{"id":12120,"date":"2026-04-29T17:45:36","date_gmt":"2026-04-29T17:45:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12120\/"},"modified":"2026-04-29T17:45:36","modified_gmt":"2026-04-29T17:45:36","slug":"milzbrand-koennte-100-flusspferde-in-namibia-getoetet-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12120\/","title":{"rendered":"Milzbrand k\u00f6nnte 100 Flusspferde in Namibia get\u00f6tet haben"},"content":{"rendered":"<p>Es ist ein schockierender Anblick.<\/p>\n<p>Zahlreiche Flusspferde, manche liegen auf der Seite, andere mit dem Bauch nach oben. Alle sind auf r\u00e4tselhafte Weise gestorben und halb in einem See in Namibia versunken. Was noch mehr Fragen aufwirft, ist die Geschwindigkeit, mit der das passiert ist.<\/p>\n<p>Das erste Flusspferd wurde am 1. Oktober entdeckt, sagt Johnson Ndokosho, der amtierende Leiter des Ministeriums f\u00fcr Umwelt und Tourismus in Namibia. Seitdem sind mindestens 100 weitere Kadaver im westlichen Teil des Bwabwata-Nationalparks aufgetaucht. Der Park befindet sich in einem schmalen Landstreifen im Nordosten von Namibia, zwischen Angola und Botswana.<\/p>\n<p>\u201eEs hat sich erst nach einer ganzen Weile verbreitet\u201c, sagt Ndokosho. Erste Theorien f\u00fcr das Massensterben hatten es in Zusammenhang mit fr\u00fcheren Vorkommnissen dieser Art gesetzt, die von einer t\u00f6dlichen, bakteriellen Infektion verursacht worden waren. Ihr Name ist den meisten Menschen ein Begriff.<\/p>\n<p>\u201eWir vermuten, dass Milzbrand der Grund f\u00fcr ihren Tod war, m\u00fcssen das aber noch best\u00e4tigen\u201c, sagt der Ministerialbeamte in einem Telefoninterview. Er betonte, dass pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen gegen Milzbrand nur schwer eingeleitet werden k\u00f6nnen, solange die Tests noch laufen.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen nicht viel tun\u201c, sagt Ndokosho. \u201eWir k\u00f6nnen die Wildtiere nicht umsiedeln.\u201c<\/p>\n<p>Berichte \u00fcber mehrere tote Wasserb\u00fcffel liegen ebenfalls vor. Aber weil die toten Flusspferde in einem abgelegenen Gebiet des Parks und weit weg von Viehzuchtbetrieben liegen, bestehe keine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr eine Ausbreitung der Krankheit, sagt Ndokosho.<\/p>\n<p>Im Jahr 2004 waren bereits in Uganda etwa 200 Flusspferde bei einem Ausbruch von Milzbrand verendet. Die Wissenschaftler brauchten Monate, bevor die offizielle Diagnose feststand und mindestens zehn Menschen starben durch den Verzehr von kontaminiertem Flusspferdfleisch.<\/p>\n<p>Woher kam es?<\/p>\n<p>Milzbrand ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Bacillus anthracis verursacht wird. Man geht davon aus, dass Wildtiere auf nat\u00fcrliche Weise damit in Kontakt kommen, wenn Gew\u00e4sser austrocknen. Milzbrand ist zwar daf\u00fcr ber\u00fcchtigt, als biologische Waffe benutzt zu werden, doch das Bakterium kommt nat\u00fcrlicherweise im Boden vor, wo es unentdeckt jahrzehntelang schlummern kann.<\/p>\n<p>Laut den <a href=\"https:\/\/www.cdc.gov\/anthrax\/basics\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Zentren f\u00fcr Krankheitskontrolle<\/a> und Pr\u00e4vention produziert das Bakterium Sporen, die \u201eaktiviert\u201c werden k\u00f6nnen, wenn sie in einen lebenden Organismus eindringen. Ab diesem Zeitpunkt vermehren sich die Bakterien und breiten sich im K\u00f6rper aus, wo sie eine lebensbedrohliche Krankheit ausl\u00f6sen, die unbehandelt zum Tod f\u00fchrt.<\/p>\n<p>In einem <a href=\"https:\/\/www.newera.com.na\/2017\/10\/09\/over-100-hippos-dead-in-bwabwata\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Interview mit der Regionalzeitung New Era<\/a> machte Colgar Sikopo, Leiter von Namibias Verwaltungsabteilung f\u00fcr Nationalparks und Wildtiere, den niedrigen Stand des Flusswassers f\u00fcr den Ausbruch verantwortlich. Dieser k\u00f6nnte verseuchte Erde freigelegt haben.<\/p>\n<p>Das Ministerium warnt die Einheimischen vor dem Verzehr von toten Tieren in dieser Region. Die Flusspferdkadaver werden verbrannt, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.<\/p>\n<p>\u201eDas Sterben der Tiere beunruhigt uns, aber wir machen uns keine Sorgen um die [generelle Gesundheitssituation der] Bev\u00f6lkerung\u201c, sagt Ndokosho. Flusspferde stehen als \u201egef\u00e4hrdet\u201c auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion. In und um Namibia leben gesch\u00e4tzt 3.300 Tiere.<\/p>\n<p>Bwabwata liegt direkt im Norden des Okavangodeltas, dem gr\u00f6\u00dften S\u00fc\u00dfwassersumpfgebiet im s\u00fcdlichen Afrika. Dieses beheimatet eine gro\u00dfe Vielzahl von Wildtieren.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen dauern zum jetzigen Zeitpunkt noch an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist ein schockierender Anblick. 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