{"id":12565,"date":"2026-04-30T22:22:52","date_gmt":"2026-04-30T22:22:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12565\/"},"modified":"2026-04-30T22:22:52","modified_gmt":"2026-04-30T22:22:52","slug":"un-kritik-an-der-eu-rueckfuehrungen-nach-libyen-stoppen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12565\/","title":{"rendered":"UN-Kritik an der EU: R\u00fcckf\u00fchrungen nach Libyen stoppen"},"content":{"rendered":"<p> <img width=\"400\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/migranten_fluechtlinge_menschen_wueste_libyen_tunesien_flucht_menschenrechte-400x225.jpg\" class=\"attachment-400x225 size-400x225 wp-post-image\" alt=\"W\u00fcste, Tunesien, Libyen, Fl\u00fcchtlinge, Migranten, Ausgesetzt, Flucht, Menschenrechte, Hitze\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\"  \/><\/p>\n<p> In der W\u00fcste zwischen Tunesien und Libyen ausgesetzte Menschen (Archiv) \u00a9 Mahmud Turkia\/AFP<\/p>\n<p>T\u00f6tungen, Folter, sexuelle Gewalt und Menschenhandel: Migranten und Gefl\u00fcchtete m\u00fcssen in Libyen mit dem Schlimmsten rechnen. Ein UN-Bericht legt die Brutalit\u00e4t offen \u2013 und wie EU-Politik daran mitwirkt.<\/p>\n<p>  Mittwoch, 18.02.2026, 10:32 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18.02.2026, 10:15 Uhr  Lesedauer: 2 Minuten\u00a0 | \u00a0   <\/p>\n<p>Angesichts der Zust\u00e4nde in Libyen hat das UN-Menschenrechtsb\u00fcro die Europ\u00e4ische Union kritisiert. Das B\u00fcro rief die EU auf, die R\u00fcckf\u00fchrung von Fl\u00fcchtlingen und anderer Migranten in das nordafrikanische Land zu stoppen. In Libyen w\u00fcrden diese Menschen von ihren Familien getrennt, ohne ordentliches Verfahren inhaftiert, vielfach systematisch gefoltert und missbraucht.<\/p>\n<p>\u201eIch w\u00fcnschte, ich w\u00e4re gestorben, es war eine Reise durch die H\u00f6lle\u201c, sagte eine Frau aus Eritrea, die nach eigenen Angaben sechs Wochen eingekerkert war und vielfach vergewaltigt wurde.<\/p>\n<p>Die EU f\u00fchrt nicht selbst Menschen nach Libyen zur\u00fcck, <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/publications\/products\/aktuell\/2025A41_migrationspolitik_libyen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">unterst\u00fctzt dort aber Kr\u00e4fte<\/a>, die Abreisen verhindern sollen, und die K\u00fcstenwache, damit sie Fl\u00fcchtlingsboote stoppt, die \u00fcber das Mittelmeer nach Europa wollen. Die Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Politik in Berlin sprach im September von \u201e<a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/publikation\/die-politischen-kosten-europaeischer-migrationspolitik-in-libyen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Vereinbarungen mit Gewaltakteuren<\/a>\u201c. So bildeten Griechenland und Italien Kr\u00e4fte des nicht anerkannten faktischen Herrschers in Bengasi, Chalifa Haftar, aus, um Abreisen zu verhindern.<\/p>\n<p>Folter und erzwungene Prostitution<\/p>\n<p>Viele Menschen schlagen sich nach Libyen durch, um von dort aus \u00fcber das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Das nordafrikanische Land befindet sich in einer politischen und wirtschaftlichen Dauerkrise, in Teilen herrschen <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2017\/07\/12\/berichte-augenzeugen-was-fluechtlinge-fluchtroute\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gewalt und Gesetzlosigkeit<\/a>. Im Bericht des UN-Menschenrechtsrats hei\u00dft es, die Menschen w\u00fcrden Opfer krimineller Menschenhandelsnetzwerke, die oft Verbindungen zu libyschen Beh\u00f6rden oder Machtstrukturen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>In dem Bericht werden schwere Menschenrechtsverletzungen dokumentiert, darunter Vergewaltigungen, Folter, Zwangsarbeit und erzwungene Prostitution. Er deckt den Zeitraum von Januar 2024 bis Dezember 2025 ab und basiert auf Interviews mit knapp 100 Betroffenen aus 16 L\u00e4ndern in Afrika, dem Nahen Osten und S\u00fcdasien. Fr\u00fchere Berichte deckten zudem die systematische <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2024\/05\/22\/asylpolitik-eu-partnerlaender-gefluechtete-wueste\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aussetzung von Menschen in der W\u00fcste<\/a> auf.<\/p>\n<p>UN-Hochkommissar lobt private Seentretter<\/p>\n<p>Der Hochkommissar f\u00fcr Menschenrechte, Volker T\u00fcrk, lobte <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2024\/10\/27\/seenotretter-politiker-interessieren-sich-nicht-dafuer-was-hier-vor-sich-geht\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">lebensrettende Suchmissionen im Mittelmeer<\/a>, um Menschen zu retten. Das sind private Seenotretter, die auf mit Spenden finanzierten Schiffen Ausschau nach Gefl\u00fcchteten in Seenot halten.<\/p>\n<p>Zuletzt haben italienische Beh\u00f6rden das <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2026\/02\/15\/italien-setzt-deutsches-schiff-nach-rettungsaktion-fest\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Seenotrettungsschiff \u201eHumanity 1\u201c festgesetzt<\/a> mit der Begr\u00fcndung, die Besatzung habe nicht mit der libyschen K\u00fcstenwache kooperiert. Italien fordert von Seenotrettern, gerettete Menschen an die K\u00fcstenwache zu \u00fcbergeben, damit sie zur\u00fcck nach Libyen gebracht werden und Italien nicht erreichen. R\u00fcckf\u00fchrungen nach Libyen darf es T\u00fcrk zufolge jedoch es erst geben, wenn dort die Einhaltung von Menschenrechtsstandards gew\u00e4hrleistet seien. (dpa\/epd\/mig)  Aktuell Politik <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der W\u00fcste zwischen Tunesien und Libyen ausgesetzte Menschen (Archiv) \u00a9 Mahmud Turkia\/AFP T\u00f6tungen, Folter, sexuelle Gewalt und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12566,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[286,285],"class_list":{"0":"post-12565","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-libya","9":"tag-libyen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116496000776364489","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12565","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12565"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12565\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12566"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12565"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12565"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12565"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}