{"id":13861,"date":"2026-05-05T07:31:58","date_gmt":"2026-05-05T07:31:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13861\/"},"modified":"2026-05-05T07:31:58","modified_gmt":"2026-05-05T07:31:58","slug":"afrika-cup-eine-schande-senegal-verliert-titel-nach-gerichtsurteil-an-marokko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13861\/","title":{"rendered":"Afrika Cup: &#8222;Eine Schande&#8220; &#8211; Senegal verliert Titel nach Gerichtsurteil an Marokko"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">57 Tage nach dem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/sport\/fussball\/international\/afrika-cup-sperren-fuer-trainer-und-spieler-vom-finale_aid-143058043\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">skandal\u00f6sen Endspiel um den Afrika Cup<\/a> hat <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/marokko\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marokko<\/a> trotz der sportlichen Niederlage gegen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/senegal\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Senegal<\/a> \u00fcberraschend den Sieg zugesprochen bekommen. Das Berufungsgericht des afrikanischen Fu\u00dfball-Verbands CAF gab dem Einspruch der Marokkaner statt und wertete die infolge fragw\u00fcrdiger Schiedsrichter-Entscheidungen v\u00f6llig aus dem Ruder gelaufene Partie mit 3:0 f\u00fcr die Gastgeber des Finales in Rabat. Senegal hatte die von Tumulten begleitete Begegnung nach Verl\u00e4ngerung 1:0 gewonnen &#8211; und will nun gegen die nachtr\u00e4gliche Aberkennung des Titels Einspruch einlegen<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Gericht stellte sich gegen die Entscheidung des CAF, der zun\u00e4chst zwar zahlreiche Geldstrafen gegen beide Teams ausgesprochen, das sportliche Ergebnis aber nicht infrage gestellt hatte. In der Berufungsverhandlung wurde nun unter Verweis auf Artikel 82 des Regelwerks f\u00fcr den Afrika Cup befunden, das senegalesische Team habe durch das Verlassen des Platzes gegen Ende der regul\u00e4ren Spielzeit die Partie aufgegeben &#8211; und m\u00fcsse daher als Verlierer gewertet werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Verband war dagegen zu dem Urteil gekommen, dass das Team die Kriterien f\u00fcr eine Aufgabe nicht erf\u00fcllt habe, weil es nach der zwischenzeitlichen Unterbrechung zur\u00fcck auf den Platz gekommen sei. Das Berufungsgericht sah das anders und reduzierte auch die urspr\u00fcnglich verh\u00e4ngten Geldstrafen f\u00fcr den Co-Gastgeber der Fu\u00dfball-WM 2030.<\/p>\n<p>Senegals Verbandschef wettert \u00fcber \u201eSchande f\u00fcr Afrika\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Senegals nationaler Fu\u00dfball-Verband will die Entscheidung nicht akzeptieren und vor den Internationalen Sportgerichtshof <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/cas\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CAS<\/a> ziehen, wie Generalsekret\u00e4r Abdoulaye Seydou Sow noch am Abend im staatlichen Rundfunk RTS ank\u00fcndigte. \u201eWir werden Kontakt mit unseren Anw\u00e4lten aufnehmen und Rechtsmittel einlegen. Wir werden vor nichts zur\u00fcckschrecken. Das Recht ist auf unserer Seite\u201c, sagte er. Die Entscheidung des Berufungsgerichts sei eine \u201eSchande f\u00fcr Afrika\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Finale in Rabat hatte als Skandalspiel weltweit Schlagzeilen gemacht &#8211; nicht nur wegen der Tumulte am Schluss, sondern auch wegen des unsportlichen Verhaltens der Gastgeber. Mehrere Balljungen hatten bei str\u00f6mendem Regen mehrfach versucht, Senegals Torwart Edouard Mendy dessen Handtuch zu klauen. Sogar der fr\u00fchere Dortmunder Bundesliga-Profi Achraf Hakimi schnappte sich Mendys Handtuch und warf es \u00fcber die Bande. Letztlich musste ein senegalesischer Ersatzspieler das St\u00fcck Stoff an sich nehmen und verteidigen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und auch auf dem Platz ging es rund. Nachdem der Schiedsrichter in der Nachspielzeit der regul\u00e4ren Spielzeit ein regelkonformes Tor f\u00fcr den Senegal aberkannte und daf\u00fcr wenig sp\u00e4ter einen sehr fragw\u00fcrdigen Elfmeter f\u00fcr Marokko pfiff, reichte es Pape Thiaw: Senegals Trainer zitierte seine Mannschaft aus Protest in die Kabine.<\/p>\n<p>Sadio Man\u00e9 schrie seine Mitspieler an      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nur wenige Spieler um Ex-Bayern-Profi Sadio Man\u00e9 blieben auf dem Platz. Dann lief der Kapit\u00e4n in die Kabine. \u201eEr kam rein und schrie. Schrie uns an, auf den Platz zu gehen und das Spiel zu beenden\u201c, berichtete Mittelfeldspieler Lamine Camara sp\u00e4ter. \u201eWenn Sadio redet, h\u00f6rt jeder zu. Wir haben auf ihn geh\u00f6rt und es lief gut f\u00fcr uns.\u201c Denn der umstrittene Elfmeter wurde verschossen: Marokkos Torj\u00e4ger Brahim D\u00edaz vergab vom Punkt, Pape Gueye erzielte schlie\u00dflich das Siegtor f\u00fcr den Senegal.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die hitzige Partie und das Chaos hatten Folgen. Der afrikanische Fu\u00dfball-Verband verf\u00fcgte im Nachhinein eine f\u00fcnf-Spiele-Sperre und eine Geldstrafe \u00fcber 100.000 US-Dollar f\u00fcr Trainer Pape Thiaw. Insgesamt wurde der senegalesische Verband wegen diverser Vergehen &#8211; darunter der versuchte Platzsturm senegalesischer Fans &#8211; zu 615.000 Dollar Strafe verurteilt. Zwei Spieler wurden gesperrt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Diese Strafen lie\u00df das CAF-Berufungsgericht unangetastet. Marokko dagegen bekam nicht nur den Sieg zugesprochen, sondern auch Straferleichterungen. Urspr\u00fcnglich war der Verband zu insgesamt 315.000 Dollar Strafe verurteilt worden, der Gro\u00dfteil davon f\u00fcr das unsportliche Verhalten der Balljungen. Diesen Betrag reduzierte das Berufungsgericht von 200.000 auf 50.000 Dollar. Die 100.000-Dollar-Strafe f\u00fcr Mittelfeldspieler Isma\u00ebl Saibari hob das Gericht ganz auf, seine Sperre wurde von drei auf zwei Partien verk\u00fcrzt, davon eine auf Bew\u00e4hrung. Die Strafe \u00fcber 15.000 Dollar f\u00fcr den Einsatz von Laserpointern durch marokkanische Fans reduzierte das Gericht auf 10.000 Dollar.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bestehen blieben blo\u00df die Geldstrafe f\u00fcr den Verband \u00fcber 100.000 Dollar im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Videoschiedsrichter sowie die Zwei-Spiele-Sperre f\u00fcr Hakimi. Ein Spiel davon war schon vom afrikanischen Verband f\u00fcr ein Jahr auf Bew\u00e4hrung ausgesetzt gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"57 Tage nach dem skandal\u00f6sen Endspiel um den Afrika Cup hat Marokko trotz der sportlichen Niederlage gegen Senegal&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13862,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[6449,29,2470,3173,6446,3165,6445,6448,6088,6447,744,5423,95,300,5971,3170,6450,3164,2756,6451,5199,6444,6452],"class_list":{"0":"post-13861","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-senegal","8":"tag-20afrika","9":"tag-afrika","10":"tag-afrikanische","11":"tag-afrikanischen","12":"tag-berufungsgericht","13":"tag-caf","14":"tag-einspruch","15":"tag-gastgeber","16":"tag-geldstrafe","17":"tag-geldstrafen","18":"tag-gericht","19":"tag-gerichtsurteil","20":"tag-marokko","21":"tag-senegal","22":"tag-senegalesen","23":"tag-senegalesische","24":"tag-senegalesischer","25":"tag-sportgerichtshof","26":"tag-strafe","27":"tag-straferleichterungen","28":"tag-urteil","29":"tag-verband","30":"tag-verbandschef"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116520808733180879","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13861","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13861"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13861\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13862"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13861"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13861"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13861"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}