{"id":13932,"date":"2026-05-05T11:24:10","date_gmt":"2026-05-05T11:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13932\/"},"modified":"2026-05-05T11:24:10","modified_gmt":"2026-05-05T11:24:10","slug":"comeback-der-teranga-loewen-von-der-premiere-2002-bis-zum-aus-durch-die-fairplay-regel-2018-senegal-peilt-bei-der-wm-2026-neuen-meilenstein-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/13932\/","title":{"rendered":"Comeback der Teranga-L\u00f6wen \u2013 Von der Premiere 2002 bis zum Aus durch die Fairplay-Regel 2018: Senegal peilt bei der WM 2026 neuen Meilenstein an"},"content":{"rendered":"<p>In der umfangreichen und geschichtstr\u00e4chtigen Chronik der WM-Dramen gab es nur selten ein Gruppen-Aus, das so still und brutal, so seltsam anf\u00fchlte wie beim Senegal 2018. Kein Last-Minute-Tor, kein Elfmeterschie\u00dfen, kein dramatischer Einbruch. Nur eine Regel. Ein tief im FIFA-Handbuch vergrabener Absatz: Die Anzahl der Gelben Karten. Und damit waren die L\u00f6wen von Teranga ausgeschieden; nicht durch eine Niederlage, sondern aufgrund von einer minimal schw\u00e4cheren Disziplin.<\/p>\n<p>Es war das erste Mal in der Geschichte, dass eine Mannschaft durch die Fairplay-Regel ausschied. F\u00fcr Senegal war dieser Moment nicht nur ein Herzschmerz. Er war ein Wendepunkt.<\/p>\n<p>Denn Senegals WM-Geschichte ist keine Geschichte des Scheiterns, sondern vielmehr eine der Entwicklung. Vom erdbebenartigen Schock von 2002 \u00fcber die grausame Mathematik von 2018 bis hin zu einem Kader f\u00fcr 2026, der vielleicht der bisher st\u00e4rkste einer afrikanischen Nation ist \u2013 die L\u00f6wen haben gebr\u00fcllt, sind gestolpert, haben sich neu formiert und sind wieder aufgestanden.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal in der Geschichte schied damit eine Nationalmannschaft wegen des Fairplay-Kriteriums aus; eine Formalit\u00e4t, die Zur\u00fcckhaltung statt Unbesonnenheit bestrafte, Disziplin statt Schicksal. F\u00fcr Senegal war dieser Moment nicht nur eine Entt\u00e4uschung; er markierte einen Wendepunkt, einen Umbruch, eine Trennlinie zwischen Vergangenheit und Zukunft.<\/p>\n<p>Denn die Geschichte Senegals bei Weltmeisterschaften ist keine Geschichte des Scheiterns, sondern eine der Entwicklung. Vom Erdbeben von 2002 \u00fcber die grausame Mathematik von 2018 bis hin zu einem Kader von 2026, der der bislang st\u00e4rkste Afrikas sein k\u00f6nnte \u2013 die L\u00f6wen br\u00fcllten, stolperten, organisierten sich neu und standen wieder auf.<\/p>\n<p>Das ist ihre Saga: von Talent und Wut, von Stars und Narben, von Rhythmus und Ausdauer. Von einer Mannschaft, die sich weigert zu verschwinden, sich weigert vergessen zu werden und sich weigert, durch etwas Geringeres als Groesse definiert zu werden.<\/p>\n<p>Senegal schockt die Fu\u00dfballwelt <img class=\"fco-image__image\" alt=\"TOPSHOT-WC2002-SWE-SEN-TEAM AND SUPPORTERS\"   loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"2048\" height=\"1305\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/GettyImages-1970235002.jpg\" style=\"aspect-ratio:2048 \/ 1305;width:100%;height:100%\"\/>Getty Images<\/p>\n<p>Senegals WM-Deb\u00fct im Jahr 2002 war nicht nur historisch, sondern geradezu legend\u00e4r. In Gruppe A mit Titelverteidiger Frankreich, sowie D\u00e4nemark und Uruguay galten die Teranga-L\u00f6wen als sicherer Gruppenletzter. Doch im Er\u00f6ffnungsspiel verbl\u00fcfften sie die gesamte Fu\u00dfball-Welt.<\/p>\n<p>Papa Bouba Diops Tor gegen Frankreich, die Nation, die Senegal einst kolonialisiert hatte, sicherte mehr als nur einen 1:0-\u00dcberraschungssieg. Es l\u00f6ste ein kulturelles Erdbeben in Afrika aus.<\/p>\n<p>Angef\u00fchrt von Kapit\u00e4n Aliou Ciss\u00e9, dem sp\u00e4teren Nationaltrainer, spielte die senegalesische Mannschaft mit Selbstbewusstsein, Zusammenhalt und Freude. Sie tanzten nach Toren und \u00fcbten unerm\u00fcdlich Pressing aus. Anschlie\u00dfend spielten sie unentschieden gegen D\u00e4nemark und Uruguay &#8211; und besiegten dann im Achtelfinale Schweden durch ein Golden Goal.<\/p>\n<p>Senegal erreichte somit als erst zweite afrikanische Mannschaft nach Kamerun 1990 das Viertelfinale einer WM. Der Lauf endete dann zwar gegen die T\u00fcrkei, aber die Botschaft war klar: Afrika konnte mithalten. Senegal war nicht nur eine \u00dcberraschung. Ihre Viertelfinal-Teilnahme war ein Statement.<\/p>\n<p>Die Spieler von 2002 wurden zu nationalen Legenden: Diop, El Hadji Diouf, Khalilou Fadiga, Tony Sylva. Sie waren nicht nur Fu\u00dfballer, sie waren Pioniere. Und ihr Verm\u00e4chtnis hallt noch immer in jedem senegalesischen Trikot nach, das heute getragen wird.<\/p>\n<p>Das lange Schweigen<img class=\"fco-image__image\" alt=\"Senegal v Ivory Coast - FIFA 2014 World Cup Qualifier: Play-off Second Leg\"   loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"3000\" height=\"1996\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/GettyImages-450113621.jpg\" style=\"aspect-ratio:3000 \/ 1996;width:100%;height:100%\"\/>Getty Images<\/p>\n<p>Nach 2002 stiegen die Erwartungen ins Unermessliche. Doch das n\u00e4chste Kapitel f\u00fcr den Senegal war gepr\u00e4gt von Stille. Die Mannschaft verpasste die Qualifikation f\u00fcr die Weltmeisterschaften 2006, 2010 und 2014 \u2013 \u00fcber ein Jahrzehnt der Abwesenheit, das sich wie ein Exil anf\u00fchlte.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr waren komplex: Interne politische Streitigkeiten, Instabilit\u00e4t im Trainerstab und ein Generationskonflikt f\u00fchren zu gro\u00dfen Schwierigkeiten. Der Zauber von 2002 war verblasst, und Senegal hatte M\u00fche, seinen Rhythmus wiederzufinden<\/p>\n<p>Unter der Oberfl\u00e4che braute sich allerdings etwas Gro\u00dfes, gutes, zusammen. Die Jugendakademien wuchsen und kamen nach Europa. Im Jahr 2015 wagte der senegalesische Fu\u00dfballverband einen mutigen Schritt: Er ernannte Ciss\u00e9, den Kapit\u00e4n von 2002, zum Cheftrainer.<\/p>\n<p>Es war eine symbolische R\u00fcckkehr: Ein Mann, der auf dem Spielfeld gef\u00fchrt hatte, w\u00fcrde nun von der Seitenlinie aus sein Wissen weitergeben. Er kam mit einer Vision von Disziplin, Identit\u00e4t und langfristigem Wachstum.<\/p>\n<p>Cisses Ernennung wurde nicht von allen gefeiert, die Kritiker betonten seine Unerfahrenheit. Doch er brachte etwas Tieferes mit: ein Gef\u00fchl der Kontinuit\u00e4t, der unvollendeten Aufgabe. Er wusste, was Senegal sein k\u00f6nnte, und er war entschlossen, es aufzubauen.<\/p>\n<p>Die Fairplay-Wertung wird dem Sengal zum Verh\u00e4ngnis<img class=\"fco-image__image\" alt=\"TOPSHOT-FBL-WC-2018-MATCH32-JPN-SEN\"   loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"4953\" height=\"3302\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/GettyImages-982937088.jpg\" style=\"aspect-ratio:4953 \/ 3302;width:100%;height:100%\"\/>Getty Images<\/p>\n<p>Die Weltmeisterschaft 2018 in Russland sollte die Wiedergeburt Senegals markieren. echzehn Jahre nach ihrem fulminanten Deb\u00fct kehrten die Afrikaner mit Flair, Disziplin und einem Kader zur\u00fcck, der Erfahrung mit Jugend verband.<\/p>\n<p>In Gruppe H traf man auf Polen, Japan und Kolumbien &#8211; eine v\u00f6llig ausgeglichene Gruppe, in der f\u00fcr alle alles m\u00f6glich war. Nach einem 2:1-Sieg gegen Polen und einem 2:2 gegen Japan ging es f\u00fcr Senegal gegen Kolumbien um alles. Ein Punkt w\u00fcrde sicher f\u00fcr das Achtelfinale reichen.<\/p>\n<p>Doch die Teranga-L\u00f6wen verloren mit 0:1. Japan hatte die gleiche Anzahl an Punkten, die gleiche Tordifferenz und die gleiche Anzahl an erzielten Toren. Zum entscheidenden Faktor wurde so schlie\u00dflich die Fairplay-Wertung. Japans hatte vier Gelbe Karten erhalten, der Senegal sechs. Der Senegal schied aus dem WM-Turnier aus.<\/p>\n<p>Es war das erste Mal in der Geschichte der Weltmeisterschaft, dass die Fairplay-Regel zur Anwendung kam. Der Senegal hatte strukturiert, reif und zielstrebig gespielt. Der Grundstein war gelegt, die Motivation, in Zukunft nichts dem Zufall zu \u00fcberlassen, war hoch, die Sinne gesch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Das Comeback und der Aufstieg<img class=\"fco-image__image\" alt=\"England v Senegal: Round of 16 - FIFA World Cup Qatar 2022\"   loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"3448\" height=\"2245\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/GettyImages-1446892949.jpg\" style=\"aspect-ratio:3448 \/ 2245;width:100%;height:100%\"\/>Getty Images<\/p>\n<p>Nach der Entt\u00e4uschung von 2018 sammelte sich der Senegal neu \u2013 nicht nur taktisch, sondern auch mental. Der Ergebnis: 2021 gewannen die Westafrikaner zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Afrika-Cup \u2013 ein Triumph, der sich sowohl wie ein Durchbruch als auch wie eine Kr\u00f6nung anf\u00fchlte. Die Teranga-L\u00f6wen br\u00fcllten wieder.<\/p>\n<p>Mit neuem Selbstvertrauen reisten sie 2022 nach Katar, getragen vom Schwung des kontinentalen Ruhms und der Zuversicht. Selbst ohne St\u00fcrmerstar Sadio Mane, der nur wenige Tage vor Turnierbeginn verletzungsbedingt ausfiel, zeigte die Mannschaft bemerkenswerte Widerstandskraft.<\/p>\n<p>In der Gruppenphase der WM 2022 verlor der Sengal in einem hart umk\u00e4mpften Auftaktspiel gegen die Niederlande, meldete sich aber mit Siegen \u00fcber Katar und Ecuador zur\u00fcck und sicherte sich einen Platz in der K.o.-Runde. Im Achtelfinale trafen man auf\u00a0 Mitfavorit England &#8211; doch der Klassenunterschied war offensichtlich. Eine 0:3-Niederlage beendete das Turnier.<\/p>\n<p>Das Erreichen des WM-Achtelfinals z\u00e4hlt zu den gr\u00f6\u00dften Erfolgen in der Geschichte des Verbandes.<\/p>\n<p>Der st\u00e4rkste Kader Afrikas<img class=\"fco-image__image\" alt=\"FBL-WC-2026-AFRICA-QUALIFIER-SEN-MRT\"   loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"4200\" height=\"2801\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/GettyImages-2240662958.jpg\" style=\"aspect-ratio:4200 \/ 2801;width:100%;height:100%\"\/>Getty Images<\/p>\n<p>Der aktuelle Kader Senegals ist wohl der ausgewogenste im afrikanischen Fu\u00dfball, knapp vor Marokko. Dabei geht es nicht nur um individuelles Potenzial. Es geht um Ausgewogenheit, Breite und Erfahrung.<\/p>\n<p>Im Zentrum der goldenen Generation Senegals steht Mane, der unverw\u00fcstliche Talisman, dessen Einfluss weit \u00fcber den Platz hinausreicht. Der fr\u00fchere Bayern-Spieler ist nicht nur f\u00fcr sein Tempo und seine eiskalte Chancenverwertung bekannt, sondern auch f\u00fcr seine Intelligenz, Bescheidenheit und unerm\u00fcdliche Arbeitsmoral &#8211; im ganzen Land ist er ein Vorbild. Er ist der emotionale Motor der Mannschaft, der Spieler, der die Last der Erwartungen mit Anmut tr\u00e4gt und dessen blo\u00dfe Anwesenheit die Menschen um ihn herum befl\u00fcgelt.<\/p>\n<p>An seiner Seite w\u00e4chst eine neue Generation heran, deren symboltr\u00e4chtigster Vertreter Nicolas Jackson ist. Derzeit von Chelsea an den FC Bayern M\u00fcnchen ausgeliehen, bringt Jackson frischen Schwung in die senegalesische Offensive. Der 24-J\u00e4hrige spielt mit furchtloser Entschlossenheit \u2013 ein Mittelst\u00fcrmer, der Freir\u00e4umen erkennt, zielstrebig presst und mit Flair abschlie\u00dft. Seine L\u00e4ufe ziehen die Abwehr auf, seine Ballbehandlung sorgt f\u00fcr Klarheit und sein Selbstvertrauen ist ansteckend. In einem Kader voller Erfahrung ist er die Wildcard &#8211; der Spieler, der ein Spiel mit einem einzigen Geniestreich entscheiden kann.<\/p>\n<p>Hinter ihnen bildet Edouard Mendy die letzte Verteidigungslinie Senegals \u2013 der Torh\u00fcter, dessen Aufstieg vom aussortierten Profi zum Champions-League-Sieger schon fast zur Fu\u00dfballlegende geworden ist. Mendy zeigt nach wie vor eine beeindruckende Pr\u00e4senz zwischen den Pfosten. Seine Reflexe sind messerscharf, seine Gelassenheit unter Druck unersch\u00fctterlich, und seine F\u00fchrungsqualit\u00e4ten aus der Abwehr heraus sind f\u00fcr Senegals Defensive von entscheidender Bedeutung. In chaotischen Momenten wie beim Elfmeterschie\u00dfen im Afrika-Cup-Finale 2026 ist er die Ruhe selbst.<\/p>\n<p>Die Verteidigung wird von Kalidou Koulibaly angef\u00fchrt, dem unersch\u00fctterlichen Innenverteidiger, dessen Mischung aus Physis und Finesse f\u00fcr Verzweiflung beim Gegner sorgt. Als F\u00fchrungsspieler und lautstarker Organisator bringt Koulibaly H\u00e4rte und Gelassenheit in die Abwehrreihe. Seine F\u00e4higkeit, das Spiel zu lesen, Zweik\u00e4mpfe zu gewinnen und Angriffe aus der Tiefe einzuleiten, macht ihn zum R\u00fcckgrat von Cisses System.<\/p>\n<p>Und im Mittelfeld hat der Durchbruch von Pape Matar Sarr eine neue Dimension verliehen. Sarr spielt mit einer Reife, die weit \u00fcber sein Alter hinausgeht, und gleitet zielstrebig und pr\u00e4zise \u00fcber den Platz. Er ist gleicherma\u00dfen versiert darin, den Spielfluss zu unterbinden und den Ball im Anschluss nach vorne zu treiben. Er ist ein typische rBox-to-Box-Spieler, der Verteidigung und Angriff mit Weitblick, Biss und grenzenloser Ausdauer miteinander verbindet.<\/p>\n<p>Zusammen bildet dieser Kern das Herzst\u00fcck einer Mannschaft, die sich nicht mehr nur mit Potenzial zufriedengibt. Hinzu kommt eine mit Talenten gespickte Bank: Unter anderem mit Iliman Ndiaye, Ismaila Sarr und Abdou Diallo. Sie sorgen f\u00fcr Tiefe und Gefahr von der Bank.<\/p>\n<p>Ciss\u00e9s lange Amtszeit von 2015 bis 2024 hat f\u00fcr Kontinuit\u00e4t gesorgt. Sein pragmatischer Stil, der einst kritisiert wurde, sorgte f\u00fcr Erfolg. Senegal spielt nicht nur mit Flair, sondern auch mit Zielstrebigkeit. Und bei einer auf 48 Mannschaften erweiterten Weltmeisterschaft 2026, bei der es mehr Raum f\u00fcr Chaos und Chancen gibt, ist Senegal vielleicht besser denn je ger\u00fcstet, um weit zu kommen.<\/p>\n<p>Was diesen Kader auszeichnet, ist nicht nur Talent. Es ist der Zusammenhalt. Diese Spieler kennen sich. Sie haben gemeinsam gewonnen, gemeinsam verloren und sind gemeinsam gewachsen. Sie tragen die Narben von 2018 und die Lehren von 2022 mit sich. Sie sind nicht nur eine Mannschaft \u2013 sie sind eine Einheit.<\/p>\n<p>\u00dcber das Spielfeld hinaus<img class=\"fco-image__image\" alt=\"FBL-WC-2026-AFRICA-QUALIFIER-SEN-MRT\"   loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"4200\" height=\"2800\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/GettyImages-2240660116.jpg\" style=\"aspect-ratio:4200 \/ 2800;width:100%;height:100%\"\/>Getty Images<\/p>\n<p>Bei Senegals WM-Historie geht es jedoch nicht nur um Ergebnisse. Es geht um Repr\u00e4sentation, um Stolz. Darum, wie der Fu\u00dfball den Geist einer Nation widerspiegelt.<\/p>\n<p>Die Teranga-L\u00f6wen spielen mit Rhythmus \u2013 eine Mischung aus Struktur durch die Erfahrungen im europ\u00e4ischen Vereinsfu\u00dfball und afrikanischer Spontanit\u00e4t. Die Fans geh\u00f6ren zu den leidenschaftlichsten der Welt, die Spieler tragen keine Last, sondern haben einen Antrieb.<\/p>\n<p>Von den Stra\u00dfen Dakars bis zu den Akademien in Frankreich wachsen senegalesische Fu\u00dfballer mit der Erinnerung an 2002 und dem Schmerz von 2018 auf. Sie wissen, was es bedeutet, die Welt zu \u00fcberraschen. Sie wissen, was es bedeutet, knapp zu scheitern. Und jetzt wissen sie, was es braucht, um etwas Langfristiges aufzubauen.<\/p>\n<p>Der Aufstieg Senegals ist auch ein Vorbild f\u00fcr den afrikanischen Fu\u00dfball. Stabilit\u00e4t im Trainerstab, Investitionen in den Nachwuchs und eine klare Identit\u00e4t sorgen f\u00fcr Erfolg. Das sind keine Luxusg\u00fcter, sondern Notwendigkeiten. Und Senegal scheint das besser zu verstehen als jeder andere afrikanische WM-Teilnehmer.<\/p>\n<p>Der Senegal ist mehr als nur eine Mannschaft geworden, vielmehr ein Vorbild. Und der Einfluss reicht \u00fcber die Grenzen hinaus. Europ\u00e4ische Vereine suchen nun gezielt nach senegalesischen Talenten. Junge Spieler sehen eine vielversprechende Zukunft vor sich.<\/p>\n<p>Ein Blick in die Glaskugel<img class=\"fco-image__image\" alt=\"FBL-WC-2026-AFRICA-QUALIFIER-SEN-MRT\"   loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\" width=\"4200\" height=\"2801\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/GettyImages-2240659454.jpg\" style=\"aspect-ratio:4200 \/ 2801;width:100%;height:100%\"\/>Getty Images<\/p>\n<p>Bei Senegals f\u00fcnfter WM-Teilnahme geht es nicht um Wiedergutmachung. Es geht um die Verwirklichung. Der Kader ist bereit, der Trainer ist erfahren, und die Wunden von 2018 sind verheilt. Der Traum bleibt bestehen.<\/p>\n<p>Der Senegal hat Weltmeister geschlagen, das Viertelfinale erreicht, mit hauchd\u00fcnnem Vorsprung ausgeschieden. Jetzt streben die Westafrikaner nach mehr. Ob ein Halbfinale m\u00f6glich ist?<\/p>\n<p>F\u00fcr den Senegal ist die Weltmeisterschaft nicht nur ein Turnier. Sie ist ein Spiegel, eine Bew\u00e4hrungsprobe, ein Ort, an dem Legenden geboren werden und an dem offene Rechnungen beglichen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Und dieses Mal hoffen sie nicht nur, sie sind auf der Jagd. Sie sind auf der Jagd nach Geschichte, um als erste senegalesische Mannschaft das WM-Halbfinale zu erreichen \u2013 oder vielleicht sogar noch mehr.\u00a0<\/p>\n<p>Vor allem aber jagen sie etwas Tieferes, einen Moment, der \u00fcber den Fu\u00dfball hinausgeht. Einen Moment, der eine Nation vereint, einen Kontinent elektrisiert und die Geschichte neu schreibt.<\/p>\n<p>Bei Senegals Reise ging es schon immer um mehr als nur Ergebnisse. Es geht um Rhythmus und Widerstandskraft, um Stolz und Ausdauer, um die Kraft des Sports, den Geist eines Volkes widerzuspiegeln.<\/p>\n<p>2002 schockierten sie die Welt. 2018 wurden sie durch die Fairplay-Regel ausgebremst. 2022 haben sie sich neu aufgerichtet. Und 2026 kehren sie zur\u00fcck. Nicht als Au\u00dfenseiter, sondern als Titelanw\u00e4rter. Die Teranga-L\u00f6wen haben schon fr\u00fcher gebr\u00fcllt, aber jetzt sind sie bereit, ernst zu machen.<\/p>\n<p>Und wenn sie in Nordamerika den Rasen betreten werden, tragen sie nicht nur die Hoffnungen Senegals mit sich. Sie tragen die Last eines ganzen Kontinents. Die Erinnerung an jedes knapp verpasste Ziel. Das Feuer jedes Kindes, das im Schatten von 2002 mit gro\u00dfen Tr\u00e4umen aufgewachsen ist. Und den Glauben, dass die Geschichte dieses Mal anders endet. Denn die Fairplay-Regel mag sie einst aus dem Turnier geworfen haben, doch dieses Mal schreiben sie ihr eigenes Ende. Ein Pass nach dem anderen. Ein Tor nach dem anderen. Ein Jubel nach dem anderen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der umfangreichen und geschichtstr\u00e4chtigen Chronik der WM-Dramen gab es nur selten ein Gruppen-Aus, das so still und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":13933,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[18],"tags":[2679,6472,300,1192,5566],"class_list":["post-13932","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-senegal","tag-features","tag-legacy","tag-senegal","tag-weltmeisterschaft","tag-world-cup"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116521721059088023","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13932"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13932\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13933"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}