{"id":12257,"date":"2026-04-30T03:44:59","date_gmt":"2026-04-30T03:44:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12257\/"},"modified":"2026-04-30T03:44:59","modified_gmt":"2026-04-30T03:44:59","slug":"erste-rad-wm-in-ruanda-malaria-krieg-euphorie-sportmix","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12257\/","title":{"rendered":"Erste Rad-WM in Ruanda: Malaria, Krieg &#038; Euphorie | Sportmix"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p>Die Vorbereitung auf ein wichtiges Radrennen besteht f\u00fcr gew\u00f6hnlich aus Intervallfahrten und H\u00f6hentraining. Doch dieses Mal kamen Impfungen gegen Gelbfieber und Hepatitis sowie das Schlucken von Malaria-Prophylaxe-Tabletten hinzu. Der Grund: Zum ersten Mal findet eine Rad-WM in Afrika statt: Vom 21. bis 28. September ist Ruanda der Gastgeber. <\/p>\n<p>Vuelta a Espa\u00f1a: Israel-Hasser erzwingen Radrenn-Abbruch<a class=\"anchor video-teaser__anchor\" href=\"https:\/\/sportbild.bild.de\/sportmix\/radsport\/vuelta-a-espana-israel-hasser-erzwingen-radrenn-abbruch-68c8023dd353e9512dc91697\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/918428b52e3e0bb194c9b8f1e88bbe4d-landscape,134d7c32.jpeg\"   class=\"landscape teaser__image\" loading=\"lazy\"\/><\/a><\/p>\n<p>Quelle: BILD, Twitter15.09.2025<\/p>\n<p>Die Bedenken sind gro\u00df. Das diktatorisch regierte Ruanda ist in einen Krieg mit dem benachbarten Kongo verwickelt. Dort unterst\u00fctzt das Land die rebellischen Milizen. Zwar wurde Ende Juni ein Friedensabkommen unterzeichnet, doch das deutsche Ausw\u00e4rtige Amt warnt immer noch vor Reisen in die Grenzregion. <\/p>\n<p>Das EU-Parlament forderte sogar eine Absage der WM. Doch der Rad-Weltverband UCI ignoriert das. Pr\u00e4sident David Lappartient (52) verweist auf die Radsportbegeisterung in Ruanda, zudem d\u00fcrfe der Sport nicht politisiert werden. Ruanda zahlte f\u00fcr den WM-Zuschlag eine Millionensumme an die UCI. <\/p>\n<p>\u201eEs ist ein Ph\u00e4nomen der Zeit, dass dubiose L\u00e4nder und Machthaber den Sport anziehen, um sich dar\u00fcber zu profilieren\u201c, sagt der deutsche Kapit\u00e4n Georg Zimmermann (27). \u201eIch als Sportler habe kein Mitspracherecht, wo eine WM ausgetragen wird.\u201c<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Der deutsche Teamchef Jens Zemke (58) sagt: \u201eWenn man strenge Ma\u00dfst\u00e4be anlegt, wird es irgendwann eng, ein Ausrichterland f\u00fcr eine WM zu finden. \u00dcberall auf der Welt gibt es Konfliktherde. Auch bei der Spanien-Rundfahrt \u00fcberschatten die Pro-Pal\u00e4stina-Demons\u00adtrationen das Rennen.\u201c<\/p>\n<p>Zemke, der von 2012 bis 2016 f\u00fcr das afrikanische Team MTN Qhubeka t\u00e4tig war, freut sich auf die WM-Premiere in Afrika: \u201eVon Freunden wei\u00df ich, dass in Ruanda eine gro\u00dfe Radsport-Euphorie herrscht. Bei der Tour du Rwanda stehen jedes Jahr Menschenmassen am Stra\u00dfenrand und sind v\u00f6llig aus dem H\u00e4uschen.\u201c Georg Zimmermann sieht die Radsportbegeisterung in Ruanda \u201eauf Tour-de-France-Niveau\u201c. <\/p>\n<p>Vor sechs Wochen beantwortete Zemke in einem Gruppen-Call alle Fragen der deutschen WM-Fahrer, u. a. zu den Themen Impfungen und Unterbringung. Das Mannschaftshotel in der Hauptstadt Kigali erf\u00fcllt den h\u00f6chsten Standard, dennoch nimmt das Team wie immer einen eigenen Koch mit. Neu im Team ist eine Krankenschwester aus Ruanda, die im Notfall den Kontakt zu den Einheimischen herstellen soll. <\/p>\n<p>Die Stra\u00dfen sind entgegen aller Vorurteile in gutem Zustand. Die Strecke ist mit einer L\u00e4nge von 267,5 Kilometern und 5475 H\u00f6henmetern extrem anspruchsvoll. Die Temperaturen sind mit 25 bis 28 Grad auf Tour-de-France-Level, jedoch regnet es oft, die Luftfeuchtigkeit ist hoch. \u201eDas Rennen wird hammerhart\u201c, sagt Zemke.<\/p>\n<p>Kapit\u00e4n Georg Zimmermann tr\u00e4umt von einem Platz in den Top 10. Der Tour-Dritte Florian Lipowitz (24) verzichtet auf einen Start. \u201eIch habe versucht, ihn zum Start zu \u00fcberreden, aber er braucht eine Pause\u201c, sagt Zemke.<\/p>\n<p>Favorit ist Tour-Sieger und WM-Titelverteidiger Tadej Pogacar (26\/Slowenien). Seine st\u00e4rksten Gegner: Remco Evenepoel (25\/Belgien), Tom Pidcock (26\/England), Richard Carapaz (32\/Ecuador), Egan Bernal (28\/Kolumbien), Ben Healy (25\/Irland) und Jay Vine (29\/Australien).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Die Vorbereitung auf ein wichtiges Radrennen besteht f\u00fcr gew\u00f6hnlich aus Intervallfahrten und H\u00f6hentraining. 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