{"id":11184,"date":"2026-04-27T20:26:41","date_gmt":"2026-04-27T20:26:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11184\/"},"modified":"2026-04-27T20:26:41","modified_gmt":"2026-04-27T20:26:41","slug":"caprivi-streifen-in-namibia-safari-flusspferde-und-elefanten-im-gruenen-norden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11184\/","title":{"rendered":"Caprivi-Streifen in Namibia: Safari, Flusspferde und Elefanten im gr\u00fcnen Norden"},"content":{"rendered":"\n<p>Am Okavango f\u00fchlen sich Urlauber gar wie im legend\u00e4ren Binnendelta, nur dass sie im \u00abCaprivi\u00bb deutlich weniger zahlen als in Botswana nebenan.<\/p>\n<p>Namibia, das verbinden die meisten mit den welth\u00f6chsten Sandd\u00fcnen, der Kalahari und der Etosha-Salzpfanne, kurz: mit enormer Trockenheit. Denn im w\u00e4hrend der Kolonialzeit geradezu absurd zugeschnittenen Caprivi-Zipfel, der sich wie ein Riesenstachel \u2013 500 Kilometer lang und nur 30\u2013100 Kilometer breit \u2013 zwischen Angola, Sambia und Botswana schiebt, sieht Namibia ganz anders aus: d\u00f6rflicher, gr\u00fcner, wasserreicher, richtig tropisch.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/ec624c7c50b19d4906a852aadc3f4d5c.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/ec624c7c50b19d4906a852aadc3f4d5c.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSTk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy9lYzYyNGM3YzUwYjE5ZDQ5MDZhODUyYWFkYzNmNGQ1Yy5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Am Okawango gibt es viel zu sehen\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Am Okawango gibt es viel zu sehen Christian Haas <\/p>\n<p>Ein abgeschiedenes Paradies<\/p>\n<p>Ein abgeschiedenes Paradies, d\u00fcmpelte der Landstrich zwischen Rundu und Katima Mulilo doch lange im touristischen Abseits. Das lag einerseits an zuweilen hitzigen Grenzunruhen und Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen, andererseits an der etwas m\u00fchsamen Erreichbarkeit. Die Folge: Im Westen bogen die meisten Namibia-Rundreisenden nach Etosha eher ab Richtung Windhoek, Reisende aus dem Osten zog es nach den Victoriaf\u00e4llen in der Regel nach Botswana, insbesondere ins Okavangodelta, seines Zeichens weltgr\u00f6\u00dftes Binnendelta.<\/p>\n<p>Der Caprivi tritt aus dem Schatten<\/p>\n<p>Dass der namensgebende Fluss samt anderen \u2013 wie dem m\u00e4chtigen Sambesi und den Zul\u00e4ufen des Chobe \u2013 in den n\u00f6rdlicheren Oberl\u00e4ufen ebenfalls f\u00fcr ein attraktives Setting sorgt, wussten Namibia-Profis zwar schon l\u00e4nger, doch erst seit einigen Jahren macht sich diese Erkenntnis wirklich breit.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/06b827a7287bf341db620156da7feb73.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/06b827a7287bf341db620156da7feb73.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ZGCk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy8wNmI4MjdhNzI4N2JmMzQxZGI2MjAxNTZkYTdmZWI3My5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Das Camp Kwandol iegt mitten in der Wildnis\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Das Camp Kwandol iegt mitten in der Wildnis Christian Haas <\/p>\n<p>Die Entwicklung ist klar erkennbar: Immer mehr Reiseveranstalter nehmen den \u00abCaprivi\u00bb \u2013 wie die offiziell als Sambesi-Region bekannte Gegend nach wie vor meist genannt wird \u2013 in ihre Programme auf. Besonders entlang der Fl\u00fcsse entstehen dabei zahlreiche neue Unterk\u00fcnfte. Es handelt sich jedoch keineswegs um gro\u00dfe Hotelanlagen, sondern durchweg um kleinere, traditionell errichtete Lodges. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist das wegen seiner Lage und fairen Preise sehr gesch\u00e4tzte \u00abCamp Kwando\u00bb am gleichnamigen Fluss, der erst weiter flussabw\u00e4rts in den beeindruckenden Chobe River \u00fcbergeht. Doch schon zuvor begeistert die Landschaft.<\/p>\n<p>Elefanten, Affen, Krokodile<\/p>\n<p>Zwischen Chalets, Stellpl\u00e4tzen f\u00fcr Selbstversorger und gut ausgestatteten Mietzelten zeigt sich alles von seiner sattgr\u00fcnen Seite. Wohin das Auge reicht: Schilf, weite Wiesen und dichtes Blattwerk, aus dem besonders die Amarulab\u00e4ume hervorstechen. Deren Fr\u00fcchte sind nicht nur bei Menschen beliebt \u2013 etwa in Form von Seife oder Lik\u00f6r \u2013, sondern auch bei Tieren, vor allem bei Elefanten und den Vervet Monkeys. W\u00e4hrend die gro\u00dfen R\u00fcsseltiere zwar in der gesamten Region verbreitet sind, lassen sie sich im Camp selbst eher selten blicken. Daf\u00fcr begegnet man dort umso h\u00e4ufiger den verspielten \u00c4ffchen.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/d7ac2cf6268c696267b7ee92aab731aa.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/d7ac2cf6268c696267b7ee92aab731aa.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"897\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/jcRk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy9kN2FjMmNmNjI2OGM2OTYyNjdiN2VlOTJhYWI3MzFhYS5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Krokodilwarnung am Kwando River\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"508\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Krokodilwarnung am Kwando River Christian Haas <\/p>\n<p>Diese turnen gern \u00fcber die reetgedeckten D\u00e4cher der Hauptlodge, w\u00e4hrend im Inneren Flederm\u00e4use ihre Ruhepl\u00e4tze haben. Hinweisschilder machen darauf aufmerksam, ebenso wie auf das benachbarte \u00ablebende Museum\u00bb der Xwe-Dorfgemeinschaft und die beeindruckende Artenvielfalt im nahegelegenen Mudumu-Nationalpark.<\/p>\n<p>Willkommen in der Hippo-Hochburg!<\/p>\n<p>So friedlich das Miteinander allerorts wirkt: Respekt und Vorsicht sind dennoch angebracht, etwa in dem zu F\u00fc\u00dfen der Lodgeterrasse liegenden gr\u00fcn-feuchten Dickicht des Kwando. Daran erinnern einige \u00abBeware of Crocodiles\u00bb-Tafeln. Wobei Wasserb\u00fcffel und Flusspferde im Allgemeinen als deutlich gef\u00e4hrlicher eingestuft werden. Dass die Angst vor den rund eineinhalb Tonnen wiegenden Hippos ihre Berechtigung hat, offenbart eine mit vier G\u00e4sten recht exklusive Bootsfahrt am Nachmittag. Mehr Passagiere gingen derzeit auch nicht, denn die geringen Niederschlagsmengen der letzten Monate sorgen f\u00fcr einen \u00e4u\u00dferst niedrigen Flusspegel, der nur noch leichtgewichtige Gef\u00e4hrte zul\u00e4sst.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/05b3e2378b83a3a269898bb41c3dcc74.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/05b3e2378b83a3a269898bb41c3dcc74.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Hv3k9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy8wNWIzZTIzNzhiODNhM2EyNjk4OThiYjQxYzNkY2M3NC5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Ob wir diesem Hippo zu nahe kommen wo m\u00f6glich\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Ob wir diesem Hippo zu nahe kommen wo m\u00f6glich Christian Haas <\/p>\n<p>Fallender Flusspegel, steigender Puls<\/p>\n<p>\u00abVor ein paar Tagen\u00bb, erz\u00e4hlt unser Guide Aman, \u00absind wir sogar einmal im Schlick aufgesessen.\u00bb Schluck. Dass der niedrige Wasserstand auch die Hippos stresst, wird klar, als wir an einem ihrer Pools vorbeikommen. Diese tieferen Stellen im Fluss, bei denen die XXL-Vegetarier bis auf die Ohren untertauchen und sich feucht halten k\u00f6nnen, lieben sie. Nicht aber, wenn ihnen jemand zu nahe kommt. So wie wir. Sieben Augenpaare, knapp \u00fcber der Wasseroberfl\u00e4che, starren uns an.<\/p>\n<p>\u00abNormal w\u00e4re es kein Problem, an der Herde vorbeizufahren\u00bb, meint Aman, \u00abdoch momentan ist der Fluss eben viel schmaler, die Herde sp\u00fcrbar angespannt.\u00bb Als wir an den Bullen vorbeibrettern, springen uns einige sogar nach. Auf der R\u00fcckfahrt das gleiche Schauspiel. Kameras klicken, Adrenalin flutet. Und so sch\u00f6n es generell ist, nah an der Natur zu sein: In diesem Fall f\u00fchlte es sich ein bisschen zu nah an. Andererseits bescheren einem solche Abenteuer ja oft die besten Geschichten, zumal sich der Puls sp\u00e4testens beim anschlie\u00dfenden Candlelight-Dinner wieder im Relaxmodus befindet.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/51cafcc8879a9a5f4ab270433ba0ae2e.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/51cafcc8879a9a5f4ab270433ba0ae2e.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"752\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Mcgk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy81MWNhZmNjODg3OWE5YTVmNGFiMjcwNDMzYmEwYWUyZS5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Die einzige Fernstra\u00dfe im Caprivi wird nicht nur von Autos benutzt\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"426\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Die einzige Fernstra\u00dfe im Caprivi wird nicht nur von Autos benutzt Christian Haas <\/p>\n<p>Safari-Lodge am Okavango<\/p>\n<p>Rund 250 Kilometer weiter westlich befindet sich die \u00abNdhovu Safari Lodge\u00bb, die \u00fcber die nahezu schnurgerade, asphaltierte R8 in etwa drei Stunden gut zu erreichen ist. Herzst\u00fcck der Anlage ist die gro\u00dfz\u00fcgige Terrasse mit Blick auf den rund 50 Meter breiten Okavango. Am gegen\u00fcberliegenden Ufer gibt es fast immer etwas zu entdecken \u2013 mit blo\u00dfem Auge und erst recht durch das installierte, schwenkbare Fernglas: Reiher, verschiedene Antilopenarten wie Rappen-, Pferde- oder Moorantilopen sowie L\u00f6wen und Krokodile.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/38bc007297cc1f01af2f624a51b3ad74.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/38bc007297cc1f01af2f624a51b3ad74.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/i8lk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy8zOGJjMDA3Mjk3Y2MxZjAxYWYyZjYyNGE1MWIzYWQ3NC5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Abendstimmung in der Ndhovu Safari Lodge\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Abendstimmung in der Ndhovu Safari Lodge Christian Haas <\/p>\n<p>Dass die Lodge so beliebt ist, hat mehrere Gr\u00fcnde. Zum einen ist da der Fluss, der als verl\u00e4ssliche Trinkquelle dient und zugleich eine gut zug\u00e4ngliche Badegelegenheit bietet \u2013 besonders eindrucksvoll, wenn eine Elefantenfamilie mitsamt Nachwuchs ins Wasser steigt. Zum anderen sorgen die Mitarbeitenden regelm\u00e4\u00dfig mit ausgelegten Salzlecksteinen f\u00fcr zus\u00e4tzliche Anziehungspunkte. F\u00fcr Menschen besteht dabei keinerlei Gefahr, denn dieses Gebiet geh\u00f6rt bereits zum unbewohnten Bwabwata-Nationalpark.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/5e4dfbe507013d48c9c3a026e94ac9df.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/5e4dfbe507013d48c9c3a026e94ac9df.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/naNk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy81ZTRkZmJlNTA3MDEzZDQ4YzljM2EwMjZlOTRhYzlkZi5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Wasserbueffel schauen immer etwas grimmig \" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Wasserbueffel schauen immer etwas grimmig  Christian Haas <\/p>\n<p>Paradies f\u00fcr V\u00f6gel und Wildtiere<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist die Region ein Paradies f\u00fcr V\u00f6gel: Rund 400 Arten sind hier beheimatet, was den regen Betrieb in der Luft erkl\u00e4rt. Am Boden wiederum liefern Nashornv\u00f6gel, Fischadler und viele weitere Tiere eine exotische Klangkulisse, w\u00e4hrend sie in den teils m\u00e4chtigen, charaktervollen B\u00e4umen rasten.<\/p>\n<p>Namibias erste \u00abschwimmenden Zimmer\u00bb<\/p>\n<p>Alles in allem kein Wunder, dass sich Ralf Speh, Mannheimer mit Auswanderdrang und ausgepr\u00e4gter Tier- und Afrikaliebe, vor mehr als 20 Jahren in die \u00e4lteste Okavango-Fluss-Lodge des Caprivi-Streifens schockverliebte. Mehr noch: Er spielte mit dem Gedanken, sie zu \u00fcbernehmen. Doch die N\u00e4he zum damals b\u00fcrgerkriegsgeplagten Angola hielt ihn ab. 2018, mittlerweile waren die Streitigkeiten l\u00e4ngst beigelegt, ergab sich eine neue Chance. Diesmal griff er zu. Und durch. Denn die Lodge brauchte dringend ein Facelift. Speh legte los: Die zehn Safari-Zelte bekamen moderne, helle Badezimmer \u2013 unten mit Ziegeln, oben mit Holz und innen mit viel Platz, wobei die liebevoll gestalteten Chalets noch mehr davon bieten, inklusive Terrasse und Schaukelbett. Der absolute Hit aber sind die beiden in der Pandemie errichteten River-Suiten, laut Speh \u00abdie ersten schwimmenden Unterk\u00fcnfte Namibias\u00bb.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/69d3aa83ee4d386d1b5b17aba804f2d6.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/69d3aa83ee4d386d1b5b17aba804f2d6.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/4dlk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy82OWQzYWE4M2VlNGQzODZkMWI1YjE3YWJhODA0ZjJkNi5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Ganz nah dran am Fluss River Suite am Okavango\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Ganz nah dran am Fluss River Suite am Okavango Christian Haas <\/p>\n<p>Auch hier alles stilvoll und auf neuestem Stand, aber ohne Schn\u00f6rkel und Chichi. Daf\u00fcr mit viel Privatsph\u00e4re und Hippos, die in direkter Nachbarschaft und mit viel Platz den ganzen Tag (und selbst in der Nacht) plantschen, grunzen, grasen, chillen. Manche G\u00e4ste wollen da gar nicht mehr weg. Wobei sie einiges verpassen w\u00fcrden, insbesondere den Sundowner-Cruise mit den lodgeeigenen Booten und jede Menge Aktivit\u00e4ten in der Umgebung: Angeltrips, Bootsausfl\u00fcge zu den badefreundlichen, weil krokodilfreien Popaf\u00e4llen sowie Helikopterfl\u00fcge \u00fcber das ber\u00fchmte Okavango-Delta.<\/p>\n<p>Okavango-Feeling zum fairen Preis<\/p>\n<p>Die sind auf namibischer Seite organisiert deutlich g\u00fcnstiger als in Botswana, wo auch Unterk\u00fcnfte weit mehr kosten und zudem schwerer zu erreichen und auch zu buchen sind. Speh hingegen ist \u00abein faires Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis das Wichtigste\u00bb. Ein Bett im Safarizelt bietet er f\u00fcr 80 Euro an, Fr\u00fchst\u00fcck und \u00fcppiges Abendessen inklusive.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/71d7303a9e7029291e0ddffdd4e05265.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/71d7303a9e7029291e0ddffdd4e05265.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/5v2k9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy83MWQ3MzAzYTllNzAyOTI5MWUwZGRmZmRkNGUwNTI2NS5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"L\u00f6wenfamilie im Bwabwata Nationalpark\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> L\u00f6wenfamilie im Bwabwata Nationalpark Christian Haas <\/p>\n<p>Auch die Kosten f\u00fcr Pirschfahrten fallen hier deutlich niedriger aus als im benachbarten Botswana. Dabei beginnt das Erlebnis oft schon besonders stimmungsvoll: mit einer Bootsfahrt \u00fcber den Okavango, der nicht zuletzt durch seine vereinzelten Grasinseln eine beinahe traumhafte Kulisse bietet. Am Ufer des Nationalparks wechselt man dann in einen Jeep, mit dem es f\u00fcr rund drei Stunden durch eine Landschaft geht, die dem Binnendelta in vielem erstaunlich \u00e4hnlich ist.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/832738484d7f1781faf8eaaf5229617c.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/832738484d7f1781faf8eaaf5229617c.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"755\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/5XLk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy84MzI3Mzg0ODRkN2YxNzgxZmFmOGVhYWY1MjI5NjE3Yy5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Elefantengrossfamilie beim Badeasuflug\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"428\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Elefantengrossfamilie beim Badeasuflug Christian Haas <\/p>\n<p>Grenzenlose Tierwanderungen<\/p>\n<p>Das verwundert kaum, denn Botswana und die ersten Ausl\u00e4ufer des Okavango-Deltas liegen nur wenige Kilometer flussabw\u00e4rts. Dass sich auch die Tierwelt stark gleicht, h\u00e4ngt nicht zuletzt mit dem Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area zusammen, das vor elf Jahren ins Leben gerufen wurde. Dieses riesige Schutzgebiet \u2013 mit rund 520.000 Quadratkilometern das gr\u00f6\u00dfte seiner Art weltweit \u2013 erstreckt sich von Namibia \u00fcber Angola, Sambia und Simbabwe bis nach Botswana. Durch den weitreichenden Abbau von Z\u00e4unen k\u00f6nnen Tiere hier heute nahezu ungehindert wandern.<\/p>\n<p>So bewegen sich Impalas, Gnus und Kudus \u00fcber die \u00dcberreste einstiger Armeelager, w\u00e4hrend Elefanten, Wasserb\u00fcffel und L\u00f6wen ehemalige, streng bewachte Grenzen passieren. Der fr\u00fchere \u00abgr\u00fcne H\u00f6lle\u00bb genannte Caprivi hat sich damit zu einer ruhigen, lebensfreundlichen Region gewandelt \u2013 ein Wandel, von dem sowohl Menschen als auch Tiere profitieren.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/72487a7902c8155af0a305fd7fccf2bc.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/72487a7902c8155af0a305fd7fccf2bc.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bK5k9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy83MjQ4N2E3OTAyYzgxNTVhZjBhMzA1ZmQ3ZmNjZjJiYy5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Bauminsel inmitten von Sumpfundwasserfl\u00e4chen \" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Bauminsel inmitten von Sumpfundwasserfl\u00e4chen  Christian Haas <\/p>\n<p>Gut zu wissen<\/p>\n<p>Ab Deutschland: Mit Lufthansa Ferienflieger Discover Airlines geht es mehrmals w\u00f6chentlich nach Windhoek. Mit Zwischenstopp in Addis Abeba oder Istanbul fliegen auch andere Airlines Windhoek an, wenngleich das Angebot allgemein d\u00fcrftig ist. Mitunter lohnt auch der Blick auf folgende Verbindung: von verschiedenen deutschen Flugh\u00e4fen nach Johannesburg und von dort weiter nach Windhoek.<\/p>\n<p>Ab der Schweiz: Ab 1. Juni 2026 nimmt Edelweiss Air erstmals eine Direktverbindung von Z\u00fcrich nach Windhoek ins Programm, zweimal pro Woche. Bis dahin geht es zum Beispiel mit Swiss nach Frankfurt und von dort weiter.<\/p>\n<p>Ab \u00d6sterreich: Von hier aus gibt es derzeit keine Direktfl\u00fcge.<\/p>\n<p>Einreisen: Der Reisepass muss sechs Monate \u00fcber die Aufenthaltsdauer hinaus g\u00fcltig sein. Seit 1. April 2025 ben\u00f6tigen deutsche, \u00f6sterreichische und Schweizer Staatsangeh\u00f6rige auch f\u00fcr Urlaubsreisen nach Namibia ein Visum. Es kostet rund 90 Franken und kann vorab online oder bei der Ankunft am Flughafen ausgestellt werden. Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Allerdings gilt der Caprivi-Streifen als Malaria-Gebiet \u2013 M\u00fcckenstiche sind zu vermeiden, Prophylaxe ist ratsam.<\/p>\n<p> <a class=\"\" href=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/8bcb8c499ddf991680095ff9efb9dea6.jpg\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms\/MDA_\/8bcb8c499ddf991680095ff9efb9dea6.jpg\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/K-pk9lBaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMvTURBXy84YmNiOGM0OTlkZGY5OTE2ODAwOTVmZjllZmI5ZGVhNi5qcGeRkwXNA.jpeg\" alt=\"Im Caprivi gibt es rund 400 Vogelarten \" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"453\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Im Caprivi gibt es rund 400 Vogelarten  Christian Haas <\/p>\n<p>Beste Reisezeit: Namibia ist rund ums Jahr zu bereisen. Als Hauptsaison gilt der S\u00fcd-Winter (Mai bis September), dann sind die Temperaturen mit 25 bis 30 Grad nicht ganz so hei\u00df (daf\u00fcr kann es morgens und abends sehr frisch werden) und es ist recht trocken \u2013 f\u00fcr Europ\u00e4er oft die bessere Wahl.<\/p>\n<p>Unterk\u00fcnfte: Camp Kwando, 30 km s\u00fcdlich von Kongola an der C49, Chaletzelt mit Fr\u00fchst\u00fcck ab 50 Franken pro Person, <a href=\"https:\/\/campkwando.com\/\" id=\"5bf4c061-7953-4cb1-90c5-d04b8a099da8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/campkwando.com<\/a><\/p>\n<p>Ndhovu Safari Lodge: 20 km s\u00fcdlich von Divundu an der D3403\/C48, \u00dcbernachtung im Komfortzelt mit Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen ab 75 Franken pro Person, <a href=\"http:\/\/www.ndhovu.com\/\" id=\"678ebfd4-2a7f-455f-8458-d03b037f9087\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">www.ndhovu.com<\/a><\/p>\n<p>Veranstalter: Eine Reihe von Anbietern, darunter SKR, Diamir und Taruk Reisen, bietet deutschsprachige Gruppenreisen an. So auch Hauser Exkursionen, die einen Schwerpunkt auf Wanderungen legen \u2013 eine gute Kombi angesichts der langen Fahrten. Die 16-t\u00e4gige Namibia-Botswana-Rundreise, die ab 5.120 Euro pro Person Flug, Transport, Unterk\u00fcnfte, Verpflegung, CO2-Kompensation und etliche Aktivit\u00e4ten beinhaltet, f\u00fchrt auch durch den Caprivi-Streifen. <a href=\"http:\/\/www.hauser-exkursionen.de\/reisen\/namibia\" id=\"211e960b-1137-472a-ba2a-6a02333448f4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">www.hauser-exkursionen.de\/reisen\/namibia<\/a><\/p>\n<p>Allgemeine Infos: Namibia Tourism Board, Schillerstr. 42\u201344, 60313 Frankfurt, Tel. 069\/1337360, visitnamibia.com.na<\/p>\n<p>Die Reise wurde unterst\u00fctzt von Hauser Exkursionen.<\/p>\n<p> <a class=\"withExternalUrl\" href=\"https:\/\/trpstr.de\/\" target=\"_blank\" data-pswp-src=\"https:\/\/ocdn.eu\/pulscms-transforms\/1\/0JLktkpTURBXy8zOWFkZWYxMmZjZDc2MzVhYzEwZGE3YjY0OWI0ZDlkYS5wbmeRlQMAAM0J9s0FmA\" data-pswp-width=\"2550\" data-pswp-height=\"1432\" rel=\"nofollow noopener\"> <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1G2k9lyaHR0cHM6Ly9vY2RuLmV1L3B1bHNjbXMtdHJhbnNmb3Jtcy8xLzBKTGt0a3BUVVJCWHk4ek9XRmtaV1l4TW1aalpEYzJNe.jpeg\" alt=\"Trpstr - Die sch\u00f6nsten Seiten des Fernwehs\" transform=\"resizeCropAuto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"680\" height=\"382\" class=\"RingImage _RingImage_km0le_1 \"\/> <\/a> <\/p>\n<p> Trpstr &#8211; Die sch\u00f6nsten Seiten des Fernwehs . <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Okavango f\u00fchlen sich Urlauber gar wie im legend\u00e4ren Binnendelta, nur dass sie im \u00abCaprivi\u00bb deutlich weniger zahlen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11185,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[414],"class_list":{"0":"post-11184","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-namibia","8":"tag-namibia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116478553858394034","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11184"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11184\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11185"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}