{"id":12348,"date":"2026-04-30T09:19:02","date_gmt":"2026-04-30T09:19:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12348\/"},"modified":"2026-04-30T09:19:02","modified_gmt":"2026-04-30T09:19:02","slug":"simbabwe-bischoefe-freuen-sich-ueber-abschaffung-der-todesstrafe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12348\/","title":{"rendered":"Simbabwe: Bisch\u00f6fe freuen sich \u00fcber Abschaffung der Todesstrafe"},"content":{"rendered":"<p>Simbabwe hat mit der Unterzeichnung eines neuen Gesetzes am 31. Dezember 2024 die Todesstrafe offiziell abgeschafft. Pr\u00e4sident Emmerson Mnangagwa setzte damit einen historischen Schritt, der das Land zum 30. Staat Afrikas macht, der auf diese Form der Bestrafung verzichtet. Das freut die Bischofskonferenz des Landes.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2024-08\/simbabwe-erlebt-schlimmste-duerre-seit-40-jahren.html\" title=\"Simbabwe erlebt schlimmste D\u00fcrre seit 40 Jahren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/ansa\/2024\/08\/09\/11\/1723195912473.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Simbabwe erlebt schlimmste D\u00fcrre seit 40 Jahren\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Die L\u00e4nder im s\u00fcdlichen Afrika erleben derzeit die schlimmste D\u00fcrre seit 40 Jahren. Sie f\u00fchrt zu Ernteausf\u00e4llen und Wasserknappheit und endet in einer Hungerkrise: Allein in &#8230;\n     <\/p>\n<p>Kielce Gussie und Mario Galgano &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Fast 20 Jahre nach der letzten Hinrichtung hat Simbabwe die Todesstrafe endg\u00fcltig abgeschafft. Pr\u00e4sident Emmerson Mnangagwa unterzeichnete am 31. Dezember 2024 das entsprechende Gesetz und beendete damit eine Praxis, die seit der Unabh\u00e4ngigkeit des Landes im Jahr 1980 mindestens 79 Menschen das Leben gekostet hatte.<\/p>\n<p>Mit diesem Schritt reiht sich Simbabwe in eine wachsende Liste afrikanischer Staaten ein, die die Todesstrafe nicht mehr anwenden. In den vergangenen Jahrzehnten hatten bereits L\u00e4nder wie Ruanda, Sierra Leone und Sambia \u00e4hnliche Reformen umgesetzt.<\/p>\n<p>\n   Zum Nachh\u00f6ren &#8211; wie die Lage in Simbabwe ist\n  <\/p>\n<p>Laut Pater Tryvis Moyo, Generalsekret\u00e4r der katholischen Bischofskonferenz von Simbabwe, ist die Abschaffung der Todesstrafe Ausdruck eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels. \u201eEs gibt eine Ver\u00e4nderung im Verst\u00e4ndnis von Gerechtigkeit\u201c, erkl\u00e4rte Moyo. Immer mehr Menschen h\u00e4tten mittlerweile erkannt, dass es Alternativen zur Todesstrafe gebe, die die W\u00fcrde des Menschen respektieren.<\/p>\n<p>Regierungswechsel von 2017 war ausschlaggebend <\/p>\n<p>Ein entscheidender Faktor f\u00fcr diesen Wandel sei der Regierungswechsel von 2017 gewesen. Damals wurde der langj\u00e4hrige Pr\u00e4sident Robert Mugabe gest\u00fcrzt, und Emmerson Mnangagwa \u00fcbernahm die F\u00fchrung des Landes. Mnangagwa, der w\u00e4hrend des Unabh\u00e4ngigkeitskrieges in den 1960er Jahren selbst zum Tode verurteilt worden war, galt schon l\u00e4nger als Gegner der Todesstrafe.<\/p>\n<p>Bereits 2013 hatte Simbabwe erste Schritte in diese Richtung unternommen, indem es in seiner neuen Verfassung Hinrichtungen f\u00fcr Frauen sowie f\u00fcr Personen unter 21 und \u00fcber 70 Jahren verbot. Doch erst mit der aktuellen Gesetzes\u00e4nderung wurde die Todesstrafe endg\u00fcltig abgeschafft.<\/p>\n<p>Signalwirkung f\u00fcr andere L\u00e4nder Afrikas <\/p>\n<p>Pater Moyo sieht in dieser Entscheidung nicht nur einen Fortschritt f\u00fcr Simbabwe, sondern auch eine Signalwirkung f\u00fcr andere afrikanische L\u00e4nder. \u201eUnsere L\u00e4nder neigen dazu, voneinander zu lernen\u201c, betonte der Redemptorist. Die Abschaffung der Todesstrafe sei ein wichtiges Zeichen f\u00fcr Menschenrechte und ein Bekenntnis zur Unantastbarkeit des Lebens.<\/p>\n<p>Er verwies zudem auf die Gefahr von Justizirrt\u00fcmern und den Missbrauch der Todesstrafe als politisches Instrument. \u201eBei der Todesstrafe wurden auch Fehler gemacht, unschuldige Menschen hingerichtet\u201c, so Moyo. Der Weg zu einer gerechteren Gesellschaft liege daher nicht in der Todesstrafe, sondern in der Rehabilitierung von Straft\u00e4tern.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bestehe nun darin, das Verst\u00e4ndnis von Gerechtigkeit weiterzuentwickeln. \u201eDas Justizsystem sollte sich auf die Rehabilitierung der Menschen konzentrieren und es Gott \u00fcberlassen, \u00fcber das menschliche Leben zu entscheiden\u201c, erkl\u00e4rte Pater Moyo abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Simbabwe hat mit der Unterzeichnung eines neuen Gesetzes am 31. 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