{"id":11046,"date":"2026-04-27T16:06:14","date_gmt":"2026-04-27T16:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11046\/"},"modified":"2026-04-27T16:06:14","modified_gmt":"2026-04-27T16:06:14","slug":"voelkermord-in-ruanda-laesst-sich-das-unverzeihliche-verzeihen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11046\/","title":{"rendered":"V\u00f6lkermord in Ruanda: L\u00e4sst sich das Unverzeihliche verzeihen?"},"content":{"rendered":"<p>            Kopiere den aktuellen Link<\/p>\n<p>          Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen<\/p>\n<p>Angeh\u00f6rige der Hutu-Mehrheit ermordeten im ruandischen B\u00fcrgerkrieg vor 30 Jahren mehr als 800\u2009000 Menschen, vor allem aus der Volksgruppe der Tutsi. Tutsi-Rebellenf\u00fchrer Paul Kagame ist seit dem Jahr 2000 Pr\u00e4sident Ruandas und strebt mit aller Macht Vers\u00f6hnung an. \u00dcber die Vorgeschichte und die gesellschaftlichen Folgen des Genozids sprach GEO mit Dr. Julia Viebach<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">GEO: Frau Dr. Viebach, der ruandische Pr\u00e4sident Paul Kagame hat einmal gesagt, dass jeder Ruander heute entweder ein \u00dcberlebender oder T\u00e4ter des Genozids von 1994 ist, oder ein Freund oder Angeh\u00f6riger eines \u00dcberlebenden oder T\u00e4ters. M\u00fcssen wir uns Ruanda 30 Jahre sp\u00e4ter als Land der Traumatisierten vorstellen?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Julia Viebach: Das klingt ein bisschen zu sehr nach Superlativ, aber sicherlich hat Kagame recht: Jeder Ruander ist in irgendeiner Weise betroffen vom V\u00f6lkermord. Sowohl die \u00dcberlebenden als auch die sp\u00e4ter Geborenen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Wie sind die Nachgeborenen betroffen?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Traumata werden an die n\u00e4chste Generation weitergegeben. Das gilt f\u00fcr die Opfer, aber auch f\u00fcr die T\u00e4ter. Wenn man ein Kind ist, und es werden pl\u00f6tzlich zehn Leichen unter dem Wohnzimmer ausgegraben, und man erf\u00e4hrt, dass der eigene Vater diese Menschen umgebracht hat, dann ist das nat\u00fcrlich ein traumatisches Erlebnis.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Wurden denn auch die alten Vorurteile \u00fcber die jeweils andere Seite an die n\u00e4chsten Generationen weitergegeben?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">So etwas verschwindet nicht so schnell. Das braucht auch sicherlich noch einige Generationen. Die wichtige Frage ist eher, ob sich diese Vorurteile auch im Alltag widerspiegeln. Also ob die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Gruppe mit dar\u00fcber entscheidet, wer den Job bekommt, wer sich an den besten Universit\u00e4ten einschreiben darf, wer in den teuren Wohnungen wohnt.\u00a0<\/p>\n<p>    05. April 2024,09:53<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ruanda-1-1304325533.jpg\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"Vedaste Macumu, 70 (l.) und Ildephonoe Mugwaneza, 50, wollen den brennenden Hass gemeinsam besiegen\" title=\"Auge in Auge : Vedaste Macumu, 70 (l.) und Ildephonoe Mugwaneza, 50, wollen den brennenden Hass gemeinsam besiegen\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" href=\"https:\/\/www.geo.de\/wissen\/30-jahre-nach-dem-voelkermord-in-ruanda--opfer-und-taeter-berichten-ueber-ihre-versoehnung--34599102.html\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            Auge in Auge<\/p>\n<p>          30 Jahre nach dem V\u00f6lkermord in Ruanda: Opfer und T\u00e4ter versuchen Vers\u00f6hnung<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>L\u00e4sst sich das Unverzeihliche verzeihen? In Ruanda sind vor drei Jahrzehnten unaussprechliche Gr\u00e4ueltaten geschehen. Jetzt wagen Opfer und T\u00e4ter erste Schritte aufeinander zu<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Und gibt es diese Diskriminierung?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Es ist schwierig, dazu verl\u00e4ssliche Daten zu erheben, die Identit\u00e4t der Menschen wird aus gutem Grund nicht mehr festgehalten. Generell leben in Ruanda Tutsi und Hutu, die arm sind. Aber man kann schon grob sagen, dass der leichtere Zugang zu Macht und Ressourcen bei den Tutsi liegt, und zwar nicht bei irgendwelchen Tutsi, sondern bei Tutsi im Umkreis der Regierung.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Spannungen zwischen Hutu und Tutsi haben eine lange Vorgeschichte. Welche Rolle spielt dabei die koloniale Vergangenheit des Landes?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Kolonialgeschichte Ruandas ist keine direkte, aber eine indirekte Ursache des Genozids. Bevor Ruanda im 19. Jahrhundert deutsche Kolonie wurde, lebten Hutu und Tutsi als soziale Klassen zusammen. Tutsi waren die Wohlhabenderen, auch der K\u00f6nig war Tutsi, w\u00e4hrend Hutu zur einfachen Bev\u00f6lkerung z\u00e4hlten. Die Grenzen waren aber durchl\u00e4ssig.\u00a0<\/p>\n<p>    02. April 2024,15:41<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/julia-viebach-1296899113.jpg\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"undefined\" title=\"undefined\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" data-upscore-url=\"\"><\/p>\n<p>          undefined<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Julia Viebach ist Konfliktforscherin und lehrt an der Queen&#8217;s University Belfast. Sie forscht zu Gewalt, Trauma, Erinnerungskultur und Justiz in Ruanda nach dem V\u00f6lkermord.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Und wie haben die Deutschen dieses Gef\u00fcge ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Sie haben ihre Rassenideologie mitgebracht \u2013 und die Menschen vermessen. Gro\u00dfgewachsene etwa waren f\u00fcr die Deutschen eine &#8222;hochwertigere Rasse&#8220;, also Tutsi, der Rest Hutu. Erst dadurch wurde die Ethnizit\u00e4t eingef\u00fchrt und auch eine rassistisch begr\u00fcndete Bevorzugung der Tutsi. Die Belgier, die das Land nach dem Ersten Weltkrieg verwalteten, haben die Ethnizit\u00e4t weiter verfestigt, indem sie in den 1930er-Jahren &#8222;Identit\u00e4tskarten&#8220; einf\u00fchrten, die jeder bei sich tragen musste und auf denen stand, welcher Gruppe man angeh\u00f6rte. Diese Karten haben w\u00e4hrend des Genozids eine fatale Rolle gespielt: Die M\u00f6rder nutzten diese Ausweisdokumente, um festzustellen, ob jemand Tutsi oder Hutu war.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ruanda wurde 1962 unabh\u00e4ngig. Die Machtverh\u00e4ltnisse hatten bereits vorher begonnen, sich zu verschieben, Aufst\u00e4nde der Hutu-Mehrheit f\u00fchrten dazu, dass Zehntausende Tutsi in die Nachbarl\u00e4nder flohen. Im Exil gr\u00fcndeten Tutsi-Rebellen 1985 die Ruandische Patriotische Front (RPF).\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die RPF forderte Teilhabe an der Macht \u2013 was ihnen die Hutu-Regierung unter Juv\u00e9nal Habyarimana, Pr\u00e4sident seit 1973, verweigerte. Im Jahr 1990 marschierte die RPF schlie\u00dflich von Uganda aus in Ruanda ein. Ein B\u00fcrgerkrieg brach aus. Die Vereinten Nationen entsandten eine UN-Friedenstruppe nach Ruanda, UNAMIR, die aber -ausdr\u00fccklich kein Mandat hatte, milit\u00e4risch einzugreifen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Dann wurde am 6. April 1994 das Flugzeug mit Pr\u00e4sident Habyarimana an Bord von Unbekannten abgeschossen. Die Hutu-Regierung gab sofort den Tutsi die Schuld.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Massaker begannen tats\u00e4chlich nur Minuten nach dem Abschuss, angefangen in der Hauptstadt Kigali. Von dort breitete sich die Gewalt weiter aus. Es gibt Beweise, dass das alles genau geplant war, von Todeslisten bis zu den Waffen, die die ruandische Regierung bestellt hatte, vor allem Macheten aus China.<\/p>\n<p>    08. Januar 2024,11:13<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/shabana-basij-rasikh.jpg\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"Portr\u00e4t von Shabana Basij-Rasikh\" title=\"Portr\u00e4t von Shabana Basij-Rasikh\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" href=\"https:\/\/www.geo.de\/wissen\/shabana-basij-rasikh--aktivistin-fuer-maedchenbildung-34321304.html\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            M\u00e4dcheninternat<\/p>\n<p>          Diese Frau schenkt afghanischen M\u00e4dchen Bildung \u2013 in Ruanda<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Shabana Basij-Rasikh gr\u00fcndete einst das erste M\u00e4dcheninternat Afghanistans. Dann floh sie vor den Taliban. Doch ihre Mission geht nun weiter: in Ruanda<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die unbeschreiblichen Gr\u00e4uel dauerten rund 100 Tage. Woher kam der Hass?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Das war im Grunde kein interethnischer Hass, wie oft behauptet \u2013 es war Angst. Viele Hutu f\u00fcrchteten, dass, wenn die Tutsi einmarschieren, sie ihre soziale und politische Stellung, die sie nach der Unabh\u00e4ngigkeit Ruandas erreicht hatten, wieder verlieren, dass sie alle umgebracht werden. Es gab auch strategische Gewalt, Tausende Tutsi-Frauen wurden von HIV-positiven M\u00e4nnern vergewaltigt, damit sie einen langsamen Tod sterben und die patrimoniale Linie ihrer Ethnie zerst\u00f6rt wird. Und es gab sozialen Druck: Hutu wurden von ihren lokalen Autorit\u00e4ten, B\u00fcrgermeistern zum Beispiel, aufgefordert, Tutsi zu t\u00f6ten. Man muss allerdings auch ber\u00fccksichtigen, dass Massengewalt generell dazu f\u00fchrt, dass Menschen zu Dingen f\u00e4hig sind, die normalerweise undenkbar w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Warum hat die Welt so wenig dagegen unternommen?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die UNAMIR-Soldaten vor Ort waren nicht befugt, einzugreifen. Der UN-Sicherheitsrat weigerte sich anfangs sogar, die Massaker in Ruanda offiziell \u00fcberhaupt &#8222;V\u00f6lkermord&#8220; zu nennen \u2013 denn dann h\u00e4tte er laut UN-Konvention handeln m\u00fcssen. Die UN und die USA hatten aber erst 1993 in Somalia ein milit\u00e4risches Debakel erlebt. Zudem waren gleich zu Beginn des Massakers zehn belgische UNAMIR-Soldaten get\u00f6tet worden \u2013 ein strategischer Zug der Genozid-Planer, der die Zur\u00fcckhaltung der Vereinten Nationen weiter verst\u00e4rkte. Aber man muss auch sagen: Ruanda war wohl einfach nicht wichtig genug.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">H\u00e4tte man den Genozid denn verhindern k\u00f6nnen?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Es gibt genug Studien, die belegen, dass allein die Truppen, die von westlichen Staaten entsandt wurden, um ihre eigenen B\u00fcrger aus Ruanda herauszuholen, gereicht h\u00e4tten, den Genozid in den ersten Wochen zu stoppen. Ich glaube, dass Rassismus und Kolonialdenken bei diesem Versagen eine Rolle gespielt haben.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Franzosen haben zumindest ab Ende Juni von Zaire aus versucht, einen sicheren Fluchtkorridor zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Der hat aber nicht funktioniert. Im Gegenteil: Der Korridor hat vor allem Hutu, unter ihnen viele T\u00e4ter, die Flucht nach Zaire erm\u00f6glicht. Deshalb sind die Franzosen bis heute in Ruanda nicht wirklich gern gesehen. Die RPF hat das Land dann von Norden nach S\u00fcden erobert, w\u00e4hrend die\u00a0UN zusahen. Der RPF-Sieg im Juli beendete den B\u00fcrgerkrieg und den V\u00f6lkermord.<\/p>\n<p>    22. Februar 2024,14:00<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/afrikanische-studenten-ddr-i--00779453.jpg\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"afrikanische Studenten an der Gewerkschaftshochschule &quot;Fritz Heckert&quot; 1963\" title=\"afrikanische Studenten an der Gewerkschaftshochschule &quot;Fritz Heckert&quot; 1963\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" href=\"https:\/\/www.geo.de\/wissen\/schwarze-geschichte-in-deutschland--von-soldaten--philosophen-und-fehlenden-vorbildern-34453554.html\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            Black History Month<\/p>\n<p>          Schwarze Geschichte in Deutschland: Von Soldaten, Philosophen und fehlenden Vorbildern<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Schon in der Armee von Kaiser Friedrich II zogen Schwarze Soldaten mit. Dar\u00fcber spricht die Historikerin Tiffany Florvil. Sie erforscht die Schwarze Geschichte Deutschlands. Zum &#8222;Black History Month&#8220; berichtet sie von dem ersten Philosophen afrikanischer Herkunft in Deutschland, dem Einfluss der Kolonien und den Anf\u00e4ngen der modernen Schwarzen Bewegung<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Das Ausma\u00df des Genozids war unvorstellbar: rund eine Million Tote, Hunderttausende verletzt, traumatisiert, auf der Flucht.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ja, man spricht auch von einem &#8222;Land der Toten&#8220;. Die Infrastruktur war komplett zerst\u00f6rt, \u00fcberall lagen Leichen, in Kirchen, Schulen, an Stra\u00dfensperren, in Massengr\u00e4bern.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Es ist ein sehr komplexes Bild. Da waren zum Beispiel Menschen, die haben tags\u00fcber unz\u00e4hlige Tutsi get\u00f6tet und nachts welche im eigenen Haus versteckt, ihnen Essen gebracht, sie f\u00fcr ein bisschen Geld durch die Stra\u00dfensperren gebracht, damit sie fliehen k\u00f6nnen. All das macht die Aufarbeitung der Verbrechen auch oft so schwierig.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Es gab Tausende T\u00e4ter. Der 1994 in Tansania eingerichtete Internationale Strafgerichtshof f\u00fcr Ruanda (ICTR) hat aber nur gut 60 verurteilt. Warum so wenige?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ein Internationaler Strafgerichtshof hat die Aufgabe, die Hauptverantwortlichen zu verurteilen,\u00a0nicht das Fu\u00dfvolk. Im Fall von Ruanda darf man nicht vergessen: Der ICTR war das erste Gericht \u00fcberhaupt, das einen V\u00f6lkermord verhandelt hat. Es gab zwar die &#8222;Konvention \u00fcber die Verh\u00fctung und Bestrafung des V\u00f6lkermordes&#8220; der UN, aber wie man juristisch ganz konkret einen -V\u00f6lkermord verhandelt, das war Neuland.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Wie sind die Richter mit dieser komplett neuen Aufgabe umgegangen?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Sie haben zum ersten Mal definiert, was ein Genozid \u00fcberhaupt ist. Das war sehr wichtig. Der ICTR hat auch erstmals Vergewaltigung als Straftatbestand bei einem V\u00f6lkermord anerkannt. Das Urteil gegen Jean-Paul Akayesu beispielsweise, einen B\u00fcrgermeister, der Morde und Vergewaltigungen befohlen hatte, war wegweisend, weil hier erstmals sexuelle Gewalt nicht als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sondern auch als V\u00f6lkermordhandlung definiert wurde.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Und es wurden auch noch andere sehr wichtige Drahtzieher und Planer des Genozids verurteilt. Insofern hat der Gerichtshof in meinen -Augen recht gute Arbeit geleistet. Die Strafgerichtsh\u00f6fe in Kambodscha und in Sierra Leone etwa konnten sp\u00e4ter dar-auf sowie auf die Urteile des Strafgerichtshofs f\u00fcr das ehemalige Jugoslawien zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>    04. April 2024,13:32<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/19-safe-houses-h00138835457-001296581391.jpg\"   loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\" alt=\"zwei Personen eng beieinander im Schwimmbecken vor oben betrachtet\" title=\"zwei Personen eng beieinander im Schwimmbecken vor oben betrachtet\"\/><\/p>\n<p>      <a class=\"teaser__link\" href=\"https:\/\/www.geo.de\/wissen\/queer-in-uganda--verfolgte-fluechten-nach-kenia-34374354.html\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            Diskriminierung<\/p>\n<p>          Queer in Afrika: Verfolgte finden Halt in der Fremde<\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Ohne Gnade werden in Uganda Menschen verfolgt, deren sexuelle Identit\u00e4t oder Orientierung nicht der Norm folgt. Erst k\u00fcrzlich hat das Verfassungsgericht das umstrittene Gesetz des Landes gegen Homosexualit\u00e4t best\u00e4tigt. Seit Jahren fl\u00fcchten daher viele queere Menschen nach Kenia, f\u00fcr ein bisschen Sicherheit. Hinter hohen Mauern gr\u00fcnden sie neue Familien<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Gab es auch etwas, das nicht so gut lief, das man bei sp\u00e4teren Gerichtsh\u00f6fen anders gemacht hat?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Verhandlungen haben zu lange gedauert. F\u00fcr einige Frauen, die durch Vergewaltigungen mit HIV infiziert worden waren, kamen die Urteile zu sp\u00e4t. Sie waren in der Zwischenzeit gestorben.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Und dann war das Geschehen vor Gericht in Tansania auch sehr weit weg von den Menschen in Ruanda. Das hat man bei sp\u00e4teren Prozessen besser gemacht. Da hat es dann extra eine Abteilung f\u00fcr Medien und Kommunikation gegeben, die Leute sind mit einem Fernseher oder einem Radio hinausgefahren zu den Menschen in den D\u00f6rfern. Und dann konnten die Dorfbewohner\u00a0die Verhandlungen und die Urteilsverk\u00fcndungen anschauen.\u00a0 \u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">W\u00e4hrend die Drahtzieher in Tansania vor -Gericht standen, gab es noch Zehntausende vermeintliche T\u00e4ter, die in Ruanda in den Gef\u00e4ngnissen sa\u00dfen. Wie wurden die zur Rechenschaft gezogen?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">H\u00e4tte man alle vor ein regul\u00e4res Gericht gestellt, h\u00e4tte man vermutlich 100 Jahre gebraucht, \u00fcber sie zu urteilen. Die gesamte Infrastruktur von Ruanda war zerst\u00f6rt, es gab fast keine Richter oder Intellektuellen mehr. So kam die Regierung auf die Idee, die traditionellen gacaca wieder aufleben zu lassen und zu modernisieren.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Urspr\u00fcnglich haben in den gacaca hoch angesehene \u00c4lteste aus den D\u00f6rfern bei Streitigkeiten geschlichtet, etwa wenn ein Huhn gestohlen worden war. Sie konnten auch Strafen verh\u00e4ngen. Und diese Laienrichter sollten nun \u00fcber F\u00e4lle von Mord, Folter und Vergewaltigung entscheiden?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Eine andere M\u00f6glichkeit gab es kaum. Die Bedingungen f\u00fcr die vermeintlichen T\u00e4ter in den \u00fcberf\u00fcllten Gef\u00e4ngnissen waren schrecklich, un-ter der Menschenw\u00fcrde. 2002 starteten die ersten Pilotprojekte f\u00fcr gacaca. Die Bewohner w\u00e4hlten in den D\u00f6rfern neun Richter, das durften nat\u00fcrlich keine Personen sein, die selbst am Genozid beteiligt gewesen waren. Sie erhielten ein Training, lernten, wie man Zeugen behandelt, und dann ging es los. Die gacaca tagten einige Male im Monat am Wochenende in aller \u00d6ffentlichkeit auf einer Bank, im Gras, im Schatten eines Baums. Sie konnten einen T\u00e4ter zu Gemeindearbeit verurteilen, zu Schadensersatzzahlungen \u2013 aber auch f\u00fcr 25 Jahre ins Gef\u00e4ngnis stecken.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Das klingt nicht gerade so, wie wir uns gemeinhin die Arbeit der Justiz vorstellen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Es hat sehr viel Kritik an den gacaca gegeben, insbesondere von -Menschenrechtsorganisationen. Die Angeklagten hatten keinen Rechtsbeistand, die Richter keine juristische Ausbildung. Die Beweissicherung war f\u00fcr sie trotz gro\u00dfer Bem\u00fchungen sehr schwierig. Manchmal war die Einsch\u00e4tzung \u00fcber die Pers\u00f6nlichkeit des Angeklagten ausschlaggebend: Richter sagten zum Beispiel, wenn es sicher ist, dass der Angeklagte den Ehemann umgebracht hat, dann hat er auch mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit die Ehefrau vergewaltigt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Waren die gacaca erfolgreich?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Aus den eben genannten Gr\u00fcnden kann man die gacaca kritisch sehen. Andererseits haben diese Gerichte in den D\u00f6rfern daf\u00fcr gesorgt, dass in Ruanda erstmals nach dem Genozid \u00fcber das Morden gesprochen wurde. So wie in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust hatte es auch in Ruanda erst einmal ein gro\u00dfes Schweigen gegeben. Bei den Verhandlungen kam dann endlich ans Licht, was passiert ist, wie es passiert ist. \u00dcberlebende haben herausgefunden, wo ihre Angeh\u00f6rigen vergraben worden waren, und konnten sie endlich w\u00fcrdig bestatten. Diese Form der Wahrheitsfindung war der gr\u00f6\u00dfte Erfolg der gacaca.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Wie wichtig ist Wahrheitsfindung f\u00fcr die Aufarbeitung von Massengewalt?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Nach einem Genozid oder einem Unrechtsregime geht es immer darum, irgendwie Gerechtigkeit herzustellen. Das passiert zum Beispiel durch Reparationszahlungen, durch Gerichtsverfahren auf unterschiedlichen Ebenen, aber auch durch Wahrheitskommissionen. Die kommen urspr\u00fcnglich aus dem lateinamerikanischen Raum, in Argentinien, Chile, Uruguay und Paraguay wurden sie nach dem Ende von Unrechtsregimen eingesetzt. Manchmal ist es aber auch notwendig, zun\u00e4chst auf eher symbolische Mechanismen zu setzen, auf Entschuldigungen zum Beispiel oder den Bau von Gedenkst\u00e4tten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Wie wird in Ruanda die Erinnerung an den Genozid wachgehalten?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Es existieren mehrere nationale Gedenkst\u00e4tten, das Kigali Genocide Memorial zum Beispiel, das gleichzeitig ein Bildungszentrum mit Ausstellung ist. Im April begehen die Ruander au\u00dferdem ihre nationale Trauerwoche, die von offiziellen Feiern begleitet wird. Sehr bewegend ist auch der Trauermarsch in die Bugesera-S\u00fcmpfe nahe Kigali. In diesen S\u00fcmpfen sind vermutlich Tausende Menschen gestorben. Eigentlich waren sie dorthin geflohen, um sich zu verstecken, aber sie wurden dort trotzdem gejagt und umgebracht. Ihre Leichen wurden nie geborgen. Der Trauermarsch f\u00fchrt schweigend von einer Kirche bis an den Rand der S\u00fcmpfe, dort legen die Trauernden Blumen nieder.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Wie hilft diese Art von Symbolik bei der \u00dcberwindung des Traumas?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Der Genozid war ein Versuch, eine Gruppe von Menschen, die Tutsi, zu vernichten, auch die Erinnerung an sie auszul\u00f6schen, als ob sie nie existiert h\u00e4tten und auch niemals wieder existieren werden. Wenn man der Toten gedenkt und ihre Namen nennt, holt man sie symbolisch wieder zur\u00fcck. Sie sind eben nicht vergessen. Die T\u00e4ter haben ihr Ziel nicht erreicht. Das ist f\u00fcr die \u00dcberlebenden extrem wichtig. Und die nachfolgenden Generationen bekommen durch Gedenkveranstaltungen nicht nur Wissen vermittelt, sie werden emotional ber\u00fchrt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ist das der Grund, weshalb heute noch Schulklassen deutsche Konzentrationslager besuchen?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Genau. Die emotionale Verbindung sorgt daf\u00fcr, dass sie nicht nur verstehen, dass ein Unrecht geschehen ist, sie sp\u00fcren es auch. Die Erinnerungskultur in Ruanda ist allerdings sehr einseitig.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Woran erinnert wird, ist der V\u00f6lkermord an den Tutsi. Was nicht explizit erw\u00e4hnt wird, ist die Tatsache, dass auch viele Hutu ermordet wurden. Gerade die Verbrechen, die Kagames RPF an den Hutu begangen hat, zum Beispiel auch im Nachbarland Zaire, sind nicht Teil der Erinnerungskultur. Offiziell hei\u00dft es von der Regierung, dass die Gedenkfeiern allen Opfern gelten, aber wenn es dann doch wieder hei\u00dft, der Genozid habe sich gegen die Tutsi gerichtet, werden die Hutu wieder ausgegrenzt.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Es gab den Internationalen Gerichtshof, die gacaca, es gibt sogenannte Vers\u00f6hnungs-d\u00f6rfer, eine Vers\u00f6hnungskommission der Regierung und viele Gedenkst\u00e4tten. Sind die Ruander 30 Jahre nach dem Genozid ein vers\u00f6hntes Volk?\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ich sage nicht, dass keine Vers\u00f6hnung stattgefunden hat, aber ich bin generell eher skeptisch. Die Idee von Vers\u00f6hnung und Vergebung wird von der internationalen Gemeinschaft forciert. Wenn Organisationen in Ruanda ein Projekt zur Vers\u00f6hnungsarbeit einreichen, dann wird das bestimmt ge-f\u00f6rdert. Aber die meisten \u00dcberlebenden, mit denen ich gesprochen habe, wollen nicht vergeben. Die sprechen von Koexistenz. Immerhin: Diese Koexistenz haben sie in Ruanda extrem gut hinbekommen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Und dennoch \u00e4u\u00dfern sich h\u00e4ufig Opfer auch \u00f6ffentlich und sprechen von Vergebung und Vers\u00f6hnung.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ich habe auch \u00dcberlebende getroffen, die sagten, Vergebung sei Teil ihres Glaubens, und es gehe ihnen besser, wenn sie demjenigen, der sie vergewaltigt hat, verzeihen. Das war sehr authentisch. Aber Sie d\u00fcrfen nicht vergessen, in was f\u00fcr einem Land das alles stattfindet. Ruanda ist kein freies, demokratisches Land. Es gibt Wahlen, aber eben nur einen Kandidaten. Die Vielfalt von Meinungen wird unterdr\u00fcckt. F\u00fcr ein sogenanntes Vers\u00f6hnungsbarometer sind Regierungsbeamte herumgezogen und haben Opfer befragt. Aber<br \/>in dieser Situation trauen sich viele Menschen nicht, die Wahrheit zu sagen. Dass sie nicht verzeihen k\u00f6nnen und m\u00f6chten, dass sie immer noch Angst haben.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Hei\u00dft das, die ganze Vers\u00f6hnungsarbeit ist am Ende nur ein Scheinprojekt der internationalen Gemeinschaft und der ruandischen Regierung?\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Es wurde sehr viel Druck ausge\u00fcbt auf die \u00dcberlebenden, die Vergebung ist ein Grundpfeiler der Pr\u00e4sidentschaft Paul Kagames. Einerseits.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Andererseits hat dieser Druck von oben auch daf\u00fcr gesorgt, dass die Menschen in den D\u00f6rfern \u00fcberhaupt erst angefangen haben, sich mit dem Genozid auseinanderzusetzen. Die Regierung hat gesagt: Die Bev\u00f6lkerung war so involviert in das Morden, sie muss sich nun auch stark bei der -Aufarbeitung beteiligen. Den Gedanken finde ich richtig. Ich war bei Gedenkfeiern in Gemeinden, auf denen T\u00e4ter gesprochen haben. Ihre Bitten um Entschuldigung wurden in traditionelle Gedenkriten eingebaut. Das war sehr bewegend und hat bestimmt zur Vers\u00f6hnung beigetragen. Das war nicht von oben gesteuert.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Was unternimmt die Regierung, um k\u00fcnftige Konflikte zu verhindern?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Generell versucht die Regierung, die Gegen\u00fcberstellung, diese Zweiteilung in Tutsi und Hutu zu \u00fcberwinden. Alle sind Ruander. Die Identit\u00e4tskarten wurden abgeschafft, man beruft sich auf traditionelle Werte und Normen. Es ist der Versuch, davon wegzukommen, dass Hutu bedeutet, T\u00e4ter zu sein \u2013 und Tutsi bedeutet, Opfer zu sein.<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Ich glaube schon, dass es mit jeder Generation besser wird. Dass die jungen Leute Ruander sein wollen. Vielleicht k\u00f6nnen wir in einigen Jahrzehnten tats\u00e4chlich mehr von Vers\u00f6hnung sprechen, weniger von Koexistenz.\u00a0<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Was hat Sie besonders beeindruckt bei Ihren Forschungen?<\/p>\n<p class=\"typo-body-md typo-body-lg@lg\">Die Resilienz der Menschen. Wenn eine Frau vor mir sitzt, die massenvergewaltigt wurde und wieder lachen kann und sich ein Leben aufbaut. Wenn jemand, der seine ganze Familie verloren hat, wieder heiratet und Kinder bekommt. Und ich kenne keinen einzigen \u00dcberlebenden, der einfach nur geflohen ist und \u00fcberlebt hat. Allen, die \u00fcberlebt haben, wurde von anderen geholfen. In diesem grausamen Schrecken gab es immer noch Menschlichkeit. Das hat mich tief ber\u00fchrt.\u2009<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kopiere den aktuellen Link Zur Merkliste hinzuf\u00fcgen Angeh\u00f6rige der Hutu-Mehrheit ermordeten im ruandischen B\u00fcrgerkrieg vor 30 Jahren mehr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11047,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[403,404],"class_list":{"0":"post-11046","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ruanda","8":"tag-ruanda","9":"tag-rwanda"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11046"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11046\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11047"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}