{"id":12691,"date":"2026-05-01T10:18:48","date_gmt":"2026-05-01T10:18:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12691\/"},"modified":"2026-05-01T10:18:48","modified_gmt":"2026-05-01T10:18:48","slug":"wadephul-in-rabat-mehr-fachkraefte-aus-marokko-deutschland-will-zusammenarbeit-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12691\/","title":{"rendered":"Wadephul in Rabat: Mehr Fachkr\u00e4fte aus Marokko \u2013 Deutschland will Zusammenarbeit st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Mehr Kooperation, Fachkr\u00e4fte und Investitionen: Bei seinem Besuch in Marokko sieht Au\u00dfenminister Wadephul Potenzial f\u00fcr einen engeren Austausch der L\u00e4nder.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Deutschland und Marokko wollen ihre wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit vertiefen. Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) betonte bei einem Besuch in Rabat am Donnerstag die wirtschaftlichen Chancen f\u00fcr deutsche Unternehmen in dem \u201eSchl\u00fcsselland\u201c in Afrika und warb f\u00fcr eine verst\u00e4rkte Anwerbung von Fachkr\u00e4ften. \u201eDa gibt es ein gro\u00dfes Potenzial\u201c, sagte er. Sein marokkanischer Kollege Nasser Bourita warb seinerseits f\u00fcr weitere deutsche Investitionen im Land. <\/p>\n<p>Wadephul sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bourita, es bestehe eine \u201egro\u00dfe \u00dcbereinstimmung in vielen Fragen\u201c. Es gebe \u201egemeinsame Sicherheitsinteressen\u201c und gute wirtschaftliche Beziehungen. \u201eWir sehen Marokko als ein wirtschaftliches Powerhouse an, und das bietet eine gute Grundlage f\u00fcr eine weitere Zusammenarbeit.\u201c <\/p>\n<p>\u201eWir wollen im Automobilbereich, im Energiebereich, im Maschinenbau und in der Landwirtschaft eng zusammenarbeiten\u201c, f\u00fcgte der Minister hinzu. Er verwies dabei unter anderem auf die Erneuerbaren Energien und die Produktion von Wasserstoff. Zudem m\u00fcsse die Anwerbung von Arbeitskr\u00e4ften verst\u00e4rkt werden, sagte Wadephul. Deutschland habe \u201eeinen immensen Bedarf\u201c an gut <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article688ce6a87206220d5326823d\/Arbeitsmarkt-Bas-warnt-vor-Fachkraefteverlust-durch-harte-Migrationspolitik.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article688ce6a87206220d5326823d\/Arbeitsmarkt-Bas-warnt-vor-Fachkraefteverlust-durch-harte-Migrationspolitik.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ausgebildeten Fachkr\u00e4ften<\/a>, etwa im Gesundheits- und Pflegebereich.<\/p>\n<p>Der Bundesau\u00dfenminister hielt sich zwei Tage lang in Marokko auf, um den strategischen Dialog mit dem nordafrikanischen Land fortzusetzen. Der Maghreb-Staat ist nach S\u00fcdafrika der zweitgr\u00f6\u00dfte Handelspartner Deutschlands in Afrika und in der von zahlreichen Konflikten gepr\u00e4gten Region auch ein wichtiger politischer Akteur. <\/p>\n<p>Die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko zeigten eine \u201epositive Dynamik\u201c, sagte seinerseits der marokkanische Au\u00dfenminister Bourita. Rabat wolle die Beziehungen auf ein \u201eh\u00f6heres Niveau\u201c f\u00fchren. Bourita \u00e4u\u00dferte sich zudem positiv zur deutschen Bewerbung um einen nichtst\u00e4ndigen Sitz im UN-Sicherheitsrat ab 2027. Deutschland habe \u201egro\u00dfes Gewicht in regionalen und internationalen Fragen\u201c, sagte er. <\/p>\n<p>Deutschland und Marokko hatten 2022 einen Neustart ihrer Beziehungen vereinbart, nachdem es zuvor zu Differenzen gekommen war \u2013 insbesondere hinsichtlich des Status der von Marokko beanspruchten Westsahara. <\/p>\n<p>Wadephul betonte in Rabat die deutsche Unterst\u00fctzung f\u00fcr \u201eeine politische L\u00f6sung unter UN-\u00c4gide\u201c. Deutschland bef\u00fcrworte die im Oktober verabschiedete UN-Resolution. Es sei klar, dass \u201eeine gerechte und dauerhafte und f\u00fcr alle Seiten annehmbare politische L\u00f6sung\u201c nur durch Verhandlungen erreicht werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Die Westsahara war bis 1975 eine spanische Kolonie. Danach f\u00fchrte Marokko einen 15-j\u00e4hrigen Krieg gegen die Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung Polisario-Front. Marokko betrachtet die rohstoffreiche und an der fischreichen Atlantikk\u00fcste gelegene Region als sein Hoheitsgebiet. Die von Algerien unterst\u00fctzte Polisario-Front beharrt dagegen auf einem Unabh\u00e4ngigkeitsreferendum.<\/p>\n<p>Wadephul dankte Marokko bei einem Besuch des k\u00f6niglichen Mausoleums in Rabat zudem f\u00fcr den Schutz von durch den Holocaust bedrohten Juden w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs. \u201eIn gro\u00dfer Hochachtung f\u00fcr die unerschrockene Haltung zum Schutz von Juden und Fl\u00fcchtlingen aus Europa in der Zeit des Nationalsozialismus\u201c, schrieb Wadephul in das G\u00e4stebuch. \u201eWir werden dies nie vergessen.\u201c <\/p>\n<p>Abraham-Abkommen unterzeichnet<\/p>\n<p>Mohammed V. \u2013 der von 1927 bis 1961 zun\u00e4chst als Sultan und sp\u00e4ter als K\u00f6nig Marokkos regierte \u2013 weigerte sich w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, die von der pro-deutschen Vichy-Regierung Frankreichs erlassenen antij\u00fcdischen Gesetze anzuwenden. Heute wird die j\u00fcdische Gemeinde im K\u00f6nigreich auf etwa 2000 Menschen gesch\u00e4tzt und ist somit die gr\u00f6\u00dfte in Nordafrika. <\/p>\n<p>Marokko hatte Ende 2020 im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen, die US-Pr\u00e4sident Donald Trump w\u00e4hrend seiner ersten Amtszeit auf den Weg gebracht hatte, seine Beziehungen zu Israel normalisiert. <\/p>\n<p>AFP\/kr\u00f6<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr Kooperation, Fachkr\u00e4fte und Investitionen: Bei seinem Besuch in Marokko sieht Au\u00dfenminister Wadephul Potenzial f\u00fcr einen engeren Austausch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12692,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[1213,95,3070,96,750,74,2645],"class_list":{"0":"post-12691","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-marokko","8":"tag-innenpolitik","9":"tag-marokko","10":"tag-migration-ks","11":"tag-morocco","12":"tag-newsteam","13":"tag-texttospeech","14":"tag-westsahara"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116498816189966143","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12691","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12691"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12691\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12692"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12691"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12691"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12691"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}