{"id":13354,"date":"2026-05-03T16:29:12","date_gmt":"2026-05-03T16:29:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13354\/"},"modified":"2026-05-03T16:29:12","modified_gmt":"2026-05-03T16:29:12","slug":"nigeria-lage-der-christen-bleibt-komplex","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13354\/","title":{"rendered":"Nigeria: Lage der Christen bleibt komplex"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend Pater Peter Okonkwo vor zunehmender Gewalt und Unt\u00e4tigkeit der Politik warnt, bewertet Bischof Matthew Hassan Kukah die Situation als weniger kritisch. Zwischen Sicherheitsproblemen und politischem Wandel bleibt die Lage der Christen in Nigeria komplex.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-10\/nigeria-bischof-warnt-vor-wachsender-zahl-von-strassenkindern.html\" title=\"Nigeria: Bischof warnt vor wachsender Zahl von Stra\u00dfenkindern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2025\/10\/15\/09\/1760512000584.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Nigeria: Bischof warnt vor wachsender Zahl von Stra\u00dfenkindern\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Bischof David Ajang von der Di\u00f6zese Lafia zeigt sich alarmiert \u00fcber die zunehmende Zahl von Stra\u00dfenkindern und die wachsende Gewalt unter Jugendlichen. Er sieht in der &#8230;\n     <\/p>\n<p>Die Lage f\u00fcr Christen in Nigeria ist weiter angespannt. Sie leiden unter der Gewalt von Terrorgruppen wie der islamistischen Boko Haram. Bandenkriminalit\u00e4t, Konflikte und systematische Benachteiligung der christlichen Bev\u00f6lkerung versch\u00e4rfen die Situation. Dennoch w\u00e4chst vor allem im Norden des Landes die christliche Bev\u00f6lkerung weiter.<\/p>\n<p>P. Peter Okonkwo, Direktor des Instituts f\u00fcr das geweihte Leben in Afrika (InCLA), \u00e4u\u00dferte seine gro\u00dfe Sorge \u00fcber die anhaltende Gewalt gegen\u00fcber Christen im Land. Er bedauerte, dass diese Gewalt weiterhin Opfer fordere und viele Gl\u00e4ubige aus Angst den christlichen Glauben nicht mehr offen bekennen w\u00fcrden. \u201eWir haben gesehen, wie Pfarreien geschlossen, Missionen aufgegeben, Priester get\u00f6tet und Ordensschwestern entf\u00fchrt wurden. All das l\u00e4sst uns f\u00fchlen, dass die Terroristen versuchen, Angst zu verbreiten und das Evangelium zum Schweigen zu bringen\u201c, sagte er nach Bericht der Agentur Aciafrica am Mittwoch, dem 22. Oktober.<\/p>\n<p>Interreligi\u00f6se Freundschaft <\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber steht die Aussage von Matthew Hassan Kukah, Bischof von Sokoto im Norden Nigerias. Er sehe zwar auch \u201egewisse Einschr\u00e4nkungen der Freiheit\u201c, aber Verfolgung oder eine Einschr\u00e4nkung der Religionsfreiheit sei kein Problem, erkl\u00e4rte er anl\u00e4sslich der Vorstellung des <a href=\"https:\/\/www.kirche-in-not.de\/informieren\/religionsfhttps:\/\/www.kirche-in-not.de\/informieren\/religionsfreiheit-weltweit\/reiheit-weltweit\/\" rel=\"external nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berichts 2025 \u00fcber die Religionsfreiheit in der Welt<\/a> von Kirche in Not am 21. Oktober. \u201eWir pflegen freundschaftliche Beziehungen zu den Muslimen. Ich selbst habe gute Freunde islamischen Glaubens. Wir arbeiten auch gut mit dem Gouverneur des Bundesstaates zusammen, der Muslim ist\u201c, wird er von der Agentur Fides zitiert.<\/p>\n<p>\u201eViele Muslime setzen das Christentum mit dem Kolonialismus gleich\u201c<\/p>\n<p>Konflikt beruht auf Vorurteilen <\/p>\n<p>Viele Muslime seien allerdings nicht bereit, christliche Werte zu akzeptieren; das \u00e4u\u00dfere sich auch in der Gewalt im Norden des Landes, r\u00e4umt er ein. Er sieht die Gr\u00fcnde daf\u00fcr im mangelnden Geschichtsbewusstsein des Landes. \u201eViele Muslime setzen das Christentum mit dem Kolonialismus gleich\u201c, sagt Kukah. In L\u00fcgen \u00fcber das Christentum sieht er den Ursprung der Probleme. \u201eDie Missionare kamen nicht, um zu erobern, sondern um den Menschen zu helfen, w\u00e4hrend die Kolonialherren kamen, um die Ressourcen unseres Landes auszubeuten\u201c, betont er. Dies \u00e4u\u00dfere sich nun in Misstrauen und f\u00fchre zu Wut und Frustration<\/p>\n<p>\u201eWenn F\u00fchrer nicht handeln, nutzen Menschen die Situation aus. Wenn sie Katholiken angreifen wollen, tun sie es\u201c<\/p>\n<p>Politik in der Verantwortung <\/p>\n<p>P. Okonkwo nimmt die Politik f\u00fcr die fortw\u00e4hrenden Angriffe in die Verantwortung. Sie handle nicht und stehe den Vorf\u00e4llen gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber. Dies legitimiere die Taten vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheit im Land. \u201eWenn F\u00fchrer nicht handeln, nutzen Menschen die Situation aus. Wenn sie Katholiken angreifen wollen, tun sie es; wenn sie Christen angreifen wollen, rechtfertigen sie es mit derselben Unsicherheit. Diese Unsicherheit ist zu einer Waffe in den H\u00e4nden der Politiker geworden \u2013 und genau deshalb wollen sie sie nicht beenden. Sie haben die T\u00f6tungen in Nigeria politisch instrumentalisiert\u201c, beklagt der Geistliche.<\/p>\n<p>Machtwechsel gibt Hoffnung <\/p>\n<p>Nach Ansicht von Bischof Matthew Hassan Kukah entspanne sich die politische Situation mit Blick auf den Regierungswechsel im Jahr 2023 zumindest. Die Lage habe sich sp\u00fcrbar ver\u00e4ndert, betont er. \u201eUnter dem neuen Pr\u00e4sidenten Bola Tinubu, einem Muslim, der mit einer Pastorin einer pfingstkirchlichen Gemeinde verheiratet ist, scheint viel Entschlossenheit zu bestehen, die Demokratie und die Menschenrechte aller Nigerianer zu verteidigen\u201c, zeigt sich Kukah zuversichtlich, dass \u201eNigeria wieder zu einem friedlichen Zusammenleben aller Bev\u00f6lkerungsgruppen zur\u00fcckfinden\u201c k\u00f6nne.<\/p>\n<p>\u201eDas Leben eines geweihten Menschen ist ein Leben des Zeugnisses \u2013 Zeugnis f\u00fcr Wahrheit, Gerechtigkeit und die Sendung Christi\u201c<\/p>\n<p>Einstehen f\u00fcr den Glauben <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2025-10\/papst-leo-ansprache-soziale-bewegungen-gerechtigkeit.html\" title=\"Papst: Migranten werden wie M\u00fcll behandelt und V\u00f6lker ausgeraubt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2025\/10\/23\/2025-10-23-partecipanti-all-incontro-mondiale-dei-movimenti-popo\/1761233971658.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Papst: Migranten werden wie M\u00fcll behandelt und V\u00f6lker ausgeraubt\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Mit ungewohnt scharfen Worten hat Papst Leo XIV. soziale Ungerechtigkeiten angeprangert und zu einem Wandel aufgerufen. Es brauche mehr Gerechtigkeit und Solidarit\u00e4t, so das &#8230;\n     <\/p>\n<p>Pater Peter Okonkwo rief alle gl\u00e4ubigen Christen dazu auf, ihren Glauben offen zu bekennen. Denn laut dem Priester liegt das Problem nicht im Fehlen von Religion, sondern im Mangel an Bereitschaft, nach Glaubenswerten zu leben. \u201eDas Leben eines geweihten Menschen ist ein Leben des Zeugnisses \u2013 Zeugnis f\u00fcr Wahrheit, Gerechtigkeit und die Sendung Christi\u201c, betont er. Arbeitslosigkeit und gro\u00dfe existenzielle N\u00f6te d\u00fcrften kein Grund sein, \u201edie Wahrheit f\u00fcr das \u00dcberleben zu opfern. Alles, was Essen auf den Tisch bringt, wird wichtiger als ein Leben in Integrit\u00e4t\u201c, erkl\u00e4rte Pater Okonkwo.<\/p>\n<p>(fides \/ ACI Africa \u2013 lyk)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend Pater Peter Okonkwo vor zunehmender Gewalt und Unt\u00e4tigkeit der Politik warnt, bewertet Bischof Matthew Hassan Kukah die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13355,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[358,205,1206,72,231,77,530],"class_list":{"0":"post-13354","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nigeria","8":"tag-bischoefe","9":"tag-gewalt","10":"tag-hoffnung","11":"tag-islam","12":"tag-katholische-kirche","13":"tag-nigeria","14":"tag-politische-gewalt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116511595728891953","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13354"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13354\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}