{"id":13652,"date":"2026-05-04T13:13:17","date_gmt":"2026-05-04T13:13:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13652\/"},"modified":"2026-05-04T13:13:17","modified_gmt":"2026-05-04T13:13:17","slug":"kenias-zivilbevoelkerung-wehrt-sich-gegen-den-us-gesundheitsdeal-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13652\/","title":{"rendered":"Kenias Zivilbev\u00f6lkerung wehrt sich gegen den US-Gesundheitsdeal &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-lead\" data-news-landmark=\"article-lead\">Die Trump-Administration bot Kenia Milliarden an \u2013 im Tausch f\u00fcr kenianische Gesundheitsdaten und Krankheitserreger. Doch der Deal ist vorderhand blockiert.<\/p>\n<p class=\"article-author__name\" data-news-landmark=\"article-author-name\">\n                        Autor:\u00a0<\/p>\n<p>      Cristina Karrer<\/p>\n<p class=\"article-author__date js-dateline\" data-publicationdate=\"2026-05-04T13:47:21+02:00\" data-modificationdate=\"2026-05-04T13:47:21+02:00\" data-i18n-text-published-today=\"Heute, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-published-yesterday=\"Gestern, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-published-else=\"#DATE#, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-today=\"Aktualisiert heute, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-yesterday=\"Aktualisiert gestern, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-else=\"Aktualisiert #DATE#, #TIME# Uhr\" data-news-landmark=\"article-author-date\">\n            04.05.2026, 13:47\n        <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Stolz hielt der kenianische Aussenminister Musalia Mudavadi zusammen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio Ende letzten Jahres das unterzeichnete Abkommen in die Kameras der internationalen Presse. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">1.25 Milliarden Schweizer Franken w\u00fcrde das ostafrikanische Land erhalten, wenn es im Gegenzug die Daten und Krankheitserreger seiner Patienten den USA zur Verf\u00fcgung stellen w\u00fcrde. Die Zivilgesellschaft schlug Alarm, das h\u00f6chste Gericht hat den Deal erst mal blockiert. <\/p>\n<p>                                                        Was ist wichtiger: Spenden in Milliardenh\u00f6he oder die eigene Souver\u00e4nit\u00e4t? <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Githinji Gitahi ist der CEO von Amref, einer der gr\u00f6ssten NGOs in Afrika im Bereich der Gesundheit. Normalerweise setzt er seine dr\u00f6hnende Stimme daf\u00fcr ein, dass auch einkommensschwache Bev\u00f6lkerungsschichten die Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen k\u00f6nnen. Doch diesen Deal h\u00e4lt er f\u00fcr h\u00f6chst problematisch. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"L\u00e4chelnder Mann sitzt vor gl\u00e4sernem B\u00fcro mit Amref-Logo.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Githinji Gitahi sieht Kenias Souver\u00e4nit\u00e4t durch den Deal gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>                    SRF \/ Cristina Karrer<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">\u00abKein Deal ist es wert, die Souver\u00e4nit\u00e4t eines Landes zu gef\u00e4hrden, und genau das tut dieser Deal.\u00bb Kenia habe ein fortschrittliches Datenschutzgesetz, doch das sei einfach umgangen worden. Um die Details werde man sich sp\u00e4ter k\u00fcmmern, habe es geheissen. Vor der Unterzeichnung sei nicht, wie eigentlich \u00fcblich, die Meinung der Bev\u00f6lkerung angeh\u00f6rt worden. <\/p>\n<p>                                                        Patientendaten zur Entwicklung von Impfstoffen? <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Genau diese Details seien heikel, erkl\u00e4rt Timothy Wafula von der NGO Kelin Africa. Die NGO setzt sich vor allem f\u00fcr Menschen mit HIV\/Aids ein und war vom <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/internationale-zusammenarbeit-die-auswirkungen-von-trumps-kuerzungen-bei-der-usaid\" data-urn=\"urn:srf:article:0197c674-4895-3cdb-3ee7-be4e0f629ffb\" data-title=\"Die Auswirkungen von Trumps K\u00fcrzungen bei der USAID\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zusammenbruch der Entwicklungsbeh\u00f6rde USAID<\/a> besonders betroffen. \u00abWir brauchen das Geld dringend, doch diese Patienten sind besonders verletzlich. Wir haben ja keine Kontrolle dar\u00fcber, wie sich eine Weitergabe ihrer Daten auswirken kann, sind diese einmal nicht mehr in Kenia\u00bb, betont er. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Frau spricht mit Arzt an Schreibtisch in blau gestrichenem Raum.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Vertrauliche Patientendaten k\u00f6nnten in die H\u00e4nde der USA gelangen.<\/p>\n<p>                    SRF \/ Cristina Karrer<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Wafalu bef\u00fcrchtet zudem, dass einige der Daten, die die USA erhalten w\u00fcrden, zur Entwicklung neuer Impfstoffe gebraucht werden k\u00f6nnten. \u00abObwohl die Daten aus unserem Land k\u00e4men, w\u00e4re Kenia nicht beteiligt und k\u00f6nnte keine Besitzanspr\u00fcche anmelden.\u00bb Einmal mehr k\u00f6nnten sich ausl\u00e4ndische Konzerne auf dem Buckel der Mittellosen bereichern. <\/p>\n<p>                                                        In der Bev\u00f6lkerung gehen die Meinungen auseinander <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">In Matare, dem gr\u00f6ssten Slum von Nairobi, ist Strassenverk\u00e4uferin Evelyn Akinyi ungl\u00fccklich dar\u00fcber, dass der Deal blockiert ist. \u00abDas Geld w\u00fcrde uns zumindest helfen. Solange es blockiert ist, sind wir es, die leiden\u00bb, meint sie. Einer ihrer Kunden, der Informatiker Kevin Oduor widerspricht: \u00abWir, die Bev\u00f6lkerung, werden nicht von diesem Geld profitieren. Es ist ein Deal zwischen zwei Regierungen, in unseren Augen ist das jetzt ein geplatzter Deal.\u00bb <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Frau verkauft gebrauchte Kleidung auf der Strasse.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Strassenverk\u00e4uferin Evelyn Akinyi ist gegen den Stopp des Deals.<\/p>\n<p>                    SRF \/ Cristina Karrer<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das Gericht hat den Deal zwar vorl\u00e4ufig blockiert, aber noch nicht abschliessend entschieden. Es ist unklar, wann es zu einem Entscheid kommt. Kenia steht vor einem Dilemma: Die Finanzhilfe aus den USA w\u00fcrde zwar dringend ben\u00f6tigt, aber die Herausgabe von Patientendaten als Gegengesch\u00e4ft ist hochumstritten und wird von Teilen der Gesellschaft als Verlust von Kenias Souver\u00e4nit\u00e4t betrachtet und deshalb bek\u00e4mpft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Trump-Administration bot Kenia Milliarden an \u2013 im Tausch f\u00fcr kenianische Gesundheitsdaten und Krankheitserreger. 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