{"id":11548,"date":"2026-04-28T15:37:05","date_gmt":"2026-04-28T15:37:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11548\/"},"modified":"2026-04-28T15:37:05","modified_gmt":"2026-04-28T15:37:05","slug":"libysche-konfliktparteien-einigen-sich-auf-wahltermin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11548\/","title":{"rendered":"Libysche Konfliktparteien einigen sich auf Wahltermin"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/libyen-339.jpg\" alt=\"Libyens Ministerpr\u00e4siden Fayez al-Sarraj begr\u00fc\u00dft Emmanuel Macron\" title=\"Libyens Ministerpr\u00e4siden Fayez al-Sarraj begr\u00fc\u00dft Emmanuel Macron | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.05.2018 \u2022 17:15 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Im krisengesch\u00fcttelten Libyen soll es im Dezember Wahlen geben. Darauf verst\u00e4ndigten sich rivalisierende Spitzenpolitiker. Eine Erkl\u00e4rung haben sie allerdings nicht unterschrieben.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im krisengesch\u00fcttelten Libyen soll es im Dezember Parlamentswahlen geben. Darauf verst\u00e4ndigten sich rivalisierende Spitzenpolitiker. Allerdings: Die Erkl\u00e4rung des Treffens haben sie nicht unterschrieben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im b\u00fcrgerkriegsersch\u00fctterten Libyen soll es am 10. Dezember Parlaments- und Pr\u00e4sidentenwahlen geben. Darauf verst\u00e4ndigen sich rivalisierende Spitzenpolitiker des \u00f6lreichen Landes bei einer Konferenz in Paris, wie Gastgeber Emmanuel Macron sagte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Frankreichs Pr\u00e4sident sprach von einem &#8222;historischen Treffen&#8220; und einer &#8222;wichtigen Etappe&#8220;, schr\u00e4nkte aber gleichzeitig ein, dass l\u00e4ngst nicht alle Probleme gel\u00f6st seien. Das Parlament des nordafrikanischen Landes wurde zuletzt 2014 gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>    Probleme bei der Umsetzung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ministerpr\u00e4sident Fayez al-Sarraj und Milit\u00e4rkommandeur Chalifa Haftar weigerten sich bei der internationalen Konferenz in Paris aber, die Abschlusserkl\u00e4rung zu unterzeichnen, was auf Probleme bei der Umsetzung hindeutete. In der Abschlussdeklaration hie\u00df es:<\/p>\n<p>\n                    Die libyschen Anf\u00fchrer verpflichten sich, die Ergebnisse von Wahlen zu akzeptieren und sicherzustellen, dass angemessene Mittel und strenge Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sind. Diejenigen, die den Wahlprozess verletzen oder st\u00f6ren, werden zur Rechenschaft gezogen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Dokument wurde im \u00c9lys\u00e9e-Palast in Anwesenheit von Vertretern von etwa 20 Staaten und dem Sondergesandten der Vereinten Nationen f\u00fcr Libyen, Ghassan Salam\u00e9, verlesen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die nicht bindende Vereinbarung sieht vor, dass bis zum 16. September eine Verfassungsgrundlage f\u00fcr die Wahlen geschaffen wird und Wahlgesetze verabschiedet werden. Zudem soll das zerr\u00fcttete Land schrittweise auf ein Ende der parallelen Regierungen und die Vereinigung der Zentralbank und anderer Institutionen hinarbeiten.<\/p>\n<p>    Stabilit\u00e4t Libyens geht Europ\u00e4er direkt an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Macron sagte, die Stabilit\u00e4t und die Sicherheit Libyens gingen die Europ\u00e4er direkt an. Insbesondere Italien sei von der Migrationskrise am Mittelmeer betroffen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Fayez al-Sarraj und Emmanuel Macron bei der Libyen-Konferenz in Paris.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach dem B\u00fcrgerkrieg von 2011 und dem Sturz von Diktator Muammar al-Gaddafi zerfiel das nordafrikanische Land. Angesichts der chaotischen Zust\u00e4nde hat sich Libyen zum bedeutenden Transitland f\u00fcr afrikanische Fl\u00fcchtlinge und Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Libyen ist aufgeteilt zwischen al-Sarrajs von den UN anerkannter Regierung in Tripolis, die den Westen des Landes beherrscht, und dem von General Haftars Nationalarmee dominierten Osten. Beide Machtzentren werden von Milizen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>    Bereits zweiter Anlauf in der Libyen-Krise<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Pariser Konferenz stand unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. In Libyen selbst stie\u00df das Treffen auf Skepsis, auch Beobachter sahen die Pariser Erkl\u00e4rung skeptisch. Bereits 2015 hatten sich die rivalisierenden Institutionen unter UN-Vermittlung auf ein Abkommen geeinigt, das die politische Krise in Libyen l\u00f6sen sollte. An der tats\u00e4chlichen Lage in dem Land \u00e4nderte sich bislang jedoch nur wenig.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es war bereits der zweite Anlauf Macrons in der Libyen-Krise. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/libyen-waffenruhe-101.html\" title=\"Waffenruhe f\u00fcr ein tief gespaltenes Land\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im Sommer vergangenen Jahres<\/a> hatte er al-Sarraj und Haftar nach Paris eingeladen. Ein damals vereinbarter Zehn-Punkte-Plan mit einer Waffenruhe und baldigen Wahlen \u00e4nderte an der milit\u00e4rischen Lage in dem Land aber wenig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.05.2018 \u2022 17:15 Uhr Im krisengesch\u00fcttelten Libyen soll es im Dezember Wahlen geben. 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