{"id":13848,"date":"2026-05-05T06:11:24","date_gmt":"2026-05-05T06:11:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13848\/"},"modified":"2026-05-05T06:11:24","modified_gmt":"2026-05-05T06:11:24","slug":"dieters-grill-auswanderer-fabian-bringt-currywurst-nach-nairobi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13848\/","title":{"rendered":"&#8222;Dieters Grill&#8220;: Auswanderer Fabian bringt Currywurst nach Nairobi"},"content":{"rendered":"<p>Ein Westfale macht die Currywurst in Nairobi zum erfolgreichen deutschen Import. Daf\u00fcr musste der Auswanderer so manches Hindernis \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Der deutsche Kenia-<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/reisen\/chile-schweiz-und-kroatien-werben-mit-geld-um-neue-bewohner_d2cd6708-a547-49fd-ac9d-34355feafd33.html\" rel=\"follow nofollow noopener\" target=\"_self\">Auswanderer<\/a> Fabian F\u00f6rster hat sein Lieblingsgericht, die Currywurst, nach Nairobi gebracht. Diese war den Einheimischen bis zum vergangenen Jahr v\u00f6llig unbekannt.<\/p>\n<p>F\u00f6rster wollte nicht nur mitreisender Ehemann sein, w\u00e4hrend seine deutsch-amerikanische Frau in ihrem Geburtsland Kenia ihre Doktorarbeit schreibt. Der Westfale aus Lemgo k\u00fcmmert sich remote um seine Marketingfirma in Deutschland, leidet also nicht unter Langeweile.\u00a0<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Trotzdem machte er 2025 seine <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/leute-haben-kein-geld-mehr-fuer-bratwurst-auswanderer-paar-gibt-imbiss-auf_c6fccf19-d005-48f6-a536-812df0550bb2.html\" rel=\"follow nofollow noopener\" target=\"_self\">Currywurst<\/a>-Passion zu einem weiteren beruflichen Standbein und er\u00f6ffnete \u201eDieters Grill\u201c \u2013 ein kleines Imbissrestaurant im international gepr\u00e4gten Stadtteil Westlands.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"0000942120a2024302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1e6727b6-3942-47e8-ab64-ba3bd8656b79.7911bf1a-4720-4970-9a6a-27bbe6fa36a6.jpeg\"  alt=\"Currywurst in Nairobi: Junges Gesch\u00e4ft mit Erfolg\" width=\"972\" height=\"720\"\/> Auswanderer Fabian F\u00f6rster aus dem westf\u00e4lischen Lemgo sitzt vor dem Logo und einem Foto seines Gro\u00dfvaters in &#8222;Dieters Grill&#8220;. Damit hat er in Kenia seinem verstorbenen Opa ein kulinarisches Denkmal gesetzt. In Kenia ist Currywurst weitestgehend unbekannt und exotisch. (zu dpa: &#8222;Currywurst in Nairobi: Junges Gesch\u00e4ft mit Erfolg&#8220;)  Eva Krafczyk\/dpa Opa Dieter dient als Vorlage f\u00fcr Imbissnamen<\/p>\n<p>Namensgeber war der verstorbene Opa, den F\u00f6rster sehr geliebt hatte. \u201eDen h\u00e4tte man mit der <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/fand-sogar-mein-kleiner-heftig-vater-lehnt-16-90-euro-currywurst-am-koenigssee-ab_92572465-8278-4f54-88db-aa64a95e2cc7.html\" rel=\"follow nofollow noopener\" target=\"_self\">Currywurst<\/a> hier auch sehr, sehr gl\u00fccklich machen k\u00f6nnen\u201c, meint F\u00f6rster. Und ein klassischer deutscher Name wie Dieter passe auch zu seiner Bude. Die Familie jedenfalls sei mit der Namensgebung einverstanden und auch ein bisschen stolz gewesen.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>\u201eIch hatte schon, selbst als wir noch in Deutschland gelebt haben, davon getr\u00e4umt, vielleicht mal so ein Imbiss aufzumachen\u201c, erz\u00e4hlt er, w\u00e4hrend eine seiner vier Angestellten W\u00fcrste auf dem Grill wendet. \u201eAber da ist nat\u00fcrlich der Markt ein ganz anderer.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"0000942120a2028302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/c70e55c4-ad10-40cf-ad71-946896cd0c17.80fcdeab-0c1d-4bbb-9bfc-b2c9fd891781.jpeg\"  alt=\"Currywurst in Nairobi: Junges Gesch\u00e4ft mit Erfolg\" width=\"540\" height=\"720\"\/> Das Logo von &#8222;Dieters Grill&#8220;. Damit hat der deutsche Auswanderer F. F\u00f6rster in Kenia seinem verstorbenen Opa ein kulinarisches Denkmal gesetzt. In Kenia ist Currywurst weitestgehend unbekannt und exotisch. (zu dpa: \u00abCurrywurst in Nairobi: Junges Gesch\u00e4ft mit Erfolg\u00bb)  Eva Krafczyk\/dpa Kenianer gehen eigentlich lieber ins Restaurant\u00a0<\/p>\n<p>Jeder Currywurst-Fan wei\u00df: Ganz wichtig ist die Sauce. Das Rezept hat F\u00f6rster aus der Heimat mitgebracht. \u201eIch habe gesagt, die Curryso\u00dfe, die muss stimmen, bevor der Rest kommt.\u201c Der Rest war dann allerdings auch noch herausfordernd, denn die Wurst, die F\u00f6rster anfangs von einem lokalen Partner orderte, entsprach nicht so ganz der heimischen Tradition.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Seit der Er\u00f6ffnung letztes Jahr hat sich vieles ver\u00e4ndert: Inzwischen wird die Wurst selbst gemacht \u2013 ein befreundeter Metzger verriet sein Rezept. Seitdem schmeckt die Currywurst nach Heimat \u2013 doch nicht nur in \u201eDieters Grill\u201c.<\/p>\n<p>Was in Kenia deutlich schwieriger ist, ist das klassische Konzept der Imbissbude, wie es in Deutschland bekannt ist. Am Tresen stehen und auf der Hand eine Currywurst oder ein Schnitzelbr\u00f6tchen essen, das ist in Nairobi eine eher unbekannte Esskultur. Wer es sich leisten kann, essen zu gehen, geht eher in ein Restaurant.<\/p>\n<p>ANZEIGE<img decoding=\"async\" data-hk=\"0000942120a202a15302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/38e5acf9-f2c3-4649-9037-4c0dbfe00c0f.dc9eeff2-3167-4f0d-8e4e-1ace3e83ed92.jpeg\"  alt=\"Currywurst in Nairobi: Junges Gesch\u00e4ft mit Erfolg\" width=\"960\" height=\"720\"\/> So sieht eine Currywurst von &#8222;Dieters Grill&#8220; in Naurobi aus.   Eva Krafczyk\/dpa Auswanderer liefert Curryw\u00fcrste nach Hause<\/p>\n<p>Wichtiger als Laufkundschaft ist f\u00fcr den Westfalen deshalb die Essenslieferung nach Hause oder in B\u00fcros, Catering bei Veranstaltungen und neuerdings die Belieferung von Restaurants, Lodges und Safariunternehmen. \u201eDas l\u00e4uft gerade sehr gut an, weil wir tats\u00e4chlich ein Alleinstellungsmerkmal haben mit der Qualit\u00e4t. Und sowohl an der K\u00fcste als auch in Nanyuki gibt es jetzt Orte, wo man unsere Wurst kaufen kann.\u201c<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Auch der Deutsch-Kenianer Arjun Malhotra machte die kulinarische Vorliebe zum Beruf. Seit 2023 betreibt er den Biergarten \u201eCrafty Chameleon\u201c mit angeschlossener Craftbeer-Brauerei in der kenianischen Hauptstadt. \u201eIch habe lange als Hobby gebraut\u201c, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"0000942120a202a19302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6b2fb77b-3316-49a5-ad7f-c4ff9b2a40c5.5d4c3453-e57f-494b-99e7-baec1f216ea6.jpeg\"  alt=\"Currywurst in Nairobi: Junges Gesch\u00e4ft mit Erfolg\" width=\"960\" height=\"720\"\/> Arjun Malhotra (l.) steht im Sudhaus seiner Craftbeer-Brauerei mit angeschlossenem Biergarten. Die Sehnsucht nach der Vielfalt deutschen Bieres hat den geb\u00fcrtigen Dorstener in Kenia zum Brauer werden lassen.  Eva Krafczyk\/dpa <\/p>\n<p>Denn als er als Jugendlicher in Kenia lebte, habe er die Vielfalt deutscher Biere in dem ostafrikanischen Land vermisst. Malhotra kommt aus Dorsten, seine Familie m\u00fctterlicherseits ist fest im Ruhrgebiet verankert, der Opa war Steiger.<\/p>\n<p>ANZEIGEANZEIGE<\/p>\n<p>Nach dem Studium von VWL und Management habe er zunehmend mit der Idee einer kleinen Brauerei gelieb\u00e4ugelt, als er nach Kenia zur\u00fcckgekehrt war, erz\u00e4hlt er. Praktika in verschiedenen Brauereien in den Niederlanden und in S\u00fcdafrika erweiterten sein selbst erlerntes Brauwissen.<\/p>\n<p>Das Malz kommt aus Bamberg<\/p>\n<p>Schnell sei aber auch klar gewesen: Das Bier konnte nicht so g\u00fcnstig produziert werden wie Massenware. \u201eMalz kommt aus Deutschland, die Hopfen je nach Bier aus Amerika, Deutschland oder Tschechien. Es ist dann halt teuer.\u201c Die Kombination des Ausschanks mit einem Restaurant habe sich nachtr\u00e4glich als optimale L\u00f6sung erwiesen. Das alte Wohnhaus der Familie mit seinem gro\u00dfen Garten zieht mittlerweile Kundschaft aus aller Welt an, wobei Kenianer die Mehrheit stellen.<\/p>\n<p>ANZEIGE<img decoding=\"async\" data-hk=\"0000942120a202a26302010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fb88762d-e7d8-4634-b4e5-ef45d7866829.944e7554-307b-4d16-bda2-fc0d47349fd2.jpeg\"  alt=\"Currywurst in Nairobi: Junges Gesch\u00e4ft mit Erfolg\" width=\"960\" height=\"720\"\/> Arjun Malhotra steht an der Bar seines Biergartens &#8222;Crafty Chameleon&#8220;. Der geb\u00fcrtige Dorstener hatte in Nairobi deutsches Bier vermisst und sein Hobby als Freizeit-Brauer zum Beruf gemacht. Gebraut wird nach deutschem Reinheitsgebot und mit dem Malz eines Bamberger Traditionsbetriebs.   Eva Krafczyk\/dpa <\/p>\n<p>Die Rezepturen f\u00fcr seine f\u00fcnf Biere \u2013 plus saisonalen Bieren \u2013 hat Malhotra selbst erarbeitet. Gebraut wird selbstverst\u00e4ndlich nach deutschem Reinheitsgebot, das Malz stammt aus der fr\u00e4nkischen Biermetropole Bamberg. \u201eAber bei unseren Saisonalbieren gehen wir auch gerne mal aus dem Reinheitsgebot raus\u201c, verr\u00e4t Malhotra. So habe es vor ein paar Monaten w\u00e4hrend der Mangosaison ein Mango-Dragonfruit-IPA gegeben. \u201eDas ist dann f\u00fcr die experimentierfreudigere Kundschaft.\u201c Und im Januar gab es sogar ein alkoholfreies IPA als Saisonalbier f\u00fcr den \u201eDry January\u201c.<\/p>\n<p>ANZEIGEBayrische Kunden als Weizenbier-Stresstest<\/p>\n<p>Neben Expats und Kenianern, chinesischen Gesch\u00e4ftsleuten und Deutschen mit Bier-Heimweh waren schon zweimal bayrische Delegationen zu Besuch bei der deutsch-kenianischen Au\u00dfenhandelskammer in Malhotras Biergarten. \u201eDas war nat\u00fcrlich ein Stresstest, das sind die super-kritischen Weizenbiertrinker\u201c, r\u00e4umt er ein. \u201eAls die gesagt haben, das schmeckt &#8211; das hat schon viel bedeutet.\u201c\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Westfale macht die Currywurst in Nairobi zum erfolgreichen deutschen Import. 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