{"id":13614,"date":"2026-05-04T10:39:00","date_gmt":"2026-05-04T10:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13614\/"},"modified":"2026-05-04T10:39:00","modified_gmt":"2026-05-04T10:39:00","slug":"westafrika-ecowas-beschliesst-austrittszeitplan-fuer-niger-mali-und-burkina-faso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13614\/","title":{"rendered":"Westafrika: Ecowas beschlie\u00dft Austrittszeitplan f\u00fcr Niger, Mali und Burkina Faso"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Nach einem fast einj\u00e4hrigen Vermittlungsversuch steht der Ausstieg von drei L\u00e4ndern aus dem westafrikanischen Regionalverband <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ecowas\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ecowas<\/a> fest. Am Sonntag genehmigte die Organisation den Zeitplan f\u00fcr das Ende der Mitgliedschaft von Niger, Mali und Burkina Faso \u2013 drei L\u00e4nder, die von Milit\u00e4rjuntas regiert werden. Der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-07\/ecowas-westafrika-mali-niger-burkina-faso-warnung-terrorgefahr\" class=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gescheiterte Versuch, den Zerfall der Gruppe zu verhindern<\/a>, sei entmutigend, teilte Ecowas mit.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der offizielle Austritt der L\u00e4nder ist nun f\u00fcr den 29. Januar 2025 angesetzt. Bis zum 29. Juli soll es eine \u00dcbergangsphase geben, teilte der Pr\u00e4sident der Ecowas-Kommission, Omar Touray, mit.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Milit\u00e4rregierungen der drei L\u00e4nder hatten <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-01\/mali-burkina-faso-niger-ecowas\" class=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Januar angek\u00fcndigt, aus Ecowas auszutreten<\/a>. Sie warfen der Gruppe aus 15 Mitgliedsstaaten &#8222;unmenschliche und unverantwortliche&#8220; Sanktionen im Zusammenhang mit den <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-04\/niger-truppenabzug-usa-putsch-militaer\" class=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Putschen in Niger<\/a>, in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/mali\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mali<\/a> und Burkina Faso vor. Ecowas habe es auch vers\u00e4umt, den drei L\u00e4ndern bei der Bek\u00e4mpfung interner Sicherheitsprobleme zu helfen.\n<\/p>\n<p>        Niger, Mali und Burkina Faso wollen visumfreie Einreise beibehalten        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Touray lobte bei einem Gipfel regionaler Staatschefs in Nigeria Bem\u00fchungen von Ecowas-Vertretern um eine L\u00f6sung der Krise. &#8222;Diese Bem\u00fchungen betonen Ihren kollektiven Einsatz daf\u00fcr, den Frieden und die Einheit in unserer Region zu sch\u00fctzen&#8220;, sagte er.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zu den Vorteilen einer Ecowas-Mitgliedschaft geh\u00f6rt das visumfreie Reisen in andere Mitgliedsstaaten. <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/niger\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Niger<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-04\/mali-militaerregierung-verbot-berichterstattung-politik\" class=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mali<\/a> und Burkina Faso teilten am Samstag mit, zwar k\u00f6nnten B\u00fcrger anderer westafrikanischer L\u00e4nder weiter visumfrei einreisen, doch k\u00f6nnten Personen an einer Einreise gehindert werden, die &#8222;in die Kategorie unzul\u00e4ssiger Einwanderer&#8220; fielen.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Chancen auf eine Wiedereingliederung der drei Staaten in die Ecowas st\u00fcnden schlecht, da der Verband auf einer schnellen R\u00fcckkehr zur Demokratie bestehe, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2023\/40\/putsch-niger-militaer-mohamed-bazoum-demokratie\" class=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wozu sich die drei Milit\u00e4rregierungen nicht verpflichtet h\u00e4tten<\/a>, sagte der Analyst Mucahid Durmaz von der Risikoberaterfirma Verisk Maplecroft.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            Ecowas        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2024-12\/wahlen-ghana-praesident-parlament-nachrichtenpodcast\" data-ct-label=\"Nachrichtenpodcast: Ein neuer Pr\u00e4sident f\u00fcr Ghana\" data-uuid=\"61226512-e0ea-4386-bc15-17e27f35f8f8\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Nachrichtenpodcast:<br \/>\n                        Ein neuer Pr\u00e4sident f\u00fcr Ghana<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2024-10\/nigeria-ueberschwemmungen-klimawandel-regen-extremwetter\" data-ct-label=\"Westafrika: Zehntausende fliehen vor \u00dcberschwemmungen in Nigeria\" data-uuid=\"3255393a-166f-4b01-8406-76af9b38dbac\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Westafrika:<br \/>\n                        Zehntausende fliehen vor \u00dcberschwemmungen in Nigeria<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-12\/burkina-faso-entlassung-ministerpraesident-aufloesung-regierung\" data-ct-label=\"Burkina Faso: Milit\u00e4rjunta entl\u00e4sst Premierminister und l\u00f6st Regierung auf\" data-uuid=\"53e55499-765f-4594-8108-6be4979bb7d1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Burkina Faso:<br \/>\n                        Milit\u00e4rjunta entl\u00e4sst Premierminister und l\u00f6st Regierung auf<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bei dem Ecowas-Gipfel beschloss die Organisation auch, Verbrechen w\u00e4hrend der Herrschaft von Machthaber Yahya Jammeh in Gambia untersuchen zu lassen. Das gambische Justizministerium bezeichnete den Schritt in einer Erkl\u00e4rung als &#8222;historische Entwicklung&#8220;, die &#8222;einen bedeutenden Schritt nach vorn f\u00fcr Gambia, die Region und die internationale Gemeinschaft&#8220; darstelle.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein Gericht wird sich demnach mit mutma\u00dflichen Verbrechen befassen, die unter dem damaligen Pr\u00e4sidenten Yahya Jammeh in Gambia begangen wurden. Dessen Herrschaft von 1996 bis 2017 war von willk\u00fcrlichen Inhaftierungen, sexuellem Missbrauch und au\u00dfergerichtlichen T\u00f6tungen gepr\u00e4gt. Jammeh verlor 2016 die Pr\u00e4sidentschaftswahlen und ging ein Jahr sp\u00e4ter ins Exil nach \u00c4quatorialguinea, nachdem er sich zun\u00e4chst geweigert hatte, abzutreten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In Gambia werden seit Jahren Rufe nach Gerechtigkeit f\u00fcr die Opfer von Jammehs Herrschaft laut. Im Jahr 2021 schloss eine Kommission Anh\u00f6rungen zu den Vorf\u00e4llen ab und forderte die Regierung auf, die T\u00e4ter vor Gericht zu stellen. Im Mai dieses Jahres wurde Jammehs ehemaliger Innenminister Ousman Sonko von einem Schweizer Gericht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt. Im November verurteilte ein deutsches Gericht den Gambier Bai Lowe wegen Mordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, weil er an der T\u00f6tung von Regierungskritikern in Gambia beteiligt war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach einem fast einj\u00e4hrigen Vermittlungsversuch steht der Ausstieg von drei L\u00e4ndern aus dem westafrikanischen Regionalverband Ecowas fest. 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