{"id":11576,"date":"2026-04-28T16:34:05","date_gmt":"2026-04-28T16:34:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11576\/"},"modified":"2026-04-28T16:34:05","modified_gmt":"2026-04-28T16:34:05","slug":"debatte-ueber-migration-libyen-lehnt-aufnahmelager-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11576\/","title":{"rendered":"Debatte \u00fcber Migration: Libyen lehnt Aufnahmelager ab"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/libyen-343.jpg\" alt=\"Aus dem Mittelmeer gerettete Migranten werden von libyschen K\u00fcstenwache nach Libyen zur\u00fcckgebracht.\" title=\"Aus dem Mittelmeer gerettete Migranten werden von libyschen K\u00fcstenwache nach Libyen zur\u00fcckgebracht. | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 25.06.2018 \u2022 16:03 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die EU will aus Seenot gerettete Fl\u00fcchtlinge in zentrale Sammellager bringen. Wie und wo das geschehen soll, ist allerdings unklar. Libyen lehnt ein Aufnahmelager f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge kategorisch ab.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU sucht weiter nach einer L\u00f6sung im Streit um die k\u00fcnftige Migrationspolitik. Fest steht: Es wird nach M\u00f6glichkeiten gesucht, gerettete Fl\u00fcchtlinge in Aufnahmelagern zentral unterzubringen. Nach dem Asyltreffen in Br\u00fcssel schlie\u00dft die EU-Kommission die Einrichtung von Sammelzentren au\u00dferhalb Europas dann aus, wenn Fl\u00fcchtlinge bereits in die EU eingereist sind und zur\u00fcckgebracht werden m\u00fcssten. Dies sei weder mit europ\u00e4ischem noch mit internationalem Recht vereinbar, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Deshalb h\u00e4tten die Staats- und Regierungschefs diese Variante bei ihrem Treffen abgelehnt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damit stehen nach Angaben der Sprecherin nun noch zwei Varianten f\u00fcr sogenannte Anlandestellen zur Debatte. Zum einen geht es um Zentren in nordafrikanischen K\u00fcstenstaaten. In die sollen Fl\u00fcchtlinge aber gebracht werden, noch bevor sie Europa erreicht haben. Konkret w\u00fcrde es also um aus Seenot gerettete Fl\u00fcchtlinge gehen. Die zweite Variante sieht &#8222;Anlandestellen&#8220; innerhalb der EU f\u00fcr gerettete Fl\u00fcchtlinge vor, an denen \u00fcber die Asylberechtigung der Fl\u00fcchtlinge entschieden wird.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Italiens Innenminister Salvini und Libyens Premier Maiteeq: Die Zusammenarbeit mit der EU soll verbessert werden.\n                    <\/p>\n<p>    Libyen lehnt Aufnahmelager ab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Libyen hat allerdings Aufnahmelager f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge auf seinem Boden kategorisch abgelehnt. Solche Lager verstie\u00dfen gegen die Gesetze des Landes, sagte der Vize-Chef des libyschen Pr\u00e4sidentschaftsrates, Ahmed Maitik, in Tripolis nach einem Treffen mit dem italienischen Innenminister Matteo Salvini. Libyen sei aber bereit, mit der Europ\u00e4ischen Union in der Frage der illegalen Migration zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Salvini hingegen schlug bei seinem Besuch in Libyen Auffanglager f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge an der s\u00fcdlichen Grenze des B\u00fcrgerkriegslandes vor. Unklar ist, ob dies im Land oder in einem der Nachbarl\u00e4nder sein soll.<\/p>\n<p>    Salvini lobt libysche K\u00fcstenwache<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Besuch in Tripolis war Salvinis erster offizieller Auslandsbesuch als Innenminister und Vize-Ministerpr\u00e4sident. Der Chef der fremdenfeindlichen Lega f\u00e4hrt seit Amtsbeginn vor rund einem Monat einen harten Kurs gegen Migranten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Von Libyen legen die meisten Boote mit Migranten in Richtung Europa ab. Salvini lobte die &#8222;exzellente Arbeit&#8220; der libyschen K\u00fcstenwache und der Beh\u00f6rden vor Ort bei der &#8222;Rettung&#8220; von Migranten. Er dankte ihnen &#8222;als Minister und als Vater&#8220; f\u00fcr einen Einsatz, bei dem 820 Fl\u00fcchtlinge gerettet und nach Libyen zur\u00fcckgebracht habe. Menschenrechtsorganisationen prangern dagegen immer wieder Folterungen, Vergewaltigungen und Versklavung von Fl\u00fcchtlingen in Libyen an.<\/p>\n<p>    Oettinger: Milliardenbetr\u00e4ge f\u00fcr afrikanische D\u00f6rfer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">EU-Haushaltskommissar G\u00fcnther Oettinger brachte einen weiteren Vorschlag in die Debatte. Er sprach davon, einen Vertragspartner zu suchen, wo die EU in eine Unterbringung der Menschen in einem &#8222;abgeschlossenen Dorf&#8220; mit guten Bedingungen investieren k\u00f6nne. Daf\u00fcr sollen Milliardenbetr\u00e4ge zur Versorgung der Fl\u00fcchtlinge flie\u00dfen. Als Partner k\u00e4men eine Regierung, eine Region oder eine \u00f6rtliche Verwaltung in nordafrikanischen Staaten wie Libyen oder Tunesien in Frage. Sie sollten auf Zeit die Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen &#8222;in Menschenw\u00fcrde&#8220; finanziert bekommen, also &#8222;Wasser, Abwasser, K\u00e4lte, W\u00e4rme, Obdach, Sicherheit, Kleidung, Nahrung und Bildung f\u00fcr ihre Kinder&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 25.06.2018 \u2022 16:03 Uhr Die EU will aus Seenot gerettete Fl\u00fcchtlinge in zentrale Sammellager bringen. 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