{"id":12864,"date":"2026-05-01T22:03:20","date_gmt":"2026-05-01T22:03:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12864\/"},"modified":"2026-05-01T22:03:20","modified_gmt":"2026-05-01T22:03:20","slug":"sudan-konferenz-druck-fuer-ende-der-humanitaeren-katastrophe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12864\/","title":{"rendered":"Sudan-Konferenz: Druck f\u00fcr Ende der humanit\u00e4ren Katastrophe"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/cd6dfed927c8129722787c7a00f57ef9ac6ee9cf-91261747.jpg\" width=\"1400\" height=\"1050\" alt=\"Sudan-Konferenz: Druck f\u00fcr ein Ende der humanit\u00e4ren Katastrophe\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Sudan-Konferenz: Druck f\u00fcr ein Ende der humanit\u00e4ren Katastrophe            <\/p>\n<p>            Keystone-SDA        <\/p>\n<p>        Drei Jahre nach Beginn des blutigen B\u00fcrgerkriegs im Sudan machen Spitzenvertreter der UN, Europas, Afrikas und der USA Druck f\u00fcr ein Ende des Konflikts.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        15. April 2026 &#8211; 16:01\n<\/p>\n<p> (Keystone-SDA) UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher forderte in Berlin bei der dritten internationalen Sudan-Konferenz \u00abeine klare Vision f\u00fcr die Zukunft des Sudans\u00bb. Er sprach von einer Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr die internationale Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Das sudanesische Volk d\u00fcrfe nicht weiter im Stich gelassen werden, forderte Fletcher. \u00abFriedensarbeit ist komplex und erfordert Geduld, aber sie ist keine Raketenwissenschaft.\u00bb<\/p>\n<p>Mehr als elf Millionen Menschen auf der Flucht<\/p>\n<p>Der Machtkampf zweier Gener\u00e4le hat im drittgr\u00f6ssten Land Afrikas entsetzliches Leid \u00fcber die Zivilbev\u00f6lkerung gebracht: Aktuell sind 11,6 Millionen Menschen auf der Flucht, es herrscht Hunger in vielen St\u00e4dten, kommt zu Massakern und massiver sexueller Gewalt. Die Vereinten Nationen sprechen von der aktuell gr\u00f6ssten humanit\u00e4ren Katastrophe weltweit. Die Hauptkontrahenten sind in Berlin nicht dabei. In der deutschen Hauptstadt geht es vor allem um die Finanzierung humanit\u00e4rer Hilfe.<\/p>\n<p>Fletcher sagte, er bringe \u00abdie Frustration, die Wut und die Verzweiflung einer Bev\u00f6lkerung mit, die so viel Leid erfahren hat\u00bb. Es gebe \u00abzu viel sexuelle Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen, zu viele Tote durch Drohnenangriffe internationaler Akteure, zu viel Vernachl\u00e4ssigung und Apathie seitens der internationalen Gemeinschaft\u00bb. Notwendig sei ein Ende der Waffen- und Drohnenlieferungen durch Unterst\u00fctzer der Kriegsparteien, die so viele Sudanesen, aber auch humanit\u00e4re Helfer t\u00f6teten.<\/p>\n<p>Krieg der Gener\u00e4le \u2013 \u00abSie zerst\u00f6ren ihr Land\u00bb<\/p>\n<p>Der B\u00fcrgerkrieg begann vor genau drei Jahren \u2013 am 15. April 2023. Seitdem k\u00e4mpfen die Regierungsarmee SAF von De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und die Miliz RSF unter Mohamed Hamdan Daglo um die Vorherrschaft im Sudan. Einst hatten sich die beiden gemeinsam an die Macht geputscht \u2013 Daglo war al-Burhans Stellvertreter.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Kommission der Regionalorganisation Afrikanische Union (AU), Mahmoud Ali Youssouf, sagte: \u00abDie sudanesischen Akteure zerst\u00f6ren ihr Land. Sie verlieren ganze Generationen von Sudanesen.\u00bb<\/p>\n<p>Forderung nach humanit\u00e4rer Waffenruhe<\/p>\n<p>Der Berater der US-Regierung f\u00fcr die afrikanischen und arabischen L\u00e4nder, Massad Boulos, forderte wie der UN-Sondergesandte f\u00fcr den Sudan, Pekka Haavisto, eine sofortige humanit\u00e4re Waffenruhe. Diese solle ohne Vorbedingungen sofort akzeptiert werden, damit man an einem politischen \u00dcbergang arbeiten k\u00f6nne, sagte Boulos.<\/p>\n<p>Mehrere Konferenzteilnehmer sprachen sich f\u00fcr die Einbindung der sudanesischen Zivilgesellschaft in die Gespr\u00e4che \u00fcber die Zukunft des Landes aus \u2013 und einen demokratischen Neubeginn. Teil der Konferenz in Berlin ist eine Plattform f\u00fcr Beratungen von Vertretern der Zivilgesellschaft, die einen Plan hin zu einer zivilen statt einer Milit\u00e4rregierung f\u00fcr das Land erarbeiten sollen.<\/p>\n<p>Volker T\u00fcrk, der UN-Hochkommissar f\u00fcr Menschenrechte, forderte, die Untersuchung von Gr\u00e4ueltaten im B\u00fcrgerkrieg an den Internationalen Strafgerichtshof zu \u00fcberweisen. \u00abExtremst wichtig\u00bb sei ein Waffenembargo f\u00fcr den gesamten Sudan, nicht nur f\u00fcr die Region Darfur.<\/p>\n<p>In dem B\u00fcrgerkrieg geht es auch um Einflusssph\u00e4ren: Es gilt als unstrittig, dass die RSF Unterst\u00fctzung durch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erh\u00e4lt. Die Regierungstruppen wiederum werden vom Nachbarland \u00c4gypten und von Saudi-Arabien unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Hoffnung auf umfangreiche Hilfszusagen<\/p>\n<p>Die Sudan-Konferenz in Berlin nach Treffen in Paris und London wurde von Deutschland zusammen mit Grossbritannien, Frankreich, den USA sowie der Europ\u00e4ischen und Afrikanischen Union ausgerichtet. In Paris hatte es Hilfszusagen in H\u00f6he von etwa zwei Milliarden Euro (rund 1,84 Milliarden Franken) und in London von etwa einer Milliarde Euro gegeben. Ziel sei es, in Berlin die Mittel der vorherigen Konferenz in London zu \u00fcbertreffen, sagte der deutsche Aussenminister Johann Wadephul im Deutschlandfunk.<\/p>\n<p>Er forderte die Weltgemeinschaft zu einem st\u00e4rkeren Engagement f\u00fcr ein Ende des Konflikts auf. \u00abDiese grosse humanit\u00e4re Katastrophe in Afrika darf nicht vergessen werden\u00bb, verlangte Wadephul. Die Konferenz werde nicht die L\u00f6sung f\u00fcr den Konflikt sein, k\u00f6nne aber einen substanziellen Beitrag leisten, dass die damit verbundene menschliche Katastrophe wahrgenommen werde.<\/p>\n<p>Die deutsche Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Katharina Dr\u00f6ge sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), auch wenn nun wichtige finanzielle Zusagen aus Deutschland k\u00e4men, d\u00fcrfe das nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass die Regierung von Kanzler Friedrich Merz ihre Mittel in diesem Bereich \u2013 auch f\u00fcr den Sudan \u2013 mehr als halbiert habe. \u00abDas ist angesichts der katastrophalen Lage vor Ort widerspr\u00fcchlich und verantwortungslos.\u00bb<\/p>\n<p>Die britische Aussenministerin Yvette Cooper k\u00fcndigte neue Hilfen in H\u00f6he von rund 168 Millionen Euro an. Norwegen will nach Angaben seines Aussenministers Espen Barth Eide 42 Millionen Euro bereitstellen. In diesem Jahr sind nach UN-Angaben bisher nur 16 Prozent der Hilfsgelder f\u00fcr den Sudan gesichert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sudan-Konferenz: Druck f\u00fcr ein Ende der humanit\u00e4ren Katastrophe Keystone-SDA Drei Jahre nach Beginn des blutigen B\u00fcrgerkriegs im Sudan&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12865,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[235],"tags":[267,1202],"class_list":{"0":"post-12864","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sudan","8":"tag-sudan","9":"tag-ticker"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116501584487674244","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12864"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12864\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12865"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}