{"id":12764,"date":"2026-05-01T14:51:16","date_gmt":"2026-05-01T14:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12764\/"},"modified":"2026-05-01T14:51:16","modified_gmt":"2026-05-01T14:51:16","slug":"weibliche-genitalverstuemmelung-in-kenia-ihr-recht-auf-unversehrtheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12764\/","title":{"rendered":"Weibliche Genitalverst\u00fcmmelung in Kenia: Ihr Recht auf Unversehrtheit"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">K urz guckt eine Kuh zur T\u00fcr herein. Betrachtet freundlich das Klassenzimmer. Und ist schon wieder weg. Drau\u00dfen streicht eine Brise sachte \u00fcber graugr\u00fcn gesprenkeltes Weideland. Drinnen schreibt eine junge Frau auf eine gro\u00dfe wei\u00dfe Tafel: \u201eIhr habt das Recht, Nein zu sagen.\u201c Jacinta Katiany spricht die Sch\u00fclerinnen direkt an. Im lichten Raum stehen viele B\u00fccher und Globen. Die M\u00e4dchen und jungen Frauen, sie sind zwischen 14 und 19 Jahren alt, lauschen der lebhaften Rednerin. An diesem Nachmittag steht eine klassen\u00fcbergreifende \u201eSchool Health Club Session\u201c auf dem Stundenplan. <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">In einer Mischung aus Englisch und der nationalen Landessprache Swahili geht es um das Recht, \u00fcber den eigenen K\u00f6rper zu entscheiden. \u201eSagt nicht Nein zu Sex, wenn es f\u00fcr euch passt und sich richtig anf\u00fchlt. Aber sagt Nein zu <a href=\"https:\/\/taz.de\/Aufklaerung-in-Benin\/!5971605\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Teenagerschwangerschaften<\/a>\u201c, erkl\u00e4rt Katiany. \u201eWeil: Erwartet ihr fr\u00fch ein Kind, dann nehmen euch eure Eltern aus der Schule. Und meist ist es so, dass M\u00e4dchen nach der Geburt leider nicht mehr die Schule abschlie\u00dfen. Werdet also nicht so fr\u00fch schwanger!\u201c Die Sch\u00fclerinnen in ihren wei\u00dfen Uniformblusen mit den leuchtend roten Krawatten nicken ernst, manche l\u00e4cheln, vielleicht ein bisschen befangen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Sie folgen aufmerksam einer jungen Frau, die nicht jeden Tag hier arbeitet in der Ewuaso Girls Secondary School in Kajiado County. Der Verwaltungsbezirk liegt rund 80 Kilometer entfernt von der Hauptstadt <a href=\"https:\/\/taz.de\/Protesttag-in-Kenia\/!6098624\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nairobi<\/a>. Katiany lebt in der N\u00e4he, sie ist ehrenamtliche Jugendbeauftragte f\u00fcr ein Programm, das in der Gegend vor allem die Rechte von Masai-M\u00e4dchen und Frauen starkmachen will. Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Massai\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Masai<\/a> sind die gr\u00f6\u00dfte Gruppe in der Region.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Das Programm hei\u00dft \u201eBreak Free\u201c. Sein Ziel: M\u00e4dchen und Frauen vor weiblicher Genitalverst\u00fcmmelung (FGM), vor Zwangshochzeit unter 18 Jahren und Teenagerschwangerschaft zu sch\u00fctzen. \u201eSagen wir \u201afr\u00fche Heirat\u2018, wenn ein M\u00e4dchen verheiratet wird?\u201c, ruft Katiany in den Klassenraum. \u201eNein\u201c, antwortet eine Sch\u00fclerin, \u201emuss man unter 18 heiraten, dann ist das eine Kinderheirat. Und die ist auch in Kenia verboten. Genauso wie die Beschneidung von Frauen und M\u00e4dchen.\u201c \u2013 \u201eKommt, lasst uns klatschen f\u00fcr diese wichtige Antwort!\u201c Jacinta schl\u00e4gt rhythmisch ihre H\u00e4nde zusammen, fast alle folgen ihr lebhaft.<\/p>\n<p>Beschneidung in Kenia<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph\">Verbot Die weibliche Genitalverst\u00fcmmelung (FGM, f\u00fcr englisch: Female Genital Mutilation) ist seit 2011 in Kenia gesetzlich verboten. Seit 2013 ist auch Kinderheirat unter 18 Jahren dort illegal. Ke\u00adnia\u00adne\u00adr:in\u00adnen zwischen 15 und 49 Jahren lehnen laut staatlicher Erhebung von 2022 FGM zu mehr als 90 Prozent ab. Trotzdem wird FGM, vor allem in l\u00e4ndlichen, wenig entwickelten Regionen, teils weiter durchgef\u00fchrt, meist von lokalen Beschneiderinnen.<\/p>\n<p> minHeightToScrollBackOnCloseReadmore){<br \/>\nsetTimeout(function() {<br \/>\n$el.closest(&#8218;.module&#8216;).style.scrollMarginTop = &#8217;47px&#8216;;<br \/>\n$el.closest(&#8218;.module&#8216;).scrollIntoView({ block: &#8217;start&#8216; });<br \/>\n}, readMoreAnimationTime);<br \/>\n};<br \/>\n&#8220; class=&#8220;link icon-link-wrapper textlink show_hide is-align-items-center is-flex mgt-medium typo-link-grey-onpage&#8220; aria-controls=&#8220;accordion-panel-n9qish4yqw&#8220; :class=&#8220;{ &#8217;show true&#8216;: show  === true, &#8217;show false&#8216;: show  !== true  }&#8220; id=&#8220;accordion-header-n9qish4yqw&#8220;&gt;<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last\">Verst\u00fcmmelung Bei einer FGM werden die \u00e4u\u00dferen und\/oder inneren Schamlippen und die Klitoris ganz oder zum Teil abgeschnitten. Bei der extremsten Form wird auch der Vaginaeingang fast zugen\u00e4ht. Die Zahl der Kenianerinnen, die FGM, meist ohne Narkose und mit gro\u00dfem Blutverlust, erleiden, ist zwischen 1998 und 2022 von 38 auf 15 Prozent gesunken. Die M\u00e4dchen sind beim Eingriff heute j\u00fcnger, durchschnittlich neun Jahre alt. Betroffene M\u00e4dchen und Frauen haben fast immer lebenslange, k\u00f6rperliche und psychische Schmerzen. Jede f\u00fcnfte Kenianerin ist aktuell an den Genitalien verst\u00fcmmelt, weltweit sind es mehr als 230 Millionen Frauen. In Kajiado County, einem Stammland der ethnischen Gruppe der Masai, ist die hohe FGM-Quote in den letzten zehn Jahren von 78 Prozent auf rund 60 Prozent zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"5\">In dieser Schule in Ewuaso, einer staatlichen kenianischen Internatsschule, lernen rund 235 junge Menschen, viele Masai sind darunter, aber auch diverse andere ethnische Gruppen. In ganz Kenia geht nur rund die H\u00e4lfte aller Masai-M\u00e4dchen auf eine Grundschule, nur jede Zehnte auf eine weiterf\u00fchrende Schule. F\u00fcr umgerechnet rund 300 Euro im Jahr bekommen die Sch\u00fclerinnen hier in Ewuaso Unterkunft, Unterricht und Verpflegung. Viele stammen aus entlegenen Gebieten im weitl\u00e4ufigen Kajiado County. Ihre Familien sehen diese M\u00e4dchen nur wenige Male im Jahr.<\/p>\n<p>      \u201eDieses Umdenken ist stark an die junge Generation gebunden\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Jenseits der meist makellosen Hauptverkehrsstra\u00dfe sind Nebenstra\u00dfen und Wege oft holprig und ungeteert. Fahrten k\u00f6nnen m\u00fchsam und langwierig sein, obwohl die Metropole Nairobi nicht weit weg ist. Das Schulgeld belastet viele Eltern hier auf dem Land stark \u2013 viele Familien verdienen nicht mehr als rund 140 Euro im Monat. Manchmal m\u00fcssen M\u00e4dchen die Schule verlassen. \u201eDoch wir versuchen zusammen mit unserer Direktorin, Rita Thiringi, alles, dass das nicht vorkommt\u201c, sagt die zust\u00e4ndige Beratungs- und Betreuungslehrerin Esther Marona. Die beiden Frauen k\u00fcmmern sich um staatliche Bildungskredite, arbeiten mit verschiedenen sozialen Organisationen zusammen, die teils Stipendien f\u00fcr von Armut betroffene Sch\u00fclerinnen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"8\">Mehrmals im Monat, jeweils f\u00fcr rund eine Stunde, unterrichtet Katiany an insgesamt 17 Grund- und weiterf\u00fchrenden Schulen in der Region. Sie alle tragen das Programm \u201eBreak Free\u201c mit. \u201eDieser gesellschaftliche Wandel bei den Themen FGM, Kinderheirat und Teenagerschwangerschaften, dieses Umdenken, ist stark an die junge Generation gebunden hier\u201c, erkl\u00e4rt Katiany nach der School Health Club Session in Ewuaso.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Sagt nicht Nein zu Sex, wenn es f\u00fcr euch passt und sich richtig anf\u00fchlt. Aber sagt Nein zu Teenagerschwangerschaften<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n<p>            Jacinta Katiany<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"9\">In sehr oft noch stark patriarchalisch organisierten Familien und ethnischen Gruppen herrsche traditionell der Glaube vor, dass die Reinheit und Ehre eines M\u00e4dchens durch <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tag-gegen-Genitalverstuemmelung\/!5747611\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Beschneidung<\/a> erhalten bleibe \u2013 und M\u00e4dchen heiratsf\u00e4higer seien, weil sie so \u00fcberlieferten sozialen Normen entsprechen. \u201eFGM ist ein Mittel, die weibliche Sexualit\u00e4t vors\u00e4tzlich zu erschweren\u201c, erkl\u00e4rt Katiany, w\u00e4hrend sie die Schultafel f\u00fcr die n\u00e4chste Stunde wischt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"10\">Es sei ein Kontrollinstrument, das nicht nur Sex vor der Ehe verhindern solle, sondern auch die m\u00e4nnliche Angst vor weiblicher Untreue zeige. Die meisten Masai-M\u00e4nner waren fr\u00fcher oft wochenlang als herumziehende Hirten unterwegs. Die Schmerzen, die beschnittene Frauen beim Sex empfinden, sollten verhindern, dass Frauen in der Abwesenheit ihrer M\u00e4nner, weitere Sexualpartner haben.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"11\">Fr\u00fch f\u00fcr Probleme sensibilisieren, Frauen und M\u00e4dchen Wissen an die Hand geben: Das sei wichtig, sind sich Marona und Katiany an der Schule in Ewuaso einig. Das auf f\u00fcnf Jahre angelegte Break-Free-Programm ist initiiert worden von der <a href=\"https:\/\/www.plan.de\/\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">Kinderrechtsorganisation Plan International.<\/a> Es wird vor Ort in 62 D\u00f6rfern in drei verschiedenen Counties von Plan-Kenia-Mitarbeiter:innen verwirklicht. Projektleiter in Kajiado County ist Ibrahim Musoga, finanziert wird das gesamte Projekt vom niederl\u00e4ndischen Au\u00dfenministerium \u2013 jedoch nur noch bis Ende 2025.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-17\" pos=\"12\">Musoga und seine Kollegin Martha Gathoni, die Projektmanagerin, hoffen, dass ihr umfangreicher Antrag an die niederl\u00e4ndische Regierung f\u00fcr ein Folgeprojekt durchgeht. In den Niederlanden haben aktuell rechte bis ultrarechte Positionen verst\u00e4rkt Einfluss auf die Regierungsarbeit. Konkreter M\u00e4dchen- und Frauenschutz, den Menschen etwa in Subsahara-Afrika eigenverantwortlich organisieren, geh\u00f6rt weltweit bekanntlich nicht zu den Priorit\u00e4ten rechter Regierungen.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/8116526\/1200\/39428116.webp\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/39428116.webp\" alt=\"Portr\u00e4t von Pastor Joseph Kiranto - er tr\u00e4gt ein hellblaues Hemd und eine braune Weste und erkl\u00e4rt seinem Gegen\u00fcber etwas\" title=\"Portr\u00e4t von Pastor Joseph Kiranto - er tr\u00e4gt ein hellblaues Hemd und eine braune Weste und erkl\u00e4rt seinem Gegen\u00fcber etwas\" height=\"443\" type=\"image\/webp\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>\u201eWeit gekommen, aber noch nicht weit genug\u201c: Joseph Kiranto von der Presbyterian Outreach Mission Church nahe Ewuaso<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nAnika B\u00fcssemeier\/Plan International<\/p>\n<p>      Die Ressourcen werden knapper<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-20\" pos=\"14\">Das best\u00e4tigt auch Edell Otieno-Okoth, Juristin und Fachreferentin f\u00fcr FGM von Plan International Deutschland in Hamburg. Sie stammt selbst aus Kenia. \u201eDie Ressourcen f\u00fcr M\u00e4dchen- und Frauenschutz werden knapper. Umso wichtiger ist es, dass wir solidarisch unsere Kr\u00e4fte b\u00fcndeln.\u201c Sie sieht in ihrer alten Heimat auch teils fehlendes Verantwortungsgef\u00fchl, besonders bei lokalen Politikern \u2013 \u201emanche von ihnen glauben leider wirklich noch an FGM\u201c. Vor Ort h\u00e4tten diese auf dem Land manchmal gro\u00dfen Einfluss. Auch wenn FGM seit 2011 in Kenia verboten ist \u2013 solche Politiker \u201elegen nur ein Lippenbekenntnis gegen FGM ab, schauen aber bei Verst\u00f6\u00dfen weg\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-21\" pos=\"15\">Generell w\u00fcrden weltweit viele M\u00e4nner das Thema von sich schieben, nach dem Motto: \u201eEs ist ein Problem, aber nicht meins.\u201c Otieno-Okoth schult in Deutschland regelm\u00e4\u00dfig Fachkr\u00e4fte im sozialen und medizinischen Bereich, sensibilisiert sie f\u00fcr das Thema. In Deutschland leben gesch\u00e4tzt etwa 100.000 von FGM betroffene Frauen, viele von ihnen kommen aus Somalia, Sudan, Sierra Leone und Eritrea. Rund 20.000 M\u00e4dchen sind akut gef\u00e4hrdet. Ihre Beschneidung droht selten in Deutschland selbst, aber bei einem Heimatbesuch. Wer konkrete Verdachtsmomente habe, dass FGM geplant sei, r\u00e4t Otieno-Okoth, solle vertraulich das Jugendamt kontaktieren. Falls eine Ausreise unmittelbar bevorstehe, direkt die Polizei. Otieno-Okoth h\u00e4lt die Dunkelziffer bei FGM in Deutschland f\u00fcr hoch.<\/p>\n<p>\u200b Armut und die Proteste der Gen Z\u200b<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph\">Extrem jung Das ostafrikanische Land ist kulturell divers, es gibt dort mehr als 40 ethnische Gruppen und rund 60 Sprachen. Die Kikuyu, Luo, Luhya, Kalenjin und die Masai sind zahlenm\u00e4\u00dfig die gr\u00f6\u00dften Gruppen. Mit seinen derzeit knapp 58 Millionen Ein\u00adwoh\u00adne\u00adr:in\u00adnen ist Kenia ein extrem junges Land: Das Durchschnittalter liegt bei 20 Jahren.<\/p>\n<p> minHeightToScrollBackOnCloseReadmore){<br \/>\nsetTimeout(function() {<br \/>\n$el.closest(&#8218;.module&#8216;).style.scrollMarginTop = &#8217;47px&#8216;;<br \/>\n$el.closest(&#8218;.module&#8216;).scrollIntoView({ block: &#8217;start&#8216; });<br \/>\n}, readMoreAnimationTime);<br \/>\n};<br \/>\n&#8220; class=&#8220;link icon-link-wrapper textlink show_hide is-align-items-center is-flex mgt-medium typo-link-grey-onpage&#8220; aria-controls=&#8220;accordion-panel-q7bmou02z9h&#8220; :class=&#8220;{ &#8217;show true&#8216;: show  === true, &#8217;show false&#8216;: show  !== true  }&#8220; id=&#8220;accordion-header-q7bmou02z9h&#8220;&gt;<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph\">Extrem arm Fast 70 Prozent der Menschen wohnen in l\u00e4ndlichen Gebieten, dort arbeiten \u00fcber zwei Drittel in der Landwirtschaft. Viele Existenzen sind durch den stark sp\u00fcrbaren Klimawandel mit \u00dcberschwemmungen, D\u00fcrreperioden und Ernteausf\u00e4llen gef\u00e4hrdet. Mehr als f\u00fcnf Millionen Menschen sind von Hunger bedroht. Das monatliche Durchschnittseinkommen liegt bei rund 140 Euro. Zwischen Stadt und Land, aber auch innerhalb der Gro\u00dfst\u00e4dte selbst, ist das Gef\u00e4lle, was Bildung, Einkommen und Infrastruktur angeht, oft sehr gro\u00df. In der Hauptstadt Nairobi, circa 5,7 Millionen Einwohner:innen, leben rund 40 Prozent der Menschen in Slums.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph\">Extrem brutal Rund 38 Prozent der Ke\u00adnia\u00adne\u00adr:in\u00adnen zwischen 18 und 34 Jahren sind derzeit laut Nationalem Statistikb\u00fcro (KNBS) arbeitslos, auch wenn Kenia nach S\u00fcdafrika und Nigeria die drittst\u00e4rkste afrikanische Wirtschaftskraft ist. Im Sommer 2025 demonstrierte vor allem die junge Generation Z wieder vehement gegen Chancenungleichheit, hohe Steuern, Korruption und Klientelismus. Pr\u00e4sident William Ruto, seit 2022 im Amt und anfangs f\u00fcr viele junge Menschen Hoffnungstr\u00e4ger, lie\u00df Polizei, Milit\u00e4r und von der Exekutive gekaufte Gangs teils brutal gegen die Proteste vorgehen, was zahlreiche Tote und Verletzte forderte.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-23\" pos=\"16\">Ein Sprecher des Bundesentwicklungsministeriums teilt der taz auf Anfrage mit, dass man derzeit in Kenia keine bilateralen Vorhaben finanziere, die gezielt zur Eind\u00e4mmung von weiblicher Genitalverst\u00fcmmelung, Kinderheirat und Teenagerschwangerschaft arbeiten. Deutschland beteilige sich aber an einem Treuhandfonds dazu bei der UNO. Hier geht es um ein Programm von Unicef und UNFPA, dem Bev\u00f6lkerungsfonds der UNO, um Genitalverst\u00fcmmelung zu \u00fcberwinden. <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-24\" pos=\"17\">Katiany selbst, ebenfalls eine Masai, w\u00e4re als Erstgeborene beinahe mit nicht einmal 13 Jahren verheiratet worden. \u201eWir waren zehn Kinder damals und meine Eltern sehr arm.\u201c Ihr Vater, Morris Solomon Kahane, ein Christ und heute 63 Jahre alt, war mit zwei Frauen verheiratet, unter \u00e4lteren Masai-Christen in Kenia keine Seltenheit. Als eine davon fr\u00fch starb, \u00fcbernahm Jacintas Mutter, Leah Margareth Katiany, heute 52 Jahre alt, auch die Sorge f\u00fcr die f\u00fcnf Halbgeschwister von Jacinta.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-25\" pos=\"18\">Katiany nimmt nach dem Unterricht einen Schluck stark gebr\u00fchten Tee, w\u00e4hrend sie drau\u00dfen auf dem Schulgel\u00e4nde erz\u00e4hlt. Ihre Eltern seien immer schon, im Gegensatz zu vielen anderen traditionell eingestellten Masai, gegen weibliche Genitalverst\u00fcmmelung gewesen. \u201eAber mein Vater glaubte damals, dass er es als Hirte von fremden Herden und gelegentlicher Zaunbauer f\u00fcr Weideland nicht schaffen w\u00fcrde, ohne die Mitgift, die er f\u00fcr mich erhalten h\u00e4tte, unsere gro\u00dfe Familie finanziell zu versorgen.\u201c <\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-26\" pos=\"19\">Kurz vor ihrer \u201egeplanten Kinderhochzeit\u201c, wie Katiany sagt, sei ihr Vater zuf\u00e4llig in n\u00e4heren Kontakt mit einem evangelischen Kirchenmann gekommen. \u201eBishop Joseph Dere erm\u00f6glichte es, dass die Kirche meine restliche Schulausbildung und Unterkunft finanzierte und meine Familie sich weiter \u00fcber Wasser halten konnte.\u201c Der Vater habe eingewilligt. Heute, erz\u00e4hlt Katiany, k\u00f6nne sie ihre N\u00e4chsten \u201eauch wegen meiner Ausbildung selbst sinnvoll mit Geld unterst\u00fctzen\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-27\" pos=\"20\">Sie ist die Erste aus ihrer Familie, die einen Bachelor in Buchhaltung hat. Katiany ist unverheiratet, mit ihrem zehnj\u00e4hrigen Sohn lebt sie in Ewuaso. \u201eDiesen Freiraum brauche ich, das hat meine gro\u00dfe Familie verstanden.\u201c Und die Menschen im Ort h\u00e4tten sich mittlerweile daran gew\u00f6hnt, \u201eich bin auch nicht die einzige Single Mom hier\u201c. Am liebsten w\u00fcrde sie noch einen Master in Gender Studies machen, \u201edas ist mein Traum, darauf arbeite ich hin\u201c.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/8116526\/1200\/39428187.webp\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/39428187.webp\" alt=\"Sch\u00fclerinnen in Schuluniform sitzen in einem Klassenzimmer und h\u00f6ren aufmerksam zu, im Hintergrund ein B\u00fccherregal\" title=\"Sch\u00fclerinnen in Schuluniform sitzen in einem Klassenzimmer und h\u00f6ren aufmerksam zu, im Hintergrund ein B\u00fccherregal\" height=\"443\" type=\"image\/webp\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Unterrichtsstunde in der Ewuaso Girls Secondary School<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nAnika B\u00fcssemeier\/Plan International<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-29\" pos=\"21\">Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement f\u00fcr das Break-Free-Programm betreibt die 30-J\u00e4hrige einen kleinen Laden mit Lebensmitteln, Haushalts- und Schreibwaren mitten in Ewuaso. Dort kreuzen sich ein paar nicht asphaltierte Stra\u00dfen, und dort kann man sie nach ihrem Einsatz an der Schule treffen. \u201eDer Laden ist nicht mein Traum, aber er hilft stark dabei, dass wir als Familie gut \u00fcber die Runden kommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-30\" pos=\"22\">Es ist ein Shop, bei dem man drau\u00dfen \u00fcber die Theke einkauft, ein Schw\u00e4tzchen h\u00e4lt, die neuesten Lokalnachrichten austauscht. Mit den Einnahmen hat Katiany in den letzten Jahren an einem ger\u00e4umigen bunten Haus mit rotem Blechdach mitgebaut \u2013 f\u00fcr ihre Eltern und die neun Geschwister und Halbgeschwister.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-31\" pos=\"23\">Als Kind musste sie jeden Werktag 14 Kilometer zu Fu\u00df zur Schule hin- und zur\u00fccklaufen, beim Feuerholzsammeln und Ziegenh\u00fcten helfen. Heute besitzt die Familie eine Kuh und ein Kalb, sehr viele Ziegen und Schafe, auch das Einkommen der Eltern ist sp\u00fcrbar gestiegen. Vor Kurzem sind die meisten aus einer Manyatta, einer traditionellen Lehmh\u00fctte der Masai, in das neue Haus umgezogen. Schwester Nancy, 25, die ebenfalls aufs College gegangen ist, wohnt dort mit ihrem kleinen Sohn, sowie zwei weitere Geschwister. Die anderen sind auf Internaten oder studieren \u2013 auch das finanziert Katiany mit.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/8116526\/1200\/39428180.webp\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"799\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/39428180.webp\" alt=\"Jacinta Katiany (rechts) mit ihren Eltern, Morris Solomon Kahane und Leah Margareth Katiany vor ihrem neuen Haus\" title=\"Jacinta Katiany (rechts) mit ihren Eltern, Morris Solomon Kahane und Leah Margareth Katiany vor ihrem neuen Haus\" height=\"442\" type=\"image\/webp\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Jacinta Katiany (rechts) mit ihren Eltern vor dem neubezogenen Haus der Familie<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nAnika B\u00fcssemeier\/Plan International<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-33\" pos=\"24\">Regelm\u00e4\u00dfig schaut sie bei ihrer Familie vorbei, die lebt nicht weit weg von ihr, mitten im Buschland, auf einem Fleckchen namens Olkirdingae. Nachdem Katiany ihren Laden verriegelt hat, bricht sie dorthin auf. Als Masai kommt sie urspr\u00fcnglich aus einer Kultur, die sie auf dem Weg so beschreibt: \u201eFrauen haben bei den Masai nichts zu sagen.\u201c Sobald Leah Margareth, ihre Mutter, vor Jahren bemerkte, \u201edass ich mein Leben selbstst\u00e4ndig in die Hand nehme\u201c, habe sie \u201eaus Freude erst mal angefangen zu weinen\u201c.<\/p>\n<p>      Umdenken ohne Bevormundung<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-35\" pos=\"26\">Das Break-Free-Programm in Kajiado County ist der Anfang eines Aufbruchs f\u00fcr viele M\u00e4dchen und Frauen. Aber noch davor steht die oft komplizierte Arbeit mit meist m\u00e4nnerdominierten Interessengruppen vor Ort. Es geht darum, ohne bevormunden zu wollen, Menschen zum Umdenken zu animieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-36\" pos=\"27\">Die \u00c4ltestenversammlung von Masai-Dorfvorstehern, Chiefs aus dem Gebiet Najile, begr\u00fc\u00dft mit einer Willkommenszeremonie die ausl\u00e4ndischen Reporterinnen. Die \u201eElders\u201c sind in der Tradition der Masai immer noch die Wichtigsten: Sie sind es, die vorgeben, wie zusammengelebt werden soll, welche Rituale und welche Konventionen gelten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-37\" pos=\"28\">Sie nicken zustimmend, als Katiany ihnen \u00fcbersetzt, dass zu weiblicher Genitalverst\u00fcmmelung und zu Aktionen dagegen recherchiert werde. Chief Sayo, im dunklen Sportblouson und mit einem h\u00f6lzernen Hirtenstab der Masai, meldet sich zu Wort: \u201eEs gibt vieles, was wir Masai bewahren sollten, aber Beschneidungen und Fr\u00fchverheiratungen schaden uns. Sobald ein M\u00e4dchen beschnitten ist, ist sie bei uns eine Frau, heiratet, und drei Monate sp\u00e4ter ist sie schwanger und geht dann nie mehr zur Schule\u201c, sagt der Chief. \u201eDass FGM in Kenia eine Straftat ist, ist wichtig, aber die Menschen hier f\u00fcrchten das Gesetz nicht besonders. Erst wenn sie wirklich verstehen, warum es schlecht f\u00fcr uns ist, werden sie es f\u00fcr immer sein lassen.\u201c<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Wir brauchen neue Rituale, um den \u00dcbergang zum Erwachsenwerden f\u00fcr M\u00e4dchen zu symbolisieren. Doch auf keinen Fall solche, die weh tun<\/p>\n<p class=\"typo-fotocredit pt-xsmall\">\n<p>            Bishop Joseph Dere<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-39\" pos=\"29\">Bishop Joseph Dere, der einst Katianys Familie geholfen hat, fordert nach der Zeremonie: \u201eWir brauchen neue Rituale, um den \u00dcbergang zum Erwachsenwerden f\u00fcr M\u00e4dchen zu symbolisieren. Doch auf keinen Fall solche, die weh tun.\u201c Insbesondere in l\u00e4ndlichen Gegenden ist die Kirche in Kenia eine wichtige Instanz. Ohne sie lassen sich soziale Projekte hier nicht verwirklichen und schon gar nicht verstetigen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-40\" pos=\"30\">In Kajiado County ist sie meist evangelisch-reformiert oder evangelisch-presbyterianisch. Masai sind, so sie einer Kirche angeh\u00f6ren, fast ausschlie\u00dflich evangelisch. Nur rund 10 Prozent der kenianischen Kirchen sind katholisch gepr\u00e4gt. Neben den Stammes\u00e4ltesten sind es die Gemeindef\u00fchrer:innen, also Frauen und M\u00e4nner, die in der Verwaltung arbeiten, auf deren Zustimmung es ankommt, wenn es um die Umsetzung von Projekten geht.<\/p>\n<p><a class=\"slides icon maximize_opahov large pswp-slides pl-0\" href=\"https:\/\/taz.de\/picture\/8116526\/1200\/39428109.webp\" data-pswp-width=\"1200\" data-pswp-height=\"800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/39428109.webp\" alt=\"Menschen stehen nebeneinander unter einem Baum\" title=\"Menschen stehen nebeneinander unter einem Baum\" height=\"443\" type=\"image\/webp\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>\u00c4ltestenversammlung der Masai-Dorfvorsteher in der Gegend von Najile, Kajiado County<\/p>\n<p>Foto:<br \/>\nAnika B\u00fcssemeier\/Plan International<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-42\" pos=\"31\">\u201eRund 40 Prozent unserer Pastoren hier im Sprengel sind immer noch sehr traditionell und nicht kooperativ eingestellt. Wir sind wirklich schon weitergekommen, was die Rechte von M\u00e4dchen und Frauen angeht, aber noch immer nicht weit genug\u201c, sagt Pastor Joseph Kiranto von der Presbyterian Outreach Mission Church nahe Ewuaso. Mittlerweile gibt es unter den 74 Pastoren auch f\u00fcnf Frauen, eine davon ist eine Masai.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-43\" pos=\"32\">Der 42-j\u00e4hrige Kiranto organisiert mit seinem gemischten Team regelm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfere Treffen mit Masai-Eltern. Dann geht es einen ganzen Tag um Kinderschutz, um Schulfragen, um Verh\u00fctung und Sexualit\u00e4t. Oft auch darum, wie sich die meist beengte Wohnsituation in einfachen H\u00fctten verbessern l\u00e4sst. \u201eViele sind am Anfang noch sehr scheu, manche ablehnend. Aber sie kommen und etwas ver\u00e4ndert sich. Zum Guten.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-44\" pos=\"33\">Kiranto will in Zukunft auch einen \u201eDad\u2019s Day\u201c f\u00fcr V\u00e4ter und S\u00f6hne anbieten. Was es schon gibt in Ewuaso, ist eine Art Mann-zu-Mann-Initiative, die sich viertelj\u00e4hrlich trifft. \u201eWenn Menschen sich gegen Neues, gegen Gleichberechtigung stellen, kommst du nicht weit mit Streit\u201c, meint Kiranto. \u201eAlle unsere Initiativen wollen ermutigen, ins Gespr\u00e4ch zu kommen, sich beraten zu lassen.\u201c Nur wenn Jungen und M\u00e4nner begriffen, dass es nicht von Selbstbewusstein zeugt, M\u00e4dchen und Frauen zu unterdr\u00fccken, k\u00f6nnten sie sich positiv engagieren. \u201eUnd das passiert bei uns immer mehr.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-45\" pos=\"34\">Morris Solomon, Katianys Vater, erz\u00e4hlt, dass er stolz sei auf seine Tochter, sehr sogar. \u201eWas sie macht, was sie geschafft hat. Ich bin froh und gl\u00fccklich, dass ich Jacinta nicht als Kind verheiratet habe.\u201c Ihre Mutter Leah Margareth nickt, dann lacht sie energisch, und sagt, sie selbst k\u00f6nne ja noch nicht lesen. \u201eAber das wird.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-46\" pos=\"35\">\n        Die Recherchereise wurde unterst\u00fctzt von Plan International Deutschland.\n      <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K urz guckt eine Kuh zur T\u00fcr herein. Betrachtet freundlich das Klassenzimmer. Und ist schon wieder weg. Drau\u00dfen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12765,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[118,119],"class_list":{"0":"post-12764","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kenia","8":"tag-kenia","9":"tag-kenya"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116499885789574589","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12764\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}