{"id":12608,"date":"2026-05-01T03:18:25","date_gmt":"2026-05-01T03:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12608\/"},"modified":"2026-05-01T03:18:25","modified_gmt":"2026-05-01T03:18:25","slug":"praesidentschaftswahl-in-simbabwe-ein-ausgebliebener-machtwechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12608\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4sidentschaftswahl in Simbabwe: Ein ausgebliebener Machtwechsel"},"content":{"rendered":"<p>\nMugabes Sturz hat an den Verh\u00e4ltnissen in Simbabwe nichts ge\u00e4ndert. Die alte Generation hat, trotz aller Bem\u00fchungen, die Macht. Das ist bitter.\n<\/p>\n<p class=\"Initial paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">E s bleibt alles beim Alten, in jedem Sinne. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kritik-an-den-Wahlen-in-Simbabwe\/!5953024\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Simbabwes Pr\u00e4sident Emmerson Mnangagwa (80) gewinnt die Pr\u00e4sidentschaftswahl<\/a> und bleibt an der Macht als F\u00fchrer der ehemaligen Befreiungsbewegung ZANU (Zimbabwe African National Union).<\/p>\n<p class=\"Initial paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Deren Befreiungskampf liegt inzwischen zwar ein halbes Jahrhundert zur\u00fcck, aber auch 43 Jahre nach der Unabh\u00e4ngigkeit dominiert er das offizielle politische Selbstverst\u00e4ndnis des Landes. Kaum ein Mensch in Simbabwe kennt die d\u00fcstere Zeit der wei\u00dfen Minderheitsherrschaft und der blutigen Entrechtung und Unterdr\u00fcckung der Mehrheit noch aus eigener Anschauung, aber ihr Erbe und die Erinnerung daran pr\u00e4gen die politische Kultur nach wie vor.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Dabei mangelt es nicht an Versuchen, neue Verh\u00e4ltnisse zu schaffen, ohne das historische Erbe zu vergessen. Die ersten Oppositionsbewegungen gegen die immer offensichtlichere Misswirtschaft der ZANU-PF entstanden schon in den 1990er Jahren, geboren aus Simbabwes starker Gewerkschaftsbewegung, die anmahnte, dass die Fr\u00fcchte der Freiheit nicht nur der Guerilla-Elite zugutekommen sollten, sondern auch der schwarzen Mehrheit insgesamt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Aber Diktator Robert Mugabe antwortete mit einer populistischen Hetzkampagne und staatlich sank\u00adtio\u00adnierten Landbesetzungen, flankiert von brutaler Unterdr\u00fcckung aller Kritiker, die pauschal als Marionetten der Wei\u00dfen diskreditiert wurden, und einer Konzentration von Wohlstand und Macht bei einer schmalen Elite aus Gener\u00e4len, alten Guerillachefs und ihren Freunden. Millionen verzweifelte Menschen verlie\u00dfen das Land, Mugabe begn\u00fcgte sich mit einem loyalen Rumpf-Simbabwe, das bis heute nicht aus der Krise gefunden hat.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">Nun zeigt sich: Auch Mugabes Sturz im Alter von 93 Jahren aus den eigenen Reihen, der 2017 seinen langj\u00e4hrigen Geheimdienstchef Mnangagwa an die Macht brachte, hat an <a href=\"https:\/\/taz.de\/Das-Leben-in-Simbabwe-vor-der-Wahl\/!5950969\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">diesen Verh\u00e4ltnissen<\/a> nichts ge\u00e4ndert. Es gibt zwar <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wahlen-in-Simbabwe\/!5956109\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine neue Opposition<\/a> mit neuen Gesichtern, aber eben auch ein altes Regime der alten Generation. Und das Regime hat die Macht. So einfach ist das. Und so bitter.<\/p>\n<p class=\"column  is-8-tablet mgh-auto-tablet headline typo-head-small pv-xsmall mobile-order-1\">Gemeinsam f\u00fcr freie Presse<\/p>\n<p class=\"article column first  is-8-tablet mgh-auto-tablet  mobile-order-2\">\nAls Genossenschaft geh\u00f6ren wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zug\u00e4nglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verf\u00fcgung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten m\u00fcssen Einordnungen und Informationen allen zug\u00e4nglich sein. Unsere Leser:innen m\u00fcssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabh\u00e4ngiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Daf\u00fcr sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen k\u00f6nnen, brauchen wir mehr Unterst\u00fctzung. Unser n\u00e4chstes Ziel: 50.000 \u2013 und mit Ihrer Beteiligung k\u00f6nnen wir es schaffen. 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