{"id":11614,"date":"2026-04-28T17:54:27","date_gmt":"2026-04-28T17:54:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11614\/"},"modified":"2026-04-28T17:54:27","modified_gmt":"2026-04-28T17:54:27","slug":"afrika-plant-eigenstaendige-gesundheitssysteme-auf-weltgipfel-in-nairobi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11614\/","title":{"rendered":"Afrika plant eigenst\u00e4ndige Gesundheitssysteme auf Weltgipfel in Nairobi"},"content":{"rendered":"<p>In der kenianischen Hauptstadt Nairobi hat am Montag, den 27. April 2026, der regionale <a href=\"https:\/\/www.asatunews.co.id\/de\/tag\/weltgesundheitsgipfel\" title=\"Weltgesundheitsgipfel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weltgesundheitsgipfel<\/a> begonnen, um die Unabh\u00e4ngigkeit afrikanischer Gesundheitssysteme von internationalen Hilfsgeldern und Pharma-Importen zu forcieren. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren unter dem Motto \u201eAfrikas Gesundheitssysteme neu gestalten\u201c \u00fcber robustere Strukturen angesichts sinkender Entwicklungsgelder und hoher Staatsverschuldung.<\/p>\n<p>Ein zentraler Aspekt der Verhandlungen ist die F\u00f6rderung der lokalen Wertsch\u00f6pfung durch Partnerschaften zwischen deutschen und afrikanischen Unternehmen. Das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nutzt <a href=\"https:\/\/www.asatunews.co.id\/de\/tag\/kenia\" title=\"Kenia\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kenia<\/a> als Pilotland, um die Entwicklungszusammenarbeit enger mit privatwirtschaftlichen Kooperationen zu verkn\u00fcpfen und so die Abh\u00e4ngigkeit von globalen Lieferketten zu verringern.<\/p>\n<p>Die kenianische Gyn\u00e4kologin und Gesundheitsberaterin Victoria Gamba betonte die Dringlichkeit, die Gesundheitsversorgung von Frauen trotz wegbrechender internationaler Mittel zu sichern. Sie mahnte eine Erh\u00f6hung der nationalen Budgets an, da Kenia derzeit nur sieben Prozent statt der von der Afrikanischen Union geforderten 15 Prozent f\u00fcr das Gesundheitswesen aufwendet.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/7oOvWxpUf5.jpeg\" alt=\"Klingbeil bremst Apothekenhonorar bei neuem Spargesetz aus\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>&#8222;Es ist nicht nachhaltig, Geld von einem anderen Land zu erhalten, denn die Mittel werden irgendwann versiegen. Und es entzieht Staaten die M\u00f6glichkeit, Priorit\u00e4ten zu setzen&#8220;, sagte Gamba der taz im Vorfeld der Konferenz.<\/p>\n<p>Gamba wies darauf hin, dass die Unterfinanzierung bereits zu einem eingeschr\u00e4nkten Zugang zu Verh\u00fctungsmitteln und steigenden Komplikationsraten bei Schwangerschaften f\u00fchrt. Sie verdeutlichte, dass hinter den Statistiken Schicksale von Familien stehen, die ihre Angeh\u00f6rigen verlieren.<\/p>\n<p>&#8222;Nur eine Handvoll afrikanischer L\u00e4nder erreicht das Ziel der Afrikanischen Union, mindestens 15 Prozent des Haushalts f\u00fcr das Gesundheitswesen bereitzustellen. In Kenia liegen die Ausgaben bei 7 Prozent&#8220;, kritisierte Gamba.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tU3hQ7hNUd.jpeg\" alt=\"Daniel G\u00fcnther unterst\u00fctzt Pl\u00e4ne f\u00fcr bundesweite Zuckerabgabe\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>Die Medizinerin erl\u00e4uterte zudem die weitreichenden gesellschaftlichen Folgen der mangelnden Versorgung im Bereich der reproduktiven Rechte, die oft ideologischen Schwankungen unterworfen sei.<\/p>\n<p>&#8222;Derzeit haben weniger Frauen Zugang zu Verh\u00fctungsmitteln. Das bedeutet, es gibt mehr ungewollte Schwangerschaften, was wiederum bedeutet, dass diese Frauen nicht vorbereitet sind und mehr Schwangerschaftskomplikationen haben. Im Ergebnis sterben mehr Frauen&#8220;, so Gamba weiter.<\/p>\n<p>Gamba appellierte an die Entscheidungstr\u00e4ger, die langfristigen Auswirkungen auf die Gemeinschaften nicht zu ignorieren.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/w8lbHyWuN7.jpeg\" alt=\"Bundesregierung beschlie\u00dft neue Abgaben auf Zucker und Genussmittel\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>&#8222;Die Verluste sind nicht nur Datenpunkte&#8220;, sagte Gamba.<\/p>\n<p>Die Expertin forderte mehr Forschung und Investitionen in einen Bereich, der bisher systematisch vernachl\u00e4ssigt wurde.<\/p>\n<p>&#8222;Die Frauengesundheit wurde unterfinanziert, zu wenig erforscht und schlichtweg vernachl\u00e4ssigt&#8220;, sagte Gamba.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/zYLWYj4yPp.jpeg\" alt=\"Schwarz-rote Koalition plant Milliarden-Einsparungen im Gesundheitssystem\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) begleitet den Gipfel und f\u00f6rdert Kooperationen wie die zwischen dem deutschen Konzern Merck und der kenianischen Firma Universal. Ziel ist die lokale Produktion des Kinderpr\u00e4parats Arpraziquantel gegen die Wurmerkrankung Bilharziose, wobei Merck das notwendige technologische Know-how \u00fcbertr\u00e4gt.<\/p>\n<p>&#8222;Die Zusammenarbeit mit Afrika im Gesundheitsbereich ist zentral \u2013 f\u00fcr die Menschen vor Ort und f\u00fcr uns. Krankheiten kennen keine Grenzen&#8220;, sagte die Ministerin vor der Reise.<\/p>\n<p>Alabali Radovan betonte das wirtschaftliche Potenzial des Kontinents und die Bedeutung stabiler Gesundheitssysteme f\u00fcr die globale Sicherheit. Sie plant in Nairobi zudem Treffen mit Experten der Charit\u00e9 und des Robert Koch-Instituts, die mobile Labore f\u00fcr den Nachweis von Erregern wie Ebola oder Mpox bereitstellen.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/5PLf6yrIQF.jpeg\" alt=\"Bundesregierung plant neue Zuckerabgabe auf Erfrischungsgetr\u00e4nke\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>&#8222;Der afrikanische Kontinent ist ein Zukunftsmarkt mit 1,6 Milliarden Menschen&#8220;, betonte Alabali Radovan in einer Mitteilung.<\/p>\n<p>Die Strategie umfasst auch die Ausbildung lokaler Fachkr\u00e4fte, die unter anderem f\u00fcr die Installation von Malarianetzen geschult werden. W\u00e4hrend die Bundesregierung auf die Einbindung der Privatwirtschaft setzt, gibt es von Organisationen wie \u00c4rzte ohne Grenzen Kritik, da die Impfstoffversorgung durch Kooperationen mit Firmen wie Biontech weiterhin in privaten H\u00e4nden bleibe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der kenianischen Hauptstadt Nairobi hat am Montag, den 27. 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