{"id":13648,"date":"2026-05-04T12:53:09","date_gmt":"2026-05-04T12:53:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13648\/"},"modified":"2026-05-04T12:53:09","modified_gmt":"2026-05-04T12:53:09","slug":"mosambik-kirche-verurteilt-barbarische-gewalt-gegen-christen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13648\/","title":{"rendered":"Mosambik: Kirche verurteilt barbarische Gewalt gegen Christen"},"content":{"rendered":"<p>Der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Mosambik, Erzbischof In\u00e1cio Saure, hat den Terror-Anschlag auf die historische Pfarrkirche St. Louis de Montfort in der Provinz Cabo Delgado und weitere katholische Einrichtungen als \u201ebarbarisch&#8220; verurteilt. In einem Statement f\u00fcr Radio Vatikan mahnt er Achtung und Respekt gegen\u00fcber den Christen an und fordert ein Ende der Gewalt. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-05\/mosambik-anschlag-terroristen-kirche-pemba-bischof-juliasse.html\" title=\"Mosambik: Anschlag auf historische Pfarrkirche \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2022\/01\/31\/asa.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Mosambik: Anschlag auf historische Pfarrkirche \"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Eine Pfarrkirche in Meza im Norden des Landes wurde von Terroristen \u00fcberfallen, die Gemeinde steht unter Schock. Das teilte Bischof Ant\u00f3nio Juliasse Ferreira Sandramo dem &#8230;\n     <\/p>\n<p>P. Bernardo Suate und Stefanie Stahlhofen &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Am 30. April hatten Terroristen den Ort Meza im Norden des Landes ins Visir genommen. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Mosambik,\u00a0In\u00e1cio Sa\u00fare, ist schockiert von dem Angriff auf die katholische Mission St. Louis-Marie de Montfort in Minheueni in der Di\u00f6zese Pemba. Diese wurde im Jahr 1946 von Montfortanern aus den Niederlanden gegr\u00fcndet und gilt als authentisches Erbe der ersten Jahre der Evangelisierung von Cabo Delgado. Nun ist von der katholischen Mission kaum noch etwas \u00fcbrig.<\/p>\n<p>Mission in Tr\u00fcmmern, Hassbotschaften verbreitet <\/p>\n<p>\u201eAm sp\u00e4ten Donnerstagnachmittag brannten die Angreifer die Pfarrkirche S\u00e3o Lu\u00eds Maria de Montfort, das Sekretariat und die Residenz der Missionare nieder, verw\u00fcsteten den Kindergarten und lie\u00dfen, kurz gesagt, die gesamte Mission in Tr\u00fcmmern zur\u00fcck&#8220;, berichtet uns Erzbischof In\u00e1cio Sa\u00fare sp\u00fcrbar geschockt.<\/p>\n<p>Doch das war noch nicht alles:<\/p>\n<p>\u201eAls ob diese barbarische Zerst\u00f6rung der Infrastrukturen, die dem religi\u00f6sen und sozialen Dienst der Gemeinschaft dienen, nicht schon genug w\u00e4re, verbreiteten die Angreifer erneut deutlich und nachdr\u00fccklich Hassbotschaften gegen die Christen.&#8220;<\/p>\n<p>Warnung vor einer Spirale der Gewalt <\/p>\n<p>Der Angriff auf die Mission der Montfortaner (SMM) ist der j\u00fcngste in einer Reihe von Attacken, die Militanten mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat in Mosambik zugeschrieben werden. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz des Landes fordert in dieser Situation eindringlich ein Ende von Hass und Gewalt gegen Christen und wirbt f\u00fcr Dialog:<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6rt auf, Zerst\u00f6rung und Tod zu s\u00e4en, h\u00f6rt auf, zu Christenfeindlichkeit anzustacheln! M\u00f6ge Islamfeindlichkeit niemals aufkommen, denn die Muslime sind nicht unsere Feinde, sie sind unsere geliebten Geschwister.&#8220;<\/p>\n<p>Der Erzbischof von Nampula betont, dass die Christen vor Ort immer friedlich seien und Gewalt ablehnen:\u00a0<\/p>\n<p>\u201eSteht in v\u00f6lligem Widerspruch zu unserer Kultur des friedlichen Zusammenlebens zwischen Menschen unterschiedlicher religi\u00f6ser \u00dcberzeugungen in Mosambik, zu unserem Selbstverst\u00e4ndnis, unserem Handeln und unserem Leben in Frieden\u201c<\/p>\n<p>\u201eDies steht in v\u00f6lligem Widerspruch zu unserer Kultur des friedlichen Zusammenlebens zwischen Menschen unterschiedlicher religi\u00f6ser \u00dcberzeugungen in Mosambik, zu unserem Selbstverst\u00e4ndnis, unserem Handeln und unserem Leben in Frieden&#8220;, erkl\u00e4rt\u00a0Erzbischof Sa\u00fare. Er stellt sich im Namen der Bischofskonferenz und aller Christen deutlich gegen Gewalt und ruft im Statement f\u00fcr die Vatikan-Medien eindringlich zu Achtung und Liebe unter den Menschen und Religionen in Mosambik auf:\u00a0<\/p>\n<p>\u201eAppell an den gegenseitigen Respekt und die Liebe unter denen, die sich als Kinder Gottes bezeichnen, und in unserem speziellen Fall unter den Gl\u00e4ubigen der abrahamitischen Religionen wie dem Christentum und dem Islam\u201c<\/p>\n<p>\u201eAngesichts dieses weiteren verwerflichen Vorfalls m\u00f6chte ich als Mosambikaner, als Christ und als Vorsitzender der Mosambikanischen Bischofskonferenz meine entschiedenste Ablehnung der Gewalt gegen Christen zum Ausdruck bringen. Ich appelliere eindringlichst an den gegenseitigen Respekt und die Liebe unter denen, die sich als Kinder Gottes bezeichnen, und in unserem speziellen Fall unter den Gl\u00e4ubigen der abrahamitischen Religionen wie dem Christentum und dem Islam. Denn der Gott Abrahams, der Gott Mohammeds und der Gott Jesu Christi ist kein Gott des Hasses und des Verbrechens, sondern ein Gott der Liebe.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eDer Gott Abrahams, der Gott Mohammeds und der Gott Jesu Christi ist kein Gott des Hasses und des Verbrechens, sondern ein Gott der Liebe\u201c<\/p>\n<p>Er selbst sei auch nach den j\u00fcngsten schrecklichen Angriffen auf Christen weiter sicher, \u201edass alle Menschen, ob gl\u00e4ubig oder nicht, nicht nur in Harmonie und Frieden zusammenleben k\u00f6nnen, sondern dies auch tun m\u00fcssen. Wer Ohren hat, der h\u00f6re&#8220; &#8211; mit diesem Appell schlie\u00dft der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Mosambik und Erzbischof von Nampula,\u00a0In\u00e1cio Sa\u00fare, sein Statement nach der brutalen Attacke auf die katholische Mission St. Louis-Marie de Montfort in der Di\u00f6zese Pemba vom 30. April.\u00a0<\/p>\n<p>Hintergrund <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2025-12\/mosambik-parolin-warnt-vergessenem-konflikt-not-besuch-interview.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin hatte Ende 2025 die Krisenregion Cabo Delgado besucht, wo hunderttausende Menschen vor jihadistischer Gewalt auf der Flucht sind.<\/a>\u00a0Der Konflikt brach im Jahr 2017 aus und hat sich seit 2023 versch\u00e4rft. Hauptakteur ist die Gruppe\u00a0<br \/>\n  Ahlu Sunna Wa Jama\u00a0(ASWJ), die dem Islamischen Staat nahesteht. Seit Oktober 2017 sind mindestens 117 Kirchen und Kapellen in der Di\u00f6zese Pemba zerst\u00f6rt worden.\u00a0Aufgrund der Gewalt sind laut dem Hohen Fl\u00fcchtlingskommissar der Vereinten Nationen im Jahr 2025 bereits mehr als 110.000 Menschen gezwungen worden, aus ihren H\u00e4usern zu fliehen.\n <\/p>\n<p>Cabo Delgado ist eine der \u00e4rmsten Provinzen Mosambiks. Im Norden des Landes gibt es jedoch reichhaltige Vorkommen an Bodensch\u00e4tzen und Erdgasreserven, und zahlreiche westliche Unternehmen sind an der Gewinnung dieser Ressourcen beteiligt.\u00a0<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; sst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Mosambik, Erzbischof In\u00e1cio Saure, hat den Terror-Anschlag auf die historische Pfarrkirche St. Louis&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13649,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[798,2154,778,167,205,1827,72,231,1378,346,347,345],"class_list":{"0":"post-13648","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-mosambik","8":"tag-appell","9":"tag-bischofskonferenz","10":"tag-christen","11":"tag-frieden","12":"tag-gewalt","13":"tag-interview","14":"tag-islam","15":"tag-katholische-kirche","16":"tag-missionare","17":"tag-mosambik","18":"tag-mozambique","19":"tag-terrorismus"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116516408720209922","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13648"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13648\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}