{"id":11450,"date":"2026-04-28T12:08:54","date_gmt":"2026-04-28T12:08:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11450\/"},"modified":"2026-04-28T12:08:54","modified_gmt":"2026-04-28T12:08:54","slug":"mit-der-masterklasse-sowi-auf-studienreise-nach-namibia-home","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11450\/","title":{"rendered":"Mit der Masterklasse SoWi auf Studienreise nach Namibia \u2014 Home"},"content":{"rendered":"<p>8 Dezember 2025\n        <\/p>\n<p>W\u00e4hrend die meisten Touristen Namibia wohl f\u00fcr seine atemberaubende Natur besuchen, haben sich 24 Studierende der Staats- und Sozialwissenschaften der UniBw M auf einer Lehr- und Forschungsreise Ende Oktober \/ Anfang November intensiv mit Geschichte, Gesellschaft und Recht in dem erst seit 1990 unabh\u00e4ngigen Land befasst.<\/p>\n<p>Die im Studienplan explizit vorgesehene Studienreise wurde in diesem Jahr gemeinsam von den beiden Vertiefungsrichtungen \u201eGesellschaft und Politik\u201c (GuP) und \u201eInternationales Recht und Politik\u201c (IRuP) durchgef\u00fchrt. Das Reiseziel sollte daher in historischer, politischer und rechtlicher Hinsicht spannende Ankn\u00fcpfungspunkte bieten. Namibia erf\u00fcllt dieses Profil perfekt, so das Urteil des Leitungsteams, bestehend aus Prof. Dr. Daniel Erasmus Khan, PD Dr. Anke Fischer-Kattner, Dr. Donald Riznik und Dr. Jonas Anderson.<\/p>\n<p>Besuch eines Lands mit bewegter Geschichte<\/p>\n<p>Das s\u00fcdwestafrikanische Land ist in diesem Sinne tats\u00e4chlich ein idealer Lernort: Wegen seiner unwirtlichen K\u00fcste lange unber\u00fchrt von kolonialistischem Zugriff, wurde es ab 1884 als Deutsch-S\u00fcdwestafrika eine deutsche Siedlungskolonie. Als solche wurde es zum Schauplatz des heute als V\u00f6lkermord anerkannten brutalen Vorgehens gegen den Herero- und Namaaufstand 1904-1908. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es s\u00fcdafrikanischer Mandats-Verwaltung unterstellt und damit dem Apartheid-Regime unterworfen. Erst nach einem blutigen Unabh\u00e4ngigkeitskampf und z\u00e4hem diplomatischen Ringen unter der Federf\u00fchrung der Vereinten Nationen wurde Namibia am Ende des 20. Jahrhunderts als eigener Staat anerkannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Bildcollage der Namibia-Exkursion \" class=\"image-richtext image-inline\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/292c09fd-78ff-4669-9eeb-17a07878ec0e.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Links: V\u00f6lkermorddenkmal auf dem Friedhof in Swakopmund; oben rechts: Independence Museum Windhoek; Mitte rechts: Laidlaw Perindanda vor dem Genocide Museum Swakopmund; unten rechts: Ankunft deutscher Siedler in Swakopmund\u00a0 (\u00a9 UniBw M\/SoWi) \u00a0<\/p>\n<p>Vielf\u00e4ltige Perspektiven auf Land und Leute<\/p>\n<p>In zahlreiche Begegnungsterminen und intensiven Gespr\u00e4chsrunden mit politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren konnten die Studierenden unterschiedlichste Perspektiven auf Land und Leute kennenlernen. Das Spektrum unserer Gespr\u00e4chspartner reichte von den Botschaftern Deutschlands und der EU \u00fcber das Frauenprojekt Penduka und Bewohnerinnen und Bewohner der \u201ainformal settlements\u2018 um die Windhoeker Vorstadt Katutura bis hin zu deutschsprachigen Namibierinnen und Namibiern unterschiedlicher Hautfarbe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Foto-Collage der Namibia-Exkursion\" class=\"image-richtext image-inline\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ce48fbcc-b7f8-41c9-b35d-e94b4583dfec.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Oben links: Treffen mit der lokalen Community in Swakopmund; oben rechts: \u201eInformal settlements\u201c in Katutura; unten links: Gespr\u00e4ch mit Harry Schneider Waterberg auf seiner in dritter Generation gef\u00fchrten Farm; unten rechts: Diskussionsrunde mit den beiden Vorsitzenden des Forums deutschsprachiger Namibier\u00a0 (\u00a9 UniBw M\/SoWi) \u00a0<\/p>\n<p>Eine wichtige Erkenntnis war, dass die besondere Verantwortung Deutschlands f\u00fcr seine ehemalige Kolonie und speziell die Opfer des ersten deutschen Genozids die Position der Bundesrepublik kompliziert macht. Die politisch-diplomatischen Konflikte um das sogenannte \u201eVers\u00f6hnungsabkommen\u201c (die \u201eJoint Declaration\u201c, mit der eine deutsch-namibische Auss\u00f6hnung erreicht und Hilfsprojekte f\u00fcr die betroffenen Gemeinschaft initiiert werden sollten) sowie die R\u00fcckgabe von Kulturg\u00fctern zeigen deutlich, wie komplex die Lage der unterschiedlichen Interessen und Anliegen ist. Dennoch sind pers\u00f6nliche Begegnungen auf anderen Ebenen m\u00f6glich und willkommen.<\/p>\n<p>Als informelle Botschafterinnen und Botschafter Deutschlands, aber auch als Lernende, die sich in vorbereiteten Essays und Referaten vor Ort mit der Geschichte und der Gegenwart Namibias auseinandergesetzt haben, haben die Studierenden des Masterjahrgangs 2025 der Universit\u00e4t der Bundeswehr M\u00fcnchen alle Ehre gemacht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Titelbild: Gruppenfoto mit zwei Referenten der Konrad-Adenauer-Stiftung vor dem Parlament Namibias\u00a0 (\u00a9 UniBw M\/SoWi) \u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"8 Dezember 2025 W\u00e4hrend die meisten Touristen Namibia wohl f\u00fcr seine atemberaubende Natur besuchen, haben sich 24 Studierende&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11451,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[414],"class_list":{"0":"post-11450","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-namibia","8":"tag-namibia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116482261842778107","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11450"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11450\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}