{"id":10977,"date":"2026-04-27T13:50:19","date_gmt":"2026-04-27T13:50:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10977\/"},"modified":"2026-04-27T13:50:19","modified_gmt":"2026-04-27T13:50:19","slug":"angola-bischoefe-verurteilen-gewalt-und-fordern-loesungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/10977\/","title":{"rendered":"Angola: Bisch\u00f6fe verurteilen Gewalt und fordern L\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts der gewaltsamen Proteste in Angola mit dutzenden Toten und hunderten Verletzten hat die Bischofskonferenz des Landes zur Ruhe und zum Dialog aufgerufen. Deren Pr\u00e4sident,Bischof Jos\u00e9 Manuel Imbamba betont, Armut und Not rechtfertigten keine Ausschreitungen, mahnt aber zugleich politische L\u00f6sungen an.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-07\/un-bericht-die-zahl-der-hungernden-sinkt-aber-nicht-ueberall.html\" title=\"UN-Bericht: Die Zahl der Hungernden sinkt - aber nicht \u00fcberall\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2022\/11\/03\/10\/1667468569879.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"UN-Bericht: Die Zahl der Hungernden sinkt - aber nicht \u00fcberall\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Obwohl weltweit genug Lebensmittel produziert wurden, hatten 638 bis 720 Millionen Menschen im vergangenen Jahr nicht genug zu essen. Das geht aus dem Bericht \u201eThe State of Food &#8230;\n     <\/p>\n<p>Die Proteste waren Anfang der Woche in einigen Stadtteilen der Hauptstadt Luanda ausgebrochen und dauern an: Sie richten sich vor allem die Entscheidung der Regierung, den Preis f\u00fcr Dieselkraftstoff um ein Drittel zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Zahlen \u201ezehnmal so hoch\u201c <\/p>\n<p>Der offizielle Bericht spricht von mindestens 22 Todesopfern, rund 200 Verletzten und \u00fcber 1.200 Festnahmen infolge der gewaltsamen Proteste mit Pl\u00fcnderungen vor allem von Lebensmittelgesch\u00e4ften und Zusammenst\u00f6\u00dfen mit der Polizei. Laut Berichten aus der Bev\u00f6lkerung liegt die tats\u00e4chliche Zahl der Todesopfer \u201ezehnmal so hoch, auch wenn das nicht \u00fcberpr\u00fcfbar ist\u201c, erkl\u00e4rt uns Pater Luigino Frattin, ein italienischer Priester der Gesellschaft f\u00fcr Afrikamissionen. Er lebt seit 1999 in Angola.<\/p>\n<p>Jugend ohne Perspektive <\/p>\n<p>\u201eEin Punkt der Frustration ist erreicht: soziale Krise, Perspektivlosigkeit f\u00fcr die Zukunft \u2013 vor allem bei den jungen Menschen\u201c, so der Missionar. \u201eVor allem junge Leute protestieren, sogenannte ,Marginalisierte\u2018, die keine Zukunft sehen, ausgeschlossen vom Arbeitsmarkt, von der Schule, von dem Wohlstand, den andere hier genie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>Die Entscheidung der Regierung Anfang Juli, die zuvor stark subventionierten Treibstoffpreise von 300 auf 400 Kwanza pro Liter (ca. 0,28 auf 0,38 Euro) anzuheben, hat in dem s\u00fcdafrikanischen Land mit rund 30 Millionen Einwohnern \u2013 dem zweitgr\u00f6\u00dften Erd\u00f6lproduzenten Afrikas nach Nigeria \u2013 gro\u00dfen Unmut ausgel\u00f6st. Die Inflation lag im Juni bei knapp 20\u202f%.<\/p>\n<p>Kirche appelliert zu Dialog <\/p>\n<p>F\u00fcr den Erzbischof von Saurimo und Pr\u00e4sidenten der Bischofskonferenz von Angola und S\u00e3o Tom\u00e9, Jos\u00e9 Manuel Imbamba, sind trotz der weit verbreiteten Armut und Not im Land Vandalismus und Unruhen nicht hinnehmbar, da sie das gesellschaftliche Wohl der Familien sowie \u00f6ffentliches und privates Eigentum gef\u00e4hrdeten. Die Bisch\u00f6fe von Angola und S\u00e3o Tom\u00e9 zeigen sich zwar besorgt \u00fcber die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und den starken Anstieg der Lebenshaltungskosten, aber sie fordern zum Dialog auf, um die Lage zu beruhigen. \u201eIch lade unsere Jugendlichen ein, sich zivilisiert zu verhalten und den Dialog zwischen den B\u00fcrgern und unseren Institutionen wieder in Gang zu bringen\u201c, betonte Bischof Imbamba.<\/p>\n<p>Galoppierende Inflation <\/p>\n<p>In dem portugiesischsprachigen Land mit etwa 30 Millionen Einwohnern ist die Inflation sehr hoch und erreichte im Juni fast 20\u202fProzent, w\u00e4hrend die Arbeitslosenquote bei nahezu 30 \u202fProzent liegt. Die am Montag in Luanda ausgebrochenen Unruhen haben sich inzwischen auch auf das Landesinnere ausgedehnt.<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; bp)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Angesichts der gewaltsamen Proteste in Angola mit dutzenden Toten und hunderten Verletzten hat die Bischofskonferenz des Landes zur&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10978,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[29,162,529,205,1164,1378,283],"class_list":{"0":"post-10977","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-angola","8":"tag-afrika","9":"tag-angola","10":"tag-armut","11":"tag-gewalt","12":"tag-kirche","13":"tag-missionare","14":"tag-politik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116476996630820112","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10977","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10977"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10977\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10977"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10977"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10977"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}