{"id":13115,"date":"2026-05-02T19:22:22","date_gmt":"2026-05-02T19:22:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13115\/"},"modified":"2026-05-02T19:22:22","modified_gmt":"2026-05-02T19:22:22","slug":"nigeria-gewalt-wegen-multikausaler-sicherheitsprobleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13115\/","title":{"rendered":"Nigeria: Gewalt wegen multikausaler Sicherheitsprobleme"},"content":{"rendered":"<p>Entf\u00fchrungen von Christen in Nigeria stellen leider eine allt\u00e4gliche Realit\u00e4t dar. Die Gewalt, die Christen erfahren, geht jedoch \u2013 entgegen der Aussage des Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten \u2013 nicht von islamistischen Terroristen aus, sondern ist auf multikausale Sicherheitsprobleme des Landes zur\u00fcckzuf\u00fchren, wie es ein Beispiel aus Ivianokpodi verdeutlicht.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-11\/europa-oekumene-kirchen-charta-neufassung-umsetzung-hollerich.html\" title=\"Kardinal Hollerich: \u00d6kumene-Charta jetzt konkret umsetzen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2023\/02\/10\/Schermata-2023-02-10-alle-10.26.03.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Kardinal Hollerich: \u00d6kumene-Charta jetzt konkret umsetzen\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Gerade ist in Rom eine aktualisierte Charta Oecumenica unterzeichnet worden &#8211; durch den Europ\u00e4ischen Rat der Bischofskonferenzen CCEE sowie die Konferenz Europ\u00e4ischer Kirchen. Nun &#8230;\n     <\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Bericht von Intersociety, einer katholisch gepr\u00e4gten Nichtregierungsorganisation, gibt an, dass in Nigeria t\u00e4glich durchschnittlich 32 Christen get\u00f6tet werden. Allerdings sind nicht nur Christen von Entf\u00fchrungen und Ermordungen betroffen, sondern auch Muslime. Nach Sch\u00e4tzungen der NGO Open Doors ist die Wahrscheinlichkeit, get\u00f6tet zu werden, f\u00fcr Christen in Nigeria 6,5-mal h\u00f6her als f\u00fcr Muslime. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit, entf\u00fchrt zu werden, 5,1-mal h\u00f6her.<\/p>\n<p>\u201eDies ist kein christlicher V\u00f6lkermord, weil die Fakten das nicht unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Die Aussage des US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump: \u201eRadikale Islamisten sind f\u00fcr dieses Massaker verantwortlich\u201c, stellt die Konflikte im Land in einen zu stark religi\u00f6s gepr\u00e4gten Verfolgungskontext. Maik Samuel von der Nichtregierungsorganisation Good Governance Africa sagt, dass \u201edies kein christlicher V\u00f6lkermord ist, weil die Fakten das nicht unterst\u00fctzen.\u201c Zwar ist es nicht von der Hand zu weisen, dass sich mehrere militante islamistische Gruppen im Norden Nigerias befinden und in letzter Zeit zus\u00e4tzlich kleinere Terrorgruppen entstanden sind, doch die Ursachen der Gewalt in Nigeria sind weitaus komplexer. Dazu geh\u00f6ren unter anderem kommunale Streitigkeiten, ethnische Rivalit\u00e4ten und \u2013 nur als ein Bestandteil \u2013 religi\u00f6s motivierte Konflikte. Das Land und die Christen stehen einem multikausalen Sicherheitsproblem gegen\u00fcber, das Nigeria insgesamt betrifft.<\/p>\n<p>Aussagen des US-Pr\u00e4sidenten Trump <\/p>\n<p>Der Bischof Mathew Kukah aus Sokoto ist sich sicher, dass Donald Trump \u201edie Spannungen verst\u00e4rken, Zweifel s\u00e4en, Raum f\u00fcr Misstrauen und Angst schaffen und es Kriminellen sowie Gewaltt\u00e4tern erleichtern w\u00fcrde, die Situation auszunutzen\u201c, wenn er ein milit\u00e4risches Vorgehen beginnen w\u00fcrde. Ebenso k\u00f6nnten die Bem\u00fchungen um den interreligi\u00f6sen Dialog in Nigeria um Jahre zur\u00fcckgeworfen werden, so der Bischof aus Sokoto. Dennoch ist die Reaktion der Bev\u00f6lkerung auf die Aussage des US-Pr\u00e4sidenten gemischt: Ein Teil bef\u00fcrwortet den Einsatz von US-amerikanischen Truppen in Nigeria, ein anderer Teil lehnt ihn ab.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-11\/brasilien-bischof-wuerdigt-krankenhausschiffe-im-amazonasgebiet.html\" title=\"Brasilien: Bischof w\u00fcrdigt Krankenhausschiffe im Amazonasgebiet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/novembre\/04\/5192a341-d8ad-4185-ba52-4354d5065716.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Brasilien: Bischof w\u00fcrdigt Krankenhausschiffe im Amazonasgebiet\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Der brasilianische Bischof der Di\u00f6zese \u00d3bidos, Bernhard Johannes Bahlmann, hat die Arbeit der Krankenhausschiffe im brasilianischen Amazonasgebiet gew\u00fcrdigt. Die Schiffe befinden &#8230;\n      <\/p>\n<p>Ein Beispiel, das verdeutlicht, dass es sich nicht um einen religi\u00f6s motivierten V\u00f6lkermord oder die systematische Bek\u00e4mpfung der Christen handelt, ist ein Angriff auf ein Priesterseminar in Ivianokpodi (Nigeria). Im Juli wurden aus dem Seminar der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis drei Seminaristen von Kriminellen entf\u00fchrt. Zwei der drei Seminaristen sind zwischenzeitlich nach L\u00f6segelderpressung und Verhandlungen wieder freigekommen, der dritte wurde jedoch von seinen Entf\u00fchrern ermordet. Der verantwortliche Ortsbischof von Auchi, Gabriel Ghiakhomo Dunia, der f\u00fcr das Seminar zust\u00e4ndig ist, appelliert an die Regierung: \u201eWenn nichts unternommen wird, werden die Gemeinden aufgegeben, und diese Kriminellen werden unser Land \u00fcbernehmen. Das d\u00fcrfen wir nicht zulassen.\u201c Ebenso betont Bischof Dunia: \u201eDiese Vorf\u00e4lle ereignen sich nicht nur im Seminar.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Regierung wei\u00df, wie sie damit umgehen muss \u2013 sie verf\u00fcgt \u00fcber die Informationen und die Ressourcen \u2013, aber sie muss handeln.\u201c<\/p>\n<p>Missliche Lage <\/p>\n<p>F\u00fcr den Bischof von Auchi ist die missliche Lage seines Landes auf die Vers\u00e4umnisse der Landespolitik zur\u00fcckzuf\u00fchren und nicht auf den Dschihadismus. Er \u00e4u\u00dfert sich wie folgt: \u201eZwischen den Bundesstaaten Edo und Kogi erstreckt sich ein riesiger Wald, in dem sich diese Kriminellen verstecken und ihre Angriffe starten. Die Regierung wei\u00df, wie sie damit umgehen muss \u2013 sie verf\u00fcgt \u00fcber die Informationen und die Ressourcen \u2013, aber sie muss handeln.\u201c F\u00fcr ihn sind es also nicht die islamistischen Terroristen, sondern Kriminelle, die ihn und die Bev\u00f6lkerung bedrohen. Der S\u00fcden Nigerias ist haupts\u00e4chlich von Christen bewohnt, w\u00e4hrend der Norden von Muslimen besiedelt ist. Es kommt zu solchen Entf\u00fchrungen und Morden demnach in allen Teilen des Landes.<\/p>\n<p>Nigeria ist gespalten \u2013 nicht nur in religi\u00f6ser Hinsicht, sondern auch in der Frage, wie ein internationales Eingreifen durch den US-Pr\u00e4sidenten die Verh\u00e4ltnisse des Landes ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Die alleinige Bek\u00e4mpfung des Islams, wie sie US-Pr\u00e4sident Trump fordert, w\u00fcrde die Probleme der Christen in Nigeria \u2013 ebenso wie die der Muslime \u2013 nicht grundlegend l\u00f6sen.<\/p>\n<p>(aciafrica\/vatican news \u2013 bl)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Entf\u00fchrungen von Christen in Nigeria stellen leider eine allt\u00e4gliche Realit\u00e4t dar. 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