{"id":12312,"date":"2026-04-30T07:25:13","date_gmt":"2026-04-30T07:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12312\/"},"modified":"2026-04-30T07:25:13","modified_gmt":"2026-04-30T07:25:13","slug":"somalia-unterernaehrung-breitet-sich-in-lagern-aus-helfer-warnen-vor-weiteren-toten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12312\/","title":{"rendered":"Somalia: Unterern\u00e4hrung breitet sich in Lagern aus \/ Helfer warnen vor weiteren Toten"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">30.04.2026 \u2013 08:47<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Islamic Relief Deutschland e.V.\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/50131\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Islamic Relief Deutschland e.V.<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/78718802-ba7a-46f2-97f9-f1d1bb569486\/Eine%20vertriebene%20Fra~ftin%20in%20Somalia.jpg.jpg\" data-description=\"Eine Frau im Lager Iftin im Bezirk Gedo im S\u00fcdwesten Somalias blickt in die Kamera. Die Region ist von anhaltender D\u00fcrre und zunehmender Ern\u00e4hrungsunsicherheit betroffen. \/ Weiterer Text \u00fcber ots und www.presseportal.de\/nr\/50131 \/ Die Verwendung dieses Bildes f\u00fcr redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zul\u00e4ssig und dann auch honorarfrei. Ver\u00f6ffentlichung ausschlie\u00dflich mit Bildrechte-Hinweis.\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"69f2f880270000fd2c665da0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/somalia-unterern-hrung-breitet-sich-in-lagern-aus-helfer-warnen-vor-weiteren-toten.jpeg\"   alt=\"Somalia: Unterern\u00e4hrung breitet sich in Lagern aus \/ Helfer warnen vor weiteren Toten\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/K%F6ln\" title=\"News aus K\u00f6ln \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00f6ln<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Ausbruch in Lager im S\u00fcdwesten des Landes &#8211; Familien legen bis zu 60 Kilometer zu Fu\u00df zur\u00fcck, um Hilfe zu erreichen<\/p>\n<p>Im Lager f\u00fcr Vertriebene Iftin im Bezirk Gedo im S\u00fcdwesten Somalias ist es zu einem Ausbruch von Unterern\u00e4hrung gekommen, der nach Angaben von Mitarbeitenden der Hilfsorganisation Islamic Relief bereits mindestens ein Todesopfer gefordert hat. W\u00e4hrend sich die schwerste D\u00fcrre seit Jahren weiter versch\u00e4rft, warnen humanit\u00e4re Helfer vor Ort vor weiteren Todesf\u00e4llen, wenn die Hilfe nicht schnell ausgeweitet wird. Menschen aus Iftin berichten.<\/p>\n<p> Die anhaltende D\u00fcrre &#8211; ausgel\u00f6st durch mehrere ausgefallene Regenzeiten &#8211; hat Ernten, Viehbest\u00e4nde und Wasserquellen vernichtet. Millionen Menschen wurden gezwungen, ihr zu Hause zu verlassen und in provisorischen Lagern f\u00fcr Binnenvertriebene Schutz zu suchen. Viele Familien erreichen Iftin erst nach tagelangen Fu\u00dfm\u00e4rschen \u00fcber 50 bis 60 Kilometer &#8211; ersch\u00f6pft, unterern\u00e4hrt und oft ohne jede verbleibende Lebensgrundlage. <\/p>\n<p> Islamic Relief versorgt die Menschen vor Ort mit Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Bargeldhilfen. Doch der Bedarf \u00fcbersteigt die verf\u00fcgbaren Mittel bei weitem. Eine gemeinsame Analyse von UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen zeigt, dass rund 80 Prozent der Menschen im Bezirk Gedo mit nur einer mageren Mahlzeit pro Tag auskommen m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Awil Abukar Mohamed, leitender Kommunikationskoordinator von Islamic Relief in Somalia, hat das Lager Iftin besucht und mit den Menschen gesprochen. Er sagt:<\/p>\n<p> &#8222;Die Stille ist es, die mich am meisten verfolgt. Es ist nicht die Stille des Friedens, sondern die bedr\u00fcckende, erstickende Stille der Ersch\u00f6pfung. Die Menschen haben ihre gesamte Energie aufgebraucht, nur um hierher zu gelangen, und viele kommen schwach, ersch\u00f6pft und dem Tod nahe an, nachdem sie tagelang gelaufen sind. Im Lager sind kleine Kinder und \u00e4ltere Menschen der sengenden Sonne ausgeliefert, ohne angemessenen Schutz und ohne etwas zu trinken. Eltern verzichten tagelang auf Essen, nur damit ihre Kinder ein paar zus\u00e4tzliche Bissen bekommen k\u00f6nnen. Islamic Relief versorgt die Menschen mit Lebensmitteln und Bargeldhilfen, damit sie auf den lokalen M\u00e4rkten das N\u00f6tigste kaufen k\u00f6nnen, aber das reicht bei weitem nicht aus. Wir m\u00fcssen den Menschen dringend mehr Hilfe zukommen lassen, bevor noch mehr Menschen sterben.&#8220; <\/p>\n<p> Auch neu angekommene Familien berichten von extremen Entbehrungen auf der Flucht. Die 26-j\u00e4hrige Hawa A. floh mit ihren Kindern nach einer f\u00fcnft\u00e4gigen Wanderung nach Iftin, nachdem die D\u00fcrre ihre gesamte Herde vernichtet hatte. W\u00e4hrend sie ihren unterern\u00e4hrten S\u00e4ugling im Arm h\u00e4lt, sagt sie: <\/p>\n<p> &#8222;Ich habe ihm nichts zu geben. Er kann nicht einmal mehr essen oder trinken. Haben wir es nicht verdient, so zu leben wie der Rest der Menschen? Wir sind es so leid, nach Hilfe zu suchen.&#8220; <\/p>\n<p> Eine weitere Mutter, Muslimo M., 32, war ebenfalls f\u00fcnf Tage lang bei extremer Hitze zu Fu\u00df unterwegs. Sie sagt: <\/p>\n<p> &#8222;Ich schaue in meine K\u00fcche und fange an zu weinen, weil meine Kinder nach Essen fragen, das ich nicht habe.&#8220; <\/p>\n<p> Die Krise betrifft nicht nur Somalia: Auch in Teilen Kenias und \u00c4thiopiens versch\u00e4rft die D\u00fcrre die humanit\u00e4re Lage und zerst\u00f6rt Lebensgrundlagen in der gesamten Region am Horn von Afrika. In Somalia hat sich die Zahl der Menschen, die unter akuter Hungersnot leiden, im Vergleich zum Vorjahr auf rund 6,5 Millionen verdoppelt &#8211; fast ein Drittel der Bev\u00f6lkerung. Sch\u00e4tzungen zufolge werden mindestens 1,85 Millionen Kinder unter f\u00fcnf Jahren von akuter Unterern\u00e4hrung betroffen sein. <\/p>\n<p> Gleichzeitig versch\u00e4rfen globale Entwicklungen die Lage zus\u00e4tzlich. Steigende Transport- und Lebensmittelpreise infolge gest\u00f6rter Lieferketten setzen humanit\u00e4re Programme weiter unter Druck. Hinzu kommen massive K\u00fcrzungen internationaler Finanzhilfen: Der von den Vereinten Nationen koordinierte Humanitarian Response Plan f\u00fcr Somalia ist f\u00fcr das Jahr 2026 derzeit nur zu rund 13 Prozent finanziert. <\/p>\n<p> Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leisten Hilfsorganisationen weiterhin lebensrettende Unterst\u00fctzung. Allein Islamic Relief erreichte im Jahr 2025 mehr als 700.000 Menschen in Somalia mit humanit\u00e4rer Hilfe sowie Programmen zur St\u00e4rkung der Landwirtschaft und zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise. <\/p>\n<p> Ohne eine deutliche Aufstockung der internationalen Hilfe droht sich die Lage in den kommenden Monaten weiter dramatisch zu versch\u00e4rfen. Humanit\u00e4re Organisationen warnen, dass insbesondere Kinder und \u00e4ltere Menschen zunehmend gef\u00e4hrdet sind, an den Folgen von Hunger und Unterern\u00e4hrung zu sterben. <\/p>\n<p>Anmerkungen f\u00fcr Redaktionen<\/p>\n<p> Die Zahlen stammen aus aktuellen Analysen der von den Vereinten Nationen unterst\u00fctzten &#8222;Integrated Food Security Phase Classification&#8220; (IPC).  In Somalia sind rund 6,5 Millionen Menschen von akuter Ern\u00e4hrungsunsicherheit betroffen (UN\/IPC).  Der von den Vereinten Nationen koordinierte Humanitarian Response Plan (HRP) f\u00fcr Somalia ist f\u00fcr das Jahr 2026 derzeit nur zu rund 13 Prozent finanziert. <\/p>\n<p>\u00dcber Islamic Relief<\/p>\n<p> Islamic Relief ist eine internationale humanit\u00e4re und entwicklungspolitische Organisation, die seit 1984 weltweit in Not- und Krisengebieten t\u00e4tig ist. Die Organisation leistet Nothilfe, unterst\u00fctzt nachhaltige Entwicklungsprogramme und setzt sich f\u00fcr den Schutz besonders vulnerabler Bev\u00f6lkerungsgruppen ein. Islamic Relief Deutschland ist Teil des internationalen Netzwerks und unterst\u00fctzt die weltweite humanit\u00e4re Arbeit der Organisation. In Somalia arbeitet Islamic Relief gemeinsam mit lokalen Partnern an der Versorgung von Vertriebenen, der St\u00e4rkung von Lebensgrundlagen sowie der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. <\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin<br \/>Telefon: 01512 205 05 77<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/50131\/mailto: presse@islamicrelief.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> presse@islamicrelief.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Islamic Relief Deutschland e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30.04.2026 \u2013 08:47 Islamic Relief Deutschland e.V. 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