{"id":11662,"date":"2026-04-28T19:59:09","date_gmt":"2026-04-28T19:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11662\/"},"modified":"2026-04-28T19:59:09","modified_gmt":"2026-04-28T19:59:09","slug":"laeuten-dschihadisten-in-mali-das-ende-von-russlands-soeldnern-in-afrika-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11662\/","title":{"rendered":"L\u00e4uten Dschihadisten in Mali das Ende von Russlands S\u00f6ldnern in Afrika ein?"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende mussten etwa 400 russische S\u00f6ldner des Afrikakorps &#8211; der Nachfolge-Organisation der Wagner-S\u00f6ldner &#8211; aus der Stadt Kidal in Mali evakuiert werden. Die Dschihadisten der Azawad Befreiungsfront hatten die Russen und die malischen Regierungstruppen im Norden des Landes \u00fcberrannt.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Es war eine symboltr\u00e4chtige Niederlage der Putin-Truppe, die im November 2023 stolz die Totenkopf-Fahne der Wagner-S\u00f6ldner in Kidal gehisst hatte. Jetzt zogen die militanten Tuareg ihre eigene Flagge auf.<\/p>\n<p>Man habe sich zwar zur\u00fcckgezogen, aber einen Putschversuch vereitelt, hie\u00df es aus dem Kreml. \u00dcber eigene Verluste machte Moskau keine Angaben.<\/p>\n<p>Ein Sprecher der separatistischen Tuareg-gef\u00fchrten Azawad-Befreiungsfront (FLA &#8211; f\u00fcr &#8222;Front de Lib\u00e9ration Azawad&#8220;) erkl\u00e4rte, die Truppen des russischen Afrikakorps und das malische Milit\u00e4r h\u00e4tten nach dem Angriff vom Wochenende die Stadt Kidal verlassen. Es habe eine Vereinbarung \u00fcber ihren friedlichen Abzug gegeben.<\/p>\n<p>&#8222;Kidal wird f\u00fcr frei erkl\u00e4rt&#8220;, sagte FLA-Sprecher Mohamed El Maouloud Ramadan.<\/p>\n<p>Im Staatsfernsehen best\u00e4tigte der Chef der Streitkr\u00e4fte am sp\u00e4ten Sonntagabend, dass die malische Armee die Stadt verlassen habe und ihre Kr\u00e4fte in Anefis, einer Stadt etwa 100 Kilometer s\u00fcdlich von Kidal, neu positioniert seien.<\/p>\n<p>Auf Videos ist auch der R\u00fcckzug der russischen S\u00f6ldner in Richtung der Stadt Gao zu sehen.<\/p>\n<p>Um dem Vormarsch der Dschihadisten entgegenzuwirken, hatten die malischen Milit\u00e4rf\u00fchrer seit 2021 auf russische S\u00f6ldner von Wagner und seit 2025 die des Africa Corps zur\u00fcckgegriffen, doch die Gewalt hat sich seither immer weiter verschlimmert. Und einige der grausamsten Angriffe auf Zivilisten wurden laut internationalen Beobachtern von russischen S\u00f6ldnern und Angeh\u00f6rigen der malischen Armee ver\u00fcbt.<\/p>\n<p>Laut dem Journalisten Wassim Nasr, einem Experten f\u00fcr dschihadistische Bewegungen, \u201ewar schon lange klar, dass russische S\u00f6ldner als Partner im Kampf gegen den Terrorismus ineffizient waren, sei es innerhalb der Wagner-Gruppe oder nun im Africa Corps. Die Angriffe vom Samstag haben diese Schwierigkeiten nur best\u00e4tigt\u201c, erkl\u00e4rte er in der Washington Post.<\/p>\n<p>Die Separatisten k\u00e4mpfen seit Jahren f\u00fcr die Schaffung eines unabh\u00e4ngigen Staates im Norden Malis.<\/p>\n<p>Militante schlie\u00dfen sich mit Separatisten zusammen<\/p>\n<p>Bei der Anschlagsserie vom Wochenende schlossen sich die Separatisten erstmals mit der Al-Qaida-nahen Gruppe JNIM zusammen, die nach eigenen Angaben ebenfalls an dem Angriff auf Kidal beteiligt war.<\/p>\n<p>Nach Angaben des FLA-Sprechers wird die Operation &#8222;in Partnerschaft mit der JNIM durchgef\u00fchrt, die sich ebenfalls f\u00fcr die Verteidigung der Bev\u00f6lkerung gegen das Milit\u00e4rregime in Bamako einsetzt&#8220;, so Ramadan.<\/p>\n<p>Die Separatisten forderten Russland auf, &#8222;seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Milit\u00e4rjunta&#8220; in Mali zu \u00fcberdenken, da dessen &#8222;Aktionen zum Leid der Zivilbev\u00f6lkerung beigetragen haben&#8220;.<\/p>\n<p>Nach den Anschl\u00e4gen wurde f\u00fcr den Bezirk Bamako eine dreit\u00e4gige n\u00e4chtliche Ausgangssperre von 21.00 bis 06.00 Uhr verh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Malis Verteidigungsministger get\u00f6tet<\/p>\n<p>Die malischen Beh\u00f6rden gaben am Sonntag den Tod des Verteidigungsministers, General Sadio Camara, bekannt, der am Samstag bei einem breit angelegten Angriff von Dschihadisten und Rebellen get\u00f6tet wurde. <\/p>\n<p>Laut einer Regierungserkl\u00e4rung wurde Camaras Wohnsitz am Samstag von einem Selbstmordattent\u00e4ter angegriffen.<\/p>\n<p>&#8222;Er lieferte sich ein Feuergefecht mit den Angreifern, von denen er einige neutralisieren konnte&#8220;, hie\u00df es. &#8222;W\u00e4hrend der heftigen Auseinandersetzungen wurde er verwundet und anschlie\u00dfend in ein Krankenhaus gebracht, wo er leider seinen Verletzungen erlag.<\/p>\n<p>Die T\u00f6tung von General Sadio erfolgte zu einem Zeitpunkt, als Mali am Samstag von einem der gr\u00f6\u00dften koordinierten Angriffe auf die malische Armee in der Hauptstadt Bamako und mehreren anderen St\u00e4dten heimgesucht wurde, der auch den Sicherheitspartner des Sahelstaates, Russland, herausforderte, der in dem westafrikanischen Land Streitkr\u00e4fte vor Ort hat.<\/p>\n<p>Unter den 16 Verwundeten befanden sich Zivilisten und Milit\u00e4rangeh\u00f6rige, und mehrere K\u00e4mpfer wurden get\u00f6tet, sagte Regierungssprecher Coulibaly.<\/p>\n<p>Die Regierung erkl\u00e4rte am Sonntag, die Angriffe schienen beendet zu sein, aber es blieben einige Fragen offen.<\/p>\n<p>Die T\u00f6tung von General Sadio ereignete sich gleichzeitig mit einem der gr\u00f6\u00dften koordinierten Angriffe auf die malische Armee in der Hauptstadt Bamako und mehreren anderen St\u00e4dten. Unter den 16 Verwundeten befanden sich Zivilisten und Milit\u00e4rangeh\u00f6rige, und mehrere K\u00e4mpfer wurden get\u00f6tet, sagte Regierungssprecher Coulibaly.<\/p>\n<p>Eine Bedrohung f\u00fcr die gesamte Region<\/p>\n<p>Die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten verurteilte die Anschl\u00e4ge in Mali und rief &#8222;alle Staaten, Sicherheitskr\u00e4fte, regionalen Mechanismen und die Bev\u00f6lkerung Westafrikas auf, sich zu vereinen und in einer koordinierten Anstrengung gegen diese Gei\u00dfel zu mobilisieren&#8220;.<\/p>\n<p>Die Separatisten k\u00e4mpfen seit Jahren f\u00fcr die Schaffung eines unabh\u00e4ngigen Staates im Norden Malis, w\u00e4hrend die mit Al-Qaida und dem IS verb\u00fcndeten K\u00e4mpfer die Regierung seit \u00fcber einem Jahrzehnt attackieren.<\/p>\n<p>Nach Milit\u00e4rputschen wandten sich die Juntas in Mali, Niger und Burkina Faso von ihren westlichen Verb\u00fcndeten &#8211; vor allem von Frankreich &#8211; ab und baten Russland um Hilfe bei der Bek\u00e4mpfung der islamistischen K\u00e4mpfer.<\/p>\n<p>Doch die Sicherheitslage in der Region hat sich in j\u00fcngster Zeit verschlechtert, und die Zahl der Anschl\u00e4ge durch militante Gruppen ist drastisch gestiegen. Die Regierungstruppen wurden auch beschuldigt, Zivilisten zu t\u00f6ten, die sie der Zusammenarbeit mit den Militanten verd\u00e4chtigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Wochenende mussten etwa 400 russische S\u00f6ldner des Afrikakorps &#8211; der Nachfolge-Organisation der Wagner-S\u00f6ldner &#8211; aus der Stadt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11663,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[237],"tags":[1586,309,5621],"class_list":{"0":"post-11662","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-mali","8":"tag-bamako","9":"tag-mali","10":"tag-mord"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116484109955339185","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11662","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11662"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11662\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11662"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11662"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11662"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}