{"id":13567,"date":"2026-05-04T08:29:01","date_gmt":"2026-05-04T08:29:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13567\/"},"modified":"2026-05-04T08:29:01","modified_gmt":"2026-05-04T08:29:01","slug":"naher-osten-nordafrika-spielball-der-schutzmaechte-humanitaere-krise-im-sudan-eskaliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13567\/","title":{"rendered":"Naher Osten\/Nordafrika: Spielball der Schutzm\u00e4chte: Humanit\u00e4re Krise im Sudan eskaliert"},"content":{"rendered":"<p>Der Krieg im Sudan ist verantwortlich f\u00fcr \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.unocha.org\/publications\/report\/sudan\/sudan-humanitarian-access-snapshot-june-2025\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">zw\u00f6lf Millionen Vertriebene und Hunderttausende Todesopfer<\/a>. Laut Weltern\u00e4hrungsprogramm leiden aktuell knapp <a href=\"https:\/\/www.wfp.org\/emergencies\/sudan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">25 Millionen Menschen<\/a>\u00a0im Sudan an akutem Hunger. Diese Zahlen verdeutlichen das Ausma\u00df einer der schwersten humanit\u00e4ren Krisen weltweit. Doch der Konflikt ist mehr als eine Trag\u00f6die menschlichen Leids: Er ist auch ein \u201e<a href=\"https:\/\/www.kas.de\/documents\/23957688\/36779363\/The+Rapid+Support+Forces%2C+and+Sudan%27s+war+of+Visions+Final+Design.pdf\/a14f9219-5500-49f1-847e-c292f43e7433?version=1.0&amp;t=1750162565030\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Kampf der Visionen<\/a>\u201c zwischen den sudanesischen Streitkr\u00e4ften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF). So\u00a0haben die\u00a0RSF zuletzt eine neue \u201e<a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2025\/7\/28\/why-sudans-rsf-chose-this-parallel-government-ahead-of-peace-talks\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Parallelregierung<\/a>\u201c\u00a0gebildet,\u00a0die auch politisch ein Gegengewicht zu den SAF bilden soll und die Spaltung des Landes wieder festigt.<\/p>\n<p>Angesichts der engen Verflechtung von humanit\u00e4rer Not, milit\u00e4rischen Machtk\u00e4mpfen und politischer Fragmentierung braucht es nachhaltige internationale Friedensbem\u00fchungen. Entscheidend daf\u00fcr sind die Bereitschaft der Konfliktparteien, die Waffen niederzulegen, die Wiederaufnahme eines inklusiven politischen \u00dcbergangsprozesses unter Einbeziehung ziviler Akteure sowie eine effektive Koordination externer Unterst\u00fctzer wie der USA, der Afrikanischen Union (AU), der Europ\u00e4ischen Union und der Vereinten Nationen.\u00a0<\/p>\n<p>Aktuell sind verst\u00e4rkt internationale Bem\u00fchungen im Sudan erkennbar: Die USA haben <a href=\"https:\/\/sudantribune.com\/article303878\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Gespr\u00e4che mit Armeechef Abdel Fattah Burhan<\/a> wiederaufgenommen und traten gemeinsam mit \u00c4gypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten im <a href=\"https:\/\/sudantribune.com\/article302859\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Quad-Format<\/a> auf. Die Intensivierung solcher Initiativen k\u00f6nnte eine humanit\u00e4re Waffenruhe vorbereiten und die Versorgungslage f\u00fcr Tausende Sudanesinnen und Sudanesen schnell verbessern. Eine <a href=\"https:\/\/sudantransparency.org\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/USDealEN.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">kurzfristige L\u00f6sung<\/a> zwecks\u00a0humanit\u00e4ren Zugangs mag entlasten, ist aber ein zweischneidiges Schwert. Sudans <a href=\"https:\/\/www.giga-hamburg.de\/en\/publications\/giga-focus\/the-war-in-sudan-how-weapons-and-networks-shattered-a-power-struggle\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">postkoloniale Geschichte ist von diversen Kriegen<\/a> und Gewaltspiralen durchzogen, darunter auch der Konflikt um S\u00fcdsudans Unabh\u00e4ngigkeit 2011 und der Darfur-Konflikt. So pr\u00e4gt seit 2012 die andauernde <a href=\"https:\/\/rc-services-assets.s3.eu-west-1.amazonaws.com\/s3fs-public\/Peace_by_piece_Addressing_Sudans_conflicts_Accord_Issue_18.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Marginalisierung ethnischer Gruppen<\/a>, etwa der Nuba im s\u00fcdlichen Sudan, auch die aktuellen Konfliktlinien. Wenn Verhandlungen w\u00e4hrend eines Krieges nur bewaffnete, politische und ausl\u00e4ndische Eliten ber\u00fccksichtigen, droht eine nachhaltige Friedensl\u00f6sung im Sinne der Zivilbev\u00f6lkerung zu scheitern. Nachhaltige Friedensbem\u00fchungen im Sudan m\u00fcssen den schwierigen Balanceakt meistern, einerseits m\u00e4chtige F\u00fchrungsriegen bewaffneter Gruppen und externe Schutzm\u00e4chte einzubinden und andererseits die Rahmenbedingungen f\u00fcr einen inklusiven politischen Prozess zu schaffen, der ein breites Spektrum der Zivilgesellschaft einbezieht.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst m\u00fcssen sich internationale Akteure auf die Beendigung der Gewalt konzentrieren.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst m\u00fcssen sich internationale Akteure auf die Beendigung der Gewalt konzentrieren. Die beiden gr\u00f6\u00dften Konfliktparteien, RSF und SAF, erhalten finanzielle und politische Unterst\u00fctzung von ihren\u00a0De-facto-Schutzm\u00e4chten, was die Fortf\u00fchrung und Eskalation ihrer Gewalt beg\u00fcnstigt. Die RSF erhalten\u00a0<a href=\"https:\/\/magazin.zenith.me\/de\/politik\/die-vae-russland-und-der-krieg-im-sudan\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">logistische Hilfe<\/a> aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die SAF Unterst\u00fctzung aus <a href=\"https:\/\/responsiblestatecraft.org\/sudan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">\u00c4gypten<\/a> und <a href=\"https:\/\/adf-magazine.com\/2025\/04\/saudi-uae-rivalry-underpins-sudan-conflict\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Saudi-Arabien<\/a>. F\u00fcr diese externen Akteure stehen <a href=\"https:\/\/www.swp-berlin.org\/publications\/products\/aktuell\/2025A38_Neue_Kriege.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">interessensgeleitete Transaktionen<\/a> mit bewaffneten Gruppen im Vordergrund. Der Konflikt findet zwar auf dem afrikanischen Kontinent statt; <a href=\"https:\/\/worldpeacefoundation.org\/blog\/pathways-to-peace-in-sudan-november-2024\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Regionalorganisationen<\/a> wie der AU oder der ostafrikanischen Intergovernmental Authority on Development (IGAD) fehlt allerdings die Kapazit\u00e4t und das Gewicht, eine Konfliktl\u00f6sung voranzutreiben. Die Golfstaaten sind nicht erst seit Kurzem am Roten Meer interessiert, sondern zementieren bereits seit <a href=\"https:\/\/newlinesmag.com\/argument\/how-the-gulf-states-are-exerting-their-influence-in-africa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">\u00fcber zehn Jahren<\/a> mit finanziellen Mitteln und politischer Einmischung ihren wachsenden Machtanspruch in der Region.<\/p>\n<p>Der EU und der USA, als einflussreiche Akteure mit einem Interesse an Stabilit\u00e4t im Sudan, stehen deshalb zwei Handlungsoptionen zur Verf\u00fcgung: Einerseits k\u00f6nnten sie den <a href=\"https:\/\/foreignpolicy.com\/2024\/08\/29\/sudan-war-rsf-saf-uae-arms-hemeti-burhan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">politischen Druck<\/a> auf die Golfstaaten und auf \u00c4gypten durch <a href=\"https:\/\/spectrejournal.com\/uaes-subimperialism-in-sudan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">wirtschaftliche Sanktionen gegen Individuen und Unternehmen<\/a> erh\u00f6hen. Dies muss eine ernsthafte politische Option sein, auch wenn den USA und der EU an einem guten Wirtschaftsverh\u00e4ltnis mit diesen Staaten gelegen ist. Andererseits k\u00f6nnten die USA und die EU im Sinne eines <a href=\"https:\/\/theconversation.com\/how-to-negotiate-with-trump-forget-principles-and-learn-to-speak-the-language-of-business-251399\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">\u201epragmatischen Deals\u201c<\/a> auf die wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen der Schutzm\u00e4chte eingehen, etwa im <a href=\"https:\/\/spectrejournal.com\/uaes-subimperialism-in-sudan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Ressourcen- und Landwirtschaftssektor<\/a>, und sicherstellen, dass diese in einem Post-Konflikt-Szenario im Sudan ber\u00fccksichtigt werden. Da der Sudan aufgrund mangelnder internationaler Aufmerksamkeit weitgehend als \u201e<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-08\/krieg-sudan-hungersnot-aufmerksamkeit-5vor8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">ignorierter Krieg<\/a>\u201c gilt, erscheint dies als die wahrscheinlichere Option. Erst wenn die Schutzm\u00e4chte \u2013 durch Druck oder Einbindung \u2013 politisch adressiert werden, besteht eine realistische Chance, dass den RSF und den SAF die finanziellen Mittel ausgehen und der Krieg irgendwann beendet werden kann. Doch selbst im Fall eines pragmatischen Deals d\u00fcrfen die USA und Andere die Bedeutung der Waffenstillstandsbem\u00fchungen als Voraussetzung\u00a0f\u00fcr einen nachhaltigen Frieden nicht aus den Augen verlieren.<\/p>\n<p>Denn was der Sudan gleichzeitig braucht, ist die Wiederaufnahme des politischen \u00dcbergangsprozesses von 2019 bis 2023. Zwar haben die AU und die IGAD seit Kriegsbeginn <a href=\"https:\/\/sudantribune.com\/article296718\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">politische Dialogformate<\/a> f\u00fcr zivile und bewaffnete Akteure im Sudan eingerichtet, doch<a href=\"https:\/\/sudantribune.com\/article297777\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">\u00a0Teilnehmende kritisieren die Umsetzung<\/a>\u00a0durch AU und IGAD. Zudem gab es seit Anfang 2025 keinen weiteren Dialogversuch vonseiten der beiden Organisationen. Allerdings braucht Dialogarbeit langfristige internationale Unterst\u00fctzung mit ausreichenden finanziellen Mitteln und viel Geduld. Der aktuelle Krieg hat bislang unbekannte Dimensionen politischer, sozialer und geografischer Spaltung er\u00f6ffnet. Der innerpolitische Machtkampf begann mit dem Sturz des Machthabers Omar al-Bashir 2019. W\u00e4hrend die Demonstrierenden der Dezember-Revolution mit Slogans wie <a href=\"https:\/\/gppi.net\/assets\/Hensing_et_al_Supporting_Civil_Society_in_Acute_Crises_GPPi_2023.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">\u201eJust Fall, That\u2019s All\u201c<\/a> den R\u00fccktritt Bashirs forderten, zeigte sich nach dessen Sturz, dass dieser keineswegs einen Wendepunkt in Richtung Demokratie darstellte. Vielmehr leitete er eine Phase gesellschaftlicher Spaltung und gewaltsamer Eskalation ein.<\/p>\n<p>Der aktuelle Krieg hat bislang unbekannte Dimensionen politischer, sozialer und geografischer Spaltung er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Heute ringen SAF, RSF sowie zahlreiche mit ihnen verb\u00fcndete und unabh\u00e4ngige bewaffnete Gruppen um territorialen und politischen Einfluss. Daneben \u00a0gibt es noch die Energie der Dezember-Revolution, die Demokratie einfordert, erkennbar etwa in der Mutual Aid-Arbeit der unabh\u00e4ngigen <a href=\"https:\/\/africanarguments.org\/2025\/08\/madaniya-civic-politics-women-emergency-response-rooms-as-flourishing-sites-of-democracy-in-war-time-sudan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Emergency Response Rooms<\/a>. W\u00e4hrend diese derzeit <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/en\/news\/id\/51887\/the-sudanese-revolution-in-crisis\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">in ihrer humanit\u00e4ren T\u00e4tigkeit gebunden sind<\/a>, m\u00fcssen internationale Unterst\u00fctzer die demokratische Energie aufrechterhalten und <a href=\"https:\/\/www.peaceau.org\/en\/article\/statement-by-alhaji-sarjoh-bah-director-conflict-management-directorate-sudanese-youth-forum-24-26-june-2025\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">junge Menschen<\/a>, <a href=\"https:\/\/paxforpeace.nl\/news\/sudan-peace-talks-collapsed-a-reminder-for-inclusive-peacebuilding\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Frauen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.inclusivepeace.org\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Sudan-PolicyPaper-InclusivePeace-Aug2023.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Menschen aus marginalisierten Regionen<\/a> in Dialogformate einbeziehen. Sicherlich erschweren die <a href=\"https:\/\/africa.dailynewsegypt.com\/sudan-civilian-taqaddum-splits-parallel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Zersplitterung der zivilen Akteure<\/a> und ihre h\u00e4ufige <a href=\"https:\/\/theconversation.com\/sudans-war-isnt-nearly-over-armed-civilian-groups-are-rising-254100\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Verbindung zu bewaffneten Gruppierungen<\/a>\u00a0den Aufbau eines inklusiven politischen Dialogs, der einen parallelen Prozess zu Waffenstillstandsverhandlungen darstellen k\u00f6nnte. Trotz dieser H\u00fcrden sollten die AU und die IGAD Dialogplattformen weiterhin aufrechterhalten und diese mit konsequenter Umsetzung und verbindlichem Engagement untermauern, gegebenenfalls mit zus\u00e4tzlicher (finanzieller) Unterst\u00fctzung durch die EU oder die Vereinten Nationen. \u00a0<\/p>\n<p>Zuletzt m\u00fcssen Bem\u00fchungen f\u00fcr einen nachhaltigen Waffenstillstand und f\u00fcr politischen Dialog mit zivilen und bewaffneten Kr\u00e4ften parallel stattfinden und eng aufeinander abgestimmt werden. Sudans Unterst\u00fctzer auf dem afrikanischen Kontinent, aber auch die USA, die EU und die Vereinten Nationen sollten eine Arbeitsteilung vereinbaren, um ihre Kompetenzen und ihre Ressourcen im Umgang mit den sudanesischen Konfliktparteien, zivilen Kr\u00e4ften und Schutzm\u00e4chten optimal einzusetzen. Trotz divergierender Interessen, etwa hinsichtlich des <a href=\"https:\/\/thearabweekly.com\/sudanese-figures-slam-uns-lamamra-alleged-pro-army-stance\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Umgangs mit den SAF und den RSF<\/a>, braucht es ein koordiniertes Vorgehen statt Ohnmacht, Nichtbeachtung oder Ad-hoc-L\u00f6sungen. Eine solche internationale Koordination folgt\u00a0damit der Tradition <a href=\"https:\/\/worldpeacefoundation.org\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/TMF-Crisis-in-The-Sudans-Report-Digital-2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">vergangener Friedensprozesse<\/a> im Sudan. Doch wie schon in der Vergangenheit leiden die <a href=\"https:\/\/gppi.net\/2025\/06\/27\/ask-the-experts\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">aktuellen internationalen Bem\u00fchungen<\/a> weiterhin unter politischen Abw\u00e4gungen, knappen Ressourcen und mangelndem politischem Willen. Anders als damals haben internationale Akteure diesmal jedoch die Chance, aus fr\u00fcheren Fehlern zu lernen. Die USA sollten diplomatische Kan\u00e4le zu den Schutzm\u00e4chten offenhalten, w\u00e4hrend politischer Druck von allen Seiten durch Sanktionen und Konditionalit\u00e4ten bzw. durch an Bedingungen gekn\u00fcpfte Hilfe aufrechterhalten werden muss. Die humanit\u00e4re Krise erfordert kontinuierliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung vonseiten der Vereinten Nationen und der EU. Die AU und die IGAD wiederum sollten ihre selbsternannte Rolle als Dialog-Schirmherren bzw. als Koordinatoren f\u00fcr einen inklusiven Prozess ernsthafter wahrnehmen, wo n\u00f6tig mit zus\u00e4tzlicher Unterst\u00fctzung. Das internationale Engagement f\u00fcr den Sudan muss verst\u00e4rkt und koordiniert werden \u2013 zum Schutz der Bev\u00f6lkerung und f\u00fcr die Chance auf einen nachhaltigen Frieden.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Krieg im Sudan ist verantwortlich f\u00fcr \u00fcber zw\u00f6lf Millionen Vertriebene und Hunderttausende Todesopfer. 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