{"id":13691,"date":"2026-05-04T15:20:15","date_gmt":"2026-05-04T15:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13691\/"},"modified":"2026-05-04T15:20:15","modified_gmt":"2026-05-04T15:20:15","slug":"konferenz-fuer-digitalrechte-digitalrechte-konferenz-in-sambia-abgesagt-wohl-wegen-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13691\/","title":{"rendered":"Konferenz f\u00fcr Digitalrechte \u2013 Digitalrechte-Konferenz in Sambia abgesagt \u2013 wohl wegen China"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img321295\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/321295.jpeg\" alt=\"Das Kongresszentrum in Lusaka: Die dort geplante Konferenz RightsCon 2026 wurde von der Regierung in Sambia abgesagt.\"\/><\/p>\n<p>Das Kongresszentrum in Lusaka: Die dort geplante Konferenz RightsCon 2026 wurde von der Regierung in Sambia abgesagt.<\/p>\n<p>Foto: Access Now<\/p>\n<p>Berlin.\u2003Die sambische Regierung hat die RightsCon 2026, die weltgr\u00f6\u00dfte Konferenz zu digitalen Menschenrechten, <a href=\"https:\/\/www.wired.com\/story\/the-chinese-government-pressured-zambia-to-cancel-the-worlds-largest-digital-rights-conference\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wenige Tage vor ihrem geplanten Start abgesagt<\/a>. Die Veranstaltung sollte von Dienstag bis Freitag diese Woche in der Hauptstadt Lusaka stattfinden und mehr als 2600 Aktivisten, Digitalexperten, Akademiker und Politiker aus \u00fcber 150\u2005L\u00e4ndern zusammenbringen. Die Absage traf Hunderte von Teilnehmern unvorbereitet, die Reisen bereits gebucht und bezahlt hatten.<\/p>\n<p>Die New Yorker B\u00fcrgerrechtsorganisation Access Now, die die RightsCon seit 2011 ausrichtet, macht China f\u00fcr die Absage verantwortlich. Access Now sei \u00bbinformell aus mehreren Quellen\u00ab dar\u00fcber in Kenntnis gesetzt worden, dass chinesische Diplomaten Druck auf die sambische Regierung ausge\u00fcbt h\u00e4tten, weil Vertreter der taiwanesischen Zivilgesellschaft zur Konferenz angemeldet waren. Diese sollten von der Teilnahme vor Ort und online ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Offiziell nannte die sambische Regierung andere Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Absage: Felix Mutati, Minister f\u00fcr Technologie und Wissenschaft, erkl\u00e4rte am 28.\u2005April, bestimmte Redner und Teilnehmer unterl\u00e4gen \u00bbnoch ausstehenden administrativen und sicherheitsbezogenen \u00dcberpr\u00fcfungen\u00ab. Sein Kabinettskollege Thabo Kawana, Minister f\u00fcr Information und Medien, erkl\u00e4rte, die Konferenz entspreche nicht \u00bbden nationalen Werten, den politischen Priorit\u00e4ten und den allgemeinen Erw\u00e4gungen des \u00f6ffentlichen Interesses\u00ab Sambias.<\/p>\n<p>Wirtschaftliche Verflechtungen mit China<\/p>\n<p>Sambia unterh\u00e4lt enge wirtschaftliche Beziehungen zu Peking. China ist Sambias gr\u00f6\u00dfter Gl\u00e4ubiger. Der Konferenzort selbst, das Mulungushi International Conference Center, wurde 2022 mit einem chinesischen Staatszuschuss von umgerechnet rund 27\u2005Millionen Euro erweitert. Wenige Tage vor der Absage unterzeichnete Sambia zudem einen Vertrag im Wert von umgerechnet rund 1,3\u2005Milliarden Euro mit einem chinesischen Staatsunternehmen \u00fcber den Ausbau der Stromkapazit\u00e4ten des Landes.<\/p>\n<p>Access Now erkl\u00e4rte, man sehe die einseitige Entscheidung und die Art, wie sie getroffen wurde, \u00bbals Beweis f\u00fcr die weitreichende transnationale Unterdr\u00fcckung, die auf die Zivilgesellschaft abzielt\u00ab. R\u00e4ume, in denen Menschenrechtsorganisationen sich engagierten, w\u00fcrden stetig verkleinert. Ko-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Alejandro Mayoral Ba\u00f1os bezeichnete die Absage als \u00bbVersuch, die globale Bewegung zum Schweigen zu bringen\u00ab, und k\u00fcndigte an: \u00bbWir ziehen uns nicht zur\u00fcck. Wir wandeln uns.\u00ab<\/p>\n<p>Auch der Unesco-Welttag der Pressefreiheit, der gleichzeitig in Lusaka h\u00e4tte stattfinden sollen, ist von der Absage der RightsCon betroffen. Viele der Veranstaltungen wurden deshalb nach Paris oder ins Internet verlegt.\u2003nd<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Kongresszentrum in Lusaka: Die dort geplante Konferenz RightsCon 2026 wurde von der Regierung in Sambia abgesagt. 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