{"id":12902,"date":"2026-05-02T03:14:00","date_gmt":"2026-05-02T03:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12902\/"},"modified":"2026-05-02T03:14:00","modified_gmt":"2026-05-02T03:14:00","slug":"schuesse-auf-demonstrierende-in-libyen-aufstand-gegen-kriegsfuehrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12902\/","title":{"rendered":"Sch\u00fcsse auf Demonstrierende in Libyen: Aufstand gegen Kriegsf\u00fchrer"},"content":{"rendered":"<p>\nIn Libyens Hauptstadt Tripolis kommt es zu Protesten gegen alle Kriegsparteien. Pl\u00f6tzlich fallen Sch\u00fcsse, vermummte Milizen feuern in die Menge.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">   Die Poster zeigten Fotos der <a href=\"https:\/\/taz.de\/Krieg-in-Nordafrika\/!5682847\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verfeindeten Kriegsf\u00fchrer Libyens<\/a>: General Haftar, Regierungschef Sarradsch, Parlamentschef Saleh nebeneinander. Die Portraits waren durchgekreuzt und mit den Worten \u201eGeht endlich\u201c versehen. Hunderte Demonstranten kamen am Sonntagabend auf dem zentralen M\u00e4rtyrerplatz in Libyens Hauptstadt Tripolis zusammen und forderten ein Ende von Korruption und Willk\u00fcrherrschaft auf allen Seiten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Obwohl die Demonstranten mit wei\u00dfen Flaggen durch die Innenstadt zogen, um keine der in Tripolis tonangebenden Milizen zu provozieren, fielen pl\u00f6tzlich Sch\u00fcsse. Vermummte Uniformierte feuerten von ihren Pick-ups, um die Menge zu zerstreuen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Videos von Demonstranten mit Schusswunden kursierten sp\u00e4ter auf sozialen Netzwerken. Brennende M\u00fclltonnen und in kleinen Gruppen durch die Stadt ziehende Jugendliche erinnerten an den Beginn des Aufstandes gegen Gaddafi 2011.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Es ist unwahrscheinlich, dass die Sarradsch-Regierung den Einsatz von scharfer Munition angeordnet hat. Das gewaltsame Vorgehen der regierungsnahen Milizen zeigt nun aber, wie schwierig es sein wird, den am Freitag verk\u00fcndeten <a href=\"https:\/\/taz.de\/Waffenruhe-in-Libyen\/!5704059\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Waffenstillstand<\/a> umzusetzen.<\/p>\n<p>      S\u00f6ldnertruppen wollen keinen Frieden<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Die vier gro\u00dfen Hauptstadtmilizen, die von der <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tuerkisches-Eingreifen-in-Libyen\/!5676953\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">T\u00fcrkei<\/a> aus Syrien eingeflogenen S\u00f6ldner und radikale Gruppen werden zwar vom Innen- oder Verteidigungsministerium bezahlt, handeln aber oft nur in Eigeninteresse und auf eigenes Kommando. Der 18-monatige Krieg um Tripolis war f\u00fcr die ausl\u00e4ndischen K\u00e4mpfer aus Syrien, Sudan und Russland ein lukratives Gesch\u00e4ft. Der Frieden w\u00fcrde ihre Entwaffnung bedeuten.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Doch die Bev\u00f6lkerung sehnt sich nach friedlichen Verh\u00e4ltnissen. Zwar gibt es seit Juni kaum noch K\u00e4mpfe zwischen den Einheiten der Regierung im Westen des Landes und den Truppen von General Haftar im Osten. Daf\u00fcr aber verschlechterten sich die Lebensumst\u00e4nde in vielen libyschen St\u00e4dten merklich. Bis zu zehn Stunden t\u00e4glich fiel in den Sommermonaten in Teilen von Tripolis die Wasser- und Stromversorgung aus, der Wert des Dinars sank um ein Drittel.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"8\">Auch die monatlich auf rund 60 Euro begrenzte Auszahlung an Geldautomaten und die langen Schlangen an den Tankstellen zerren an den Nerven vieler Libyer. Noch warten in der Hauptstadt \u00fcber 100.000 auf die R\u00fcckkehr in ihre H\u00e4user, die sie w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe im S\u00fcden der Zweimillioneneinwohnerstadt und des Beschusses durch die mittlerweile abgezogenen Haftar-Truppen verlassen mussten. In der letzten Woche starben drei R\u00fcckkehrer bei der Explosion von Landminen.<\/p>\n<p class=\"column  is-8-tablet mgh-auto-tablet headline typo-head-small pv-xsmall mobile-order-1\">Gemeinsam f\u00fcr freie Presse<\/p>\n<p class=\"article column first  is-8-tablet mgh-auto-tablet  mobile-order-2\">\nAls Genossenschaft geh\u00f6ren wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zug\u00e4nglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verf\u00fcgung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten m\u00fcssen Einordnungen und Informationen allen zug\u00e4nglich sein. Unsere Leser:innen m\u00fcssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabh\u00e4ngiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Daf\u00fcr sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen k\u00f6nnen, brauchen wir mehr Unterst\u00fctzung. Unser n\u00e4chstes Ziel: 50.000 \u2013 und mit Ihrer Beteiligung k\u00f6nnen wir es schaffen. 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