{"id":13020,"date":"2026-05-02T14:01:53","date_gmt":"2026-05-02T14:01:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13020\/"},"modified":"2026-05-02T14:01:53","modified_gmt":"2026-05-02T14:01:53","slug":"praesident-museveni-gewinnt-wahl-in-uganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13020\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4sident Museveni gewinnt Wahl in Uganda"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/uganda-140.jpg\" alt=\"Ugandas Pr\u00e4sident Museveni\" title=\"Ugandas Pr\u00e4sident Museveni | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.01.2026 \u2022 21:37 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Bei den Pr\u00e4sidentwahlen in Uganda ist Amtsinhaber Museveni offiziell zum Sieger ernannt worden. Der 81-J\u00e4hrige regiert das Land bereits seit 40 Jahren. Die Opposition spricht von Wahlbetrug.\n    <\/p>\n<p>Von Sarah Pradel, ARD Nairobi\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Jubelnd ziehen sie heute Nachmittag durch die Stra\u00dfen vom Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Viele Menschen sind in Gelb gekleidet, der Farbe von Museveni. Er ist seit 40 Jahren Pr\u00e4sident und wird es wohl auch bleiben. Die Wahlkommission hat bekanntgegeben, dass der 81-J\u00e4hrige etwa 72 Prozent der Stimmen geholt hat und er damit wieder zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Museveni wird vor allem von den \u00e4lteren Menschen im Land unterst\u00fctzt. Viele J\u00fcngere w\u00fcnschen sich einen Umbruch. Den meisten Zuspruch erh\u00e4lt daf\u00fcr der Oppositionschef und fr\u00fchere Popstar Bobi Wine. Bei seinen Wahlkampfveranstaltungen gab es in den letzten Monaten schon Ausschreitungen. Er selbst erkl\u00e4rte seit einigen Tagen, dass er sich nicht mehr sicher f\u00fchle.<\/p>\n<p>    Ger\u00fcchte um Entf\u00fchrung des Oppositionschefs<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der vergangenen Nacht kursierten Ger\u00fcchte \u00fcber eine Entf\u00fchrung Wines. Der Oppositionspolitiker Benjamin Katana schilderte, dass ihn gegen 21 Uhr die Ehefrau Wines angerufen habe &#8211; es werde gerade in das Haus eingebrochen. &#8222;Wir sprachen auch mit einem anderen Haushaltsmitglied, das uns sagte, es verstecke sich im Hof, aber sie w\u00fcrden ins Haus einbrechen. Danach waren ihre Nummern nicht mehr erreichbar.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In sozialen Medien verbreiteten sich Ger\u00fcchte, dass Wine verschleppt und gewaltsam mit Hilfe eines Milit\u00e4rhubschraubers an einen unbekannten Ort gebracht worden sei. Die Lage war lange unklar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schlie\u00dflich \u00e4u\u00dferte sich sein Sohn auf X und gab eine Art Entwarnung: &#8222;Ich habe erfahren, dass mein Vater, der Pr\u00e4sidentschaftskandidat, w\u00e4hrend der Razzien vor dem Milit\u00e4r fliehen konnte, als dieses in das Haus eindrang und das gesamte Eigentum zerst\u00f6rte. Meine Mutter steht jedoch weiterhin unter Hausarrest.&#8220; Niemand d\u00fcrfe das Haus betreten, seine Mutter d\u00fcrfe es nicht verlassen. Die Lage sei nach wie vor sehr unsicher.<\/p>\n<p>    Polizei spricht von Verleumdung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Vormittag trat dann auch die ugandische Polizei vor die Presse und nahm Stellung zu der mutma\u00dflichen Verschleppung des Oppositionspolitikers. Polizeisprecher Kituuma Rusoke erkl\u00e4rte, es werde behauptet, Wine sei verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einige der Behauptungen w\u00fcrden von seiner Familie verbreitet. &#8222;Ich m\u00f6chte klarstellen, dass es sich hierbei um verleumderische und hetzerische Behauptungen handelt, die darauf abzielen, die ugandischen Sicherheitsbeh\u00f6rden als brutal und als Verletzter der Rechte eines politischen Kandidaten darzustellen&#8220;, so Kituuma. Sie seien unwahr und unbegr\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einige Stunden sp\u00e4ter gab es eine Stellungnahme von Bobi Wine selbst. Auch er spricht von einer Milit\u00e4rrazzia in seinem Haus und gab an, dass er fliehen konnte.<\/p>\n<p>    Opposition vermutet Wahlbetrug<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es wird erwartet, dass der Oppositionschef die Wahlergebnisse nicht anerkennen wird. Denn schon vorher ging es um Betrugsvorw\u00fcrfe. Diese hat nun auch sein Parteikollege Katana best\u00e4tigt. Der ganze Prozess sei von Betrug durchzogen. &#8222;Am Donnerstag wollen die B\u00fcrger abstimmen &#8211; mit einer neuen Technologie.&#8220; F\u00fcr die Anschaffung dieses Systems habe die ugandische Bev\u00f6lkerung Milliarden ausgegeben. &#8222;Aber wir kamen am Wahllokal an und die Abstimmung konnte wegen technischer Probleme erst acht Stunden sp\u00e4ter anfangen.&#8220; Vielen jungen Uganderinnen und Ugandern sei die M\u00f6glichkeit zur Teilnahme verwehrt worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angemeldet f\u00fcr die Wahl waren etwa 21 Millionen Menschen, von denen viele auf einen Umbruch hofften. Schon seit Wochen ist die Stimmung im Land angespannt. Vor allem bei Wahlkampfveranstaltungen kam es zu Ausschreitungen. Das Milit\u00e4r soll versucht haben, sie gewaltsam zu stoppen.<\/p>\n<p>    Landesweite Internetblockade<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch um die Kommunikation einzuschr\u00e4nken, gibt es seit Anfang der Woche eine landesweite Internetsperre. Was jetzt, nach der Verk\u00fcndung des Wahlergebnisses passiert, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wine hat seine Anh\u00e4nger bereits zu einem Protest aufgefordert: &#8222;Wir rufen die Bev\u00f6lkerung Ugandas au\u00dferdem zu friedlichem Protest auf, um jegliche Versuche, ihre Stimme zu unterdr\u00fccken, zur\u00fcckzuweisen und die Bekanntgabe der rechtm\u00e4\u00dfigen Ergebnisse zu fordern. Ich danke Ihnen im Namen Gottes und meines Landes.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Uganda ist seit einem Putsch im Jahr 1986 der inzwischen 81-j\u00e4hrige Museveni an der Macht. Wie schon bei der vergangenen Wahl auch, ist die politische Lage im Land eine Art Generationenkonflikt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Uganda z\u00e4hlt zu den L\u00e4ndern mit der j\u00fcngsten Bev\u00f6lkerung weltweit: die H\u00e4lfte der Einwohner dort ist unter 15 Jahre alt. Aber wie es aktuell aussieht, werden sie wohl weiter von dem 81-j\u00e4hrigen Dauerpr\u00e4sidenten Museveni regiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.01.2026 \u2022 21:37 Uhr Bei den Pr\u00e4sidentwahlen in Uganda ist Amtsinhaber Museveni offiziell zum Sieger ernannt worden.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13021,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[29,6111,207],"class_list":{"0":"post-13020","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-uganda","8":"tag-afrika","9":"tag-museveni","10":"tag-uganda"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116505356212674450","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13020"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13020\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}