{"id":1097,"date":"2026-04-18T12:07:28","date_gmt":"2026-04-18T12:07:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/1097\/"},"modified":"2026-04-18T12:07:28","modified_gmt":"2026-04-18T12:07:28","slug":"dr-kongo-comboni-missionsschwestern-helfen-waisenkindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/1097\/","title":{"rendered":"DR Kongo: Comboni-Missionsschwestern helfen Waisenkindern"},"content":{"rendered":"<p>Ordensschwestern teilen das Leben der Stra\u00dfenkinder in Kisangani in diesem von Krieg und Vernachl\u00e4ssigung gezeichneten afrikanischen Land. Durch das Zentrum Saint Laurent bieten sie Zuflucht, aber vor allem eine Chance auf Zukunft.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/kirche\/news\/2026-03\/nigeria-schwestern-saen-hoffnung-in-fluechtlingslagern.html\" title=\"Nigeria: Schwestern s\u00e4en Hoffnung in Fl\u00fcchtlingslagern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/18\/PS_172_CopertinaAEM.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Nigeria: Schwestern s\u00e4en Hoffnung in Fl\u00fcchtlingslagern\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Nach der Vertreibung von Familien in der gesamten Middle Belt-Zone Nigerias setzen sich die \u201eMissionary Sisters of the Holy Rosary&#8220; daf\u00fcr ein, den Binnenfl\u00fcchtlingen im Bundesstaat &#8230;\n     <\/p>\n<p>Von Sr. Loreta Beccia SMC \u2013 Yaound\u00e9 (Kamerun)<\/p>\n<p>Sie sind Waisen und von Gewalterfahrungen gezeichnet \u2013 es gibt Kinder in der Demokratischen Republik Kongo, die Zuneigung, N\u00e4he und jemanden brauchen, der ihnen mit einem Blick und einem L\u00e4cheln vermitteln kann: \u201eDu bist mir wichtig&#8220;. Das ist das Ziel des Zentrums Saint Laurent in Kisangani in der DR Kongo: diese Kleinen aufzunehmen und auf einem Weg zu begleiten, der ihnen hilft, mit sich selbst und anderen im Reinen zu sein.<\/p>\n<p>Die Gemeinschaft der Postulantinnen der Comboni-Missionsschwestern, besonders die Spanierin Francisca S\u00e1nchez mit langj\u00e4hriger Missionserfahrung in der DR Kongo und in Togo sowie die Kongolesin Nicole Mboma Enzenze mit Erfahrung in Mosambik, sind immer vor Ort und begleiten die Kinder bei verschiedenen Aktivit\u00e4ten. Unterst\u00fctzt werden sie dabei von f\u00fcnf Postulantinnen aus dem Tschad und direkt aus der Demokratischen Republik Kongo.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/26\/PS_174_Foto_1.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Sr. Francisca bei einer Unterrichtsstunde mit den Waisen \u2013 Foto: Sr. Francisca S\u00e1nchez\" title=\"Sr. Francisca bei einer Unterrichtsstunde mit den Waisen \u2013 Foto: Sr. Francisca S\u00e1nchez\"\/><\/p>\n<p>\n   Sr. Francisca bei einer Unterrichtsstunde mit den Waisen \u2013 Foto: Sr. Francisca S\u00e1nchez\n  <\/p>\n<p>Gr\u00fcndung und Organisation <\/p>\n<p>Das Zentrum Saint Lauren wurde am 10. August 1999 von dem Dehonianer-Pater Giovanni Pross als Reaktion auf die Folgen des Krieges gegr\u00fcndet, der Kisangani in den Jahren 1996 und 1997 schwer getroffen hatte. Von Anfang an haben die Comboni-Missionsschwestern dort mitgearbeitet. Das Zentrum ist in verschiedene Bereiche gegliedert: Schule, Erziehung, Hygiene und Gesundheit, K\u00fcche, Betreuung und Selbstversorgung. Alle arbeiten zusammen, und jeden Samstag findet ein Treffen mit Freiwilligen und Mitarbeitern statt, um die Arbeit zu organisieren. Die aufgenommenen Kinder sind in drei Gruppen unterteilt (Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene), und jede Gruppe hat einen verantwortlichen Erwachsenen, der Tag und Nacht anwesend ist.<\/p>\n<p>Die Arbeit ist nicht einfach. Die erste Kontaktaufnahme erfordert Geduld und gro\u00dfes Feingef\u00fchl, um auf die Bed\u00fcrfnisse von Kindern einzugehen, die tiefe Traumata erlebt haben, gerade durch das Verlassenwerden. Gleichzeitig ist Strenge erforderlich, um zu verhindern, dass das Fehlen klarer Regeln die p\u00e4dagogische Arbeit zunichte macht. \u201eAnfangs neigen viele Kinder zu Gewalt und haben Schwierigkeiten, sich an die Regeln zu halten. Daher muss man entschlossen sein, aber gleichzeitig mit G\u00fcte vorgehen&#8220;, erkl\u00e4rt Sr. Nicole, die seit Anfang 2024 im Zentrum arbeitet und f\u00fcr das Materiallager f\u00fcr Kleidung, Schuhe und Schulmaterial verantwortlich ist.<\/p>\n<p>Sr. Francisca arbeitet seit 2021 im Zentrum und k\u00fcmmert sich um die menschliche und intellektuelle Ausbildung, unter anderem durch das Anschauen von Lehrfilmen. Dar\u00fcber hinaus betreut sie den liturgischen und musikalischen Bereich und hat einen Chor gegr\u00fcndet, der sich auch als Methode zur Traumabehandlung bew\u00e4hrt hat. Die Geschichte von Paulina ist ein Beispiel daf\u00fcr: Aufgrund eines schweren Traumas war sie verstummt, doch dank des Chorgesangs begann sie, langsam wieder T\u00f6ne von sich zu geben, und kann nun ihren Namen buchstabieren. Ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/26\/PS_174_Foto_2.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Kinder lernen im Zentrum das Schuhmacherhandwerk von einem Meister \u2013 Foto: Sr. Francisca S\u00e1nchez\" title=\"Kinder lernen im Zentrum das Schuhmacherhandwerk von einem Meister \u2013 Foto: Sr. Francisca S\u00e1nchez\"\/><\/p>\n<p>\n   Kinder lernen im Zentrum das Schuhmacherhandwerk von einem Meister \u2013 Foto: Sr. Francisca S\u00e1nchez\n  <\/p>\n<p>Geschichten von Leben und Neugeburt <\/p>\n<p>Es gibt viele Geschichten unter den aufgenommenen Kindern, die einen tiefen Eindruck hinterlassen. Wie die eines etwa vierj\u00e4hrigen Jungen, der nach einer langen Zeit der Einsamkeit im Wald gefunden wurde, was bei ihm zu schweren Beziehungs- und Kommunikationsschwierigkeiten gef\u00fchrt hatte. Dank der st\u00e4ndigen und liebevollen Zuwendung der Ordensschwestern und Erzieher begann er langsam, Vertrauen zu fassen, zu sprechen und von seinen Erlebnissen zu erz\u00e4hlen. Die Eingliederung in den Kindergarten f\u00f6rderte seine Entwicklung weiter und verwandelte anfangs konfliktreiche Beziehungen in harmonische Bindungen. Sr. Nicole erinnert sich, dass ihre erste Begegnung schwierig war: Nachdem sie ihn zurechtweisen musste, sprach der Junge eine Woche lang nicht mehr mit ihr. Sie war es, die den ersten Schritt machte, und mit einem L\u00e4cheln und freundlichen Worten auf ihn zuging. Diese kleinen Gesten der N\u00e4he haben das anf\u00e4ngliche Misstrauen abgebaut, und heute, so erz\u00e4hlt die Schwester, \u201esind wir beste Freunde: Jedes Mal, wenn er mich kommen sieht, rennt er mir entgegen, um mich zu umarmen und mir alles zu erz\u00e4hlen, was er in der Schule gemacht und gelernt hat.&#8220;<\/p>\n<p>Auch Sr. Francisca erz\u00e4hlt eine Geschichte, die sie tief gepr\u00e4gt hat: die eines siebenj\u00e4hrigen M\u00e4dchens mit einer Fu\u00dffehlstellung, das nach Goma gebracht wurde, um operiert zu werden, was gl\u00fcckte. Nach der R\u00fcckkehr nach Kisangani, wo sie in einem Familienwohnheim aufgenommen wurde, besuchte es die Schwestern und bat sie, die im Zentrum erlernten handwerklichen F\u00e4higkeiten einsetzen zu d\u00fcrfen, um der Pflegemutter bei der Bezahlung der Schulgeb\u00fchren zu helfen. Die Eigeninitiative des M\u00e4dchens beeindruckte die Schwestern sehr: Es ist ein konkretes Zeichen daf\u00fcr, wie sehr ein Weg des Wachstums m\u00f6glich ist, wenn man sich aufgenommen, geh\u00f6rt und wertgesch\u00e4tzt f\u00fchlt.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/26\/PS_174_Foto_3.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Sr. Nicole bei der Mittagsessenausgabe an die kleinen G\u00e4ste des Zentrums \u2013 Foto: Mboma Enenze Nicole\" title=\"Sr. Nicole bei der Mittagsessenausgabe an die kleinen G\u00e4ste des Zentrums \u2013 Foto: Mboma Enenze Nicole\"\/><\/p>\n<p>\n   Sr. Nicole bei der Mittagsessenausgabe an die kleinen G\u00e4ste des Zentrums \u2013 Foto: Mboma Enenze Nicole\n  <\/p>\n<p>Eine Erfahrung, die verwandelt <\/p>\n<p>Die Postulantinnen leisten wichtige Hilfsdienste in der Bibliothek und bei der schulischen Betreuung. Sie berichten, wie schon der kleinste Fortschritt bei einem Kind, das lesen lernt, einen Tag, der schlecht begonnen hat, zum Guten wenden kann. Manche entdecken, dass es in Momenten der Ersch\u00f6pfung gen\u00fcgt, auf ein Kind zuzugehen, um neue Energie zu tanken. Alle beschreiben die Bibliothek als einen Ort der Begegnung, an dem die Kinder keine Angst haben, um Hilfe zu bitten, geh\u00f6rt zu werden und tr\u00f6stende Worte zu finden. Sie kommen zu dem Schluss, dass ihr Gr\u00fcnder, der heilige Daniele Comboni, wenn er heute noch leben w\u00fcrde, auch bei diesen Kindern sein w\u00fcrde. Er hatte n\u00e4mlich eine besondere Vorliebe f\u00fcr die Kleinen, f\u00fcr die Verlassenen, f\u00fcr die Letzten der Geschichte. Denn jedes Kind, das heute aufgenommen wird, ist eine Chance auf Frieden morgen.<\/p>\n<p>#sistersproject<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ordensschwestern teilen das Leben der Stra\u00dfenkinder in Kisangani in diesem von Krieg und Vernachl\u00e4ssigung gezeichneten afrikanischen Land. 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