{"id":11678,"date":"2026-04-28T20:47:07","date_gmt":"2026-04-28T20:47:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11678\/"},"modified":"2026-04-28T20:47:07","modified_gmt":"2026-04-28T20:47:07","slug":"kaempfe-in-mali-armee-gibt-stellungen-in-region-gao-auf-junta-chef-trifft-russischen-botschafter-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11678\/","title":{"rendered":"K\u00e4mpfe in Mali: Armee gibt Stellungen in Region Gao auf &#8211; Junta-Chef trifft russischen Botschafter"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Drei Tage nach Beginn der landesweiten Angriffe von Rebellen und Dschihadisten im westafrikanischen Krisenstaat Mali mit dutzenden Toten hat die Armee weitere Stellungen aufgegeben. In der Region Gao nahe der Grenze zum Nachbarland Niger seien die Truppen von einigen Stellungen abgezogen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag von einem \u00f6rtlichen Abgeordneten. Russland, das mit seiner paramilit\u00e4rischen Einheit Afrikakorps die Milit\u00e4rregierung in Mali unterst\u00fctzt, bezeichnete die Lage als &#8222;schwierig&#8220;. Junta-Chef Assimi Goita kam derweil nach Angaben seines B\u00fcros mit dem russischen Botschafter zusammen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Die Region Gao gilt als zweitwichtigste Hochburg der regierenden Milit\u00e4rjunta in Mali. Auch deutsche Soldaten der Bundeswehr waren w\u00e4hrend ihres Mali-Einsatzes im Rahmen der UN-Mission Minusma bis 2023 in Gao stationiert.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Dschihadisten und Tuareg-Rebellen hatten am Wochenende landesweit Angriffe auf Positionen der herrschenden Milit\u00e4rjunta ausgef\u00fchrt und dabei die Kontrolle \u00fcber die wichtige Stadt Kidal im Norden des Landes \u00fcbernommen. Die Garnisonsstadt Kati war ebenfalls zum Schauplatz heftiger K\u00e4mpfe geworden. Die Tuareg-Rebellengruppe FLA und die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verb\u00fcndete Gruppe zur Unterst\u00fctzung des Islam und der Muslime (JNIM) bekannten sich zu den Angriffen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Durch die koordinierten Attacken befindet sich die Milit\u00e4rregierung des Landes in einer beispiellos geschw\u00e4chten Lage: Nach Angaben der JNIM wurden bei Angriffen in Kati die Wohnh\u00e4user von Junta-Chef Goita und Verteidigungsminister Sadio Camara angegriffen. Camara, der als ma\u00dfgeblicher Architekt der malischen Ann\u00e4herung an Russland gilt, wurde bei den Angriffen get\u00f6tet.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Goita war nach Beginn der K\u00e4mpfe zun\u00e4chst mehrere Tage nicht \u00f6ffentlich in Erscheinung getreten, was Spekulationen \u00fcber seinen Verbleib angeheizt hatte. Am Dienstag ver\u00f6ffentlichte Goitas B\u00fcro jedoch ein Foto des malischen Junta-Chefs mit dem russischen Botschafter. Laut einer Erkl\u00e4rung des malischen Pr\u00e4sidialamts sprachen beide Seiten die aktuelle Lage im Land.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Bei den Angriffen auf Kati seien am Wochenende mindestens 23 Menschen get\u00f6tet worden, darunter Soldaten und Zivilisten, erkl\u00e4rte ein \u00f6rtlicher Krankenhausmitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP. Bislang hatte die Milit\u00e4rjunta lediglich von 16 verletzten Zivilisten und Soldaten gesprochen. Eine Bilanz der Opferzahl aller Angriffe lag nicht vor.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Angesichts der anhaltenden Angriffe rief Moskau zu einer schnellen Stabilisierung der Lage auf. &#8222;Wir halten es f\u00fcr wichtig, dass das Land so schnell wie m\u00f6glich zu einem friedlichen, stabilen Kurs zur\u00fcckkehrt&#8220;, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten in Moskau. Zur Rolle der Moskau unterstellten, paramilit\u00e4rischen Einheit Afrikakorps in dem westafrikanischen Land \u00e4u\u00dferte sich Peskow nicht.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">&#8222;Der Feind hat seine aggressiven Absichten nicht aufgegeben und formiert sich neu&#8220;, erkl\u00e4rte derweil das russische Verteidigungsministerium in Onlinediensten. Die Lage in Mali bleibe &#8222;schwierig&#8220;.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Das direkt dem russischen Verteidigungsministerium unterstellte Afrikakorps hat die Aufgabe der einst als Gruppe Wagner bekannten S\u00f6ldnertruppe \u00fcbernommen und unterst\u00fctzt die malischen Streitkr\u00e4fte im Kampf gegen Dschihadisten. Die paramilit\u00e4rische Einheit sei gezwungen gewesen, die Stadt Kidal am Wochenende aufzugeben, best\u00e4tigte das Ministerium. Das Afrikakorps habe bei den Angriffen in Mali &#8222;Verluste erlitten&#8220;, erkl\u00e4rte der russische Vize-Au\u00dfenminister Georgi Borisenko.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Kidal stand mehrere Jahrzehnte lang unter der Kontrolle von Rebellengruppen, bevor es 2023 in einer gemeinsamen Milit\u00e4roffensive der malischen Armee mit der russischen Gruppe Wagner erobert wurde.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">In der Hauptstadt Bamako herrschte laut einem AFP-Korrespondenten am Dienstag angespannte Ruhe, nachdem am Montagabend zwei heftige Detonationen in der N\u00e4he des Flughafens zu h\u00f6ren gewesen waren. Zun\u00e4chst war unklar, was die Explosionen verursacht hatte. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden setzte die malische Fluggesellschaft Sky Mali derweil ihre Inlandsfl\u00fcge in den Norden und in das Zentrum des Landes aus.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Das Ausw\u00e4rtige Amt aktualisierte unterdessen seine Reisewarnung f\u00fcr das westafrikanische Land und warnte vor Reisen nach Mali. Deutsche Staatsangeh\u00f6rige seien aufgefordert, Mali auf dem Luftweg zu verlassen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Mali wird seit vielen Jahren von Gewalt ersch\u00fcttert. Die seit zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021 herrschenden Milit\u00e4rs sehen sich unter anderem mit einer Rebellion islamistischer Extremisten konfrontiert, die immer wieder Anschl\u00e4ge und Angriffe auf Regierungstruppen ver\u00fcben. Zudem sind kriminelle Banden in dem Land aktiv.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">ha\/mhe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drei Tage nach Beginn der landesweiten Angriffe von Rebellen und Dschihadisten im westafrikanischen Krisenstaat Mali mit dutzenden Toten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11679,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[237],"tags":[2278,5650,309,5651,5649,5648],"class_list":["post-11678","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-mali","tag-angriffe","tag-angriffen","tag-mali","tag-mali-einsatzes","tag-region-gao","tag-stellungen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116484298664893865","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11678","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11678"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11678\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11679"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11678"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11678"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11678"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}