{"id":11922,"date":"2026-04-29T10:06:08","date_gmt":"2026-04-29T10:06:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11922\/"},"modified":"2026-04-29T10:06:08","modified_gmt":"2026-04-29T10:06:08","slug":"wortlaut-papst-leo-zieht-bei-generalaudienz-bilanz-seiner-afrika-reise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11922\/","title":{"rendered":"Wortlaut: Papst Leo zieht bei Generalaudienz Bilanz seiner Afrika-Reise"},"content":{"rendered":"<p>Hier eine Arbeits\u00fcbersetzung der Katechese von Papst Leo XIV. bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch: Er blickte auf seine Afrikareise zur\u00fcck, die er in der Vorwoche beendet hat. <\/p>\n<p>Weitere Wortmeldungen der P\u00e4pste in den verschiedenen offiziellen \u00dcbersetzungen und im Original finden Sie auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/leo-xiv\/de\/travels\/2026\/documents\/africa-13-23aprile2026.html\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\">vatican.va<\/a>.<\/p>\n<p>KATECHESE<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, guten Morgen und herzlich willkommen!<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich \u00fcber die Apostolische Reise sprechen, die ich vom 13. bis 23. April unternommen habe und bei der ich vier afrikanische L\u00e4nder besucht habe: Algerien, Kamerun, Angola und \u00c4quatorialguinea.<\/p>\n<p>Seit Beginn meines Pontifikats habe ich \u00fcber eine Reise nach Afrika nachgedacht. Ich danke dem Herrn, dass er mir die M\u00f6glichkeit gegeben hat, diese Reise als Hirte zu unternehmen, um das Volk Gottes zu treffen und zu ermutigen; und dass ich diese Reise als Botschaft des Friedens in einer historischen Zeit erleben durfte, die von Kriegen und schweren und h\u00e4ufigen Verst\u00f6\u00dfen gegen das V\u00f6lkerrecht gepr\u00e4gt ist. Mein herzlichster Dank gilt den Bisch\u00f6fen und den zivilen Beh\u00f6rden, die mich empfangen haben, sowie allen, die an der Organisation mitgewirkt haben.<\/p>\n<p>\u201eMit seiner Lebenserfahrung, seinen Schriften und seiner Spiritualit\u00e4t ist der hl. Augustinus ein Meister in der Suche nach Gott und der Wahrheit\u201c<\/p>\n<p>Algerien <\/p>\n<p>Die Vorsehung wollte es so, dass die erste Etappe gerade das Land war, in dem sich die St\u00e4tten des heiligen Augustinus befinden, n\u00e4mlich Algerien. So fand ich mich einerseits wieder an den Wurzeln meiner spirituellen Identit\u00e4t und andererseits fand ich mich dabei, sehr wichtige Br\u00fccken f\u00fcr die Welt und die Kirche von heute zu schlagen und zu festigen: Die Br\u00fccke zur fruchtbaren Epoche der Kirchenv\u00e4ter; die Br\u00fccke zur islamischen Welt; die Br\u00fccke zum afrikanischen Kontinent.<\/p>\n<p>In Algerien wurde ich nicht nur respektvoll, sondern auch herzlich empfangen, und wir konnten hautnah erleben und der Welt zeigen, dass es m\u00f6glich ist, als Br\u00fcder und Schwestern zusammenzuleben, auch wenn wir unterschiedlichen Religionen angeh\u00f6ren, wenn wir uns als Kinder desselben barmherzigen Vaters erkennen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus war es eine g\u00fcnstige Gelegenheit, in die Schule des heiligen Augustinus zu gehen: Mit seiner Lebenserfahrung, seinen Schriften und seiner Spiritualit\u00e4t ist er ein Meister in der Suche nach Gott und der Wahrheit. Ein Zeugnis, das heute f\u00fcr Christen und f\u00fcr jeden Menschen wichtiger denn je ist.<\/p>\n<p>In den drei L\u00e4ndern, die ich anschlie\u00dfend besucht habe, ist die Bev\u00f6lkerung hingegen \u00fcberwiegend christlich, und so tauchte ich in eine Atmosph\u00e4re des Glaubensfestes und der herzlichen Gastfreundschaft ein, die auch durch die typischen Eigenschaften der Afrikaner beg\u00fcnstigt wurde. Wie meine Vorg\u00e4nger habe auch ich ein wenig von dem erlebt, was Jesus mit den Menschenmengen in Galil\u00e4a widerfuhr: Er sah, dass sie nach Gerechtigkeit d\u00fcrsteten und hungerten, und verk\u00fcndete ihnen: \u201eSelig sind die Armen, selig sind die Sanftm\u00fctigen, selig sind die Friedensstifter\u2026\u201c und erkannte ihren Glauben an und sagte: \u201eIhr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt\u201c (vgl. Mt 5,1-16).<\/p>\n<p>\u201eIch bete daf\u00fcr, dass der Geist der Einheit, der sich w\u00e4hrend meines Besuchs gezeigt hat, lebendig bleibt\u201c<\/p>\n<p>Kamerun <\/p>\n<p>Der Besuch in Kamerun hat es mir erm\u00f6glicht, den Aufruf zu bekr\u00e4ftigen, uns gemeinsam f\u00fcr Vers\u00f6hnung und Frieden einzusetzen, denn auch dieses Land ist leider von Spannungen und Gewalt gepr\u00e4gt. Ich bin froh, dass ich nach Bamenda in der englischsprachigen Region gereist bin, wo ich dazu ermutigt habe, gemeinsam f\u00fcr den Frieden zu arbeiten. Kamerun wird als \u201eAfrika im Kleinen\u201c bezeichnet, in Anspielung auf die Vielfalt und den Reichtum seiner Natur und seiner Ressourcen, doch k\u00f6nnen wir diesen Ausdruck auch in dem Sinne verstehen, dass sich die gro\u00dfen N\u00f6te des gesamten Kontinents in Kamerun widerspiegeln:<\/p>\n<p>Die Notwendigkeit einer gerechten Verteilung des Reichtums; die Notwendigkeit, der Jugend Raum zu geben und die endemische Korruption zu \u00fcberwinden; die Notwendigkeit, eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung zu f\u00f6rdern und den verschiedenen Formen des Neokolonialismus eine weitsichtige internationale Zusammenarbeit entgegenzusetzen. Ich danke der Kirche in Kamerun und dem gesamten kamerunischen Volk, das mich mit so viel Liebe aufgenommen hat, und ich bete daf\u00fcr, dass der Geist der Einheit, der sich w\u00e4hrend meines Besuchs gezeigt hat, lebendig bleibt und die k\u00fcnftigen Entscheidungen und Handlungen leiten m\u00f6ge.<\/p>\n<p>\u201eEine freie Kirche f\u00fcr ein freies Volk!\u201c<\/p>\n<p>Angola <\/p>\n<p>Die dritte Etappe der Reise war Angola, ein gro\u00dfes Land s\u00fcdlich des \u00c4quators mit einer jahrhundertealten christlichen Tradition, die mit der portugiesischen Kolonialisierung verbunden ist. Wie viele afrikanische L\u00e4nder durchlebte Angola nach Erlangung der Unabh\u00e4ngigkeit eine turbulente Zeit, die in seinem Fall von einem langen B\u00fcrgerkrieg gepr\u00e4gt war. In diesem Schmelztiegel der Geschichte hat Gott die Kirche gef\u00fchrt und gel\u00e4utert und sie immer mehr zum Dienst am Evangelium, zur F\u00f6rderung des Menschen, zur Vers\u00f6hnung und zum Frieden bekehrt. Eine freie Kirche f\u00fcr ein freies Volk! Im Marienheiligtum von Mam\u00e3 Muxima \u2013 was \u201eMutter des Herzens\u201c bedeutet \u2013 habe ich das Herz des angolanischen Volkes schlagen gesp\u00fcrt. Und bei den verschiedenen Begegnungen habe ich mit Freude viele Ordensfrauen und Ordensm\u00e4nner jeden Alters gesehen, die inmitten ihres Volkes das Reich Gottes verk\u00fcnden; ich habe Katecheten gesehen, die sich ganz dem Wohl der Gemeinschaften widmen; ich habe Gesichter von \u00e4lteren Menschen gesehen, die von M\u00fchen und Leiden gezeichnet sind und die Freude des Evangeliums widerspiegeln;<\/p>\n<p>ich habe Frauen und M\u00e4nner gesehen, die im Rhythmus der Lobges\u00e4nge auf den auferstandenen Herrn tanzen, der die Grundlage einer Hoffnung ist, die den Entt\u00e4uschungen standh\u00e4lt, die durch Ideologien und die leeren Versprechungen der M\u00e4chtigen verursacht werden.<\/p>\n<p>Diese Hoffnung verlangt nach konkretem Engagement, und die Kirche hat die Verantwortung, durch ihr Zeugnis und die mutige Verk\u00fcndigung des Wortes Gottes die Rechte aller anzuerkennen und f\u00fcr ihre tats\u00e4chliche Achtung einzutreten. Gemeinsam mit den zivilen Beh\u00f6rden Angolas, aber auch mit denen anderer L\u00e4nder, konnte ich die Bereitschaft der katholischen Kirche bekr\u00e4ftigen, diesen Beitrag weiterhin zu leisten, insbesondere im Gesundheits- und Bildungswesen.<\/p>\n<p>\u201eIch kann nicht vergessen, was im Gef\u00e4ngnis von Bata in \u00c4quatorialguinea geschah&#8230;\u201c<\/p>\n<p>\u00c4quatorialguinea <\/p>\n<p>Das letzte Land, das ich besucht habe, ist \u00c4quatorialguinea, 170 Jahre nach der ersten Evangelisierung. Mit der Weisheit der Tradition und dem Licht Christi hat das guineische Volk die Wechself\u00e4lle seiner Geschichte durchlebt und in den vergangenen Tagen in Anwesenheit des Papstes mit gro\u00dfer Begeisterung seinen Willen bekr\u00e4ftigt, vereint in eine Zukunft der Hoffnung zu schreiten.<\/p>\n<p>Ich kann nicht vergessen, was im Gef\u00e4ngnis von Bata in \u00c4quatorialguinea geschah: Die H\u00e4ftlinge sangen aus voller Kehle ein Dankeslied an Gott und den Papst und baten darum, \u201ef\u00fcr ihre S\u00fcnden und ihre Freiheit\u201c zu beten. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Und dann beteten sie mit mir das \u201eVaterunser\u201c im str\u00f6mendem Regen. Ein echtes Zeichen des Reiches Gottes! Und ebenfalls im Regen begann die gro\u00dfe Begegnung mit der Jugend im Stadion von Bata. Ein Fest christlicher Freude mit bewegenden Zeugnissen junger Menschen, die im Evangelium den Weg zu einem freien und verantwortungsvollen Leben gefunden haben.<\/p>\n<p>Dieses Fest gipfelte in der Eucharistiefeier am n\u00e4chsten Tag, die den Besuch in \u00c4quatorialguinea und auch die gesamte Apostolische Reise w\u00fcrdig kr\u00f6nte.<\/p>\n<p>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, der Besuch des Papstes ist f\u00fcr die afrikanischen V\u00f6lker eine Gelegenheit, ihrer Stimme Geh\u00f6r zu verschaffen, die Freude dar\u00fcber zum Ausdruck zu bringen, Volk Gottes zu sein, und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, auf W\u00fcrde f\u00fcr jeden und f\u00fcr alle. Ich bin gl\u00fccklich, ihnen diese M\u00f6glichkeit gegeben zu haben, und zugleich danke ich dem Herrn f\u00fcr das, was sie mir geschenkt haben: einen unsch\u00e4tzbaren Reichtum f\u00fcr mein Herz und meinen Dienst.<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; sst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hier eine Arbeits\u00fcbersetzung der Katechese von Papst Leo XIV. bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch: Er blickte auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11923,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[29,92,162,169,165,5742,163,231,164],"class_list":{"0":"post-11922","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-afrika","8":"tag-afrika","9":"tag-algerien","10":"tag-angola","11":"tag-apostolische-reise","12":"tag-aequatorialguinea","13":"tag-generalaudienz","14":"tag-kamerun","15":"tag-katholische-kirche","16":"tag-papst-leo-xiv"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116487440477851538","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11922","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11922"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11922\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11923"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11922"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11922"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11922"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}