{"id":13674,"date":"2026-05-04T14:24:05","date_gmt":"2026-05-04T14:24:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13674\/"},"modified":"2026-05-04T14:24:05","modified_gmt":"2026-05-04T14:24:05","slug":"tschad-deutschland-und-die-vereinten-nationen-unterstuetzen-durch-vergabe-von-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13674\/","title":{"rendered":"Tschad, Deutschland und die Vereinten Nationen unterst\u00fctzen durch Vergabe von Land"},"content":{"rendered":"<p>Schulze: \u201eDie Menschen im Sudan und seinen Nachbarl\u00e4ndern erleben die derzeit gr\u00f6\u00dfte Fl\u00fcchtlingskrise der Welt. Tschad, selbst ein sehr armes Land, leistet Enormes f\u00fcr Aufnahme und Integration der Menschen. Das verdient Anerkennung und konkrete internationale Unterst\u00fctzung. Man muss leider davon ausgehen, dass eine R\u00fcckkehr in den Sudan f\u00fcr die meisten Fl\u00fcchtlinge auf absehbare Zeit nicht m\u00f6glich sein wird. Umso wichtiger ist es, dass Tschad den Fl\u00fcchtlingen eine echte Bleibeperspektive anbietet. Viele von ihnen sind starke Frauen, die sich selber helfen k\u00f6nnen. Und humanit\u00e4re Hilfe ist keine Dauerl\u00f6sung. Darum ist der Ansatz, den Fl\u00fcchtlingen und Aufnahmegemeinden Land zu geben und es als \u00c4cker und Weiden wieder nutzbar zu machen, so wegweisend: Wer fruchtbares Land hat, kann sich selbst versorgen. Wer fruchtbares Land hat, kann bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Siehe auch<\/p>\n<p>Bildinformationen einblenden<br \/>\nBildinformationen ausblenden<\/p>\n<p class=\"e-picture-info__caption\">\nBundesentwicklungsministerin Svenja Schulze im Gespr\u00e4ch mit dem Au\u00dfenminister der Republik Tschad, Abderaman Koulamallah <\/p>\n<p class=\"e-picture-info__copyright-text\">Urheberrecht\u00a9\u00a0BMZ<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"e-picture__img\" alt=\"Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze im Gespr\u00e4ch mit dem Au\u00dfenminister der Republik Tschad, Abderaman Koulamallah\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/241118-pm-86-aussenminister-data.jpg\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Rania Dagash-Kamara, Beigeordnete Exekutivdirektorin f\u00fcr Partnerschaften und Innovation beim WFP: \u201eDiese Initiative im Tschad ist beispielhaft daf\u00fcr, wie starke Partnerschaften und innovative Ans\u00e4tze Fl\u00fcchtlinge und gef\u00e4hrdete Bev\u00f6lkerungsgruppen dabei unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen. Indem wir Fl\u00fcchtlinge in lokale Gemeinschaften integrieren und sie mit wichtigen Ressourcen wie Land unterst\u00fctzen, leisten wir nicht nur unmittelbare Hilfe, sondern ebnen auch den Weg f\u00fcr langfristige Ern\u00e4hrungssicherheit, Stabilit\u00e4t, Eigenst\u00e4ndigkeit und sozialen Zusammenhalt. Deutschland ist ein wichtiger Partner, der sich gemeinsam mit WFP und anderen Partnern in der Region und dar\u00fcber hinaus f\u00fcr diesen zukunftsweisenden Ansatz eingesetzt hat. Wir sind stolz auf die transformative Wirkung, die damit erzielt wurde.\u201c<\/p>\n<p>Die sogenannte Haguina-Initiative der tschadischen Regierung wurde mithilfe eines WFP-Fonds entwickelt, der mit deutscher Unterst\u00fctzung ins Leben gerufen werden konnte. Haguina bedeutet \u201eEs ist unsers\u201c im tschadischen Arabisch. Die bislang aus dem WFP-Fonds zugesagten Mittel liegen bei sieben Millionen US-Dollar.<\/p>\n<p>Bei dem Land handelt es sich oft um degradierte Fl\u00e4chen, die, unterst\u00fctzt von den UN-Organisationen, erst wieder nutzbar gemacht werden m\u00fcssen. Diese Arbeit gibt Fl\u00fcchtlingen und Menschen in den Aufnahmegemeinden erste Einkommensm\u00f6glichkeiten. Die Auswahl des Landes erfolgt unter der Voraussetzung, dass es nicht zu nah an der Grenze zu Sudan liegt, dass Wasser vorhanden ist und die lokale Bev\u00f6lkerung zustimmt. Bisher stehen 17.500 Hektar Land aus \u00f6ffentlichem und privatem Besitz in sechs Provinzen bereit. In der ersten Umsetzungsphase sollen in K\u00fcrze 3.138 Hektar Land an rund 3.000 Familien verteilt werden, davon die eine H\u00e4lfte an Fl\u00fcchtlinge und die andere H\u00e4lfte an bed\u00fcrftige Einheimische in Aufnahmegemeinden. Die Menschen sollen so in die Lage versetzt werden, sich selbst versorgen zu k\u00f6nnen. Damit kann die Haguina-Initiative den Zusammenhalt zwischen Fl\u00fcchtlingen und Aufnahmegemeinden st\u00e4rken und die Abh\u00e4ngigkeit von humanit\u00e4rer Hilfe reduzieren. Eine Studie der Weltbank zeigt, dass jeder Euro, der in die St\u00e4rkung der Widerstandsf\u00e4higkeit der Menschen in fragilen Lebenssituationen investiert wird, vier Euro humanit\u00e4re Hilfe einspart.<\/p>\n<p>Neben dem WFP sind seitens der Vereinten Nationen auch die UN-Fl\u00fcchtlingsorganisation UNHCR, UNICEF und die Landwirtschaftsorganisation FAO an der Initiative beteiligt. Die Urbarmachung des Landes wirkt neben dem Nutzen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und Aufnahmegemeinden auch als Anpassung an den Klimawandel und als Ma\u00dfnahme gegen die Ausbreitung der W\u00fcste. Denn aus den gr\u00f6\u00dftenteils brachliegenden Fl\u00e4chen k\u00f6nnen teils mithilfe einfacher alter Methoden (\u201eHalbmondtechnik\u201c) wieder fruchtbare \u00c4cker und Weiden entstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schulze: \u201eDie Menschen im Sudan und seinen Nachbarl\u00e4ndern erleben die derzeit gr\u00f6\u00dfte Fl\u00fcchtlingskrise der Welt. 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