{"id":12576,"date":"2026-04-30T23:44:29","date_gmt":"2026-04-30T23:44:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12576\/"},"modified":"2026-04-30T23:44:29","modified_gmt":"2026-04-30T23:44:29","slug":"foodstorys-aus-thueringen-eine-reise-nach-libyen-im-mijou-in-erfurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12576\/","title":{"rendered":"Foodstorys aus Th\u00fcringen: Eine Reise nach Libyen im Mijou in Erfurt"},"content":{"rendered":"<p>Mira Held ist Genuss-Expertin. Seit f\u00fcnf Jahren betreibt sie mit ihrem Partner Flo den Blog \u201eHow to Gourmet\u201c und futtert sich durch Restaurants in Th\u00fcringen. In ihrer regelm\u00e4\u00dfigen Kolumne \u201eFood Storys aus Th\u00fcringen\u201c, die einmal im Monat erscheint, nimmt sie uns mit auf ihre kulinarischen Abenteuer in Th\u00fcringen und gibt Inspirationen f\u00fcr den n\u00e4chsten Leckerbissen, Wochenendschmaus oder die kleine Alltagsvers\u00fc\u00dfung.<\/p>\n<p>Ein kulinarischer Ausflug nach Libyen<\/p>\n<p>Ich finde es ja immer toll, wenn ein Restaurantbesuch sich anf\u00fchlt wie eine kleine Reise. Auch wenn es nur ein paar Stunden sind, kann ich mich ganz fern vom Alltag in die Entdeckung neuer Geschm\u00e4cker oder Kulturen verlieren. Eine Reise nach Libyen stand bisher nicht so weit oben auf meiner Bucket List, aber ich bin dennoch sehr neugierig, was das Land kulinarisch zu bieten hat.<\/p>\n<p>Mijou in Erfurt: Kulinarische Br\u00fccke zwischen Kulturen<\/p>\n<p>Die Website des 2024 er\u00f6ffneten Mijou in Erfurt verspricht viel. Von \u201egelebter Zwischenkultur\u201c ist die Rede. Man k\u00f6nne eintauchen in diese \u201eOase der Entspannung\u201c und eine \u201etiefe Wahrheit\u201c dabei finden, mit wie viel Liebe und Hingabe das Essen hier zubereitet wird. Hinter den Kocht\u00f6pfen, Pfannen und Br\u00e4tern steht Mahmoud Makhlouf. Der gelernte Schlachter nutzt vor allem die Rezepte seiner Eltern und Gro\u00dfeltern. Er bereitet diese jedoch konsequent mit regionalen Zutaten aus Th\u00fcringen zu. Bioqualit\u00e4t und eine verantwortungsvolle Herstellung sind ihm wichtig. Er steht deswegen im engen Austausch mit seinen Zulieferer:innen. Das Rindfleisch bezieht er aus B\u00fc\u00dfleben, Ziegenk\u00e4se und -fleisch aus Haina, S\u00e4fte von der Obstmosterei Malus aus dem Eichsfeld.<\/p>\n<p>B\u00f6rek, Bulgurr\u00f6llchen und gef\u00fcllten Paprika<\/p>\n<p>Doch was isst man in Libyen traditionell? Um das bestm\u00f6glich zu erfahren, bestelle ich das \u201eMijou Men\u00fc\u201c aus verschiedenen Gerichten, von dem ich mir den besten \u00dcberblick verspreche. Was auf den Tisch gebracht wird, gibt mir tats\u00e4chlich das Gef\u00fchl, \u201eden Alltag mit 12 Geschwistern und den t\u00e4glichen gemeinsamen Mahlzeiten\u201c zu erleben, von denen in der Speisekarte die Rede ist. Eine riesige Platte mit frischem Gem\u00fcse, Salat, vier verschiedenen Dips und Obst wird auf den Tisch gestellt. Dann folgt ein Teller mit B\u00f6rek, Bulgurr\u00f6llchen in Mangold, gef\u00fcllten Paprika und Kartoffeln. Und das ist noch nicht alles: Reis mit Mandeln und Cashews geh\u00f6rt zum traditionellen Essen dazu. Er wird mit Ziegen- und Rindfleisch sowie einer gef\u00fcllten H\u00e4hnchenrolle serviert.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte das heute gerne probieren, es h\u00e4tte allerdings auch eine vegetarische Option gegeben. Vor mir steht jetzt ein opulentes Festmahl, das nicht nur toll aussieht, sondern auch fantastisch duftet. Ich rieche Nelken, Kreuzk\u00fcmmel und Zimt. Was folgt, ist ein ausgedehntes Abendessen, das so lange andauert, bis die Abendsonne aus dem kleinen Hof des Restaurants verschwindet und die Lampen angeschaltet werden. Ich mag vor allem den Reis mit N\u00fcssen und die gef\u00fcllten Mangoldbl\u00e4tter. Doch am sch\u00f6nsten ist, dass es so viel zu probieren und zu teilen gibt. Die Geschm\u00e4cker sind intensiv und w\u00fcrzig, manchmal scharf. Der cremige Labneh (Frischk\u00e4se aus Joghurt) bringt Frische dazu, Obst und Gem\u00fcse sorgen daf\u00fcr, dass es nicht zu schwer wird.<\/p>\n<p>S\u00fc\u00dfe Delikatessen und libysche Fr\u00fchst\u00fccksklassiker<\/p>\n<p>Die Vielfalt und der Spa\u00df am Probieren sind wahrscheinlich die Gr\u00fcnde, warum Mahmoud einmal im Monat sonntags einen Brunch in Buffetform anbietet. Hier kann man entspannt kosten und ganz viel Neues kennenlernen. An den anderen Sonntagen des Monats k\u00f6nnt ihr einfach so im Mijou fr\u00fchst\u00fccken und zum Beispiel leckeres Shakshuka schmecken lassen. Nachdem wir uns gut die H\u00e4lfte unseres Essens zum Mitnehmen verpackt haben lassen, k\u00f6nnen wir nicht widerstehen, trotzdem noch die s\u00fc\u00dfen Geschm\u00e4cker Libyens zu erkunden. Zum Karamell- oder Kakaokuchen gibt es arabischen Kaffee, traditionellen Kakao mit Safran oder s\u00fc\u00dfen Gew\u00fcrztee mit Milch. Das alles l\u00e4sst sich am Wochenende auch zur Kaffeezeit genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Orientalisch gestalteten Sitzecke<\/p>\n<p>So langsam leert sich das kleine Restaurant in der Grafengasse in Erfurt. Die Kissen in der kleinen, orientalisch gestalteten Sitzecke werden aufgesch\u00fcttelt, die Tische f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag eingedeckt, der Innenhof wieder zugesperrt. Das Mijou ist eine sch\u00f6ne Erg\u00e4nzung f\u00fcr die Restaurantlandschaft in Erfurt. Hier gibt es wenige Restaurants, die so auf die Herkunft der Rohstoffe achten und es ist toll und unterst\u00fctzenswert, dass Mahmoud die Th\u00fcringer Betriebe nutzt. Diese Produktqualit\u00e4t schmeckt man und ist f\u00fcr mich den entsprechenden Aufpreis wert. Ich hoffe, dass es die anderen Th\u00fcringer G\u00e4ste genauso sehen und sich auf die geschmackliche Reise im Mijou einlassen.<\/p>\n<p>Hard-Facts:<\/p>\n<p>Mehr coole News f\u00fcr euch:<\/p>\n<p>Foodstorys aus Th\u00fcringen: Eine Reise nach Libyen im Mijou in Erfurt was last modified:  M\u00e4rz 24th, 2026 by takt Magazin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mira Held ist Genuss-Expertin. 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