{"id":13144,"date":"2026-05-02T21:40:11","date_gmt":"2026-05-02T21:40:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13144\/"},"modified":"2026-05-02T21:40:11","modified_gmt":"2026-05-02T21:40:11","slug":"kenias-giraffen-muessen-den-menschen-weichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13144\/","title":{"rendered":"Kenias Giraffen m\u00fcssen den Menschen weichen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/giraffe-kenia-100.jpg\" alt=\"Giraffen in Naivasha, Kenia.\" title=\"Giraffen in Naivasha, Kenia. | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 02.12.2025 \u2022 12:23 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Spekulanten haben gro\u00dfe Teile der Kedong Ranch in Kenia verkauft. Darunter leiden vor allem Giraffen, deren Lebensraum durch H\u00e4user und Z\u00e4une zerst\u00fcckelt wird. Nun m\u00fcssen viele der Tiere umgesiedelt werden.\n    <\/p>\n<p>Von Linda Staude, ARD Nairobi\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Hubschrauber kreist langsam \u00fcber die Kedong Ranch am Ufer das Naivashasees in Kenia. Die Besatzung sucht zwischen den dichten B\u00fcschen und gr\u00fcnen B\u00e4umen nach Giraffen. Kurze Zeit sp\u00e4ter entdeckt sie eine kleine Herde. Ein Ranger lehnt sich aus der offenen T\u00fcr des Helikopters und schie\u00dft einen rosa gefiederten Bet\u00e4ubungspfeil auf eines der Tiere. Ein guter Schuss. Die Giraffe geht wie in Zeitlupe zu Boden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir m\u00fcssen sehr vorsichtig sein. Wenn man die Tiere nicht richtig behandelt, kann man sie verletzen. Und das wollen wir nat\u00fcrlich nicht&#8220;, erkl\u00e4rt Wildh\u00fcter Patrick Wambugu vom Kenya Wildlife Service (KWS), der f\u00fcr den Schutz der Wildtiere verantwortlich ist.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Ranger f\u00fchren eine Giraffe an Seilen in einen Transportk\u00e4fig.\n                    <\/p>\n<p>    Giraffen reagieren empfindlich auf Bet\u00e4ubung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein gutes Dutzend Ranger k\u00fcmmert sich sofort um das bet\u00e4ubte Tier. Sie verbinden ihm die Augen und markieren es mit blauer Spr\u00fchfarbe. Dann legen sie ihm zwei dicke Seile um den Hals. Alles muss schnell gehen. Giraffen reagieren empfindlich auf Bet\u00e4ubung. Schon ein Sturz, wenn sie bewusstlos werden, kann t\u00f6dlich sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ihr Kreislauf, der Blut durch den langen Hals zum Gehirn transportieren muss, h\u00e4lt keine gro\u00dfe Belastung aus. &#8222;Wenn wir sehen, dass das Tier nicht sicher transportiert werden kann, wecken wir es lieber auf und lassen es wieder frei statt eine Verletzung durch den Transport zu riskieren&#8220;, sagt Ranger Wambugu.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Transport von Giraffen ist so schwierig und aufwendig wie bei keiner anderen Tierart. Aber der KWS hat keine Wahl: Spekulanten haben \u00fcber die Jahre gro\u00dfe Teile der Kedong Ranch verkauft. Wohnh\u00e4user und Z\u00e4une zerst\u00fcckeln den Lebensraum der Tiere so sehr, dass sie nicht bleiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Auch die Nash\u00f6rner ziehen um<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir k\u00fcmmern uns um den Schutz der Wildtiere&#8220;, sagt Tierarzt Dominic Mijele der Nachrichtenagentur AFP. &#8222;Wir retten sie vor dem Aussterben und stellen sicher, dass wir einen gesunden, wachsenden Bestand haben.&#8220; Sein Team sei mit Leidenschaft bei der Arbeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Umzug von Hunderten Giraffen, Antilopen und Zebras in ein anderes Schutzgebiet ist der letzte Ausweg. Das gilt auch f\u00fcr Nash\u00f6rner. Aber aus einem erfreulicheren Grund: Die Zahl der stark gef\u00e4hrdeten Tiere steige endlich wieder, sagt Rebecca Miano, die Ministerin f\u00fcr Tourismus und Wildtiere.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir bringen sie von Ol Pejeta, Lewa und Nakuru weg, weil diese Reservate zu \u00fcber 100 Prozent ausgelastet sind&#8220;, erkl\u00e4rt die Ministerin. &#8222;Damit reduzieren wir die Gefahr von t\u00f6dlichen K\u00e4mpfen um Territorium, die f\u00fcr 30 Prozent aller Todesf\u00e4lle unter Nash\u00f6rnern verantwortlich sind.&#8220;<\/p>\n<p>    Aktion bleibt eine Notl\u00f6sung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die bet\u00e4ubte Giraffe auf der Kedong Ranch kommt langsam wieder zu sich. Immer noch benommen rappelt sie sich wieder auf die Beine und setzt sich taumelnd in Bewegung. Die Ranger f\u00fchren sie an den langen Seilen in einen dunkelgr\u00fcnen Transportk\u00e4fig aus Metall und binden sie fest. Damit ist sie bereit f\u00fcr die 30 Kilometer lange Reise in ihr neues Zuhause im Rift Valley. Ein guter Tag f\u00fcr Tierarzt Dominic Mijele. Sein Team hat f\u00fcnf Giraffen erfolgreich umgesiedelt, sagt er.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aber die komplizierte und teure Aktion bleibt eine Notl\u00f6sung. Noch gibt es genug Reservate in Kenia, um die bedrohten Tiere aufzunehmen. Noch. Kenias Bev\u00f6lkerung hat sich seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt. Die Zahl der Konflikte zwischen Mensch und Tier steigt. Auch weil der Klimawandel wertvollen Lebensraum zerst\u00f6rt. Irgendwann wird ein Umzug allein nicht mehr helfen, Giraffen, Nash\u00f6rner und Antilopen zu retten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.12.2025 \u2022 12:23 Uhr Spekulanten haben gro\u00dfe Teile der Kedong Ranch in Kenia verkauft. 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