{"id":12935,"date":"2026-05-02T07:15:08","date_gmt":"2026-05-02T07:15:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12935\/"},"modified":"2026-05-02T07:15:08","modified_gmt":"2026-05-02T07:15:08","slug":"urlaub-dieses-afrika-ziel-kennt-kaum-jemand-und-genau-das-ist-sein-groesster-reiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/12935\/","title":{"rendered":"Urlaub: Dieses Afrika-Ziel kennt kaum jemand \u2013 und genau das ist sein gr\u00f6\u00dfter Reiz"},"content":{"rendered":"<p>24 Jahre nach Ende des B\u00fcrgerkriegs \u00f6ffnet sich Angola langsam f\u00fcr Touristen. Wer das diesj\u00e4hrige Gastland der ITB, der weltgr\u00f6\u00dften Reisemesse, jetzt erkundet, hat dessen spektakul\u00e4re Vielfalt fast f\u00fcr sich allein.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die  Abendsonne sinkt m\u00fcde in den Dunst des Dickichts, als Miji Suete Chihumbu\u00e9 dem Fahrer des Gel\u00e4ndewagens pl\u00f6tzlich zufl\u00fcstert, anzuhalten. Angestrengt horcht der Wildh\u00fcter in den Wald. Keine Vogelstimme. Kein Schakalgeheul. Noch nicht einmal das Rascheln fl\u00fcchtender Buschbockhufe im trockenen Laub l\u00e4sst auf nahe Wildtiere schlie\u00dfen, hier im Cangandala-Nationalpark im Norden <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/angola\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/angola\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Angolas<\/a>.   <\/p>\n<p>Chihumbu\u00e9s weitgereiste G\u00e4ste haben mit gesch\u00e4rftem Blick erst hoffnungsvoll, dann zunehmend skeptisch das dichte Buschland und die Lichtungen im Dickicht abgesucht. Nichts. Der Ranger aber besteht darauf, dass sie hier zu finden und auch f\u00fcr Touristen zu beobachten sind: Palanca Negra Gigante, so der portugiesische Name der geheimnisvollen Riesen-Rappenantilope.<\/p>\n<p>Sie ist das Wappentier Angolas und weltweit nirgendwo anders zu finden als in dem s\u00fcdwestafrikanischen Land. \u201eEigentlich sehen wir sie bei fast jeder Pirschfahrt. Manchmal ist es allerdings etwas schwierig, n\u00e4mlich dann, wenn die Tiere nicht t\u00e4glich an die Wasserstellen kommen.\u201c So ein Tag scheint heute zu sein.  <\/p>\n<p>Wei\u00dfer Fleck auf der Weltkarte<\/p>\n<p>Angola ist keine Destination f\u00fcr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/Safari\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/Safari\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Safari<\/a>-Anf\u00e4nger. Schon gar nicht ist es ein Land f\u00fcr Reiseneulinge ohne Geduld und Neugier. Erst seit wenigen Jahren \u00f6ffnet sich der von einem jahrzehntelangen B\u00fcrgerkrieg gebeutelte Staat zwischen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/namibia-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/namibia-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Namibia<\/a> und dem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kongo\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/kongo\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kongo<\/a> langsam f\u00fcr Touristen. F\u00fcr die meisten Reisenden ist Angola schlicht ein wei\u00dfer Fleck auf der Weltkarte.    <\/p>\n<p>Doch das soll sich nun \u00e4ndern. Die Regierung unternimmt inzwischen gro\u00dfe Anstrengungen, um den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tourismus\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/tourismus\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tourismus<\/a> im Land zu f\u00f6rdern. In der Hauptstadt Luanda und einigen weiteren St\u00e4dten planen mittlerweile auch gro\u00dfe internationale Hotelketten wie Hilton und Marriott Neuer\u00f6ffnungen. Und Angola ist in diesem Jahr offizielles Gastland der weltgr\u00f6\u00dften Tourismusmesse <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/itb\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/itb\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ITB<\/a> in Berlin, die am 3. M\u00e4rz beginnt.   <\/p>\n<p>Wer Afrika liebt, wird mit Angola ein fast unber\u00fchrtes Reiseland entdecken, das das Potenzial zum Trendziel f\u00fcr Weltreisende hat, die am liebsten als Pioniere zu unbekannten Zielen unterwegs sind. Nicht obwohl, sondern gerade weil das Land touristisch fast komplett unerschlossen ist, wird Angola viele Globetrotter begeistern.<\/p>\n<p>Safariwagen-Staus um eine Elefantenherde, wie sie zum Alltag in etlichen Schutzgebieten im s\u00fcdlichen und \u00f6stlichen Afrika geh\u00f6ren, wird man in Angola in absehbarer Zeit nicht erleben. Die Magie zu sp\u00fcren, einsam in oft spektakul\u00e4ren Naturlandschaften unterwegs zu sein, geh\u00f6rt zu den eindr\u00fccklichsten Erlebnissen einer Angolareise. Im Vergleich zu klassischen Afrikazielen gibt es hier auch einige Geheimnisse zu entdecken, die einzigartig sind \u2013 die Riesen-Rappenantilope ist nur eines davon.   <\/p>\n<p>Hippotragus niger variani, so der lateinische Name der Antilope mit den m\u00e4chtigen, s\u00e4belartig nach hinten gebogenen H\u00f6rnern, galt am Ende des B\u00fcrgerkriegs als ausgestorben. Der letzte Nachweis gelang 1982, sieben Jahre nach der Unabh\u00e4ngigkeit Angolas von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/portugal-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/portugal-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Portugal<\/a> und dem Beginn erbitterter Schlachten zwischen den drei rivalisierenden Befreiungsbewegungen MPLA, FNLA und Unita.   <\/p>\n<p>Mythos Antilope<\/p>\n<p>F\u00fcr die Angolaner ist die Riesen-Rappenantilope ein nationales Symbol. Ihre Fu\u00dfballmannschaft tr\u00e4gt ihr Konterfei auf dem roten Trikot, die angolanische Fluggesellschaft TAAG hat sie im Logo. Die Mythen, die die scheue Antilope umgeben, erinnern an die Legenden vom Einhorn. Zu schade, dass die Tiere, trotz der Versprechen des Rangers, hier im Wald von Cangandala nicht leibhaftig zu sichten sind.   <\/p>\n<p>Anfang des 20. Jahrhunderts, als Angola die bedeutendste und wirtschaftlich profitabelste Kolonie Portugals in Afrika war, galten die bis zu 1,70 Meter langen H\u00f6rner der Riesen-Rappenantilope als Lieblingstroph\u00e4e der Kaffeebarone und ihrer wohlhabenden G\u00e4ste. 2002, am Ende des B\u00fcrgerkriegs, war unsicher, ob auch nur ein einziges der stolzen Tiere \u00fcberlebt haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Viele waren der hungernden Landbev\u00f6lkerung zum Opfer gefallen. K\u00e4mpfer, die sich im Busch verschanzt hatten, lebten von ihrem Fleisch und schm\u00fcckten sich mit ihren H\u00f6rnern, die zu den sch\u00f6nsten und schwersten aller Antilopen geh\u00f6ren.    <\/p>\n<p>2003 gingen Natursch\u00fctzer um den Zoologen Pedro Vaz Pinto den Ger\u00fcchten von Einheimischen nach, dass im Wald von Cangandala noch immer ein paar letzte \u00dcberlebende existieren sollten. Es gelang ihnen tats\u00e4chlich, eine Herde ausfindig zu machen und die Tiere unter strengen Schutz zu stellen. Heute gibt es wenige Hundert Exemplare.  <\/p>\n<p>Die einzigen Touristen im Nationalpark<\/p>\n<p>Als das letzte Licht der untergehenden Sonne durch das Buschwerk bricht, ruft Chihumbu\u00e9 dem Fahrer pl\u00f6tzlich zu, den Wagen anzuhalten: \u201ePalanca!\u201c Seine Begleiter k\u00f6nnen erst gar nichts zwischen den Baumst\u00e4mmen ausmachen. Dann glauben sie, ihren Augen nicht zu trauen: In einiger Entfernung steht tats\u00e4chlich ein schwarzer Bulle, der in der einbrechenden D\u00e4mmerung gut getarnt ist. Die stattlichen H\u00f6rner w\u00f6lben sich eindrucksvoll \u00fcber seiner M\u00e4hne. Ein ausgesprochen majest\u00e4tisches, fast wundersames Wesen.    <\/p>\n<p>Auf der Pirschfahrt am n\u00e4chsten Morgen kann Chihumbu\u00e9 seiner Gruppe noch einige weitere der seltenen Tiere zeigen, darunter ein paar Weibchen. Zwar erweisen sich die Antilopen noch immer als scheu, einige scheinen jedoch inzwischen an das Gef\u00e4hrt der Ranger gew\u00f6hnt zu sein. Chihumbu\u00e9s Safarig\u00e4ste sch\u00e4tzen sich jedenfalls gl\u00fccklich, eines der seltensten Tiere der Welt vor die Kamera bekommen zu haben.   <\/p>\n<p>Einem anderen Wagen begegnen sie in Cangandala nicht. Laut den Rangern sind sie momentan die einzigen Touristen im Nationalpark. Bisher gibt es hier keine einzige Lodge. Einige Safariveranstalter bieten aber Campingm\u00f6glichkeiten in komfortablen Bush Camps mit Vollverpflegung an. \u201eNoch immer findet kaum ein Tourist hierher\u201c, bedauert Chihumbue\u0301. \u201eDabei brauchen wir f\u00fcr den Schutz der Antilopen dringend mehr Geld.\u201c<\/p>\n<p>Nicht nur in Cangandala haben Touristen Angolas Wildnis f\u00fcr sich allein. Safari-Enthusiasten entdecken gerade erst den Iona-Nationalpark an der Grenze zu Namibia mit seinen spektakul\u00e4ren Landschaften. Die Sandw\u00fcsten, Trockensavannen und kilometerlangen Str\u00e4nde am <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/atlantik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/atlantik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Atlantik<\/a> sind menschenleer.<\/p>\n<p>Hier lassen sich auch Spie\u00df- und Springb\u00f6cke sowie die seltenen Angola-Giraffen beobachten. Im Naturreservat Cuatir an einem entlegenen Zufluss des Okavango, k\u00f6nnen Besucher inzwischen auch wieder Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten beobachten. 2024 wurde zudem eine Herde Elefanten aus Namibia eingef\u00fchrt.    <\/p>\n<p>Das gesamte Kaleidoskop afrikanischer Panoramen<\/p>\n<p>Angola ist in etwa dreieinhalbmal so gro\u00df wie <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutschland-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutschland-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> und landschaftlich weit vielf\u00e4ltiger als andere Staaten Afrikas. Von den Dschungeln, Waldsavannen, Kaffee- und Kakao-Plantagen im Norden \u00fcber Gebirgsz\u00fcge im Zentrum, die \u00fcber 2500 Meter hoch aufragen, bis zu den Trockengebieten im S\u00fcden findet man hier fast das gesamte Kaleidoskop afrikanischer Panoramen \u2013 alles in einem einzigen Land. <\/p>\n<p>Mit den m\u00e4chtigen Kalandula-Wasserf\u00e4llen bietet Angola zudem auch eine echte Alternative zu den bisweilen \u00fcberlaufenen Victoria-F\u00e4llen zwischen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/sambia-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/sambia-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sambia<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/simbabwe-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/simbabwe-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Simbabwe<\/a>. Steht man hier einsam am Abgrund vor den tosenden Wassermassen, fragt man sich staunend, wie solch ein grandioses Naturschauspiel bis heute ganz ohne Souvenirh\u00e4ndler auf \u00fcberf\u00fcllten Busparkpl\u00e4tzen und ohne Selfie-Poser auf der Aussichtsplattform auskommt.<\/p>\n<p>Nicht nur wegen seiner spektakul\u00e4ren Natur k\u00f6nnte Angola in Zukunft durchaus ein gefragtes Reiseziel werden. So manchen lockt auch die enorme kulturelle Vielfalt, schlie\u00dflich ist Angola ein Schmelztiegel aus afrikanischen und portugiesischen Einfl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Besonders mitrei\u00dfend sind die Musik- und Tanztraditionen \u2013 allen voran Semba, Kizomba und Kuduro. Vor allem in Luanda kann man sie in Bars, Beach Clubs und auf Stra\u00dfenpartys erleben.<\/p>\n<p>Die Hauptstadt ist eine sehenswerte Mischung aus afrikanischem Moloch, entspannter Strandmetropole und vibrierendem Wirtschaftszentrum, hier lassen sich alte Kirchen aus der portugiesischen Kolonialzeit besichtigen, die eindrucksvolle Festung S\u00e3o Miguel und das futuristische Mausoleum des Nationalhelden Agostinho Neto mit seinem raketenartigen Turm. Zwischen modernen Hochh\u00e4usern, Favelas, Shopping-Malls und M\u00fclldeponien schl\u00e4gt Angolas Herz, dem man mehr als ein, zwei Tage einr\u00e4umen sollte, um in den Alltag einzutauchen.   <\/p>\n<p>Vor allem das Gesch\u00e4ft mit \u00d6l, der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftszweig, brachte der Stadt zwischen 2010 und 2017 mehrfach den zweifelhaften Titel der teuersten Stadt der Welt ein. Von den enormen Rohstoffvorkommen profitieren allerdings die wenigsten Angolaner. Die massive Ungleichheit zwischen Arm und Reich f\u00fchrt immer wieder zu Protesten, zuletzt im Sommer 2025, als mehr als 20 Demonstranten get\u00f6tet wurden \u2013 solche Veranstaltungen sollten Reisende also meiden.<\/p>\n<p>Gewaltkriminalit\u00e4t kommt, wie anderswo in Afrika auch, ebenfalls in Angola vor. Anders als in einigen klassischen Safaril\u00e4ndern richtet sie sich jedoch nicht gezielt gegen Touristen. Die allermeisten Besucher d\u00fcrften vielmehr \u00fcberrascht sein, wie ausgesprochen freundlich und zuvorkommend Angolaner ausl\u00e4ndischen Besuchern vor allem aus Europa begegnen.   <\/p>\n<p>Weder Folklorekitsch noch Fake-Kunsthandwerk<\/p>\n<p>Mehr als 100 St\u00e4mme und ethnische Minderheiten z\u00e4hlt das Land. Keine davon wird touristisch vermarktet wie etwa die Massai in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kenia-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/kenia-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kenia<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tansania-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/tansania-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tansania<\/a> oder die Himba in Namibia. Folklorekitsch und Fake-Kunsthandwerk hat in Angola schlicht noch keinen Markt. F\u00fcr Interessierte bieten einige einheimische Veranstalter Begegnungen mit verschiedenen St\u00e4mmen vor allem im S\u00fcden des Landes an. G\u00fcnstig sind solche individuellen Touren freilich nicht. <\/p>\n<p>\u00dcberhaupt ist Angola nicht billig. Immerhin gilt Luanda nicht mehr als teuerste Metropole des Planeten, die Spitzenposition haben inzwischen \u2013 je nach Ranking \u2013 <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hongkong-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hongkong-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hongkong<\/a>, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/singapur-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/singapur-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Singapur<\/a> oder <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/zuerich-staedtereise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/zuerich-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Z\u00fcrich<\/a> \u00fcbernommen. Vor allem f\u00fcr Backpacker oder Budget-Reisende fehlen Angebote; f\u00fcr Rundreisen sollte man mindestens 5000 Euro pro Kopf einkalkulieren. Solche Touren haben den Vorteil, dass man unterwegs nichts organisieren muss, zumal kaum jemand in Angola Englisch spricht. Portugiesisch, die Sprache der ehemaligen Kolonialmacht, wird jedoch fast \u00fcberall verstanden.<\/p>\n<p>Wer Einheimische trifft, idealerweise mit einem sprachkundigen Guide, erh\u00e4lt tiefe Einblicke. Zum Beispiel in die Kaffeekultur: \u201eAngola hat eine sehr schmerzvolle Geschichte, aber man sp\u00fcrt \u00fcberall auch den Wunsch nach einem Neuanfang\u201c, sagt Miguel Barata. Der Angolaner mit portugiesischen Wurzeln trifft gerne ausl\u00e4ndische Besucher.<\/p>\n<p>Er hat vor vier Jahren begonnen, die ehemalige Kaffeeplantage Monte Alegre wiederzubeleben, die \u2013 wie fast alle im Land \u2013 w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs zerst\u00f6rt wurde und langsam verfiel. Einst sei Angola eines der wichtigsten Kaffeeanbaugebiete der Welt gewesen, sagt Barata. \u201eMeine Familie baut in vierter Generation Kaffee an. Zum Gl\u00fcck sind wir nicht allein: Inzwischen gibt es einige, die wieder an die alte Tradition ankn\u00fcpfen.\u201c<\/p>\n<p>Im Kaffeeanbaugebiet Cambondo, etwa auf halber Strecke zwischen Luanda und den Kalandula-F\u00e4llen, f\u00fchrt Barata Besucher durch Reihen frisch gepflanzter Robusta-Setzlinge und junger Kakao-B\u00e4ume. Heerscharen von Schmetterlingen flattern \u00fcber bunten Bl\u00fcten. Auf einem H\u00fcgel liegt die Ruine eines im B\u00fcrgerkrieg zerst\u00f6rten Plantagenhauses, umgeben von Dschungel.<\/p>\n<p>\u201eMan kann noch gut erkennen, wie reich das Anwesen einst gewesen sein muss\u201c, sagt Barata, w\u00e4hrend er an einem \u00fcberwucherten Becken vorbeigeht, in dem einmal ein Springbrunnen gesprudelt haben muss. Der neue Plantagenbesitzer tr\u00e4umt davon, es irgendwann wieder in Betrieb zu nehmen.  <\/p>\n<p>Vielleicht werden in Cambondo irgendwann einmal Reisebusse mit Touristen einen Zwischenstopp einlegen. Weitgereiste k\u00f6nnten wie einst zur Zeit der Kaffeebarone auf der vornehmen Terrasse bei einer Tasse Robusta die Weitsicht \u00fcber den Dschungel und die Qualit\u00e4t des Hei\u00dfgetr\u00e4nks bestaunen. \u201eWir haben Hoffnung, dass f\u00fcr Angola ruhigere Zeiten anstehen\u201c, sagt Barata.<\/p>\n<p>Dann k\u00f6nne Cambondo sich nicht nur als bekanntes Kaffee- und Kakao-Anbaugebiet etablieren, sondern auch als attraktives Reiseziel f\u00fcr Globetrotter mit Gesp\u00fcr f\u00fcr Besonderes. \u201eWir sind ein ausgesprochen reiches Land. Jenseits vom \u00d6l sind unsere Natur und unsere Kultur unsere gr\u00f6\u00dften Sch\u00e4tze. Ich hoffe, wie viele hier, dass wir die behutsam und nachhaltig heben k\u00f6nnen.\u201c    <\/p>\n<p>Tipps und Informationen:<\/p>\n<p>Wie kommt man hin? Lufthansa fliegt mehrmals pro Woche nonstop ab Frankfurt\/Main nach Luanda. TAP Air Portugal und Ethiopian Airlines fliegen mit Umstiegen in Lissabon bzw. Addis Abeba nach Angola.<\/p>\n<p>Wo wohnt man gut? Das Cuatir-Naturreservat ist einer der besten Orte f\u00fcr Tierbeobachtungen in Angola. G\u00e4ste der dortigen Lodge blicken auf eine wildreiche Schwemmebene, die zu Pirschfahrten und Buschwanderungen einl\u00e4dt. Der Betreiber bietet auch Touren mit \u00dcbernachtungen in mobilen Bush Camps in anderen Schutzgebieten an; Preise inklusive Aktivit\u00e4ten auf Anfrage (angola-uncharted-safari.com). Das \u201eArt House\u201c ist ein k\u00fcnstlerisch gestaltetes Boutiquehotel auf Luandas Halbinsel Ilha do Cabo, die bei den Hauptst\u00e4dtern f\u00fcr Strandausfl\u00fcge und ihr Nachtleben beliebt ist, Doppelzimmer ab 74 Euro (thomsonarthouse.com).<\/p>\n<p>Veranstalter: Diamir Erlebnisreisen bietet als Spezialist f\u00fcr wenig bekannte Reiseziele bereits seit 15 Jahren Angolareisen an, eine 15-Tage-Gruppenrundreise kostet ab 5650 Euro pro Person inklusive Flug (diamir.de). Geoplan Privatreisen stellt individuelle Touren zusammen, die zehnt\u00e4gige Reise \u201eAngolas H\u00f6hepunkte\u201c ist ab 6350 Euro pro Person inklusive Fl\u00fcgen und Teilverpflegung im Programm (geoplan-reisen.de). <\/p>\n<p>Weitere Infos: angolatourism.com <\/p>\n<p>Die Teilnahme an der Reise wurde unterst\u00fctzt von Visit Angola. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabh\u00e4ngigkeit finden Sie unter <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.axelspringer.com\/de\/was-uns-ausmacht\/downloads\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.axelspringer.com\/de\/was-uns-ausmacht\/downloads&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">go2.as\/unabhaengigkeit<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"24 Jahre nach Ende des B\u00fcrgerkriegs \u00f6ffnet sich Angola langsam f\u00fcr Touristen. 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