{"id":13451,"date":"2026-05-03T21:31:28","date_gmt":"2026-05-03T21:31:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13451\/"},"modified":"2026-05-03T21:31:28","modified_gmt":"2026-05-03T21:31:28","slug":"der-tatsaechliche-zustand-der-biologischen-vielfalt-in-afrika-suedlich-der-sahara-nachrichten-cordis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13451\/","title":{"rendered":"Der tats\u00e4chliche Zustand der biologischen Vielfalt in Afrika s\u00fcdlich der Sahara | Nachrichten | CORDIS"},"content":{"rendered":"<p class=\"c-teaser\">Einer neuen Studie zufolge hat Afrika s\u00fcdlich der Sahara fast ein Viertel seiner biologischen Vielfalt verloren. Die Ergebnisse zeigen, dass wir die Art und Weise, wie wir \u00fcber die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Afrika denken, ver\u00e4ndern m\u00fcssen.<\/p>\n<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"c-hero-image__img\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/462652.jpg\" alt=\"\" width=\"688\" height=\"516\"\/><\/p>\n<p>                    \u00a9 Joao Vieira\/stock.adobe.com<\/p>\n<p class=\"c-article__text \">Die biologische Vielfalt ist unerl\u00e4sslich f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung. Warum also beziehen die Entscheidungstr\u00e4ger die Verwaltung der biologischen Vielfalt nicht wirksam in die Politik und Planung der L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara ein? Ein Grund daf\u00fcr ist das Fehlen an kontextspezifischen Informationen \u00fcber die biologische Vielfalt in den L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara. Diese L\u00fccke wurde nun durch eine neue <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-025-09781-7\" class=\"link--external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Studie(\u00f6ffnet in neuem Fenster)<\/a> geschlossen, die teilweise durch das EU-finanzierte BIOBANG-Projekt unterst\u00fctzt wurde. Die Studie nutzte das Fachwissen von 200 Fachleuten f\u00fcr afrikanische Fauna und Flora, um den Zustand der biologischen Vielfalt in dieser wenig erforschten Region der Welt zu ermitteln.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tDie Definition von Fachwissen ausweiten<\/p>\n<p class=\"c-article__text \">F\u00fcr die Studie wurden Fachleute aus einem breiten Spektrum von Berufen rekrutiert \u2013 Forschende, Feldf\u00fchrende, Parkranger, in der Naturschutzpraxis T\u00e4tige sowie Kuratorinnen und Kuratoren von Museen \u2013, wobei der Schwerpunkt auf afrikanischen Fachpersonen lag, um die anhaltende Voreingenommenheit gegen\u00fcber Fachpersonen aus dem globalen Norden in dieser Art von Forschung zu \u00fcberwinden. Dies f\u00fchrte zu einem sehr viel genaueren Bild davon, wie die Arten in den L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara durch die menschliche Landnutzung beeintr\u00e4chtigt werden, das in einer <a href=\"https:\/\/geethensingh.users.earthengine.app\/view\/bii\" class=\"link--external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Karte(\u00f6ffnet in neuem Fenster)<\/a> dargestellt wird, die es den Nutzenden erm\u00f6glicht, die Unversehrtheit der biologischen Vielfalt und die Landnutzungsstatistiken in verschiedenen L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara zu untersuchen.<\/p>\n<p>\u201eDiese Bewertung schlie\u00dft eine gro\u00dfe L\u00fccke f\u00fcr afrikanische L\u00e4nder, denen h\u00e4ufig die Biodiversit\u00e4tsinformationen fehlen, die f\u00fcr politische Entscheidungsfindung, Berichterstattung und Landnutzungsplanung erforderlich sind\u201c, erkl\u00e4rt die Mitautorin der Studie Reinette Biggs, Professorin am Stockholm Resilience Centre der Universit\u00e4t Stockholm, in einer <a href=\"https:\/\/www.stockholmresilience.org\/research\/research-stories\/2025-12-09-sub-saharan-africa-has-lost-nearly-a-quarter-of-its-biodiversity.html\" class=\"link--external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Pressemitteilung(\u00f6ffnet in neuem Fenster)<\/a>, die auf der Website ver\u00f6ffentlicht wurde. \u201eWir verf\u00fcgen nun \u00fcber eine belastbarere Evidenzgrundlage, um Entwicklungsstrategien zu unterst\u00fctzen, die sowohl die Natur als auch die Menschen erhalten.\u201c<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tEin umfassendes Bild<\/p>\n<p class=\"c-article__text \">Die Studie liefert eine umfassende Bewertung der Unversehrtheit der biologischen Vielfalt in Afrika s\u00fcdlich der Sahara. Sie zeigt auch eine besorgniserregende Realit\u00e4t auf: Die Region hat etwa 24\u00a0% ihrer vorkolonialen und -industriellen biologischen Vielfalt verloren, wobei es Wirbeltieren im Allgemeinen schlechter geht als Pflanzenpopulationen.<\/p>\n<p>Unter den S\u00e4ugetieren haben gro\u00dfe Pflanzen- und Fleischfresser mit Verlusten von bis zu 80\u00a0% den gr\u00f6\u00dften R\u00fcckgang zu verzeichnen, gefolgt von Primaten mit bis zu 54\u00a0%. Am wenigsten betroffen waren kleinere Wirbeltiere wie Nagetiere und Graslandv\u00f6gel (bis zu 18\u00a0%). Die Unversehrtheit der biologischen Vielfalt von Pflanzengruppen lag zwischen 55\u00a0% und 91\u00a0%, wobei Wald- und Sumpfb\u00e4ume und -str\u00e4ucher die gravierendsten Verluste erlitten, w\u00e4hrend sich krautige Pflanzen als am widerstandsf\u00e4higsten erwiesen.<\/p>\n<p>Auch bei der Unversehrtheit der biologischen Vielfalt wurden gro\u00dfe Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern und \u00d6kosystemen festgestellt. Am wenigsten intakt waren Ruanda und Nigeria mit 48\u00a0% bzw. 53\u00a0%, am meisten intakt waren Namibia und Botswana mit 87\u00a0%. Fynbos- und Gr\u00fcnlandbiome waren st\u00e4rker betroffen als trockenere Biome, wie z.\u00a0B. W\u00fcsten.<\/p>\n<p>Entscheidend ist, dass die meisten verbleibenden Wildpflanzen- und Tierpopulationen in ungesch\u00fctzten Gebieten wie W\u00e4ldern und Weideland zu finden sind, wo Mensch und Natur nebeneinander existieren. Der Verlust an intakter biologischer Vielfalt in den am st\u00e4rksten betroffenen Biomen wird im Falle von Gr\u00fcnland und Fynbos durch die Umwandlung von Land in Ackerland, im Falle von W\u00e4ldern durch nicht-landwirtschaftliche Degradation und in Savannen durch eine Kombination dieser beiden Faktoren verursacht.<\/p>\n<p>\u201eDies ver\u00e4ndert grundlegend, wo und wie wir \u00fcber den Schutz der biologischen Vielfalt in Afrika nachdenken\u201c, berichtet die Hauptautorin der Studie Hayley Clements von der Stellenbosch University in S\u00fcdafrika in demselben News-Beitrag. \u201eSchutzgebiete bleiben von zentraler Bedeutung, insbesondere f\u00fcr Afrikas gro\u00dfe S\u00e4ugetiere, doch allein reichen sie nicht aus, um den Verlust der biologischen Vielfalt einzud\u00e4mmen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung gemeinsam genutzter Arbeitslandschaften ist entscheidend, um die biologische Vielfalt zu erhalten und Lebensgrundlagen zu sichern.\u201c Das Projekt BIOBANG (Investigating opportunities for transformative change in biodiversity conservation: from Big Data analytics to Gamification.) endet im Jahr 2030.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/cordis.europa.eu\/project\/id\/101171602\/de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Projekt BIOBANG<\/a><\/p>\n<p>                Entdecken Sie andere \u00e4hnliche Artikel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einer neuen Studie zufolge hat Afrika s\u00fcdlich der Sahara fast ein Viertel seiner biologischen Vielfalt verloren. 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