, sogenanntem grauem Eisen konkurrieren. Und wirtschaftlich rentabel sei die Anlage auch, bekr\u00e4ftigt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michels: &#8222;Es ist jetzt nicht so, dass wir gleich sehr gutes Geld damit verdienen werden, aber es ist so, dass wir damit gut \u00fcberleben k\u00f6nnen.&#8220; Generell sieht man sich noch eher als Vorreiter. &#8222;Unser Ziel ist vor allem zu zeigen, dass es funktioniert,&#8220; erkl\u00e4rt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Michels gegen\u00fcber der DW.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"72090697\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/72090697_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Eine Industrieanlage im W\u00fcstensand\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Ein Blick auf den in Deutschland hergestellten Drehrohrofen von HyIron. Hier wird das erste emissionsfreie Eisen der Welt produziertBild: Jasko Rust<\/p>\n<p>F\u00fcr den Betrieb der Anlage sind aktuell 50 Angestellte vorgesehen. Zun\u00e4chst kann HyIron so 15.000 Tonnen emissionsfreies Eisen pro Jahr produzieren. Noch in diesem Jahr k\u00f6nnte der Startschuss f\u00fcr den Ausbau auf 200.000 Tonnen fallen. Und bis 2030 k\u00f6nnte die Kapazit\u00e4t auf 2 Millionen Tonnen ausgebaut werden.<\/p>\n<p>Dann w\u00fcrde die Zahl der permanenten Arbeitspl\u00e4tze nach Unternehmensangaben auf 1600 steigen. Zudem treibe man die Aus- und Weiterbildung voran, um die lokalen Kapazit\u00e4ten zu erweitern. &#8222;Namibia k\u00f6nnte sicherlich mehrere hundert Millionen Tonnen Eisen herstellen im Jahr,&#8220; bekr\u00e4ftigt Michels.<\/p>\n<p>Fehlende Abnahmevertr\u00e4ge als Stolperstein f\u00fcr Namibia<\/p>\n<p>Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Das Problem: fehlende Nachfrage &#8211; mit klimasch\u00e4dlichen Produktionsweisen kann das gr\u00fcne Eisen bislang nicht konkurrieren. Abnahmevertr\u00e4ge f\u00fcr in Namibia hergestellte gr\u00fcne Wasserstoff-Produkte sind rar. Das h\u00e4ngt laut Baake auch <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/gr\u00fcner-stahl-stahlindustrie-klimawandel-co2-energiewende-gr\u00fcner-wasserstoff-\u00f6kostrom-css-kohle-gas\/a-62053543\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mit der aktuellen Marktsituation zusammen<\/a>. Die vollst\u00e4ndige Umsetzung des <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/co2-steuer-eu-importe-klimaschutz-europa-cbam-eu-parlament\/a-59918233\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CO2-Grenzausgleichsmechanismus der Europ\u00e4ischen Union (CBAM)<\/a>, bei dem Preisaufschl\u00e4ge den Marktvorteil von klimasch\u00e4dlich produziertem Stahl aufheben sollen, wird sich noch bis 2034 hinziehen. Baake spricht im DW-Gespr\u00e4ch f\u00fcr diesen Zeitraum von einer &#8222;Durststrecke&#8220; und sieht Handlungsbedarf bei der neuen Bundesregierung: &#8222;Der Emissionshandel allein wird nicht dazu f\u00fchren, dass hier Vertr\u00e4ge unterzeichnet werden.&#8220;<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"65234474\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/65234474_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Ein Stahlarbeiter im ThyssenKrupp Stahlwerk in Duisburg\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Bislang nutzt die Metallindustrie, wie hier im westdeutschen Duisburg, klimasch\u00e4dliche Kohle als Energietr\u00e4ger &#8211; langfristig sollen jedoch die Wettbewerbsnachteile klimafreundlicherer Technologien verschwindenBild:  Roland Weihrauch\/dpa\/picture alliance<\/p>\n<p>Als eine m\u00f6gliche Ma\u00dfnahme f\u00fchrt er verpflichtende Quoten f\u00fcr gr\u00fcne Produkte an, etwa in der deutschen Landwirtschaft oder der Stahlindustrie. Die k\u00f6nnte dann mit gr\u00fcnem Eisen aus Namibia dekarbonisiert werden. Wirtschaftsexperte Sherbourne fordert dazu langfristige Verpflichtungen von Deutschland: &#8222;Wenn unsere Industrie hier von Deutschland abh\u00e4ngig ist und sich die Dinge \u00e4ndern, besteht die Gefahr, dass wir hier auf unserer Industrie sitzen bleiben.&#8220;<\/p>\n<p>Erste Wasserstoff-Export nach Deutschland &#8211; doch Namibia schaut auf sich selbst<\/p>\n<p>Dabei hat HyIron als erstes Wasserstoff-Unternehmen in Namibia einen Abnahmevertrag vorzuweisen. Der Abnehmer: Benteler, ein deutscher Automobilzulieferer. Urspr\u00fcnglich waren 200.000 Tonnen emissionsfreies Eisen pro Jahr vorgesehen. Wie gro\u00df die Liefermenge zun\u00e4chst tats\u00e4chlich sein wird, bleibt unklar. HyIron will dazu keine Angaben machen, Benteler lehnt eine Interviewanfrage der DW ab.<\/p>\n<p>Solche Entwicklungen bereiten James Mnyupe dennoch gro\u00dfe Freude. Er ist namibischer Wasserstoffkommissar und Leiter des Wasserstoffprogramms der Regierung. &#8222;Das \u00e4ndert grundlegend die Art und Weise, wie die Leute dachten, dass die Produktion von gr\u00fcnem Wasserstoff in Namibia gehandhabt werden w\u00fcrde. Sie dachten, wir w\u00fcrden die Molek\u00fcle exportieren, und sie dachten, sie w\u00fcrden nach Europa gehen,&#8220; sagt Mnyupe im DW-Interview. Stattdessen tr\u00e4umt er von einem lokalen Wasserstoff-Markt, mit Produkten, die entweder in Namibia selbst verwendet oder veredelt werden.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"72090746\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/72090746_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"James Mnyupe sitzt in einem B\u00fcro und l\u00e4chelt in die Kamera\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>James Mnyupe ist Namibias Wasserstoffkommissar, Leiter des Wasserstoffprogramms der Regierung und Wirtschaftsberater im Pr\u00e4sidialamtBild: Jasko Rust<\/p>\n<p>Geplant ist beispielsweise die Einrichtung von riesigen Lagerungsst\u00e4tten f\u00fcr Ammoniak in Namibia zur Betankung von Containerschiffen, von namibischen Z\u00fcgen und Lastwagen. Mnyupe beschreibt ein namibisches Logistik-Drehkreuz, mit einer emissionsarmen Transportflotte zu See, auf der Stra\u00dfe und auf der Schiene. So k\u00f6nnte man sich von m\u00f6glichen Abnahmevertr\u00e4gen in Deutschland unabh\u00e4ngiger machen. Dabei nimmt er auch seine eigene Regierung in die Pflicht.<\/p>\n<p>Andere L\u00e4nder wie S\u00fcdkorea, \u00c4gypten oder Marokko w\u00fcrden bereits jetzt in die eigene Industrie investieren, so Mnyupe gegen\u00fcber der DW. &#8222;Vielleicht kommen wir da in ein paar Jahren auch hin, wenn klar ist, dass dieser Industriezweig hierhergeh\u00f6rt und floriert, aber irgendwann muss man anfangen, sich selbst zu unterst\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n<p>Wasserstoff f\u00fcr Namibia eine Frage der Wirtschaft, nicht des Klimas<\/p>\n<p>F\u00fcr Mnyupe stehen dabei auch weniger die globalen Dekarbonisierungsversuche im Vordergrund. Er ist Wirtschaftsberater: &#8222;Es geht nicht ums Klima, es geht um Geld, um die Wirtschaft,&#8220; sagt er und bringt eigene CO2-Steuern ins Spiel, um die Abnahme von Wasserstoff-Produkten aus Namibia zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"70144897\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/70144897_${formatId}.jpeg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Michael Kellner, Jochen Flasbarth, Kadri Simson und Tom Alweendo sitzen an einem Tisch und unterzeichnen symbolisch ein Dokument\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>F\u00fcr Namibia geht es zuerst um Wirtschaft &#8211; auch bei diesem Vertragsschluss im September 2024 zwischen Michael Kellner (Staatssekret\u00e4r im BMWK), Jochen Flasbarth (Staatssekret\u00e4r im BMZ), Kadri Simson (EU-Kommissarin f\u00fcr Energie) und Tom Alweendo (Namibischer Minister f\u00fcr Bergbau und Energie)Bild: Jasko Rust\/DW<\/p>\n<p>Derweil hat HyIron nicht nur Begehrlichkeiten in Deutschland geweckt. Kurz nach unserem Besuch beim Werk sind Vertreter von Toyota zu Gast. Die haben laut Mnyupe Interesse an Anteilen und am Import von emissionsfreiem Eisen. Aber nicht nach Japan selbst, sondern ins namibische Nachbarland S\u00fcdafrika. Zum dortigen Bau von Autos f\u00fcr den Export nach Europa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer sich Namibias neusten Beitrag zur globalen Verringerung der Treibhausgasemissionen anschauen will, der muss ins karge Hinterland fahren.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10817,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[414],"class_list":{"0":"post-10816","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-namibia","8":"tag-namibia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116475758080156019","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10816"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10816\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}