{"id":11971,"date":"2026-04-29T12:02:01","date_gmt":"2026-04-29T12:02:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11971\/"},"modified":"2026-04-29T12:02:01","modified_gmt":"2026-04-29T12:02:01","slug":"adolf-uunona-gewinnt-wahl-in-namibia-und-legt-zweitnamen-hitler-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/11971\/","title":{"rendered":"Adolf Uunona gewinnt Wahl in Namibia \u2013 und legt Zweitnamen \u201eHitler\u201c ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Wenn Adolf Hitler sich zur Wiederwahl aufstellen l\u00e4sst, klingt das f\u00fcr deutsche Ohren nach einer makabren Satire im Stil von Timur Vermes\u2018 Roman \u201eEr ist wieder da\u201c und der gleichnamigen Verfilmung von 2015. Im s\u00fcdafrikanischen Staat Namibia ist diese vermeintlich absurde Nachricht jedoch v\u00f6llig ernst zu nehmen: Adolf Hitler Uunona kandidierte am 26. November 2025 erneut f\u00fcr einen Platz im Rat der Region Oshana im Norden des Landes \u2013 und gewann zum f\u00fcnften Mal in Folge mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit.<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Adolf Uunona legt den Namen \u201eHitler\u201c offiziell ab<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Bereits bei der letzten Regionalwahl sorgte Uunona dank seines ungew\u00f6hnlichen Vornamens auch in der deutschen Presse f\u00fcr Schlagzeilen. In einem Interview mit \u201eBild\u201c gab er an, sein Vater habe ihn nach Adolf Hitler benannt, ohne sich der historischen Bedeutung des Namens bewusst gewesen zu sein.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">\u201eEr hat wahrscheinlich gar nicht verstanden, wof\u00fcr Adolf Hitler stand\u201c, so Uunona. \u201eF\u00fcr mich war das als Kind ein ganz normaler Name. Erst als Heranwachsender begriff ich: Dieser Mann wollte die ganze Welt unterwerfen.\u201c<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Den kontroversen zweiten Vornamen \u201eHitler\u201c verwendet der Regionalpolitiker daher schon lange nicht mehr. Seine Frau nenne ihn einfach nur Adolf; auch in der \u00d6ffentlichkeit trete er in der Regel lediglich als Adolf Uunona auf. In offiziellen Dokumenten war er jedoch lange noch mit seinem vollst\u00e4ndigen Namen aufgef\u00fchrt \u2013 so auch auf den Stimmzetteln f\u00fcr seinen Wahlkreis.<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Doch damit ist es nun endg\u00fcltig vorbei: Im Gespr\u00e4ch mit der Tageszeitung \u201eThe Namibian\u201c am Wahltag verk\u00fcndete Uunona, er sei seinen zweiten Vornamen leid gewesen und habe ihn daher von allen offiziellen Dokumenten entfernen lassen. Somit hei\u00dft er nun endlich auch ganz offiziell nicht mehr Adolf Hitler Uunona, sondern nur noch Adolf Uunona.<\/p>\n<p>Ich strebe nicht nach der Weltherrschaft.<\/p>\n<p class=\"Quotestyled__Author-sc-q277fq-1 jpwDCb\">Adolf Uunona<\/p>\n<p>Welche Politik Adolf Uunona vertritt<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Obwohl er nach dem wohl ber\u00fcchtigtsten Diktator der Weltgeschichte benannt wurde, hat Adolf Uunona laut eigener Aussage abgesehen von seinem Vornamen nichts mit Hitler gemeinsam: \u201eIch strebe nicht nach der Weltherrschaft\u201c, betonte er im Gespr\u00e4ch mit \u201eBild\u201c. <\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Tats\u00e4chlich sind Uunonas politische Positionen von Hitlers Nazi-Ideologie weit entfernt. Er geh\u00f6rt der SWAPO-Partei an, die aus der \u201eSouth-West Africa People\u2019s Organisation\u201c (S\u00fcdwestafrikanische Volksorganisation) hervorging \u2013 einer marxistischen Bewegung, die von 1960 bis 1989 einen bewaffneten Kampf gegen die Besatzung Namibias durch das rassistische Apartheidsregime in S\u00fcdafrika f\u00fchrte. <\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Seit der <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/praesident-hage-geingob-tot-mitbegruender-des-unabhaengigen-namibias-QE3RTG5LKJOALOKLJHAKINYGZI.html\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\" title=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/praesident-hage-geingob-tot-mitbegruender-des-unabhaengigen-namibias-QE3RTG5LKJOALOKLJHAKINYGZI.html\" data-vars-event-category=\"intext_link\" data-vars-event-action=\"click\" data-vars-event-label=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/praesident-hage-geingob-tot-mitbegruender-des-unabhaengigen-namibias-QE3RTG5LKJOALOKLJHAKINYGZI.html\">Unabh\u00e4ngigkeit Namibias im Jahr 1990<\/a> stellt die SWAPO mit deutlicher Mehrheit bei den Wahlen die Regierungen des Landes und steht heute haupts\u00e4chlich f\u00fcr sozialdemokratische Politik. Adolf Uunona setzt sich als SWAPO-Mitglied unter anderem f\u00fcr Infrastrukturprojekte wie Stra\u00dfenbau ein, um die Lebensbedingungen in seiner Region zu verbessern. Au\u00dferdem engagiert er sich gegen h\u00e4usliche Gewalt, Femizide und \u201etoxische M\u00e4nnlichkeit\u201c.<\/p>\n<p>Namibia war deutsche Kolonie<\/p>\n<p class=\"Textstyled__Text-sc-1cqv9mi-0 cLyiiX\">Dass ausgerechnet ein linker Politiker aus Namibia lange den Namen \u201eAdolf Hitler\u201c trug, mag mit dem kulturellen Einfluss Deutschlands in der Region zusammenh\u00e4ngen. Der Gro\u00dfteil des heutigen Namibias war von 1884 bis 1915 eine Kolonie des Deutschen Kaiserreichs unter dem Namen \u201eDeutsch-S\u00fcdwestafrika\u201c. Nach Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde das Gebiet unter s\u00fcdafrikanische Verwaltung gestellt, bevor es sich 1990 als Republik Namibia unabh\u00e4ngig erkl\u00e4rte. Doch bis heute tragen St\u00e4dte, Stra\u00dfen und mitunter auch Personen in Namibia deutsche Namen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn Adolf Hitler sich zur Wiederwahl aufstellen l\u00e4sst, klingt das f\u00fcr deutsche Ohren nach einer makabren Satire im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11972,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[414],"class_list":{"0":"post-11971","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-namibia","8":"tag-namibia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116487896592637810","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11971"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11971\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11972"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}