{"id":12614,"date":"2026-05-01T04:03:38","date_gmt":"2026-05-01T04:03:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12614\/"},"modified":"2026-05-01T04:03:38","modified_gmt":"2026-05-01T04:03:38","slug":"simbabwe-weisse-farmer-bekommen-land-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12614\/","title":{"rendered":"Simbabwe: Wei\u00dfe Farmer bekommen Land zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Die simbabwische Regierung will enteigneten wei\u00dfen Farmern ihr Land zur\u00fcckzugeben. Fr\u00fchere Besitzer von Land, das im Zuge einer umstrittenen Landreform 2000 und 2001 vom Staat umverteilt wurde, k\u00f6nnten einen Antrag auf R\u00fcckgabe stellen, berichtete der britische Sender BBC. Wenn eine R\u00fcckgabe nicht m\u00f6glich ist, sollen die Besitzer demnach Land an einem anderen Ort erhalten.<\/p>\n<p>Ein historischer Fehler<\/p>\n<p>Die Regierung des fr\u00fcheren Pr\u00e4sidenten Robert Mugabe hatte im Jahr 2000 eine Landreform begonnen, bei der rund 4000 wei\u00dfe Farmbesitzer enteignet wurden. In der Folge gab es blutige Auseinandersetzungen und \u00dcbergriffe auf die wei\u00dfe Bev\u00f6lkerungsminderheit. Die Regierung begr\u00fcndete ihre Reform damit, dass Wei\u00dfe w\u00e4hrend der Kolonialherrschaft der schwarzen Bev\u00f6lkerung Land weggenommen h\u00e4tten und ein historischer Fehler korrigiert werden solle.\u00a0<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"50566850\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/50566850_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Robert Mugabe, der langj\u00e4hrige starke Mann von Simbabwe (Foto: picture-alliance\/dpa\/J. Lane)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Robert Mugabe, der langj\u00e4hrige starke Mann von Simbabwe (Foto vom September 2015)Bild: picture-alliance\/dpa\/J. Lane<\/p>\n<p>Ein Fehler bei der Bewirtschaftung<\/p>\n<p>Wie seitdem \u00fcblich, sollen auch die nun neu verteilten Fl\u00e4chen nicht mehr als Landbesitz ausgegeben werden, sondern als Pachtvertr\u00e4ge mit 99-j\u00e4hriger Laufzeit. Seit der Landreform ist der gr\u00f6\u00dfte Teil urbarer Ackerfl\u00e4che im Staatsbesitz.\u00a0Analysten machen diese Strukturen mit f\u00fcr die wirtschaftliche Misere im Land verantwortlich, da Banken oftmals keine Kredite an Farmer mehr vergeben, wenn ihnen die Pachtvertr\u00e4ge nicht als Sicherheit ausreichen.<\/p>\n<p>Auch die Geschwindigkeit der Umverteilung f\u00fchrte dazu, dass die neuen Besitzer ihr Land zun\u00e4chst nicht ausreichend bewirtschaften konnten, weil ihnen Ger\u00e4te und D\u00fcngemittel, aber auch Besitzurkunden f\u00fcr die Grundst\u00fccke fehlten. So folgten ein gravierender R\u00fcckgang der landwirtschaftlichen Produktion und eine Hungerkrise.<\/p>\n<p>Geldnot der Regierung<\/p>\n<p>Ende Juli hatten die Regierung von Pr\u00e4sident Emmerson Mnangagwa und Vertreter der Farmer bereits Vereinbarungen \u00fcber finanzielle Entsch\u00e4digungen unterzeichnet. Die Regierung will demnach <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/simbabwe-entsch\u00e4digt-wei\u00dfe-farmer-mit-milliarden\/a-54395305\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">3,5 Milliarden US-Dollar zur Verf\u00fcgung stellen<\/a>, um enteignete Landwirte auszubezahlen. Wegen der wirtschaftlichen Krise in Simbabwe und der Geldnot der Regierung gibt es jedoch Zweifel, ob das Entsch\u00e4digungsprogramm tats\u00e4chlich umgesetzt werden kann. Die Regierung steht wegen der desolaten Lage im Land massiv unter Druck und versch\u00e4rft seit Monaten massiv den Kurs gegen ihre Kritiker.<\/p>\n<p>ml\/sti (epd, rtre, afp)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die simbabwische Regierung will enteigneten wei\u00dfen Farmern ihr Land zur\u00fcckzugeben. 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