{"id":12214,"date":"2026-04-29T23:33:33","date_gmt":"2026-04-29T23:33:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12214\/"},"modified":"2026-04-29T23:33:33","modified_gmt":"2026-04-29T23:33:33","slug":"kongo-legt-liste-strategischer-rohstoffprojekte-fuer-us-beteiligung-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12214\/","title":{"rendered":"Kongo legt Liste strategischer Rohstoffprojekte f\u00fcr US-Beteiligung vor"},"content":{"rendered":"<p class=\"post-teaser\">Im Wettlauf um Kobalt, Lithium und Co. macht der Kongo ernst: US-Investoren sollen direkten Zugang zu staatlichen Projekten bekommen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tvom 21. Januar 2026\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t4 Min<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bigstock-Us-Dollars-On-The-Africa-Map-B-440032589-1024x683.jpg\" alt=\"Kongo legt Liste strategischer Rohstoffprojekte f\u00fcr US-Beteiligung vor\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"sync\" width=\"1024\" height=\"683\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.bigstockphoto.com\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bigstockphoto<\/a><\/p>\n<p>Die Demokratische Republik Kongo hat den USA eine exklusive Liste mit staatlichen Rohstoffprojekten \u00fcbermittelt, die f\u00fcr Investitionen freigegeben werden sollen. Ziel ist es, die j\u00fcngst intensivierten Beziehungen im Rahmen eines Rohstoffabkommens mit konkreten Projekten zu untermauern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei hochrangige kongolesische Regierungsvertreter.<\/p>\n<p>Laut den Angaben handelt es sich um ungebundene Beteiligungen aus dem Besitz staatlicher Unternehmen \u2013 darunter Vorkommen von Mangan, Kupfer, Kobalt, Gold, Lithium und weiteren strategischen Metallen. Die Liste sei vergangene Woche an US-Vertreter \u00fcbergeben worden und durchlief zuvor mehrere Phasen interner Pr\u00fcfung, wie die beiden Quellen betonen.<\/p>\n<p>Fokus auf seltene Metalle und ungebundene Vorkommen<\/p>\n<p>Aufgef\u00fchrt sind unter anderem das Mangan-, Gold- und Kassiteritprojekt in Kisenge, das Kupfer-Kobalt-Projekt Mutoshi der staatlichen Bergbaugesellschaft Gecamines sowie ein Germanium-Verarbeitungsbetrieb. Auch die Goldlizenzen von Sokimo, Lithium-Vorkommen der Cominiere und Coltan-, Wolframit- und Goldrechte der Sakima stehen auf der Liste.<\/p>\n<p>Ein zentraler Punkt: Nur Projekte, die nicht bereits durch Farm-Outs oder Joint Ventures vergeben sind, werden angeboten. Damit bleiben bestehende Verpflichtungen gewahrt, w\u00e4hrend neue Investitionsoptionen f\u00fcr US-Unternehmen geschaffen werden.<\/p>\n<p>Die Leitung auf kongolesischer Seite \u00fcbernimmt laut einem Reuters vorliegenden Regierungsdokument eine hochrangig besetzte Gruppe um den Vizepremierminister f\u00fcr Wirtschaft Daniel Mukoko Samba sowie die Ministerien f\u00fcr Finanzen, Bergbau und Au\u00dfenpolitik.<\/p>\n<p>Geopolitischer Wettlauf mit China im Hintergrund<\/p>\n<p>Die strategische Sto\u00dfrichtung ist klar: Die USA wollen ihre Abh\u00e4ngigkeit von China bei kritischen Mineralien verringern. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur verarbeitet China zwischen 47 % und 87 % der weltweiten strategischen Metalle \u2013 darunter auch das f\u00fcr Batterien essenzielle Lithium sowie Kobalt, das vor allem in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut wird.<\/p>\n<p>Chinesische Bergbaukonzerne wie CMOC, Zijin und Huayou sind dort bereits tief verwurzelt. CMOC ist laut Reuters der weltweit gr\u00f6\u00dfte Kobaltexporteur mit Schwerpunkt in Kongo.<\/p>\n<p>Washingtons Antwort auf diese Dominanz ist ein wachsendes Engagement in rohstoffreichen L\u00e4ndern, das \u00fcber Diplomatie hinausgeht. Die staatliche US-Entwicklungsbank Development Finance Corporation hat nicht nur eine Marketingpartnerschaft mit Gecamines geschlossen, sondern unterst\u00fctzt auch mit 553 Mio. USD die Modernisierung des sogenannten Lobito-Korridors \u2013 einer zentralen Exporttrasse f\u00fcr Rohstoffe aus dem Binnenland.<\/p>\n<p>N\u00e4chste Schritte liegen beim gemeinsamen Lenkungsausschuss<\/p>\n<p>Die Umsetzung der Partnerschaft soll ein neu eingerichteter gemeinsamer Lenkungsausschuss mit Vertretern beider L\u00e4nder \u00fcbernehmen. Erste Treffen sind laut den kongolesischen Quellen in Planung. Dabei d\u00fcrfte es nicht nur um Projektfinanzierung, sondern auch um regulatorische und rechtliche Details gehen. Laut den Quellen wird &#8222;alles im Einklang mit kongolesischem Recht&#8220; vorbereitet.<\/p>\n<p>Noch halten sich beide Regierungen offiziell bedeckt. Auf Anfrage von Reuters wollten weder die Regierung in Kinshasa noch das US-Au\u00dfenministerium Stellung nehmen.<\/p>\n<p>Ein unmittelbarer Durchbruch ist nicht garantiert. Doch die Initiative zeigt, wie ernsthaft der Kongo bereit ist, mit dem Westen zusammenzuarbeiten \u2013 nicht zuletzt, um im globalen Rohstoffspiel mehr Verhandlungsmacht gegen\u00fcber bestehenden Partnern zu gewinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Wettlauf um Kobalt, Lithium und Co. macht der Kongo ernst: US-Investoren sollen direkten Zugang zu staatlichen Projekten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12215,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[29,493,192,194,190,188,193,191,462,461,307,3286,189,3285,701,5835,287],"class_list":{"0":"post-12214","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-demokratische-republik-kongo","8":"tag-afrika","9":"tag-china","10":"tag-dem-rep-kongo","11":"tag-democratic-republic-of-the-congo","12":"tag-demokratische-republik","13":"tag-demokratische-republik-kongo","14":"tag-dr-congo","15":"tag-dr-kongo","16":"tag-drc","17":"tag-drk","18":"tag-gold","19":"tag-kobalt","20":"tag-kongo","21":"tag-kupfer","22":"tag-lithium","23":"tag-mangan","24":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116490613774962248","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12214"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12214\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}