{"id":13217,"date":"2026-05-03T08:24:02","date_gmt":"2026-05-03T08:24:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13217\/"},"modified":"2026-05-03T08:24:02","modified_gmt":"2026-05-03T08:24:02","slug":"ohne-koloniale-klischees-wie-die-initiative-africa-no-filter-die-berichterstattung-ueber-afrika-besser-machen-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13217\/","title":{"rendered":"Ohne koloniale Klischees: Wie die Initiative &#8222;Africa No Filter&#8220; die Berichterstattung \u00fcber Afrika besser machen will"},"content":{"rendered":"<p>Den Blick auf Afrika weiten<\/p>\n<p>Um den Blick auf Afrika zu weiten, gr\u00fcndete sich die Initiative &#8222;Africa No Filter&#8220; im Fr\u00fchjahr 2020 online &#8211; mit Mitarbeiterinnen und Beratern in S\u00fcdafrika, Kenia, Nigeria, Ghana, Senegal und Burkina Faso. Verschiedene Stiftungen kamen zusammen, um Projekte zu unterst\u00fctzen, die eine neue Erz\u00e4hlweise \u00fcber den afrikanischen Kontinent finden.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn ich Afrika sage, was f\u00fcr Bilder kommen da?&#8220;, fragt Mogoatlhe.<\/p>\n<p>&#8222;Unsere Forschung zeigt: Die Geschichten aus Afrika werden meist anhand von f\u00fcnf Narrativen erz\u00e4hlt &#8211;\u00a0Korruption, Armut, Krankheit, schlechte F\u00fchrung und Konflikt. Diese Narrative sind \u00fcberholt. Und verletzend.&#8220;<\/p>\n<p>Damit sich das ver\u00e4ndert, schreibt &#8222;Africa No Filter&#8220; Stipendien aus, bietet Weiterbildungen und Handb\u00fccher f\u00fcr Medien an. Das Geld daf\u00fcr kommt von Stiftungen und Institutionen, die meisten sitzen in den USA. &#8222;Wir sind darauf angewiesen, dass Medien uns etwas \u00fcber Orte erz\u00e4hlen, an die wir selbst nicht reisen k\u00f6nnen&#8220;, sagt Lerato Mogoatlhe. Und deshalb sei es so wichtig, dass die Erz\u00e4hlungen authentisch seien und die Menschen, um die es gehe, gut repr\u00e4sentierten.<\/p>\n<p>Vermeintliche Experten sind oft nicht aus Afrika<\/p>\n<p>&#8222;Typischerweise sind die Expertinnen und Experten, die \u00fcber afrikanische Themen sprechen, nicht aus Afrika&#8220;, lautet eine Kritik. Medienh\u00e4user sollten sich bem\u00fchen, mit jungen Frauen und M\u00e4nnern vor Ort \u00fcber ihre Erfahrungen und Lebensrealit\u00e4t zu reden &#8211; ohne eine Zwischeninstanz.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck hat &#8222;Africa No Filter&#8220; auch eine eigene Nachrichtenagentur &#8222;bird&#8220; gegr\u00fcndet, die ausschlie\u00dflich \u00fcber Kunst, Kultur, Tech, Innovation und Unternehmertum berichtet, immer mit einem l\u00f6sungsorientierten Ansatz. &#8222;Es geht darum, dass die Geschichten ausdifferenzierter sind&#8220;, erkl\u00e4rt Mogoathle.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sagen nicht, wir brauchen positive Geschichten. Was z\u00e4hlt, ist, wie die Geschichten erz\u00e4hlt werden.&#8220;<\/p>\n<p>Besonders soziale Medien wie TikTok h\u00e4tten Potenzial, Stereotype aufzubrechen: Junge Menschen nutzten die Plattform, um auf ihre jeweils ganz eigene Art mit Vorurteilen \u00fcber den afrikanischen Kontinent aufzur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Vorurteile auf unterhaltsame Art kontern<\/p>\n<p>So kontert <a href=\"https:\/\/www.tiktok.com\/@charityekezie\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Charity Ekezie<\/a> aus Nigeria Vorurteile auf sehr unterhaltsame Art, mit Sarkasmus. &#8222;Mein Ziel ist es, sie wissen zu lassen, dass wir ganz normale, wesentliche Dinge hier haben, und ihre Stereotype zu bek\u00e4mpfen, Schritt f\u00fcr Schritt&#8220;, wird Charity Ekezie in einem Interview zitiert:<\/p>\n<p>&#8222;Sie werden lernen: Afrika ist entwickelt, Afrika ist zivilisiert, und wir k\u00f6nnen uns um uns selbst k\u00fcmmern.&#8220;<\/p>\n<p><script async src=\"\/\/www.tiktok.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Den Blick auf Afrika weiten Um den Blick auf Afrika zu weiten, gr\u00fcndete sich die Initiative &#8222;Africa No&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13218,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[39,29,529,1010,2409,2180,168,2148],"class_list":{"0":"post-13217","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-afrika","8":"tag-africa","9":"tag-afrika","10":"tag-armut","11":"tag-feminismus","12":"tag-hunger","13":"tag-korruption","14":"tag-krieg","15":"tag-rassismus"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13217","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13217"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13217\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}